Amy Gentry: Good as Gone

Vor acht Jahren ist die 13-jährige Julie nachts spurlos aus ihrem Elternhaus verschwunden. Einziger Anhaltspunkt ist die Beobachtung ihrer damals 10-jährigen Schwester Jane, die aus einem Versteck heraus beobachtet haben will, wie Julie von einem Mann mit einem Messer aus dem Haus geführt wurde. Das ist nun acht Jahre her und von Julie fehlt jede Spur. Doch eines Abends steht wie von Geisterhand eine junge Frau vor der Tür der Eltern: Julie! Freudig wird sie wieder in die Familie aufgenommen und umsorgt. Sie scheint Schlimmes erlebt zu haben und berichtet von Verschleppung und jahrelanger Vergewaltigung durch einen mexikanischen Drogenring. Doch Anna, Julies Mutter, beginnt bald an der Geschichte zu zweifeln. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Die Spur des Lichts

Unermüdlich schreibt der italienische Schriftsteller Andrea Camilleri  weiter an seinen Commissario-Montalbano-Krimis. „Die Spur des Lichts“ ist der neunzehnte dieser Reihe, der am 24. April 2017 in einer Übersetzung von Rita Seuß und Walter Kögler im Verlag Bastei Lübbe erschienen ist.

Commissario Salvo Montalbano träumt schlecht, steht doch ein Sarg mit einer Leiche auf einem Acker in der Contrada Casuzza. Dabei hat sich doch nur der Innenminister zu einem Besuch in den Notunterkünften für Flüchtlinge in Vigàta angekündigt. Dann ändert sich der Terminplan des Ministers und Montalbano besucht eine Kunstgalerie mit der sehr attraktiven und schönen Galeristin Marian, die ein gemeinsames Essen vorschlägt. Was wohl Salvos Freundin Livia davon halten würde? Weiterlesen

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Shane Kuhn: Feindliche Übernahme

Thriller plus Comedy – da ist ein Mordsspaß garantiert! Seit Shane Kuhns Erstlingsroman „Töte deinen Chef“ arbeitet John Lago in einer Vermittlungsagentur für Profikiller. Human Resources Inc. schleust diese als Praktikanten in Unternehmen ein, um verhassten Firmenbossen den Garaus zu machen. In diesem literarischen Nachfolger geht es noch abgedrehter zur Sache. John ist mittlerweile mit seiner ehemaligen Erzfeindin, der Profikillerin Alice, verheiratet. Die beiden haben eine besondere Beziehungsdynamik, nach dem Motto: Sie küssten und sie schlugen sich … Gnadenlos böse, gnadenlos gut.

Wer es makaber mag, wird dieses Buch lieben. Der Autor Shane Kuhn schafft Kunstfiguren, die fast Tarantino-mäßig anmuten. Weiterlesen

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Ursula Poznanski: Schatten

Irgendwie scheint dies wohl das Jahr zu werden, in dem alle bekannten Kommissare tief in ihre eigene Vergangenheit eintauchen. So auch Beatrice Kaspary, die bei ihrem neuen Mordfall mit dem Grund konfrontiert wird, aus dem sie einmal zur Polizei gegangen ist. Während ihres Studiums ist ihre Mitbewohnerin brutal ermordet worden, der Täter wurde nie gefasst. Jetzt wurde ein Mann in seiner Wohnung brutal hingerichtet und es finden sich Hinweise darauf, dass er der Täter gewesen sein könnte. Aber er bleibt nicht das letzte Opfer und bei jedem neuen Opfer finden sich Hinweise auf das vorherige. Eine Linie zieht sich durch die Morde und sie zeigt direkt auf Beatrice. Weiterlesen

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Sven Koch: Dünenfluch

Mit dem Titel „Dünenfluch“ legt der Autor Sven Koch den fünften Band seiner Dünen-Krimi-Reihe vor. Wieder fordert er seine Protagonisten, das bewährte ostfriesische Ermittlerteam Femke Folkmer und Tjark Wolf stark heraus. Dabei spürt man dem Multitalent Sven Koch an, er hat sich als Musiker, Fotograf und Autor einen Namen gemacht, dass er eine persönliche Beziehung zur Nordsee und zur ostfriesischen Küste hat. Die Tiefe des Meeres, die Weite des Horizonts und die Melancholie der Landschaft hinter dem Deich beflügeln seine Fantasie, die ein fester Bestandteil der Krimiszene Ostfrieslands geworden ist. Weiterlesen

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Jenny Blackhurst: Das Mädchen im Dunkeln

Karen Brown ist Psychiaterin und nimmt tagtäglich neue Patienten in ihre Kartei auf. Als sie jedoch an diesem Nachmittag Jessica gegenübersitzt, ist alles anders. Die fremde, junge Frau provoziert Karen, stellt ihre Arbeit in Frage und enthüllt Überlegungen, die bei Karen zu Fragen führen. Jessica gibt an, mit einem verheirateten Mann Sex zu haben. Nur wenig später entdeckt Karen die junge Frau mit dem Mann ihrer besten Freundin. Kann es sein, dass Jessica nicht durch Zufall ihre Patientin wurde?

Jenny Blackhurst hat schon 2015 mit ihrem Roman „Die stille Kammer“ einen spannenden Thriller abgeliefert, der mit vielen spannenden Wendungen versehen war und sich maßgeblich mit der Frage nach Schuld auseinandersetzte. Weiterlesen

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Tana French: Gefrorener Schrei

Der Tisch ist gedeckt für zwei, alles ist vorbereitet, aber die Gastgeberin ist tot. Es scheint sich um einen Routinefall zu handeln, deswegen dürfen sich die Detectives Antoinette Conway und Stephen Moran daran austoben, obwohl sie nicht als die hellsten Leuchten im Revier gelten – glauben sie. Aber der Grund ist ein ganz anderer. Der erwartete Besucher ist schnell ausgemacht und da er in sozialer Interaktion nicht der Geschickteste ist, ist er auch sehr bald verdächtig und gilt quasi schon als überführt. Aber die beiden Detectives haben kein gutes Gefühl bei der Sache. Sie bleiben dran und versuchen neue Wege zu finden. Damit stoßen sie aber einige wichtige Leute im Polizeiapparat derbe vor den Kopf. Weiterlesen

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Viveca Sten: Mörderisches Ufer

Das konnten die Vorfahren der schwedischen Autorin nicht ahnen, wie wichtig das 1917 erworbene Haus auf Sandhamn für die achtundfünfzigjährige Juristin wird. Die in Stockholm geborene Viveca Sten verbringt hier seit ihrer Kindheit jeden Sommer. Darum ist es kein Zufall, dass auch ihr neuer Kriminalroman „Mörderisches Ufer“ auf der Schäre vor Stockholm spielt. Es ist der achte Fall, den Kommissar Thomas Andreasson und seine Jugendfreundin Nora Linde aufklären müssen. Für einen Schwedenfan und Krimi-Reihen-Leser wie ich es bin, ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Zu neuen mörderischen Ufern.

In Schweden sind die Sommer kurz, darum verbringen die Menschen diese Jahreszeit so oft, wie es geht, unter freiem Himmel. Die Kulisse für „Mörderische Ufer“ ist darum typisch. Es handelt sich um Seglercamp für Jugendliche auf der kleinen Nachbarinsel von Sandhamn, die Lökholmen heißt. Hier verschwindet plötzlich ein Kind. Mit der unbeschwerten Sommeridylle ist es plötzlich vorbei. Weiterlesen

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Julia Heaberlin: Mädchentod

Heute ist Tessa erwachsen und hat selbst eine Tochter. Vor vielen Jahren war sie aber der Teenager Tessie und wurde von einem Serienmörder entführt. Nur knapp ist sie damals dem Tod entronnen – als Einzige. Das hat seinerzeit natürlich einen entsprechenden Presserummel hervorgerufen und Tessa hat wenig Interesse daran, das Erlebnis Berühmtheit zu wiederholen. Aber jetzt steht der Täter, der damals trotz ihrer völligen Erinnerungslücke gefasst und verurteilt wurde, kurz vor der Todesspritze. Es gibt Menschen, die sich für seine Begnadigung einsetzen und auch Tessa beschleichen Zweifel. Sie kann sich an nichts erinnern, aber immer wieder findet sie verstörende Nachrichten, die auf den Täter von damals hinweisen. Wurde der Falsche verurteilt? Weiterlesen

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Thomas Schweres: Die Abbieger

Alle Achtung vor der Rechercheleistung. Aber doch wohl geboren aus der unmittelbaren Wut oder auch Hilflosigkeit, was die Verkehrssituation im Ruhrgebiet, speziell auf unserem Ruhrschleichweg, die B1, oder später die A40, angeht. Jeder kann davon ein Lied singen. Grad vor einer Woche komme ich am Samstagmittag aus Krefeld und will zurück nach Dortmund. Der Klassiker. Dabei kein pöhlen angesagt, weder die Blauen noch die Schwarz- Gelben. Ich habe ja, wenn es geht, das Navi aus, aber man hofft ja, dass man irgendwie durch dieses Chaos relativ zügig geleitet wird. Am Arsch. Erst fragt mich die freundliche Stimme mit, ob ich wegen der zu erwartenden Verkehrshindernisse nicht umschwenken wolle, um fünf Minuten eher zu Hause zu sein. Ich sag ok, mach mal. So, auf geht’s zur A 42 – um dort eine Stunde zu stehen. Fehlte nur noch, dass sich das Navi noch entschuldigt. Das wäre schon absurd gewesen, aber lustig. So wie der vorliegende Krimi. Weiterlesen

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