Lucas Leben ist vollständig durcheinander. Er kann nicht mehr schlafen, seine Schulnoten sind unterirdisch, und er verliert völlig den Kontakt zu seinen Freunden. In seinem Kopf sind ständig diese Bilder und Szenen.
„Das Problem ist: Nur die Flucht in die Pornowelt lässt ihn zur Ruhe kommen. Dabei kann er loslassen und alles vergessen.“ (S. 88, 89)
Irgendwann erkennen auch seine Lehrer und Eltern, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Lange glauben sie, Strenge und Gespräche könnten helfen. Natürlich weiß Lucas aus eigener Erfahrung, dass das Aufhören nicht so einfach ist. Wie kann man mit etwas aufhören, das seine Gedanken vollständig beherrscht.
An dem Tag, an dem seine Eltern mit ihm eine neue Maßnahme ausprobieren wollen, trifft Lucas selbst eine Entscheidung, die drastisch und folgenreich wird.
„Er hatte sich von uns zurückgezogen“, wird die einzige vernünftige Antwort sein, die der Richter von Lucas Eltern herausbekommen wird, um zu erklären, warum Lucas […] auf der […] A11 […] bei 110 Stundenkilometern […] die hintere Autotür geöffnet hat und […] gesprungen ist.“ (S. 108)
Patrick Bards Romane wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der Autor, Reiseschriftsteller und Fotojournalist aus Frankreich bearbeitet meistens die Themen Grenzen und Frauenfragen. Weiterlesen








