Graeme Macrae Burnet: Sein blutiges Projekt: Der Fall Roderick Macrae

Culduie, ein winziger Ort in den Highlands, liegt malerisch in der Nähe des Meeres. 1869 ist das Leben der verarmten Bauern hart und überschaubar. Zum Entsetzen der Bewohner soll Lachlan Mackenzie, einer der größten Streithammel, der neue Constable werden, um die unbeliebte Arbeit des Erfüllungsgehilfen für den Gutsverwalter zu übernehmen. Natürlich nutzt er die ihm verliehene Macht für seine Rachefeldzüge. Keiner ist vor ihm sicher. Geldstrafen, Sonderarbeiten und Gewalt verändern das dörfliche Miteinander.

Der ärmste Bauer ist Roderick Macraes Vater und gleichzeitig der einzige, der passiven Widerstand leistet. Innerhalb weniger Monate verändert sich das Leben des sechszehnjährigen Roderick gravierend. Weiterlesen

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Lisa Gardner: Die Überlebende

Flora ist eine junge Frau und eine Überlebende zugleich. Nachdem sie 472 Tage in der Gewalt eines sadistischen Entführers war, gibt es die junge, unbeschwerte Flora nicht mehr. Ob der Rest von ihr für ein Weiterleben reicht, muss sie noch herausfinden.

»… Ich hasse ihn. Ich vermisse ihn. … Selbst zum bitteren Ende hin warnte er mich …, dass ich nie von ihm frei sein würde. Er riet mir zum Selbstmord.« (S. 466)

Traumatisiert und voller Schuldgefühle sucht sie einen Ausweg in diversen Selbstverteidigungskursen. Nie mehr will sie ein Opfer sein. Seit fünf Jahren lebt Flora in Boston. Auch hier verschwinden junge Frauen scheinbar spurlos. Eine von ihnen will sie unbedingt finden. Weiterlesen

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Su Turhan: Kommissar Pascha 01: Ein Fall für Zeki Demirbilek

An dem Münchner Eisbach wird ein toter Mann gefunden, in dessen Rücken mit Reißzwecken ein Schriftzug gesteckt wurde. Schnell wird klar, dass der Mann kein Deutscher war. Zeki Demirbilek, Münchner mit türkischen Wurzeln, leitet erst seit Kurzem das Sonderdezernat für Fälle mit Migranten, kurz Dezernat Migra. Eigentlich hat er noch nicht einmal Mitarbeiter, aber wohl schon einen ersten Mordfall! Während sein Team langsam an Stärke gewinnt, tauchen weitere Leichen auf, die alle in einem Zusammenhang zu stehen scheinen. Wie ist die junge Gül, Erbin eines Dönerimperiums, damit in Verbindung zu bringen?

Bei dem vorliegenden Band handelt es sich um einen bereits 2013 erschienenen Fall von Kommissar Demirbilek, der anlässlich des Erscheinungsdatums des nunmehr fünften Bandes neu aufgelegt wurde. Weiterlesen

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Michael Robotham: Der Schlafmacher

Der australische Schriftsteller Michael Robotham, geboren 1960, hat mit „Der Schlafmacher“ den zehnten Band seiner Psychothriller mit den Hauptfiguren Joseph (Joe) O’Loughlin (forensischer Psychologe) und Vincent Ruiz (Ex-Detective) geschrieben. Das Original ist unter dem Titel „Close your eyes“ 2015 erschienen. Nun liegt die Taschenbuchausgabe in einer Übersetzung von Kristian Lutze bei Goldmann vor. Professor O’Loughlin bekommt es dieses Mal mit einem Doppelmord zu tun. Mutter Elizabeth und Tochter Harper Crowe werden in ihrem Haus, der Windy Hill Farm, in Clevedon, einer englischen Küstenstadt, tot aufgefunden. Detective Chief Superintendent Veronica (Ronnie) Cray bittet den Psychologen um Unterstützung bei der Bearbeitung des Falls.

Joe O’Loughlin lebt nach wie vor getrennt von seiner Frau Juliane, nachdem er sie nach Erhalt seiner Parkinson-Diagnose mit einer anderen Frau betrogen hatte. Ihre ältere Tochter Charlie ist auf dem Weg an die Universität, die jüngere Tochter Emma ist zehn Jahre alt. Joe liebt Juliane immer noch und ist erfreut, dass sie ihn bittet, den Sommer über bei ihr und den Kindern zu wohnen. Weiterlesen

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Andreas Föhr: Schwarzwasser

Als Kommissar Clemens Wallner, Chef der Kripo Miesbach, die Nachricht erhält, man habe die Leiche eines alten Mannes gefunden, bleibt ihm beinahe das Herz stehen: Sein 86-jähriger Großvater Manfred ist seit Stunden verschwunden.
Am Tatort angekommen stellt er erleichtert fest, dass Manfred wohlauf ist – er und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner haben den Toten, einen Klaus Wartberg, entdeckt. Mit ihnen im Haus befindet sich eine junge Frau – mit der Tatwaffe in der Hand. Der Fall scheint klar. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der Ermordete gar nicht tot sein dürfte. Ihn hat es nämlich nie gegeben. Seine Papiere sind gut gemachte Fälschungen. Wer also war der Tote wirklich? Was verbindet ihn mit der jungen Frau? Und warum musste er eine andere Identität annehmen? Weiterlesen

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Leonie Swann: Gray

Gray ist ein vorlauter Vogel: ein Graupapagei, der den Schnabel nicht halten kann, aber mit seinem neuen Besitzer, Dr. Augustus Huff, nicht nur Erdnüsse, sondern eine ganz harte Nuss knackt. Sieben Jahre nach ihrem zweiten Schafkrimi „Garou“ und zwölf Jahre nach dem Bestseller-Erstling mit den blökenden Ermittlern, „Glennkill“, greift die Münchner Autorin Leonie Swann das Motiv eines tierisches Ermittlers wieder auf. Und „Gray“ hat das Zeug, ein Kommissar für eine lange Serie zu werden.

Beim Studenten Elliot hatte der Vogel ein beschauliches Leben und – wie sich später herausstellt – an einigen Tagen auch einen Tiersitter. Nicht nur bei dem hat er allerlei Wörter und Sprüche aufgeschnappt, die später für Augustus Huff hilfreich sind. Weiterlesen

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Kristina Ohlsson: Schwesterherz

An einem verregneten Tag – wie es in dem Thriller eigentlich überhaupt fast immer regnet – kommt ein verzweifelter Mann in das Büro von Martin Benner und bittet den Anwalt, einen Fall zu übernehmen. Den seiner Schwester, der fünffachen Serienmörderin Sara Texas. Obwohl sich diese selbst getötet hat, soll Benner posthum ihre Unschuld beweisen. Er sträubt sich zunächst dagegen zu ermitteln, wird aber zunehmend mehr und mehr in den Fall verwickelt.

„Schwesterherz“ bildet den Auftakt des Zweiteilers um den Anwalt Martin Benner, der jedoch eher wie ein Privatdetektiv operiert. Und da sind wir schon bei dem ersten Aspekt, der mich an dem Buch gestört hat. Ich bin mit der Hauptfigur einfach nicht warm geworden: Martin Benner ist ein unsympathischer, arroganter, selbstverliebter Schnösel. Weiterlesen

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Donna Leon: Stille Wasser

Nach 26 Kriminalfällen in 25 Jahren gönnt Bestsellerautorin Donna Leon Guido Brunetti eine Auszeit. Im 26. Krimi, „Stille Wasser“ will der venezianische Kommissar auf der Laguneninsel Sant‘ Erasmo entspannen – allein unter Fischern und in der Natur. Nur das Sterben von Bienen beschäftigt den Ermittler.

Keine Sorge: Brunetti ist nicht krank oder altersschwach. Den Herzanfall täuscht er zu Beginn der Geschichte nur vor, um zu verhindern, dass sein Kollege einem Verdächtigen beim Verhör an die Gurgel springt. Aber dann findet der Kommissar Gefallen daran, sich von den Ärzten im Hospital ein Schonprogramm verordnen zu lassen und zieht auf das verlassene Landgut eines Verwandten seiner Ehefrau Paola. Weiterlesen

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J. P. Delaney: The Girl Before

Jane hat ihr Baby verloren und versucht einen Neuanfang. Sie kündigt ihren Job und sucht eine neue Wohnung. Mit weniger Geld als zuvor fällt die Wohnungssuche schwer und nach einigen Besichtigungen bewirbt sie sich um ein merkwürdig modernes Haus in der Folgate Street 1 in London, das durch Minimalismus und High Tech besticht. „Bewerbung“ bedeutet, dass sie erklären muss, warum das Haus und sie zusammenpassen, dass sie hundert teils persönlicher Fragen beantworten und dem Architekten und Besitzer des Hauses, Edward Monkford, ein Foto von sich schicken muss.

„The Girl Before“, von dem Jane nach und nach erfährt, ist Emma. Sie ist gemeinsam mit ihrem Freund Simon eingezogen, als auch sie an einem Wendepunkt in ihrem Leben war.

Der Dritte im Bunde mit schmerzlicher Vergangenheit ist der Architekt Monkfort selbst: Das Haus war für seine Familie, Frau und Sohn, konzipiert. Beide sind ums Leben gekommen und Jane findet Hinweise darauf, dass sie unter dem Grundstück des Hauses bestattet wurden. Weiterlesen

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Sebastian Fitzek: AchtNacht

Fake-News sind gefährlich. Vor allem, wenn sie den Leuten das erzählen, was sie hören wollen. Jemand wird für eine Nacht geächtet (bitte, es heißt geächtet und Geächtete und nicht „Achtnachter“), angeblich hat sogar die Bundesregierung Straffreiheit für denjenigen zugesichert, der den Geächteten zur Strecke bringt und natürlich gibt es eine dicke Belohnung. Muss wahr sein, stand ja schließlich im Internet. Dass das jeder gültigen Rechtsprechung in Deutschland widerspricht, stört kaum einen der Jäger, dabei hätte es gereicht, das Grundgesetz aufzuschlagen. Die wenigen, die darauf hinweisen, werden niedergethreated.

Es trifft Ben. Plötzlich hört er seinen Namen im Radio, erkennt sein Gesicht auf Videowänden und weiß nicht, wie ihm geschieht. Der Einstieg ist gewohnt spannend und lässt den Leser mit der Frage weiterlesen: Wieso Ben? Weiterlesen

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