Das Leben der 17-jährigen Svea ist in Schieflage geraten. Um das Geheimnis ihrer Familie zu wahren, verschließt sie sich vor den meisten ihrer Freunde. Nur Rieke kann sie noch trauen und die ist am Abend der Sommerferienparty ziemlich schnell betrunken. Svea zieht sich zurück in die Dünen des Strandes ihrer Nordseeinsel und will sich ihrer Trübsal hingeben. Doch einer kommt ihr dazwischen: Surferboy Nick, dem alle Mädchen zu Füßen liegen und der regelmäßig seine Freundin Astrid betrügt. Na, der hat ihr noch gefehlt. Und dann passiert das Unfassbare. Auch Nick hat Kummer und sie finden im wahrsten Sinne des Wortes auf einen Wellenlänge. Es kommt zu einem Kuss und danach ist beiden klar, eigentlich wollen sie nur den jeweils anderen. Zugeben können sie das aber nicht. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Franka Potente: Allmählich wird es Tag, gelesen von Heiko Deutschmann
In seinem 50. Lebensjahr hat der Banker – ehemalige Banker – Tim Wilkins so ziemlich alles verloren, was er sich bis dahin hart erarbeitet hatte. Seine Frau hat ihn gerade verlassen, seinen Job ist er los und Franka Potente stellt uns ihren Helden vor, als er gerade neben seinem im Pool verbrannten Mobiliar in einem Vorort von LA aufwacht. An dieser Stelle beginn er – anscheinend erstmalig in seinem Leben – Resümee zu ziehen. Weiterlesen
Romain Puértolas: Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte
Um sich ein pumarote Nagelbett mit 15000 rostfreien Nägeln zu kaufen, reist der indische Fakir Ayarajmushee nach Paris. Er reist mit leichtem Gepäck, neben seinem Ausweis führt er nur eine trickreiche 100-Euro-Note mit sich, die sich mittels eines Nylonfadens wieder aus dem Geldbeutel des Bezahlten herausziehen lässt. Alles läuft gut, das Nagelbett kann bis zum nächsten Morgen geliefert werden. Um Geld für eine Übernachtung zu sparen, beschließt Ayarajmushee, bei IKEA zu übernachten und versteckt sich in einem Schrank. Aber genau dieser Schrank wird am Abend abtransportiert in ein englisches Möbelhaus. Mit brisantem Inhalt: einem Trickbetrüger mit Turban. Weiterlesen
Peter Huth: Berlin Requiem
In Berlin ist ein rätselhafter Virus ausgebrochen: Tote kommen zurück und greifen Lebende an. Bisher hat sich das Phänomen auf Kreuzberg und Neukölln begrenzt gehalten. Vor allem auch, weil eine große Mauer um die beiden Stadtbezirke errichtet wurde, eine Mauer, die Tag und Nacht von Scharfschützen und Militärs bewacht wird. Der korrupte Politiker Olaf Sentheim wittert seine Chance. In einem brisanten Buch stellt er die türkische Bevölkerung als Träger eines bestimmten Gens dar, welches Menschen anfällig macht für den Virus. Warum sonst sollten nur Menschen mit Migrationshintergrund bisher zu den Opfern zählen? Doch die Reporter Sarah und Robert wissen es besser. Sie kennen Filmmaterial, in dem auch ein deutscher Arzt und seine Kollegin zu lebenden Toten werden. Die ganze Stadt ist plötzlich in Gefahr! Weiterlesen
William Faulkner: Schall und Wahn (1929)
Was macht man, wenn man eben einen anerkannten Klassiker der Weltliteratur gelesen hat und – beschämt – feststellen muss, dass man damit rein gar nichts anfangen kann? So geht’s mir mit dem von Frank Heibert neu übersetzten „Schall und Wahn“ von William Faulkner aus dem Jahre 1929. Das erste Kapitel ist aus der Sicht eines geistig Behinderten geschrieben. Die Handlung springt wild durch Zeiten und Räume, und es wird gleich auf den ersten Seiten eine derartige Vielzahl von Namen präsentiert, dass ich schlicht keine Chance sah, auch nur zu erahnen, wer wer ist und worum es wohl gehen könnte (um den Niedergang einer Südstaaten-Familie).
Das zweite Kapitel ist eine Art Bewusstseinsstrom aus der Sicht einer anderen Figur, Auch hier konnte ich nicht folgen.
Wenn Bücherlesen zum Hochleistungs-Denksport ausartet, um auch nur einen winzigen Bruchteil des Inhalts zu erfassen, dann ist das nicht mein Ding.
William Faulkner: Schall und Wahn (1929).
Rowohlt, Juli 2014.
384 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,95 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.
Hila Blum: Der Besuch
Der Debüt-Roman der israelischen Schriftstellerin Hila Blum, geboren 1969, hat eine interessante Grundhandlung: Der Multimillionär Duclos, der einem jungen Paar vor Jahren in einem Pariser Nobelrestaurant aus der Patsche geholfen hat, kündigt überraschend seinen Besuch in Jerusalem bei eben diesem Paar an. Es ist inzwischen verheiratet und hat Kinder. Was Nataniel, der Mann, nicht weiß: Zwischen seiner Frau Nili und dem Millionär ist damals etwas vorgefallen – nein, kein Sex –, von dem Nili ihrem Mann nie etwas erzählt hat. Weiterlesen
Teri Terry: Vernichtet
Im dritten Band der Trilogie um Kyla – oder Lucy oder Riley – macht sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln, nach dem Teil der Erinnerung, der einfach nicht zurückkommen will. Terri Terry führt uns in ein Großbritannien in einer fiktiven, nahen Zukunft. Straffällige Jugendliche werden nicht – wie früher – hingerichtet, sondern ihnen wird komplett die Erinnerung genommen und sie werden emotionskontrolliert in neuen Familien untergebracht. Kyla jedoch konnte von Anfang an ihre Emotionskontrolle kontrollieren und sie konnte sich schon immer zumindest an Teile ihres vergangenen Lebens erinnern. Weiterlesen
Charlotte Thomas: Das ferne Land
Candia, heutiges Kreta, 1645: Als Katharina die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann im fernen Arabien verstorben sei und ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen habe, traut sie ihren Ohren kaum. Der Taugenichts, der das Erbe ihres Vaters verprasst hat, scheint doch noch zu Geld gekommen zu sein. Sie beschließt, mit ihrer Haushälterin Jokasta und dem Russen Pjotr nach Arabien zu reisen. Als Faliero, ein angesehener Mann der Stadt, davon Wind bekommt, setzt er sie auf den Verräter Massimo an, den Katharina für ihre Reise als Dragoman, als Fremdenführer, engagieren soll. Die ungleiche Weggemeinschaft beginnt ihre Reise in den Orient, auf ihrem Weg zahlreiche Abenteuer, karge Wüsten und gefährliche Liebschaften. Weiterlesen
Morgan Callan Rogers: Eisblaue See, endloser Himmel
Florines Geschichte in „Eisblaue See, endloser Himmel“, beginnt dort, wo andere aufhören. Sie heiratet in dem Küstenörtchen The Point, wo sie auch aufgewachsen ist, ihre Jugendliebe Bud und wird schwanger. Nach Jahren des Bangens um den Verbleib ihrer verschollenen Mutter scheint sich alles zum Besten zu wenden und Florine endlich mal Glück zu haben. Doch dann erreicht sie ein mysteriöser Brief, der vielleicht an ihre Mutter verfasst ist, vielleicht sogar von ihrer Mutter. Erneut wird Florine unsicher, dabei müsste sie sich doch um ihre kleine, stetig wachsende Familie kümmern. Weiterlesen
Ryad Assani-Razaki: Iman
„Iman“ ist der Debutroman des aus Benin stammenden Ryad Assani-Razakis. Der Autor erzählt die Geschichte dreier junger Westafrikaner, die ihr Glück suchen.
Toumani, die Hauptfigur, wird von Iman aus einem Kanalschacht gerettet. Iman seilt sich in den Schacht hinab und zieht den Jungen hinauf. Damit schenkt Iman Toumani das Leben, ein Geschenk, das Verpflichtungen mit sich bringt. Der französische Originaltitel des Buches, „La main d`Iman“ (Die Hand von Iman) stellt diese Szene in den Mittelpunkt der Handlung. Weiterlesen