Kristina Moninger: The First to Fall & In Love at Least

The First to Fall: Die Träume von Jakob zerbrechen, als er mit Freunden auf eine Bergtour geht und sich dort etwas Tragisches abspielt. Von der Polizei verdächtigt, darf er das Land nun nicht mehr verlassen. Zugleich ist er gezwungen, das Chalet seiner Mutter vor dem Ruin zu bewahren. Besessen widmet er sich nun der Aufgabe. Als Aurora kommt und Nachforschungen zum Tod ihrer Schwester anstellt, ohne zu ahnen, welches erschütternde Geheimnis zwischen ihnen steht, fühlen sie sich magisch voneinander angezogen.

Aurora macht gerade so eine Art Selbstfindungstrip mit ihrem Van, dort erreicht sie dann die Nachricht, dass ihre Schwester verunglückt sei, und sie macht sich wieder auf den Weg nach Hause, bald aber auf den Weg zum Unglücksort. Sie muss herausfinden, was passiert ist.

Ich fand ihren Charakter so unglaublich stark, sie ist ein toller Mensch. Abenteuerlustig und mutig zugleich hat sie ihr Herz definitiv am rechten Fleck und man merkt, wie die Bindung zu ihrer Schwester da war. Sie möchte für ihre Familie da sein, gleichzeitig aber auch die Wahrheit herausfinden und ihrer Schwester dadurch näher kommen.

Auch Jakob ist ein toller Mensch, er ist anfangs kühl und distanziert. Lernt man ihn erst einmal besser kennen, merkt man, dass er eigentlich ganz anders ist. Er hat ein klares Ziel vor Augen, nach einem Unglücksfall muss er sein Leben neu ordnen, und das ist alles andere als einfach. Seine Entwicklung hat mich besonders begeistert.

Die kleinen Konflikte machen die Geschichte echt.

In Love at Least: Verena wollte nie mehr zurück in ihre Heimat, zu sehr haben sie die Ereignisse des vergangenen Sommers geprägt. Doch nun führt sie ein Modeljob ausgerechnet wieder dorthin, wo sich das Leben für immer verändert hat. Zu allem Überfluss muss sie sich auch noch mit dem attraktiven Mattia ein Zimmer teilen. Sie ahnt nicht, dass der ehemalige Polizist den Auftrag hat, die Wahrheit über den tragischen Sommer ans Licht zu bringen, der alles veränderte …

Hier sind die Charaktere sehr authentisch und überzeugen mit ihrem Handeln, sie entwickeln sich weiter und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.

Verena ist hübsch und klug, wird aber nicht selten auf ihr Äußeres reduziert. Sie ist sich nach einer gescheiterten Beziehung manches Mal recht unsicher. Sie ist Diabetikerin und muss sich somit auch noch darum kümmern.

Mattia war Polizist, bis sein jüngerer Bruder starb und er seinen Dienst beendete. Er kommt nach Meran, um die Todesfälle der jungen Leute aufzuklären. Verena ist eine seiner Hauptverdächtigen, was er ihr aber nicht erzählen kann. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sie seine Pläne verkompliziert.

Die Bücher lassen sich nicht unabhängig voneinander lesen. Der Cliffhanger am Ende des ersten Bandes ist sehr schlimm und deswegen würde ich empfehlen, beide Bücher direkt hintereinander durchzulesen. Der erste Band endet nämlich mit einem gewaltigen Knall.

Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz Besonderes. Sie schreibt mit sehr vielen Emotionen und wagt es auch, ernste Themen anzusprechen. Die Dialoge sind authentisch und unterhaltsam, passen sprachlich individuell zu der jeweiligen Figur. Das Setting und die ganze Atmosphäre in der Geschichte haben das Buch echt gemacht. Auch wenn hier tragische Dinge passiert sind, fiel es mir teilweise schwer, aus dieser Welt wieder aufzutauchen. Es gibt viele Emotionen, die einfach unter die Haut gehen. Ich war sogleich mitten im Geschehen, wollte gar nicht mehr so schnell aus der Welt auftauchen. Der Mix zwischen Liebe und Thrill gelang hier sehr gut und die beiden Bücher wurden für mich schnell zu einem Highlight.

Im direkten Vergleich fand ich Band eins ein bisschen besser als den zweiten. Bei Band zwei brauchte ich ein kleines bisschen länger, um mich einlesen zu können. Beide Bücher habe ich aber sehr gerne gelesen, verschlungen bis zur letzten Seite. Ich liebte die Mischung der Genres und die beiden Bücher werden lange in Erinnerung bleiben.

Eine klare Empfehlung.

Kristina Moninger: The First to Fall & In Love at Least
Forever, 27. Februar & 30. Oktober 2025
448 & 400 Seiten, Paperback, 16,99 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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