Zen Cho: Die Magier Seiner Majestät

Es war noch nie einfach der Königliche Magier der Sozietät Widernatürlicher Philosophen,   zu sein. Die internen Streitigkeiten, Machtspiele und der Versuch der Krone auf die magisch Begabten Einfluss zu nehmen machten den Posten nicht eben zu einem wirklich begehrenswerten Ziel. Von den Anfeindungen der Feen und ihres Hofes wollen wir da gleich einmal schweigen. Doch, seitdem Zacharias Wythe die Stellung übernommen hat, haben sich die Dinge rapide verschlechtert. Grund dafür ist zum Einen, dass die aus dem Feenreich nach Britannien einsickernde Magie seit einiger Zeit an der Grenze zurückgehalten wird, die Macht der Magier also schmilzt, zum Anderen, dass Zacharias sich mit der herrschenden Klasse, dem Adel und seiner Verflechtungen schwer tut. Weiterlesen

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Volker Kutscher: Lunapark

Es gibt ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass der Roman ziemlich gut ist. Ich konnte ungefähr zehn Seiten davon nicht ertragen. Das ist mir schon lange – eigentlich noch nie passiert. Aber die Szene in der Dr. M. Gereon Rath den Ernst der Lage erklärt und dabei ein unschuldiges Wesen tötet, ist mir unter die Haut gegangen. Es kündigte sich schon so drei bis vier Seiten vorher an, dass diese Szene einfach zu idyllisch war, dass das nicht gut ausgehen würde und doch kam es dann völlig unvorbereitet. So schreibt man Spannung. In den Jahren der Vorbereitung zu Holocaust, während Menschen verschwinden und politische Morde an der Tagesordnung sind, gelingt dem Autor noch so ein Turn (den ich ihm bis zum Ende jedes seiner Bücher übel nehmen werde), trotzdem: WOW. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Frauen

Andrea Camilleri mag die Frauen und geht auch in seinen Krimis stets gut mit ihnen um. Mit seinem neuen Buch „Frauen“ setzt der italienische Bestseller-Autor 39 Damen von A bis Z ein Denkmal.

Erinnerungen an die erste Liebe Maria, an Angelica, den Kinderschwarm des Zehnjährigen, an die Großmutter und die erste Verlegerin sind einige dieser kurzen Frauen-Porträts. Andere sind Begegnungen mit Menschen auf der Straße, wie Carla, die Camilleri in der Gosse aufgelesen und bei sich beherbergt hat. Obwohl Carla ihn bestohlen hat, ist auch diese Kurzgeschichte ein liebevolles Frauenporträt. Weiterlesen

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E. M. Forster: Die Maschine steht still (1909)

Wie könnte der Mensch in 100 Jahren aussehen und leben? Es gibt zahlreiche Autoren, die ein Bild der Zerstörung, Angst und Hoffnungslosigkeit erschaffen haben.

M. Forsters Blick auf die Zukunft war ebenfalls nicht paradiesisch. Auch wenn Vashti ihr Zuhause für vollkommen hält. Ein vollautomatisiertes Zimmer unter der Erde ist ihr Fleckchen Heimat. Als ihr Sohn Kuno sie zu einem Besuch überredet, überwindet sie ihre Angst vor der Sonne und der Erdoberfläche. Dabei kann sie sich ein eigenes Bild machen. Und was sie durch ein Fenster des Luftschiffes sieht, ist ihr genauso fremd wie Kunos Bericht. Ohne Erlaubnis DER MASCHINE sei er nach oben geklettert. Zu Vashtis Überraschung überlebte er seinen Ausflug ins Freie, und seine Theorie treibt sie in die Flucht. Weiterlesen

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Bernhard Trecksel: Nebelgänger

nebelEinst hatte die Welt ihrem Untergang ins Gesicht geschaut. Ihre dunklen Götter, die Titanen waren einen Schritt zu weit gegangen in ihrem Krieg gegeneinander, die Welt schien zu zerbrechen.

In letzter Sekunde gelang es, die finsteren Götter von ihrem unheiligen Tun abzuhalten, sie einzukerkern, vielleicht gar sie zu vernichten.
Seitdem durchzieht ein giftiger Odem die Welt, der seit Generationen von den Kuppelschildern, magisch verstärkten Wällen der fünf Städte zurückgehalten wird. Die Amboss-Barbaren allerdings sind dem Nebel schutzlos ausgeliefert.

Dies ist die Geschichte dreier Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Clach gehörte zum Orden der Assassinnen – bevor er im Kampf gegen die Gläubigen der Titanen starb – und als Untoter wieder auferstand. Weiterlesen

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David Safier: Traumprinz

Man kann sich den perfekten Mann nicht nur backen, man kann ihn sich auch malen. Wenn man eine tibetanische Lederkladde klaut, die verzaubert ist und bei Missbrauch die ganze Welt zerstören kann. Und dann noch reinmalt. Diese Erfahrung macht jedenfalls die Comiczeichnerin Nellie, als sie am höchsten Punkt des Liebeskummers ihren Traumprinzen in die Kladde malt. Der steht am nächsten Morgen mitsamt Schwert vor ihrer Tür. Und versucht sich im modernen Berlin zurechtzufinden.

Jetzt ist ja weder der Versuch mittelalterliche Helden in die Jetztzeit zu transferieren noch das entkommen derselben aus Büchern in die Realität ein ganz neuer Gedanke. Weiterlesen

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Cornelia & Stephan Schwarz: Schluss mit Psychospielchen

Grau ist alle Theorie. Gut, dass dieser Ratgeber nicht nur knallrot, sondern knackig -konkret geschrieben ist. Er begleitet durch unterschiedliche Alltagssituationen und liefert dem Leser Schritt für Schritt passende Scripts, wie sich enervierende Psychospiele durch dramafreie Dialoge und Körpersprache entschärfen lassen. Der Chef putzt Sie vor den Kollegen runter? Die Schwiegermutter bezeichnet  Sie als undankbar? Ihre beste Freundin weiß grundsätzlich alles besser? Oft reagieren wir mit aggressiver Gegenwehr, fühlen uns ohnmächtig oder geben klein bei. Schluss damit! Weiterlesen

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Kris van Steenberge: Verlangen

Die Geschichte der Familie Duponselle beginnt etwa 1880 mit dem Mädchen Elisabeth, der Tochter des Schmiedes in dem belgischen Dorf Woesten. Zum Leidwesen der Eltern liebt sie das eigenständige Denken und darf keine weiterführende Schule besuchen. Denn in den Augen der Mutter ist Elisabeths Hilfe beim Klöppeln wichtiger als Bildung. Ihr Lernwillen bleibt und auch der Wunsch, aus der Enge des Dorfes auszubrechen. Als Elisabeth den jungen Arzt Guillaume kennenlernt, sieht sie ihre Chance. Doch Guillaume nimmt sie nach der Hochzeit nicht mit in die Stadt, sondern zieht in ihr Elternhaus ein, um dort zu praktizieren. Schon bald wird sie Mutter von Zwillingen, von denen der Zweitgeborene schwer verunstaltet ist. Daran leidet nicht nur die Ehe. Elisabeths sehnlichster Wunsch, woanders ihr Glück zu suchen, scheint ein unerreichbares Ziel zu bleiben. Weiterlesen

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Emma C. Moore: Finian Blue Summers

finianRayne ist 19 Jahre alt und hat noch nie einen Hamburger, geschweige denn etwas Ungesundes gegessen, hat noch nie auf einem Fahrrad gesessen oder einen Jungen geküsst. Eines hat sie ganz sicher schon getan: Violine gespielt vor einem Millionenpublikum. Doch auch das gehört der Vergangenheit an. Zurzeit befindet sich Rayne in einer teuren Privatklinik, da sie sich weigert, auch nur ein Wort zu sprechen. Hier trifft sie auf den Pfleger und angehenden Medizinstudenten Finian, dessen Interesse sofort geweckt ist. Er schafft es, zu der stummen Rayne durchzudringen und ihren sehnlichsten Wunsch ans Tageslicht zu kitzeln: Rayne möchte noch einmal das Haus ihrer Großmutter sehen. Dieses hat sie zwar geerbt, doch ihr Vater möchte es verkaufen. Finian und Rayne entschließen sich Hals über Kopf zu einer Reise. Weiterlesen

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Nele Neuhaus: Im Wald, gelesen von Julia Nachtmann

neuhausAls „Bodensteins persönlichster Fall“ wird dieser achte Krimiband von Nele Neuhaus um das Krimiduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff beworben. In der Tat führt eine Mordserie die beiden in von Bodensteins Heimatort Ruppertshain. Er kannte entweder die Opfer selber oder zumindest die Familien der Opfer. Das ist auch kein Wunder bei einem derart kleinen Ort. Aber was steckt hinter den Morden? Die Geschichte führt ganz weit zurück, bis zu einem kleinen Jungen, der bereits jetzt schon tolerant und gerechtigkeitssuchend ist und sich ausgerechnet mit dem ausgestoßenen Artur anfreundet – und mit einem geretteten Fuchswelpen. Bis die beiden eines Tages verschwinden und niemand herausfindet, was geschehen ist. Weiterlesen

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