Was kann schon schlimmer sein, als der Black Friday Kaufrausch? Nun, beim Shoppen gefragt zu werden, wann man endlich schwanger würde steht oben auf der Liste. Oder angesichts der Frage den restaurierten Golf in einem Auffahrunfall schrotten auch, doch wenn dann noch fast das gesamte Werwolfrudel von Fanatikern gefangen genommen wird, dann ist der Abend für die Werkojotin Mercy Thompson vollends gelaufen. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Brooke Davis: Noch so eine Tatsache über die Welt
Als die 7-jährige Millie Bird im Kaufhaus neben der Frauenunterbekleidung auf ihre Mama warten soll, ist sie guter Dinge. Doch als das Kaufhaus langsam schließt, ist Mama noch immer nicht da! Millie übernachtet im Kaufhaus und es beginnt der erste Tag des Wartens. Im Kaufhaus lernt sie auch den 87-jährigen Karl kennen, der aus dem Altersheim abgehauen ist und sich ihrer annimmt. Als sie aufzufliegen drohen, muss Millie aus dem Kaufhaus flüchten und läuft geradewegs in die Arme der griesgrämigen 82-jährigen Agatha, die in ihrer Nachbarschaft wohnt und von allen für einen Sonderling gehalten wird. Zu dritt begeben sie sich auf die Suche nach Millies Mama. Weiterlesen
Richard Hughes: In Bedrängnis (1938)
Im Grunde genommen braucht ein Autor nicht viele Zutaten, um einen packenden und zugleich informativen Roman zu schreiben.
Richard Hughes benötigt für seine Abenteuergeschichte „In Bedrängnis“ lediglich ein Dampferschiff auf hoher See und einen in die Quere kommenden, gigantischen Hurrikan.
Zunächst sah es für den unscheinbaren und erfahrenen Kapitän Edwardes so aus, als könne er das angekündigte Unwetter umschiffen. Jedoch jedes noch so raffinierte Ausweichmanöver hilft nicht, als ein zweiter, bisher unerkannter Hurrikan das Dampfschiff mit sich reißt. Die Macht des Wassers und des Windes haben ihre eigenen Regeln. Weiterlesen
Chantal Louis: Ommas Glück: Das Leben meiner Großmutter in ihrer Demenz-WG
Demenz ist ein so aktuelles Thema, dass es auch in Romanen verhandelt wird. Nach Hera Lind nimmt sich nun auch die Journalistin Chantal Louis des Themas an und beschreibt in „Ommas Glück“ das Leben ihrer Großmutter in einer Demenz-WG. Und weil die in Wanne-Eickel ist, hat der Roman viel Ruhrpott-Charme. – Auch sprachlich.
Von Omas Odyssee von ungemütlichen, unpersönlichen Pflegeheimen in die Wohngemeinschaft mit anderen Demenzkranken erzählt Louis und lässt ihre Großmutter mit Erinnerungen an früher zu Wort kommen. Angehörige von Demenzkranken werden viele Probleme wiedererkennen, und es gibt einen Service-Teil mit vielen Tipps.
Chantal Louis: Ommas Glück: Das Leben meiner Großmutter in ihrer Demenz-WG.
Kiepenheuer & Witsch, März 2015.
208 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.
Antoine Laurain: Liebe mit zwei Unbekannten
Als Laurent auf der Straße eine noch intakte Frauenhandtasche findet, ahnt er bereits, dass diese eine Geschichte hat und vermutlich durch einen Diebstahl dorthin gekommen ist. Er beschließt, die Tasche mit nach Hause zu nehmen und im Fundbüro abzugeben. Doch er ist zu neugierig und kann die Finger nicht von dem Fundstück lassen und so befördert die Tasche allerhand ans Licht. Schnell weiß Laurent, dass ihre Besitzerin Laure heißt und stets Notizen in einem roten Heft führte. Völlig verzaubert von der ihm fremden Frau, beschließt er, auf eigene Faust nach der Besitzerin zu suchen. Weiterlesen
Andreas Maier: Der Ort
„Der Ort“ ist Teil vier einer Romanfolge, in denen der Autor sich wesentlicher autobiografischer Züge bedient.
Andreas Maier nimmt die LeserInnen mit zurück in die achtziger Jahre, in den Lebensabschnitt seiner Adoleszenz. Alles spielt sich in und um das ihm vertraute hessische Städtchen Friedberg ab, das stellvertretend für ein typisches deutsches Kleinstadtmilieu steht. Sofort taucht man ein in die authentisch ausgeprägte Erzählhaltung, die so viel Nähe und Vertrautheit ausstrahlt, dass längst Vergessenes aus der eigenen Vergangenheit plötzlich wieder in der Erinnerung präsent ist. Weiterlesen
Claire Hajaj: Ismaels Orangen
Jaffa, April 1948: Es herrschen geschichtsträchtige Zeiten und ein neuer Staat Israel wird gegründet. Doch dem 7-jährigen Ismael ist das egal! Er möchte eigentlich nur, endlich die kostbaren Orangen des Baumes ernten, der zu seiner Geburt im Garten seines Vaters gepflanzt wurde. Doch als die Familie all ihr Hab und Gut hergeben muss, um zu fliehen, kommt es dazu nicht mehr. Judith hingegen wächst als Nachkomme der Holocaust-Opfer in England auf. Die beiden ungleichen Menschen treffen jung aufeinander und verlieben sich, heiraten sogar gegen den Willen ihrer Eltern und bekommen Kinder. Doch ob diese Liebe halten kann, ist ungewiss. Weiterlesen
Augusto Cruz: Um Mitternacht
Einer der berühmtesten Stummfilme, die heute als verschollen gelten, heißt „Um Mitternacht“ aus dem Jahr 1927. Regisseur war Tod Browning.
Der 1971 geborene mexikanische Autor Augusto Cruz nimmt diesen filmgeschichtlichen Fakt als Ausgangspunkt für einen Roman, in dem er einen Privatdetektiv auf die Suche nach dem verschollenen Streifen schickt.
Immer wieder vermischt der Autor dabei Fakten und Fiktionen, lässt real existierende Personen etwas erleben, das sie im wahren Leben nicht erlebt haben. Darf man das eigentlich? Es ist zumindest bedenklich. Weiterlesen
Corina Bomann: Die Sturmrose
Nach ihrer Scheidung beginnt Annabel mit ihrer kleinen Tochter Leonie auf Rügen noch mal neu. Das Haus ist schön, aber nur gemietet, der Job läuft auch gut und eine Kita für Leonie ist rasch gefunden. Dann entdeckt Annabel am Hafen das baufällige Ausflugsschiff ‚Sturmrose‘ und ist sofort fasziniert. Sie will es kaufen und restaurieren, um daraus ein Café zu machen. Der gut aussehende Christian kreuzt jedoch ihre Pläne, denn auch er ist an dem Schiff interessierte. Die beiden schließen einen Deal und erwerben es gemeinsam, um das Café Wirklichkeit werden zu lassen. Bei genauerem Hinsehen entdeckt Annabel einen mysteriösen Brief hinter einer Paneele. Sofort fühlt sie sich an ihre eigene schmerzhafte Vergangenheit erinnert. Weiterlesen
Julie Mebes: Der Himmel neben dem Louvre
Ein Buch für Paris-Fans und alle, die hinter Kulissen und Fassaden der Menschen dort blicken möchten und wissen wollen, wie tickt diese Stadt mit ihren Bewohnern.
Julie Mebes schreibt in 38 kurzen Kapiteln wie sie selbst diese Stadt erlebt. So erzählt sie mit einem Blick aus ihrem Fenster im 1. Arrondissement von ihren Nachbarn, lässt uns teilhaben an höchst amüsanten Gesprächen mit ihrer Concierge, oder wir begleiten sie durch kleine Straßen und über große Boulevards, erleben ein Dichterseminar, finden uns in einem Supermarkt, im Louvre unter deutschen Foto-Touristen, undund… Weiterlesen