Ruth Ware: Woman in Cabin 10

Laura Blackwood, genannt Lo, nimmt als Journalistin an einer exklusiven Jungfernfahrt eines kleinen Kreuzfahrtschiffes teil. Nur 10 Kabinen stehen für Gäste zur Verfügung, ähnlich überschaubar ist deshalb die Reisegruppe. Bereits in der ersten Nacht an Bord bemerkt Lo etwas Sonderbares. Sie hört ein lautes Platschen, sieht dann draußen auf der Reling Blut! Doch bis sie einen Steward gerufen hat, ist das Blut verschwunden. Lo allerdings ist überzeugt, dass nur die Frau aus Kabine 10, die sie am Vorabend kennengelernt hat, das Opfer eines Mordes gewordn sein kann. Doch Kabine 10 ist und war schon immer nicht belegt. Kann Lo sich getäuscht haben und sich alles nur eingebildet haben?

Ruth Ware ist ein spannendes, über sehr viele Seiten interessantes Buch gelungen. Und das liegt vor allem daran, dass sie sich gut auf ihr Handwerk versteht. Geschickt fesselt sie ihre Leserinnen und Leser bereits auf den ersten Seiten an die Geschichte. Sie nimmt eine Szene vorweg, die erst nach einigen Kapiteln passiert. Weiterlesen

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Matthew Reilly: Das Turnier

Wir schreiben das Jahr des Herren 1546. Das Osmanische Reich unter Sultan Süleyman dem Prächtigen weitet seinen Einfluss immer weiter aus. Die moslemischen Truppen halten Buda besetzt, es wird lautstark über eine erneute Belagerung Wiens nachgedacht. Von Konstantinopel aus ergehen rote Sendschreiben an die königlichen Höfe Europas. In diesen lädt der Sultan zu einem Turnier. Ein jeder Monarch soll den besten Schachspieler seine Landes entsenden um in der Hagia Sofia den Meister des Spiels zu ermitteln. Daneben enthalten die Briefe eine Drohung. Die Monarchen Europas können wählen – Gold für ihre Sicherheit, oder eine drohende Invasion.

Auch Heinrich VIII entsendet einen Vertreter. Begleitet wird dieser von dem Lehrer und Gelehrten Roger Ascham und Heinrichs Tochter aus der Ehe mit Anne Boleyns der 13-jährigen Elisabeth. Kaum in der Stadt am Bosporus angekommen, und noch bevor das Turnier beginnt, wird ein Abgesandter des Papstes im Topcapi Palast ermordet aufgefunden. Weiterlesen

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Jørn Lier Horst: Winterfest

Ove Bakkerud fährt zu seiner Hütte in Stavern, um sie winterfest zu machen. Den ganzen Sommer schon freut er sich darauf. Dies ist sein Wochenende. Doch er findet seine Hütte aufgebrochen vor, alle Zimmer sind verwüstet. Und auch in den Nachbarhütten scheint eingebrochen worden zu sein – in einer brennt sogar noch Licht. Aber statt den Einbrecher zu überraschen, entdeckt Bakkerud eine Leiche.

Kommissar Wisting nimmt die Ermittlungen auf. Dann regnet es plötzlich tote schwarze Vögel vom Himmel – und es gibt eine weitere Leiche…

Horst hat mit seinem Kommissar William Wisting einen sympathischen Ermittler geschaffen, einen Teamplayer und Familienmenschen. Und damit ein überaus angenehmes Gegenstück zu den oft eigenbrötlerischen, manchmal beinahe antisozialen Kommissaren, die wir sonst – vor allem auch von den skandinavischen Krimis – gewöhnt sind. Weiterlesen

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Friedrich Ani: Ermordung des Glücks

Ein elfjähriger Junge wird ermordet, und mit dem Kind stirbt das Glück in der Familie des Jungen, vor allem das Lebensglück der Mutter. Der Münchner Friedrich Ani lässt seinen pensionierten Kommissar Jakob Franck im zweiten Teil der mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneten Reihe in der Ermordung des Glücks“ ermitteln.

Während Franck anfangs nur schleppend vorankommt, erinnert sich der Ermittler wehmütig an die vier, in seiner Karriere bislang ungelösten Fälle. Genauso viel Raum wie die Aufklärung des Mordes nimmt in diesem Psychothriller die Frage ein, was ein solches Verbrechen mit den Überlebenden macht. Und das ist die große Stärke des Romans, der wunderbare leise, ganz starke Momente hat.

Die Mutter des ermordeten Jungen zieht sich ganz in die Erinnerungen an glückliche Zeiten mit dem Kind zurück. Weiterlesen

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Mavis Doriel Hay: Geheimnis in Rot (1936)

Mit „Geheimnis in Rot“ setzt der Klett-Verlag seine nostalgische Weihnachtskrimi-Reihe fort und hat sich wieder einmal ein echtes Juwel herausgepickt. Der 1936 entstandene Roman – mitten in der „Goldenen Ära“ der britischen Kriminalliteratur – punktet mit stimmungsvollem Setting. Der winterliche Landsitz, die adligen Akteure und das Flair der 30er Jahre bereiten klassisches Krimivergnügen der guten alten Schule. Sir Osmond Melbury trommelt seine ganze Familie an Weihnachten zusammen. Ein böser Fehler: Kaum hat die Bescherung begonnen, wird er mit einer Kugel im Kopf aufgefunden. Mord! Colonel Halstock hat bei der Aufklärung des Falles alle Hände voll zu tun: Bei näherer Betrachtung könnten einige Familienmitglieder ein Interesse am vorzeitigen Ableben des Patriarchen gehabt haben … Weiterlesen

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Minna Lindgren: Der Todesfall der Woche

Tod, Demenz und Pflegeheim – wohl niemand außer den Finnen versteht es, derartige Themen schwarzhumorig, schonungslos und warmherzig zugleich aufzubereiten. Im „Abendhain“ vertreiben sich die über 90-jährigen Heimbewohnerinnen Siiri, Irma und Anna-Lisa mit Canasta, Stuhlgymnastik und Rotweintrinken den Tag. Auch die Frage, wen es von den Nachbarn diese Woche dahingerafft hat, bietet Gelegenheit für anregende Unterhaltungen. Bis der junge Kantinenkoch Tero stirbt, den Patienten merkwürdige Medikamente untergejubelt werden und ein mysteriöser „Höllenengel“ mit Lederjacke und Motorrad in ihr Leben tritt. Plötzlich befindet sich Siiri in einem Abenteuer, in dem sie ihre Freiheit verteidigen muss.

Die drei rüstigen Freundinnen bilden neben einem ehemaligen Botschafter, der stets auf Beerdigungen einschlafenden Krempenhutdame sowie dem Ehepaar Partanen, welches jeden Nachmittag lautstarken Sex praktiziert Weiterlesen

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Joakim Zander: Der Freund

Wenn Anschläge den Alltag zerbomben, dann können Polizisten und Geheimdienste für verängstigte Menschen nicht nur eine mentale Hilfe sein. Doch was passiert, wenn ein unbescholtener Bürger Terrorist genannt wird?

Der Schwede Jacob heißt eigentlich anders. Er will aufsteigen und im diplomatischen Dienst Karriere machen. Ausgerechnet in Beirut beginnt er während der Unruhen ein Praktikum. Als er sich auf einer Party in Yassim verliebt, beginnt nicht nur eine leidenschaftliche Beziehung. Er gerät auch in den Fokus der Geheimdienste. Sie nennen Yassim einen Terroristen und erpressen Jacob. Innerhalb kürzester Zeit gerät Jacobs Leben aus den Fugen. In seiner größten Not bittet er die schwedische Anwältin Gabriele Seichelmann telefonisch um Hilfe und zieht sowohl sie als auch deren Freundin Karla in den Abgrund. Denn jeder, der mit Jacob Kontakt hat, gerät unter Terrorverdacht. Weiterlesen

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Jo Nesbø: Durst

Der 57jährige, norwegische Schriftsteller Jo Nesbø ist durch seine Kriminalromane um den Ermittler Harry Hole weltweit bekannt geworden. Mitte Oktober 2017 kommt die Verfilmung von „Schneemann“ (Harry Holes siebter Fall) in die deutschen Kinos. Die Ullstein Buchverlage haben am 15. September 2017 Harry Holes elften Fall mit dem Titel „Durst“ in einer Übersetzung von Günther Frauenlob herausgebracht.

Um Harry Hole ist es ruhig geworden. Wie in seinem letzten Fall „Koma“, unterrichtet er weiter an der Polizeihochschule Oslo. Er hat seine Liebe, Rakel, geheiratet und führt ein zufriedenes und glückliches Leben am Holmenkollen mit Blick auf die Stadt Oslo und den Fjord. Oleg, Rakels Sohn, studiert inzwischen an der Polizeihochschule. Weiterlesen

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Paul Pen: Das Haus in der Kakteenwüste

Elmer und Rose leben mit ihren vier Töchtern Dahlia, Daisy, Iris und Melissa in der Abgeschiedenheit der mexikanischen Wüste. Nur selten lassen sie sich vereinzelt im weit entfernten Ort blicken. Für die Mädchen ist dies nicht immer einfach. Die 13-jährige Melissa spricht mit Kakteen und Steinen, nur damit sie irgendjemanden zum Reden hat. Ihre 16-jährige Schwester Iris wünscht sich nichts mehr, als einen Jungen in ihrem Alter kennenzulernen und sich endlich, wie in ihren geliebten Romanen geschehen, zu verlieben. Als plötzlich der junge Wanderer Rick vor der Haustür der Familie lebt, steht nicht nur Iris‘ Welt Kopf. Auch Rose und Elmer sind erschüttert, denn Rick scheint ein Jahre lang gehütetes Geheimnis zu kennen. Weiterlesen

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Uli Aechtner: Mordswetter

Nicht erst seit der Wirbelsturm ‚Irma‘ gewaltige Schäden angerichtet hat, weiß man, dass Unwetter gefährlich sein können. Dabei muss es sich nicht gleich um einen Hurrikan handeln. Vor einem Gewitter oder einem kräftigen Hagelschauer sollte man sich aber auch in unseren Breitengraden in Acht nehmen.

In Ulis Aechtners neuem Roman spielt das Wetter nun eine Hauptrolle: Da wird eine tote Camperin leblos vor ihrem Zelt aufgefunden. Es gibt keinerlei Anzeichen auf ein Gewaltverbrechen. Die einzige Erklärung scheint zu sein, dass sie von einem Blitzschlag getötet wurde. Aber war es wirklich das Gewitter? Oder hatte da doch jemand die Finger im Spiel? Vielleicht Maik Herres, der Freund der Camperin, dessen Hobby es ist, Gewitter zu fotografieren? Weiterlesen

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