Arno Strobel: Das Dorf, gelesen von Sascha Rotermund

dorfVor zwei Monaten hat Anna Bastian verlassen. Eines Morgens bekommt er einen Anruf von Ihr. Sie hat Panik in der Stimme und bittet ihn um Hilfe. Bei der Polizei kommt Bastian nicht weiter, sie glaubt ihm den Anruf einfach nicht, also macht er sich selbst auf die Suche. Die Spur führt zu einem kleinen Dorf an der Müritz. Das Dorf an sich ist schon unheimlich, aber bald muss Bastian auch an seinem Verstand zweifeln. Dinge geschehen, und dann ist es, als wären sie nie geschehen. Häuser verändern sich in wenigen Stunden, so als würde Bastian Sprünge durch die Zeit machen. Menschen sind tot und dann wieder lebendig. Weiterlesen

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Raymond Scofield: Der große Lord

lordWas ist wohl aus dem kleinen Lord Fauntleroy geworden, nachdem er Weihnachten Großvater und Mutter versöhnt hat? Auch Autor Gert Anhalt aus Bad Wildungen hat sich das gefragt und 130 Jahre nach Frances Hodgson Burnett unter dem Pseudonym Raymond A. Scofield die Fortsetzung des Weihnachts-Klassikers, „Der große Lord“, geschrieben.
21 Jahre nach dem Versöhnungsfest lebt Cedric in London, arbeitet in einem Gemischtwarenhandel, wird zu Straftaten angestiftet und verliebt sich. Weiterlesen

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Jennifer Niven: All die verdammt perfekten Tage

jenAls Finch meterhoch über dem Schulhof auf dem Glockenturm steht, traut er seinen Augen kaum, denn er ist nicht allein. Auch seine beliebte Mitschülerin Violet scheint diesen Januarmorgen auserkoren zu haben als den perfekten Tag für einen Selbstmord. Es gelingt ihm, das Mädchen vom Springen abzuhalten und auch er selbst tut es an diesem Tag nicht. Immer wieder kreuzen sich die Wege der beiden 17-jährigen Jugendlichen und Finch verguckt sich immer mehr in Violet, dabei ist er doch auch fasziniert von seinem eigenen Tod. Gibt es vielleicht doch noch etwas, für das es sich zu leben lohnt? Weiterlesen

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Karen Duve: Macht

machtWer sich erhofft, Karen Duve lege mit „Macht“ einen Roman ähnlich ihrer erfolgreichen Bücher „Taxi“ oder „Regenroman“ vor, wird herb enttäuscht. Duve ist zur Anklägerin einer Gesellschaft geworden, die kritiklos u. a. Massentierhaltung und Klimawandel akzeptiert. Mit „Macht“ scheint die Autorin ihrer Enttäuschung hierüber Ausdruck verleihen zu wollen. Dabei herausgekommen ist ein satirischer Zukunftsroman, der sich explizit von provokanten Überzeichnungen nährt.

Karen Duve siedelt diesen fiktiven Roman im Jahr 2031 an und beschreibt eine sehr düstere Endzeitstimmung: Die Klimakatastrophe hat den Untergang der Welt eingeläutet. Weiterlesen

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Russell Blake: Jet 02: Verraten

jetDer israelische Geheimdienst Mossad gilt gemeinhin als der Beste der Welt. Und Jet war die beste Auftragskillerin, die der Mossad je hatte – bis sie sich entschloss, ihren Beruf an den sprichwörtlichen Nagel zu hängen und es sich in der Karibik gutgehen zu lassen.

Anschläge, Mordkomplotte und ein russischer Oligarch später ist Jets Liebhaber gestorben, der Oligarch Geschichte und Jet auf der Suche nach einem Menschen, von dessen Existenz sie bis dato nichts ahnte – ihrer Tochter. Weiterlesen

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William Boyd: Die Fotografin

fotoAmory Clay ist auf dem besten Weg, ein Stipendium für Oxford zu bekommen, als ihr Vater, traumatisiert vom Ersten Weltkrieg, sich und seiner Lieblingstochter das Leben nehmen will. Nach dem verhinderten Freitod ist alles anders. Amory schafft nicht mehr den erforderlichen Notendurchschnitt, der Vater wird in einer geschlossenen Psychiatrie für Jahre weggesperrt, während der Mutter und ihren Geschwistern im rasanten Tempo das Geld ausgeht. Amory will in dieser Situation unbedingt eigenes Geld verdienen. Deshalb geht sie bei ihrem Onkel in die Lehre, der sich mit Porträtaufnahmen einen Namen gemacht hat. Weiterlesen

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Sabine Both: Ein Sommer ohne uns

sommerUnter dem Pseudonym Franziska Moll hat die Autorin bereits die Titel „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“ veröffentlicht.

„Ein Sommer ohne uns“ ist die Geschichte einer Teenagerliebe: Verena und Tom sind miteinander aufgewachsen, sie sind Freunde. Als sie dreizehn Jahre alt sind, verlieben sie sich ineinander. Es ist die große, unzertrennliche Liebe, die ewig währen soll.
Kurz vor dem Abitur kommen ihnen Zweifel, ob eine Beziehung, die so früh begonnen hat, wirklich so ein Glücksfall für sie ist. Sie haben keine Erfahrungen mit einem anderen Partner, und nun, da sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen, dürfen sie ihre Freiheit nicht wie andere Jugendliche genießen, da sie einander nicht wehtun wollen. Weiterlesen

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Jackie Thomae: Momente der Klarheit

jackDas sagte ich bereits. Es lässt mich ratlos zurück. Erinnert mich ein wenig an dieses völlig überschätze Büchlein von Katharina Hacker „Die Habenichtse“ wofür sie seinerzeit 2006 auch noch den deutschen Buchpreis bekam. Wie gesagt, wir kamen nicht zusammen. All diese Figuren und Lebemänner und – Frauen, aus Kunst-und Kulturbetrieb, Medien und Film oder sonst welchen hippen Zusammenhängen, ich bekam sie einfach nicht vor meine Linse. Sie waren alle so leer. Vielleicht ist das ja auch das Thema: die geistige Leere und des sich Einredens von Wichtigkeit. Ständige neue Beziehungsgeflechte der Protagonisten nervten auf Dauer. Unglück und Projektion halten Hof, kein gelassenes Altwerden sondern die Angst vor der Nichtbeachtung von wem auch immer. Und schon bei der jeweils nächsten Geschichte musste ich zurückblättern und nachsehen, wer das schon wieder war. Also, eben nicht meins. Aber es gibt garantiert andere Meinungen.

Jackie Thomae: Momente der Klarheit.
Hanser, Juli 2015.
288 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Fred Ape.

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Frank Goosen: Förster, mein Förster

forsWenn man es positiv sehen will: Der Bochumer Ruhrpottbarde Frank Goosen bleibt seinem typischen Sound und seinen nostalgischen Themen, die viele Leser mögen, im aktuellen Buch „Förster, mein Förster“ treu.

Negativer: Der Roman bietet nichts Neues. Alles kommt einem wie schon hundertmal gelesen vor: dieses ewige, mittlerweile doch etwas sonderbar anmutende Schwelgen in längst vergangenen Zeiten – hach ja, als es noch die C 90-Kassetten gab … Weiterlesen

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Stephan Abarbanell: Morgenland

morgenJerusalem, 1946: Die junge Lilya Wasserfall unterstützt ihre Landsmänner im Widerstand gegen die Briten und steht unter den vielen Männern trotz ihres Alters ihre Frau. Dann allerdings zieht man sie ohne Begründung ab und schickt sie auf die Suche nach einem jüdischen Wissenschaftler namens Raphael Lind. Seit Kriegsmitte gilt er als tot, zuletzt gesehen in einem Konzentrationslager. Doch das will vor allem sein Bruder nicht glauben und für Lilya beginnt eine spannende Reise Richtung Deutschland, bei der sie sich mehr als einmal in Gefahr begeben muss. Weiterlesen

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