Todd Lockwood: Die ewigen Gezeiten 01: Der Sommerdrache

Maia ist in einer Familie aufgewachsen, die einem sogenannten Aery Drachen hält und mit ihnen jährlich Junge heranzieht, die dann vom Kaiser jedes Jahr abgeholt werden, um sie für den Krieg anzulernen. Doch dieses Jahr haben Maia und ihr Bruder Darian Hoffnung, dass sie beide jeweils eins der Jungtiere behalten dürfen, um es aufzuziehen und später zur Zucht einzusetzen. Es zeichnet sich allerdings ab, dass in einem geburtenschwachen Jahr, in dem es auch Katastrophen für andere Aeries gab, alle Jungtiere an den Kaiser gehen. Als dann nur Darian einen Drachen behalten darf und Maia leer ausgeht, ist ihre Enttäuschung grenzenlos. Es muss doch einen Weg geben, einen Drachen zu bekommen!

Todd Lockwoods Romanhandlung in wenigen Sätzen gänzlich zu erfassen, ist schier unmöglich. Es geht um so viele verschiedene Themen und es passiert so viel, dass man sich da gar nicht kurzfassen kann. „Der Sommerdrache“ ist durchweg interessant und oft – auch mitten im Roman – sehr spannend. Weiterlesen

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Alexey Pehov: Das Siegel von Rapgar

Till er’Cartya ist der Nachfahre einer altehrwürdigen Magierfamilie, genießt in seinen Kreisen aber zurzeit keinen allzu guten Ruf. Er lebt in der Stadt Rapgar, die davon geprägt ist, dass viele verschiedenste Kreaturen unterschiedlicher Gestalt gemeinsam dort existieren. Alles ist irgendwie magisch angehaucht, es gibt Feind- und Freundschaften zwischen den Wesen. Dann beobachtet Till im Zug, wie eine junge Frau von mehreren Männern bedroht wird. Am Ende ist einer von ihnen tot und die Frau spurlos verschwunden. Für Till steht fest, dass er sie wiedersehen muss. Doch das wird gar nicht so einfach, da man ihm wenig später versucht, die Schuld an einer Mordserie in die Schuhe zu schieben. Auf seiner Suche nach der Wahrheit begegnet er der schönen Erin erneut.

An sich begegnet man in diesem Roman einer Vielzahl verschiedenster Wesen, die in der großen Stadt Rapgar vereint sich. Sie hat einen bestimmten Kult, dem manche der Kreaturen anhängen, manche nicht. Es prallen verschiedene Ideale aufeinander und Streit ist unweigerlich vorprogrammiert. Die Mordserie erschüttert zudem alle Bewohner und versetzt sie in Angst. Wer wird das nächste Opfer sein? Magier, seltsame Wesen, Brieföffner und Spazierstöcke, die mit ihrem Besitzer sprechen können – los geht’s ins Fantasyuniversum! Weiterlesen

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David Eddings: Belgariad 01: Die Gefährten

Es war die – erste – goldene Ära der Fantasy. Die Rede ist von den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Taschenbuchverlage entdeckten die Fantasy als neues Marktsegment, Reihen wurden gestartet, Serien verlegt. Was bei Heyne mit Howards „Conan“ und Normans „Gor“ seinen Anfang nahm, bei Goldman mit Feists „Midkemia“ die Bestsellerlisten erklomm, bei Pabel in der Terra Fantasy Reihe ihren Niederschlag fand und bei Bastei mit Piers Anthonys „Xanth“ überzeugte, das führte auch die Knaur Fantasy-Edition an: Serien mit einem zumeist jungen, entwicklungsfähigem Helden nebst bunt gemischter Unterstützertruppe inklusive Zauberer der sich aufmacht, seine Queste um die Rettung der Welt zu vollziehen.

In dieses Schema passten, zumindest auf den ersten Blick, die jeweils fünf-bändigen Zyklen des Ehepaars Eddings. Auch wenn nur David als Verfasser auf dem Titel steht, wurden die Werke, wie David später in einem Interview verriet, jeweils von Beiden zusammen geschrieben. Warum nur auf den ersten Blick fragen sie jetzt? Nun, anders als ihre Kollegen gingen die Eddings nicht ganz so bierernst an ihre Plots heran. Zwar steht auch hier ein epischer Konflikt zwischen zwei Göttern im Hintergrund, Wächter eines gefangen gesetzten, schlafenden Gottes greifen ein, doch statt uns Drama pur, Schlachtengetöse oder epische Herrschergeschlechter zu offerieren, verhalten sich ihre Protagonisten zutiefst menschlich. Weiterlesen

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Benedict Jacka: Alex Verus 01: Das Labyrinth von London

Lasst Euch bloß nicht von dem Cover und dem Titel abschrecken, die beide leider den Eindruck machen, als wolle da jemand billig auf den Erfolgszug von Ben Aaronovitch aufspringen. Das Einzige, was die beiden Serien gemeinsam haben, ist, dass beide Urban-Fantasy sind und in London spielen. Wenn ich die Serie überhaupt mit einer anderen vergleichen würde (was keine Serie verdient hat), dann eher mit Malmquist.

Alex Verus betreibt einen Zauberartikelladen, allerdings bietet er keine Tricks – oder die nur zur Tarnung –, sondern echte Magie an. Alex ist Wahrsager und das hat nichts mit lila Frauen mit Tüchern zu tun. Er kann die verschiedenen Zukunftsstränge daraufhin untersuchen, welche Handlung die geringste Gefahr oder den größten Erfolg verspricht. Das kann einem Mann das Leben retten. In London gibt es den Rat der Weißmagier und unabhängige Schwarzmagier, die aber nicht grundsätzlich böse sind.  Alex hält wenig von beiden Seiten und möchte eigentlich in Ruhe gelassen werden. Da taucht ein mächtiges Artefakt aus ganz alter Zeit auf, alle anderen Wahrsager haben es rechtzeitig geschafft zu verschwinden und beide Seiten wollen jetzt unbedingt Alex anheuern, denn es muss noch ein Schloss geknackt werden, das sich als ausgesprochen wehrhaft erweist. Weiterlesen

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John Ajvide Lindqvist: Die Bewegung

Stockholm, 1985: Als John mit 19 Jahren in das Hinterhaus eines Gebäudekomplexes in der Hauptstadt zieht, weiß er nicht, dass dies sein Leben für immer verändern wird. Er verdient sein Geld mehr schlecht als recht mit Zauberei, kommt gerade eben so über die Runden und weiß nicht, was er sonst mit seinem Leben anfangen soll. Weil er sich immer wieder daran erinnern muss, schreibt er eine gruselige Begebenheit aus seiner Jugend auf. Doch schon bald muss er feststellen, dass diese nicht das einzige ist, was ihn das Fürchten lehren soll. Auch seine Nachbarn scheinen im gemeinsamen Duschraum seltsamen Dingen nachzugehen. Johns Interesse ist geweckt und er versucht alles, um mehr über die Machenschaften im Duschraum herauszufinden.

Mit Titeln wie „Menschenhafen“ und „So finster die Nacht“ begeistert John Ajvide Lindqvist seit Jahren nicht nur das schwedische Publikum. Er ist aufgewachsen im Stockholmer Vorort Blackeberg, genau dort, wo auch die Geschichte von „Die Bewegung“ spielt. Dies ist aber nicht die einzige Parallele zur Hauptfigur des vorliegenden Romans. Weiterlesen

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Kevin Hearne: Die Chronik des Eisernen Druiden 08: Aufgespießt

Armageddon rückt immer näher. Da können unsere drei Druiden machen, was sie wollen, können sie Unterstützung von Göttern aller möglichen Religionen einfordern, die letzte Schlacht vor dem Untergang der Zivilisation scheint einfach nicht aufzuhalten. Damit nicht genug, hat Atticus auch noch ein finanzielles Problem. Dem Anführer der Vampire, der schon die Römischen Legionen und die Inquisitoren auf die Druiden losgelassen hat, ist es gelungen. Attikus´ Finanzberater zu töten. Alles, was sich unsere zweitausendjährige Druide als Spargroschen zurückgelegt hat ist futsch. Und damit kann er seinen Kriegszug gegen die Vampire nicht länger bezahlen. Währenddessen weiß Loki, ja der Gott, der den Weltuntergang herbeiführen will dank eines magischen Mals immer, wo die Druidin Granuaile sich aufhält. Das muss sich ändern, auch wenn unsere Nachwuchsdruidin dafür mit Odin selbst zusammenarbeiten muss. Doch auch Atticus´ Lehrvater Owen kann seine neu gewonnene Freiheit und das Glück mit einer Werwölfin nicht genießen – dafür sorgen einmal mehr die Vampire, die einen Überfall auf sein neues Heim verüben … Weiterlesen

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J. R. Ward: Black Dagger Legacy 03: Zorn des Geliebten

Auch der schlagende Arm der Vampir-Bruderschaft, die Black Dagger brauchen Nachwuchs. Im Kampf gegen die Lesser in Diensten Omegas, sind sie zahlenmäßig unterlegen, die Auseinandersetzungen gegen ihre internen Gegner habe sie weiter geschwächt. Nachdem sich Vampire der Glymera eher weniger zu den Bluttaten der Dagger berufen fühlen, hat der König ein Schulungs- und Trainingsprogramm aufgelegt, das für alle Vampire offen steht. Selbst zwei Frauen haben den mehr als anspruchsvollen Eignungstest bestanden und trainieren mit ihren männlichen Kameraden.

Peyton kommt zwar aus adeliger Familie, ist aber als Tunichtgut und Taugenichts verschrien. Drogen und Sex, Anders hat er nicht im Sinn – bis er sich dem Programm anschließt. Dass seine Freundin Paradise ebenfalls im Programm ist und dort ihre wahre Liebe gefunden und sich gebunden hat, ist für ihn ein schwerer Schlag. Während sein Vater noch versucht ihn für eine gute Partie anzubieten, trifft er in der traumatisierten Novo im Programm sein Schicksal – doch kommen die Beiden, die so unterschiedlich sind, überhaupt zusammen und passen sie zueinander? Weiterlesen

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Ivo Pala: Dark World Saga 03: Schwarzes Blut

Zum wiederholten Male versinkt die Welt in Dunkelheit. Weltendonner, so nennen es die Barden treffend, wenn Menschen, um zu überleben, zu Bestien werden. Dichte Wolken verschleiern die Sonne, die ewige Nacht bricht an. Tiere wie Pflanzen sterben, der Mensch hungert und beweist einmal mehr, dass er in Zeiten der Not, und solche herrschen, das gefährlichste Raubtier der Welt ist. Wer überleben will, der hat keine andere Wahl als zu kämpfen – mit allem was er oder sie hat. Für Rücksichtnahme, für Freundschaft und Loyalität bleibt kein Raum – es gilt die nächsten Stunden, den nächsten Tag zu überleben.

Doch selbst in dieser Welt gibt es Bündnisse, die eingehalten werden. Und es gibt Liebe. Einst waren sie Verbündete, dann ein Paar. Doch die Idylle auf einer einsamen Insel dauerte nicht lang. Die Rede ist von Szuma und Lambes. Der Commodore, ein weißhaariger Mann, ein Verräter und Schlächter, hat sie gefangen genommen, köpft den Mann und vergewaltigt und foltert die Frau.

Dass Szuma die Marter überlebt hat er nicht gedacht. Nun hat sich die Kriegerin mit der nachtschwarzen Haut, den Zeichnungen auf ihrem Körper und dem unbändigen Willen auf Rache auf seine Fersen geheftet. Sie hat nur noch ein Lebensziel – blutige, schmerzhafte Rache für den Mord an ihrem Geliebten zu nehmen. Ihr Weg führt sie tief hinein in die nordische Wildnis – einer Gegend, in der die Ripper, blutgierige Bestien ebenso lauern, wie drei gefallene Göttinnen und Sklavenhalter der besonderen Art …. Weiterlesen

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Genevieve Cogman: Das dunkle Archiv

Irene Winters beschafft für die unsichtbare Bibliothek Bücher. Manchmal rettet sie die Bibliothek auch, gemeinsam mit ihrem Drachenlehrling Kai. Dabei kann sie sich trotz aller Bemühungen nicht immer ganz an die Regeln halten. Deswegen wird sie zwar für ihre Leistungen hoch geachtet, aber von den Mitarbeitern der Bibliothek auch mit Misstrauen beäugt. Das Verhältnis der Bibliothek zu Drachen (und Elfen) ist ohnehin ambivalent, die Beziehungen brüchig. Gerade da tritt ein Drachen an Irene heran und möchte von ihr ein Buch besorgt haben. Für einen Wettbewerb, bei dem es um nichts weniger als einen begehrten Posten und, als Trostpreis für den Zweiten, den Tod geht. Irene weiß, dass sie nicht mit Drachen zusammenarbeiten darf, aber sie kann einen so mächtigen Drachen auch nicht einfach vor den Kopf stoßen. Und ganz sicher weiß sie, dass sie ihren Lehrling Kai aus der Sache heraushalten muß, denn als Drache und angehender Bibliothekar wäre er zweifach in eine Sache verwickelt, in die er überhaupt nicht verwickelt sein darf. Weiterlesen

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Ben Aaronovitch: Geister auf der Metropolitan Line

Die Pendler beschweren sich. Mehrfach. Lautstark. Die Londoner Metropolitan Line hat ein Problem. Pendler sind wichtig. Pendler sind regelmäßige Einnahmen. Pendler können dem Ruf der U-Bahn schaden. Pendler brauchen sich nicht von übergriffigen Geistern antatschen und anschreien zu lassen. Deswegen wird das Foley hinzugezogen und Peter Grant nimmt sich der Sache an.

Der neueste Aaronovitch hat nur einen Fehler: Er ist zu kurz. Verglichen mit den Vorgängern ist das Buch wirklich arg dünn. Darüber kann nur hinwegtrösten, dass im englischen Verlag bereits der Nachfolger für November 18 angekündigt ist, vielleicht ist dieser Roman deswegen so kurz geraten.  „Geister auf der Metropolitan Line“ führt Peters Nichte Abigail tiefer ins Geschehen ein und bietet ansonsten den üblichen Aaronovitch/Grant Humor, ich konnte allerdings nicht erkennen, dass er die Gesamtgeschichte um die historischen Magier und den gesichtslosen Mann deutlich weitergebracht hat. Trotzdem war es ein lustiges Lesevergnügen und lohnt sich für Fans der Reihe auf alle Fälle. Weiterlesen

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