Martina Parker: Zuagroast. Gartenkrimi

Ein fieser, brutaler Ehemann, der „Club der grünen Daumen“, eine Stammtischrunde garten- und kräuterinteressierter Damen, eine umtriebige Journalistin und ein fescher Gärtnermeister sind die Hauptakteure in diesem „Gartenkrimi“. Gewürzt wird die Sache mit einem ordentlichen Quantum Alkohol, einer Prise Sex und jeder Menge Garten-Fachwissen.

„Zuagroaste“ sind in Österreich ganz pauschal Personen, die sich an einem Ort ansiedeln, dorthin also „zureisen“, im Gegensatz zu den dort ansässigen Einheimischen. Sie werden manchmal belächelt oder übers Ohr gehauen, weil sie mit den örtlichen, oft dörflichen, Gegebenheiten nicht vertraut sind. Der Durchschnittsösterreicher steht Zuagroasten anfangs immer skeptisch und arrogant abwartend gegenüber, bis er sich nach geraumer Zeit mit ihnen fraternisiert oder auch nicht.

Die Journalistin Vera Horvath bezieht mit ihrer Tochter das Haus ihrer verstorbenen Urgroßmutter in einem Dorf im Südburgenland an der Grenze zu Ungarn. Sie freundet sich mit Eva Achleitner an, Gattin des Architekten Paul Achleitner, ebenfalls kürzlich zugezogen. Paul ist ein wahres Ekel und schon bald wendet Eva das im „Club der grünen Daumen“ gewonnene Kräuterwissen an, um sich an ihrem Ehemann zu rächen. Weiterlesen

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Ute Mank: Wildtriebe

Lisbeth, Marlies, Joanna. Drei Frauen, drei Generationen, drei Schicksale. Schwiegermutter, Schwiegertochter/Mutter und Tochter; drei Leben verknüpft mit dem Bethches-Hof in Hessen.

Weil Lisbeths Brüder im II. Weltkrieg gefallen sind, erbt sie das Anwesen. Ihre Mutter kann den Tod der Söhne nicht überwinden und versinkt in Depressionen. Darum muss Lisbeth in ganz jungen Jahren das Kommando über die Mägde übernehmen und den großen Haushalt führen. Sie lebt gewissenhaft die althergebrachten bäuerlichen Traditionen, ist fest eingewoben in die Dorfgemeinschaft und trägt auch im Alltag aus Überzeugung die hessische Tracht. Als ihr einziger Sohn Konrad seinen Eltern Marlies vorstellt, ist der Konflikt vorprogrammiert. Marlies, im Minirock, mit lackierten Fingernägeln und riesigen Ohrringen, entspricht ganz und gar nicht Lisbeths Vorstellungen von der idealen Schwiegertochter. Wie soll aus der Verkäuferin und Modepuppe eine Bäuerin werden? Nach Konrad und Marlies´ Hochzeit gibt Lisbeth das Szepter dann auch nicht aus der Hand. Nichts kann Marlies der Schwiegermutter recht machen. Vom Putzen der Fenster bis zum Dekorieren des Christbaumes – nichts macht sie richtig. Mit ihrem Mann Konrad, dem Schwiegervater Karl, Lisbeth und dem alten Knecht Albert lebt sie in einem Haushalt. Eine eigene Küche gibt es für sie nicht. Wo käme man denn da hin? Ihre Aussteuer bleibt in Kisten und Schachteln verpackt. Sie macht den Jagdschein. Weiterlesen

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Petra Hartlieb: Sommer in Wien

Petra Hartlieb entführt ihre Leser nach Wien in die letzten Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Marie Haidinger kommt aus bescheidenen Verhältnissen am Land und arbeitet bei der Familie des Schriftstellers Artur Schnitzler als Kindermädchen. Diese Tätigkeit macht ihr viel Freude und sie ist sehr dankbar, eine so gute Stelle gefunden zu haben. Ihre anfangs noch unverbindliche Beziehung mit Oskar Nowak, Teilhaber des Buchladens Stock in der Währinger Straße, intensiviert sich. Beide möge einander sehr und verloben sich. Als Oskars Chef und Haupteigentümer des Buchgeschäftes unerwartet stirbt, erbt Oskar dessen Wohnung und den Laden. Jetzt steht einer Hochzeit mit Marie nichts mehr im Wege. Er kann ihr ein Zuhause und ein gesichertes Einkommen bieten. Marie kündigt daraufhin schweren Herzens bei der Familie Schnitzler. Sie fürchtet, neben dem belesenen Oskar keine gute Figur zu machen. Der aber mag Marie, wie sie ist, schätzt ihre Herzenswärme und ihre Fähigkeit zur Empathie. So hilft Marie Fanni Gold, einer Bekannten von Oskar, einen Weg aus ihren Depressionen zu finden. Fanni hat den Untergang der Titanic überlebt, ihre Geliebte aber ist ertrunken. Dadurch hat sie ein schweres Trauma erlitten. Durch Marie fasst sie wieder Lebensmut und bleibt ihr und Oskar in herzlicher Freundschaft verbunden. Weiterlesen

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Wolf Harlander: 42 Grad

Deutschland erleidet eine nie dagewesene Dürre. Monatelang regnet es nicht und das bei großer Hitze. Europa trocknet aus. Hausbrunnen versiegen, in den Großstädten wird die Versorgung mit Trinkwasser reglementiert, der Rhein ist ein Rinnsal, wie alle anderen großen europäischen Flüsse auch. Wälder brennen, die Autobahnen sind nahezu unpassierbar, weil in der Hitze den Asphalt schmilzt. Unzählige Menschen versuchen in den Süden des Landes zu fahren, In Bayern fließt das Wasser noch regelmäßig aus den Hähnen. Schuld an der großen Wassernot ist das schon erwähnte „Jahrtausend-Hoch“ und ein Erdbeben mit Epizentrum in Italien, das tektonische Verschiebungen im Erdinneren verursacht, Wasserläufe verlegt und zum Versiegen gebracht hat.

Zwei Wissenschaftlern ist die Brisanz der Lage als Einzige bewusst: Elsa Forsberg, die als IT-Spezialistin und Daten-Analystin bei der europäischen Umweltagentur arbeitet, und Julius Denner, einem jungen Hydrologen. Beiden glaubt man an höchster Stelle in Brüssel aber nicht. Elsa hat als ehemalige Umweltaktivistin keine weiße Weste und sie gerät sogar in den Focus polizeilicher Ermittlungen. Zeitgleich eilt der Experte für Wasserwirtschaft Noah Luethy in ganz Europa von Wasserwerk zu Wasserwerk, weil die Versorgung zusammenzubrechen droht. Weiterlesen

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Andreas Föhr: Unterm Schinder

Beim Versuch, seine attraktive Kollegin Lisa mit einer inszenierten Schießerei zu beeindrucken, entdeckt Polizeiobermeister Kreuthner von der Polizeidienststelle Miesbach in einem leerstehenden Bauernhof eine Frauenleiche. Diese wurde in einer Tiefkühltruhe versteckt. Es handelt sich um Carmen Skriba, Eigentümerin mehrerer Fitnessstudios. Sie wurde durch einen Kopfschuss getötet.

Kommissar Clemens Wallner macht sich mit seinem Team an die Ermittlungen und findet heraus, dass Frau Skribas Ehemann Gerry vor zwei Jahren ebenfalls erschossen wurde. Die geständige Täterin, eine Hausangestellte mit kriminellem Vorleben, sitzt hinter Gittern. Wallner eilt in die Justizvollzugsanstalt und erfährt in einigen Gesprächen mit besagter Hausangestellten interessante Details. Polizeiobermeister Kreuthner befragt inzwischen eingehend seinen Vater, der in zwielichtigen Kreisen alte Bekannte und auch noch eine Rechnung offen hat. Durch kuriose Verwicklungen findet sich Wallner als Drogendealer wieder, spielt plötzlich die Entführung einer Minderjährigen 1998 eine wichtige Rolle, führen alle Hinweise zu einer halbseidenen Autohändlerszene in Düsseldorf und muss ein abgeschlossener Fall gegen den zähen Widerstand des Staatsanwaltes neu aufgerollt werden. Weiterlesen

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Carina Wohlleben: Die Welt ist noch zu retten

Carina Wohlleben wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Sauerland. Eine Dokumentation verändert ihr Leben nachhaltig. Es wird ihr klar, wie sehr Massentierhaltung und industrialisierte Landwirtschaft unser Klima beeinflussen. Sie bespricht in ihrem Buch die Rodung des Regenwaldes zugunsten von Sojamonokulturen. Dieses so gewonnene Soja wird in Europa zur Tiermast verwendet. Das Problem Aquakulturen findet Erwähnung, aus denen der Großteil der Fische auf unseren Tellern stammt, oder das unermessliche Leid, das unseren „Haustieren“ Rind, Schwein und Huhn angetan wird.

Für Frau Wohlleben gibt es nur eine Lösung: den Verzicht auf Fleisch und alle tierischen Produkte. Ihre gesamte Familie hat die Ernährung umgestellt und gute Erfahrungen damit gemacht. Würden alle Menschen sich Großteils pflanzlich ernähren, gäbe es, laut Frau Wohlleben, kein Tierleid, keine zerstörten Regenwälder, keine den Boden vergiftende Gülleflut und 70% weniger in der Landwirtschaft produziertes CO2. Auch unser Umgang mit dem Ökosystem Wald liegt ihr sehr am Herzen. Sie skizziert das Problem Fichtenmonokulturen mit all seinen Auswirkungen. Weiterlesen

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Mathias Enard: Das Jahresbankett der Totengräber

David Mazon, Ende 20, studiert in Paris Ethnologie. Er verlässt die Stadt und begibt sich nach La Pierre-Saint-Christophe, ein kleines Dorf im äußersten Westen Frankreichs. Dort will er für seine Doktorarbeit mit dem Arbeitstitel „Was es bedeutet, heutzutage am Land zu leben“ recherchieren. Er logiert bei einem älteren Bauernpaar im hinteren Teil des Hauptgebäudes und findet schnell Anschluss. Der Bürgermeister und Bestattungsunternehmer Martial nimmt ihn unter seine Fittiche und weil David in der Dorf-Informationszentrale, dem Angler-Cafe´, tapfer einiges an Alkohol kippt, findet er Zugang zu den Dorfbewohnern.

Die wilde und eigensinnige Lucie hat es ihm gleich angetan. Sie wohnt mit ihrem autistischen Cousin und ihrem Großvater in dessen schmuddeligen und baufälligen Haus. Lynn, die mobile Friseuse, ist für Thomas den Wirt der Inbegriff aller seiner Träume, aber Lynn unterhält eine Affäre mit dem Künstler Max, der in einem abgelegenen Hof residiert. Als sie jedoch seine „Kunstwerke“ zu Gesicht bekommt, ergreift sie die Flucht, weil sie befürchtet, einem Perversen in die Hände gefallen zu sein.

Die Geschichte kippt zusehends ins Surreale als die Seele des verstorbenen Dorfpriesters in einem Wildschwein in die Gegend zurückkehrt, ohne sich dessen bewusst zu sein und sich herausstellt, dass die drei ständig betrunkenen Gehilfen des Bestatters unsterblich sind. Weiterlesen

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Jarka Kubsova: Bergland

Schauplatz des Geschehens in diesem Buch ist der Innerleit -Hof im abgelegenen Tiefenthal in den Südtiroler Bergen. Es wird von drei Generationen berichtet, die dort leben und arbeiten. Die Autorin erzählt nicht chronologisch. Sie verflicht die Handlungsstränge miteinander, enthüllt immer mehr von den Lebensgeschichten, die sich auf Innerleit zutragen.

Eine wichtige Person ist Rosa. Nachdem der eine ihrer Brüder im II. Weltkrieg gefallen und der andere verschollen ist, die Eltern gestorben sind und ihr Ehemann nicht von der Front zurückkehrt, bleibt sie alleine auf dem Anwesen zurück, setzt den alten Hut ihres Vaters auf und schuftet wie ein Mann. Eines Tages kehrt ihr Ehemann endlich heim. Allerdings hat er einen Arm verloren. Der schweren Arbeit nicht gewachsen und an seiner „Nutzlosigkeit“ verzweifelt, bringt er sich um.

Rosa hat inzwischen ein Baby, den kleinen Sepp. Um alle anfallenden Pflichten im Stall, im Wald, in Flur und Feld ohne Hilfe bewältigen zu können, vernachlässigt sie ihr Kind, sperrt es oft ein, um es vor Gefahren zu schützen. Sepp trägt dadurch seelische Verletzungen davon, die sein Leben lang nicht heilen. Er bleibt verschlossen, wortkarg und griesgrämig, sodass seine Frau ihn verlässt und er der erste Bauer im Tal wird, der geschieden ist. Sein Sohn Hannes bleibt aber bei ihm auf Innerleit. Weiterlesen

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Renate Welsh: Die alte Johanna

Renate Welsh knüpft mit ihrem Buch „Die alte Johanna“ an ihren Bestseller „Johanna“ aus den 1980-er Jahren an. Aufgrund eines ausführlichen Vorwortes muss man letzteres nicht unbedingt gelesen haben, um sich in dieser Fortsetzung zurechtzufinden.

Johanna, Bäuerin, Mutter von acht Kindern und verwitwet, zieht zu ihrer Tochter Martha, weil sie zunehmend auf Unterstützung angewiesen ist. Ihr Haus übernimmt ihr Enkel; es gibt also kein Zurück für sie. Obwohl von Martha liebevoll betreut, fällt es ihr anfangs nicht leicht, ihr neues Leben anzunehmen, ist in ihrem neuen Zuhause doch alles anders als daheim auf ihrem Hof und erst recht im Vergleich zu früher, als sie jung war. Schließlich aber, so hat man den Eindruck, gewöhnt sie sich an ihre neue Umgebung.

In Rückblenden erinnert sich Johanna sowohl an alltägliche als auch an besondere Ereignisse in der Vergangenheit. Auseinandersetzungen mit ihrer Schwägerin kommen ihr in den Sinn, Schicksalsschläge in der Nachbarschaft, Mangel an vielem und sie muss sich eingestehen, dass sie ihre Kinder nicht wirklich kennt, weil sie sie zwar versorgt, gekleidet und gewaschen, aber auch geschlagen und keine tiefere Bindung zu ihnen entwickelt hat. Weiterlesen

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Julia Barbarino: Auf der Alm – Vom Glück des einfachen Lebens: Sommer in den Bergen.

Schon als Kind begeistert sich Julia Barbarino für das „einfache Leben“. Die Berge haben es ihr angetan und als ihr mit achtzehn ein Artikel über eine Sennerin in die Hände fällt, beginnt sie sich für die Almwirtshaft zu interessieren.  2008 ist es so weit. Gemeinsam mit ihrer Schwester Sophie und zwei kleinen Kindern, eines davon ist ein Baby, geht sie auf eine Alm in Tirol. Dort sind zwölf Milchkühe, zwölf Jungrinder und zwei Kälbchen zu versorgen. Eine enorme Herausforderung für die „Greenhorn-Sennerinnen“, aber sie meistern die Aufgabe hervorragend und Julia Barbarino packt das „Almfieber“ so heftig, dass sie bis heute nicht davon „genesen“ ist. Sommer für Sommer kehrt sie in die Berge zurück und letztendlich bewirtschaftet sie mit vier Kindern im Schlepptau alleine eine Alm, unterstützt vom ihrem Mann Schorschi, der hilft, soviel es sein Beruf zulässt.

Julia Barbarino schildert den Almalltag unzensiert. Neben unzähligen schönen Momenten erlebt sie auch Unfälle der Kinder, Unwetter, Arbeit bis zur Erschöpfung und brenzlige Situationen, die Gott sei Dank gut ausgehen. Sie berichtet von Sommernächten unter freiem Himmel, Badespaß mit der Gießkanne und einer tiefen Verbundenheit mit den ihr anvertrauten Tieren. Viele Fotos, Liedertexte und einige Kochrezepte bereichern dieses Buch. Weiterlesen

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