Walker Dryden: Die Stadt der Dolche

Willkommen in der Küstenstadt Tumanbay, der Heimat unseres Sultans, der Stadt, in der Reichtümer gemacht, Handel getrieben wird und ein jeder Sklave die Möglichkeit hat, zu Rang und Würden aufzusteigen. Aus allen Herren Ländern reisen Menschen hierher, versuchen ihr Glück zu machen, ihren Einfluss zu mehren und zu Macht und Ehren zu gelangen.

Dass unser geehrter Sultan schon älter ist, dass er die Provinzen mit nachgiebiger Hand regiert, hat dazu geführt, dass so mancher meint, er sei  schwach geworden. Dem ist beileibe nicht so, eher ginge ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass unser Sultan sein Reich verlieren würde. So zumindest dachte ich noch vor kurzem. Dann aber färbte sich das Wasser im Brunnen vor dem Al-Dar-Tor rot, dem Sultan wurde ein Präsent überbracht, das mich zum Nachdenken brachte. Der Sack, den der Gesandte Rot überbrachte, enthielt den Kopf des Gouverneurs der Provinz und die Botschaft der Königin Maya – eine Revolution bahnt sich an, ein Aufstand, der aller Machtfülle und allem Reichtum zum Trotz, auch die Metropole ergreifen, ja vernichten könnte … Weiterlesen

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Brian McClellan: Die Götter von Blut und Pulver: Sünden des Imperiums

Brian McClellan hat mit seinen Powder-Mage Büchern (eine Trilogie sowie zwei Bände mit Erzählungen und Novellen) für Furore gesorgt. Eine Welt, die an das Napoleanische Reich erinnert mit Begabten, die mittels Pulver ihre Kräfte steigern und im scheinbar ewig währenden Krieg Schlachten entscheiden und Reiche retten können, hat auch deutschsprachige Leser begeistert. Nun legt der Autor den ersten Band einer weiteren Trilogie vor, die er in derselben Welt angesiedelt hat. Allerdings wechselt er geschickt den Handlungsort – sprich, McClellan entführt uns auf einen anderen Kontinent.

Schon einmal begleiteten wir Taniel Zweischuss auf den südlich gelegenen Kontinent und erfuhren, wie er den einheimischen Palo bei ihrem Befreiungskampf gegen die das Land besetzenden Kaz entscheidend half. Inzwischen wurden diese ins Meer zurückgetrieben, die Besatzer aber sind die indigenen Völker nicht losgeworden. Die junge Nation Fatrasta hat sich mit einer Kanzlerin und einem Geheimdienstchef an der Spitze in Landfall breitgemacht, die Palo unterjocht und den Reichtum des Landes für sich in Besitz genommen.

Als eine alte Frau der Palo die verfeindeten Stämme eint, und die Einheimischen drohen, die Besatzer aus ihrem Land zu werfen, ist die fragile Machtbalance erheblich gestört. Die Kanzlerin ruft ein Söldnerheer nach Landfall, um die drohende Rebellion aus den Greenfire-Tiefen aufzuhalten. Währenddessen machen sich Forscher aller Richtungen gen Landfall auf. Bei einer Grabung stieß man auf eine Stele auf der Schriftzeichen angebracht sind, die auf göttlichen Einfluss zurückzuführen sein könnten. Ist es wahr, kommen die Götter zurück? Weiterlesen

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Tad Williams: Brüder des Windes

Wer mal zwischendurch einen reinrassigen High-Fantasy-Roman lesen möchte, ohne gleich einen mehrere tausend Seiten langen Mehrteiler in Angriff nehmen zu müssen, aus denen die Werke dieses Genres häufig bestehen, dem sei hiermit Tad Williams‘ „Brüder des Windes“ empfohlen.

Zwar ist auch dieser Roman im Osten-Ard-Universum des kalifornischen Erfolgsautors angesiedelt, und einige der Figuren tauchen auch in anderen Werken der Reihe auf, aber er lässt sich auch leicht verstehen, wenn man zuvor noch keine Berührungspunkte mit dieser fiktiven Welt hatte, die an Tolkiens „Mittelerde“ erinnert.

​Die Zutaten sind hier eine böser Drache, einsame Bergfestungen mit eigenbrötlerischen Herrschern, zwei ungleiche Brüder, ein treuer Diener und ein endloser Schmerz, den einer der Brüder ertragen muss. Weiterlesen

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Roseanne A. Brown: A Song of Wraiths and Ruin 01: Die Spiele von Solstasia

Seit Generationen wird Solstasia, die Stadt inmitten einer unwirtlichen Wüste, von derselben Familie regiert. Einst, lange ist es her, hat ein magischer Pakt der Sippe das Überleben und den Wohlstand gesichert – der Preis allerdings ist happig, werden die Regierenden doch durch einen Bann daran gehindert, die befestigte Metropole, Sitz eines mächtigen Reiches, jemals zu verlassen. Karina will nichts mehr, als das: ihre Heimat verlassen. Sie sehnt sich nach Freiheit, will andere Länder, andere Menschen kennenlernen, will nicht länger unter der lieblosen Knute ihrer Mutter, der Herrscherin, stehen. Dass sie, nachdem ihre ältere Schwester und ihr Vater bei einem Feuer umgekommen sind, nun als Kronprinzessin die Herrschaftswürde und Bürde zu tragen hat, verängstigt die junge Frau. Ihr Herz hängt an der Musik, als Bardin tritt sie, inkognito versteht sich, in Kaschemmen der Stadt auf.

Als ihre Mutter kurz vor dem Solstasia-Fest einem Attentat zum Opfer fällt, bricht ihre Welt zusammen. Sie fühlt sich überfordert, hilflos, ist in Panik. Einen Ausweg gibt es – sie könnte ihre Mutter von den Toten auferstehen lassen. Das Problem dabei – dazu benötigt sie das Herz eines Königs. Der Sieger des Turniers wird sie ehelichen, dann gilt es nur noch, diesem sein Herz zu stehlen – im wahrsten Sinne des Wortes. Weiterlesen

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Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London 11: Die Silberkammer in der Chancery Lane

Eigentlich ist Peter Grant ja nun wirklich mit anderen Sachen beschäftigt. Dingen wie etwa in die Geburtsvorbereitung zu gehen, zu lernen, wie man – besser gesagt Flussgöttin – bei Wehen richtig atmet, schließlich steht die Geburt ihrer Zwillinge kurz bevor. Doch dann kommt es wieder einmal ganz anders als gedacht.

Menschen werden ermordet. Nun ist die bedauerlicherweise nicht wirklich etwas, das sonst nie vorkommt. Doch vorliegend scheint die Täterin ein Engel komplett mit Heiligenschein und blitzschleudernder Lanze zu sein. In den Körpern, deren Wunden kauterisiert sind – ich erwähnte den Blitz aus dem Speer? – fehlt das Herz und irgendwie scheinen Platinringe auch eine Rolle zu spielen. Nach und nach kommen unsere Ermittler in Sachen magischer Verbrechen bei der Suche nach der Täterin und dem Motiv weiter. Dabei geht es tief in die Vergangenheit – ich sage nur der zweite Weltkrieg und die Spanische Inquisition -, es geht um einen kirchlichen Studentenkreis und eine den magischen Schmieden entwendete Lampe. Den Rest dürfen Sie mal selbst nachlesen – einmal mehr lohnt es sich … Weiterlesen

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Richard Kadrey: Sandman Slim 01: Höllendämmerung

Magier sein ist nicht schwer, Magier bleiben dagegen sehr. Davon weiß auch der 19-jährige Stark aus L.A. ein Lied zu singen – der, dank eines missleidigen Konkurrenten zur Hölle fuhr und dort in der Arena Karriere machte – long Story. Nach elf langen, harten und schmerzhaften Jahren in der Hölle gelingt Stark nun die Flucht. Eines hat ihn die Jahre über aufrecht gehalten – der Wunsch nach Rache.

Also hübsch alles zurück auf Los und dann aber gib ihm. Nur, dass es natürlich so einfach weder ist, noch je sein wird. Denn merke, nicht nur, dass sein alter Widersacher und Mörder inzwischen zu einem der ganz großen Tiere, also zum mächtigen Magier in Los Angeles avanciert ist, dieser beabsichtigt auch, sich zum Herrscher über Himmel und Hölle aufzuschwingen. Im Weg steht ihm dabei naturgemäß unser Stark, der mit seinem vorlauten Mundwerk und seiner Sturheit jeden Rekord in Sachen ins Fettnäpfchen treten locker schlägt.

Dazu kommt, dass unser Rächer in eigener Sache die technische Entwicklung, die während seines Höllenbesuchs stattfand, schlicht verpennt hat – die Probleme mit der modernen Technik strapaziert seine Geduld und unsere Lachmuskeln. Da kommt es wirklich gut, dass Stark zwei Dinge hat, auf die er blind bauen kann – einen Schlüssel zu einem Raum mit 13 Türen, durch die er jeden Ort erreichen kann und das Messer von Azazel, dem Höllengeneral. Also, so einfach wie gedacht, ist das mit der Rache dann natürlich doch nicht und schon wird es für unsere höllenerprobten Stark ungemütlich auf Erden … Weiterlesen

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N. K. Jemisin: Die Wächterinnen von New York

Ein junger Mann sprayt Münder auf Wände und Häuser, damit die Stadt atmen kann. Ein Neuankömmling vergisst mitten in der U-Bahn seinen Namen und sieht plötzlich geheimnisvolle Tentakel, die Menschen und Gebäuden umschlingen, aber allen anderen verborgen bleiben. Es geht etwas vor sich in New York… die Stadt „erwacht“. Wenn dies der Fall ist, bestimmt die Stadt einen Avatar, der sie verkörpern soll. New York erhält derer gleich fünf, untergliedert in die Stadtteile Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staaten Island. Doch Mächte aus dem Untergrund versuchen, dieses Erwachen zu verhindern. Den Auserwählten bleibt nichts anderes übrig, als sich trotz aller Unterschiede zusammenzuschließen, um Schlimmeres zu verhindern. Dabei müssen sie sich mit Visionen und übernatürlichen Fähigkeiten auseinandersetzen. Schnell folgt die Erkenntnis, niemandem mehr trauen zu können, denn die feindlichen Mächte können von allem Besitz ergreifen.

In Jemisins „Schöpfungsgeschichte“ sind alle Universen aus einem gemeinsamen Keim entstanden. „Diese erste Welt, dieses erste Leben, war eine wundersame Sache. Doch durch jede Entscheidung, die diese Lebewesen getroffen haben, hat sich eine neue Welt abgespalten… (…) Wie übertrifft man ein Wunder? Kann man nicht; man erschafft einfach ein anderes Universum, das dann seine eigenen Wunder hervorbringt. Und so breitete sich das Leben aus – über tausend Millionen Universen, von denen jedes merkwürdiger war als das vorherige.“ (S. 207). Erwachende Städte sind die einzigen, die dieses Schichtsystem von Universen durchstoßen können. Weiterlesen

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Amanda Joy: A River of Royal Blood: Rivalinnen

Seitdem die Khimaer, das herrschende Volk in einer Rebellion gestürzt, später dann fast ausgelöscht und in Ghettos verbannt wurde, herrschen die Menschen über das Reich. An der Spitze steht eine magisch begabte Königin, deren Nachfolgerin unter den weiblichen Abkömmlingen mittels eines tödlichen Kampfes gegeneinander auserkoren wird. Einst waren die beiden Schwestern Isadore und die zwei Jahre jüngere Evalina beste Freundinnen. Gemeinsam erkundeten sie die Höhlengänge unterhalb des Palasts, spielten miteinander und teilten Geheimnisse.

Mittlerweile ist Evalina von ihrem, einen Wochenritt entfernt lebenden Vater an den Hof zurückgekehrt, der Kampf um die Herrschaftswürde steht an. Dass sie bislang keinen Zugang zu ihrer eigenen Magika, die sich auf Blut und Knochen stützt, erlangt hat, wird ihr Leben in Kürze wohl äußerst schmerzhaft und abrupt beenden. Die Uhr tickt, ihre mitleidlose Mutter wie auch der Hof warten nur darauf, dass sie scheitert und Platz macht für die zukünftige Königin – doch noch hat ihre Schwester nicht gewonnen, noch schlägt ein Herz in Evalinas Brust … Weiterlesen

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Mikkel Robrahn: Signs of Magic 01: Die Jagd auf den Jadefuchs

Albert Tubbs aus London ist ein mäßig erfolgreicher Event-Zauberer, der neben seinem Job als Pizza-Lieferant auf Kindergeburtstagen und ähnlichen Veranstaltungen auftritt. Zaubertricks sind seine Leidenschaft – doch leider verdient er damit kaum genug, dass es zum Leben reichen würde. Ganz aufgeben will er seinen Traum von einer erfolgreichen Magier-Karriere aber doch noch nicht, auch wenn seiner Verlobten Patty lieber wäre, er würde so langsam „etwas Richtiges“ mit seiner Zeit anfangen.

Verständlich also, dass Albert ganz aus dem Häuschen ist, als er einen Anruf bekommt: Matilda Godwins möchte ihn buchen, allem Anschein nach für eine große Tour durch ganz Großbritannien! Das könnte nun endlich Alberts großer Durchbruch sein, deshalb fragt er auch gar nicht weiter nach, sondern sagt kurzerhand zu.

Matilda ihrerseits hat ganz andere Probleme: Ihr Vater hat das Familienvermögen verloren und nun droht die Bank, das Anwesen der Godwins zu pfänden. Dieses Gutshaus stellt aber die einzige verbleibende Verbindung zu ihrer Mutter da, weshalb Matilda schnell an sehr viel Geld kommen muss. Ihr einziger Einfall: Sie will an der Jagd auf den Jadefuchs teilnehmen. Weiterlesen

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Judith & Christian Vogt: Schildmaid: Das Lied der Skaldin

Es war eine andere, eine finsterere Zeit, einst, da die nordischen Völker, von Not getrieben, ihre Langbote zu Wasser ließen und auf Viking fuhren. Bemannt mit Berserkern suchten sie die Küsten Anglias und der Franken heim, nahmen Beute und Leibeigene mit nach Haus. Das Leben war gefährlich, so mancher tapfere Krieger kehrte nicht heim. Ihre Frauen blieben zurück, sofern sie noch im gebärfähigen Alter waren, suchten ihre Brüder für die Witwen einen neuen Mann.

Eyvor, deren Mann einst der beste Langboot-Bauer der Umgebung war, blieb nach dem Tod ihres Mannes allein. Während ihre Verwandten vom Fieber dahin gerafft wurden, hatte die Gottheit mir ihr andere Pläne. Zunächst alleine, später gesellten sich andere Frauen, allesamt Einzelgängerinnen zu ihr, legt sie im Wald des heimischen Fjords ein Drachenboot auf Kiel. Niemand traute der verrückte Frau zu, ihr Ziel zu erreichen – eine Frau als Bootsbauer, Frauen als Mannschaft eines Langboots – undenkbar, gehören sie doch, wie es die Tradition verlangt, zu und mit ihren Kindern an Heim und Herd.

Doch dann machen sich Eyvor und ihre Mannschaft, verfolgt von Berserkern auf die Fahrt – die Meeresgöttin Rán hat eine Queste für sie in Petto. Weiterlesen

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