Franz Zeller: Sieben letzte Worte

siebenMörderisch geht es bei den Salzburger Festspielen nur auf der Bühne und im Krimi von Franz Zeller zu. „Sieben letzte Worte“, das Oratorium von Haydn, sollte ein Festspiel-Star singen. Jetzt ist die Diva tot.
Die Leiche dreht sich in malerischer Landschaft in einem Mühlrad einer Bäckerei, und für Kommissar Franco Moll beginnt eine spannende Suche nach dem Mörder. In Künstlerkreise, hinter die Kulissen der Festspiele und durch die Salzburger Altstadt führt Zeller die Leser mit einer schönen Sprache. Viele Spuren legt er aus und verwischt sie wieder; damit bleibt das Ende überraschend und klug. Und dass der Kommissar in eine pikante Liebesgeschichte verwickelt wird, macht das Buch auch interessant.

Franz Zeller: Sieben letzte Worte.
Knaur, Mai 2014.
288 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Sofie Cramer: All deine Zeilen

allAls ihre geliebte Oma Annelise am Tag ihrer Verlobung stirbt, weiß Marie nicht mehr, was sie tun soll. Ohne Oma macht das Aussuchen des Brautkleides keinen Spaß und bei Junggesellinnenabschied kommt es zum Streit. Im Nachlass ihrer Oma findet Marie Briefe von einem Paul aus Amrum, der Omas Jugendliebe gewesen zu sein scheint. Interessiert an der Geschichte der beiden, schreibt sie dem fremden Mann, der sicher um die 80 Jahre alt sein muss. Sie ahnt nicht, dass dessen Sohn, der ebenfalls Paul heißt, ihr alle Briefe beantwortet. Zwischen Arum und Hamburg entsteht eine rege Korrespondenz. Doch die Freundschaft gerät ins Wanken, als Marie den alten Paul besuchen will. Weiterlesen

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Ferdinand von Schirach: Die Würde ist antastbar

ferdAlle 13 in diesem Band zusammengefassten Essays hat Ferdinand von Schirach in den Jahren zwischen 2010 bis 2013 für das Magazin Spiegel verfasst. Sein fachmännischer Blick hinter die Kulissen und seine daraus resultierenden juristisch ausgeprägten Ausführungen verdeutlichen die Schwierigkeiten der Rechtssprechung unter Wahrung demokratischer Grundrechte:

Kann man menschliche Existenz in einer Wertigkeit messen? – Wessen Leben ist mehr wert: Das eines Opfers oder das eines Verbrechers?
Sollte man Kinderschändern die Chance zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen? Weiterlesen

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Guillaume Musso: Vielleicht morgen

mussoDer französische Autor Guillaume Musso steht ein wenig im Verdacht, allzu zuckersüße Liebesgeschichten zu schreiben – ähnlich wie Cecilia Ahern, Jojo Moyes oder Nicholas Sparks.

Doch wer mit dieser möglicherweise bangen Erwartungshaltung an seinen neuen Roman „Vielleicht morgen“ geht, wird angenehm überrascht.

Das Buch entpuppt sich als durchaus spannender Thriller mit Science-Fiction-Elementen, den man auch dann gut lesen kann, wenn man mit schnulzigen Liebesgeschichten nicht viel am Hut hat. Weiterlesen

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Anna Reef: The Undead: Der Anfang vom Ende

unAls München von den Zombies überrannt wird, müssen Jenny und ihr Bruder Chris ihre Sachen packen und losziehen. Nachdem die von der Regierung georderten Sammelbusse sich als Pleite erweisen, ziehen sie auf eigene Faust los. Schon an der nächsten Ecke helfen sie einer jungen Frau bei einer Panne und können sich in deren Folge einer Gruppe Menschen anschließen, die sich im Wald vor den Zombies versteckt halten. Doch zu sicher kann man sich in dieser Welt nicht mehr sein. Hinter jeder Ecke könnte einer der Menschenfresser lauern und nirgends ist man wirklich sicher! Weiterlesen

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Markus Heitz: Exkarnation – Krieg der Alten Seelen

heitzDer Großmeister der Fantasy hat wieder zugeschlagen. Kein anderer deutscher Autor ist so häufig mit dem „Deutschen Phantastik Preis“ ausgezeichent, wie Markus Heitz. Und sein neuer Roman beschäftigt sich nicht mit der Inkarnation, also der Wiedergeburt, sondern der Exkarnation. Dies ist im Prinzip die Situation, wenn eine „alte Seele“ in einen gerade noch lebenden Körper rast.
Das klingt nach Fantasy, ist aber ein knallharter Thriller mit viel mystischen Einflüssen. Weiterlesen

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Niels Birbaumer: Dein Gehirn weiß mehr als Du denkst

birnNiels Birbaumer, Hirnforscher aus Tübingen, stellt die neusten Erkenntnisse seiner Hirnforschung vor. Und das macht er auf ausgesprochen verständliche Art und Weise. In mehreren Kapiteln beschreibt er die Wandlungsfähigkeit des Gehirns, das seiner Ansicht nach noch in jedem Alter verändert werden kann. Diese Erkenntnis an sich ist nicht ganz neu, ist sie doch bekannt als der evolutionstechnische Vorteil des Menschen – er kann sich an jede Umgebung anpassen durch die Anpassungsfähigkeit seines Gehirns. Aber Birbaumer untermalt das mit spannenden Beispielen aus seiner Praxis. Weiterlesen

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Chantal-Fleur Sandjon: Serienunikat

uniAnn-Sophie ist 21 und rebelliert gegen ihre Eltern und deren Vorstellung von ihrem Leben. Statt des heimischen Heidelbergs hat sie die Großstadt Berlin auserkoren als ihre Studienstadt. Dort ein Zimmer zu finden, gestaltet sich allerdings schwer. Kurzerhand gründet sie mit drei Unbekannten eine WG und findet auch noch eine passende Wohnung. Ihre Mutter ist auf hundertachtzig und will nur noch eins: Ann-Sophie nach Hause holen. Die wiederum beginnt endlich zu leben und sie selbst zu sein. Mit Hilfe einer Liste, die sie auf einer Party erhalten hat, verändert sie ihr Leben nach und nach. Weiterlesen

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Erwin Uhrmann: Ich bin die Zukunft

erwinAls Sebastian Leitner sich auf den Weg zu einem Berghaus in den Alpen macht, plant er, für einen Monat lang dort zu bleiben. – Er muss seine Gedanken ordnen und nach einem Streit mit seiner Frau braucht er Abstand von allem.
Die Hüttenwirtin Dora Kortschacher ist eine alte Frau, seit Jahren hat sie niemanden mehr beherbergt, macht aber für Leitner, da dieser nicht nur ein paar Tage bleiben will, eine Ausnahme. Sie bezieht Leitner in die täglich notwendigen Verrichtungen im Berghaus mit ein. Leitner bleibt länger als den einen Monat, aus seinem Aufenthalt werden Jahre, während denen Dora Kortschacher stirbt. Sebastian Leitner beginnt Ziegen und Hühner zu halten und legt einen Garten an. Weiterlesen

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Isabel Beto: Korallenfeuer

noeNoëlle, eine junge Sklavin auf Mahé, eine Insel der Seychellen, träumt davon, einmal jemandem zu gehören, der sie nicht gekauft und gebrandmarkt hat, sondern der sie zuerst als Person wahrnimmt. Dabei hat sie es gut im Vergleich zu den Plantagenarbeitern. Ist es, weil sie halb weiß ist? Als Heilerin und begnadete Köchin führt sie ein privilegiertes Leben. Familie hat sie nicht, nur einen alten Onkel. Als der sich verletzt und der ortsansässige, dem Alkohol zugetane Arzt, .seinen Arm amputieren will, verzweifelt Noëlle. Just in diesem Moment legt ein französisches Schiff an. Mit einem Schiffsarzt. Sie fleht ihn um Hilfe an. Weil er außerdem als Steinschneider bekannt ist und der Gouverneur der Insel unter Blasensteinen leidet, übernimmt Thierry Carnot vorübergehend die Krankenstation. Weiterlesen

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