Kirsten Ciccarelli: Iskari 02: Die gefangene Königin

Der erste Band rund um die Iskari, „Der Sturm naht“, war eins meiner Highlights aus dem Jahr 2017. Umso größer war die Erwartungshaltung an den neuen Band. Wie schon angekündigt, hat die neue Geschichte allerdings neue Hauptfiguren und das machte mir persönlich den Einstieg sehr schwer. Vielleicht war aber auch einfach zu viel Zeit seit dem Lesen des letzten Bandes vergangen. „Die gefangene Königin“ folgt der Geschichte von Roa und ihrer Schwester Essie und dem König Dax, der der Bruder der Hauptfigur Asha aus dem ersten Band ist. Auch Roa ist im ersten Band als Randfigur schon aufgetaucht.

Roa hat mittlerweile Dax geheiratet, obwohl sie doch eigentlich Theo liebt. Der nimmt ihr dies schrecklich übel und zieht sich deshalb vor ihr zurück. Die Heirat mit Dax, von der sich Roa wichtige Allianzen verspricht, hält er für einen schlimmen Verrat. Roa ihrerseits hängt an ihrer Schwester Essie, die vor acht Jahren zu Tode kam, obwohl eigentlich Dax hätte sterben sollen. Seitdem begleitet Essie ihre Schwester in Form eines Falkens, der ständig auf Roas Schulter sitzt. Weiterlesen

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Kevin Hearne: Überfallen

Der letzte Auftritt unseres Druiden lässt weiter auf sich warten. Zwar ist die Situation für Atticus O´Sullivan nicht eben rosig, sind doch so gut wie alle Götter der Pantheons auf die eine oder andere Art hinter ihm her, doch wie er dieses Mal beim geweissagten Armageddon seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wird, ist und bleibt zunächst offen. Um die Zeit bis zum Erscheinen des Abschluss-Bandes des Zyklus´ nicht allzu lang werden zu lassen, legt der Verlag in vorliegendem Band neun Kurzgeschichten aus und um das Leben unseres Eisernen Druiden auf. Diese spielen zwischen den Romanbänden, und beleuchten zumeist auf faszinierende Art die Vergangenheit unseres Druiden.

Gleich in der ersten Erzählung rettet er zum Beispiel einige Schriftrollen mit magischen Sprüchen aus der damals noch existierenden Bibliothek von Alexandria – wobei die Schriften leider nicht ganz so unbewacht sind, wie erhofft – sprich, die altägyptischen Götter sind hinter Atticus her. Dass unser Druide in seinem mehr als eintausend Jahre währendem Leben auch berühmte Figuren kennen gelernt hat, ist klar. Dass er aber zusammen mit Shakespeare den Hexen bei ihrem magischen Treiben nachgestellt hat, gehört nicht zum allgemeinen Wissensgut. Weiterlesen

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Nina MacKay: Black Forest High: Ghostseer

Willkommen in der Welt der Geister – doch, fangen wir mal lieber am Anfang unserer Geschichte an. Seven hat wahrlich keine einfache Kindheit! Der Vater hat sich, kurz nachdem ihre Mutter mit ihrer jüngeren Schwester schwanger wurde verdrückt, danach wurde alles nur immer schlimmer. Sevens kleine Schwester wurde von einem Junkie ermordet, ihre Mutter nahm im Gerichtssaal blutige Rache und darf nun selbst ihre Tage hinter schwedischen Gardinen fristen. Seven zog daraufhin bei ihrer Tante in einem kleinen Kaff in Utah ein. Dass sie von Selbstmordgedanken heimgesucht wird ist angesichts ihres Leids verständlich, dass sie Geister sehen kann spricht nicht eben für ihre geistige Gesundheit.

Als sie erfährt, dass ihr Freund, ja so mit Küssen und so, neben ihr noch gleichzeitig mit anderen Schülerinnen rummacht, verliert sie vollends den Halt. Seit mehr als zwei Jahren versucht Remi, der Geist, sie davon zu überzeugen, aufgrund ihrer Begabung Geister sehen zu können, nach good old Germany umzuziehen. Hier, auf der Black Forst High, werden solche wie sie aus aller Welt ausgebildet und angeleitet. Jetzt ergreift sie die Chance, einfach wegzukommen – und zieht um. Weiterlesen

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Jenny-Mai Nuyen: Die Töchter von Ilian

Einst wurden vier magische Artefakte geschaffen und an die Völker des Landes verteilt: Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Die Menschen, Zwerge und Elfen verschenkten die Gegenstände untereinander und so nahmen sie in ihrer Macht stetig zu. Doch nun scheinen die magischen Artefakte verschollen. Der Spiegel zerbrach und wurde zum kupfernen Kleid, der Becher wurde lange nicht mehr gesehen. Nur noch Geschichten ragen sich um die vier magischen Gegenstände. Doch sie könnten das Gleichgewicht der Welt wiederherstellen. Walgretas Schicksal, die eigentlich eine Weise Frau werden wollte und deren Lebenstraum nun zerstört scheint, ist untrennbar mit den Artefakten verbunden.

Zugegeben muss man sich in Jenny-Mai Nuyens neuem Roman erstmal zurechtfinden. Sie wählt einen besonderen, etwas umständlichen Schreibstil, der letztlich aber sehr gut zu der Geschichte passt. Es ist genau der richtige Ton für so eine umfassende Handlung mit viel Magie, Liebe und Schicksal. Hinzu kommen die zahlreichen Figuren, die den Einstieg nicht leicht machen. Weiterlesen

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Graham Masterton: Racheengel

Das organisierte Verbrechen greift auch in Cork, Irland immer mehr um sich. Womit ist das meiste Geld verdient? Erpressung, Drogenhandel – nein, das meiste Geld wird auch und gerade in Irland halb-legal mit Finanztransaktionen verdient. Was aber, wenn man keiner von den angesehenen Bankern in den Maßanzügen ist? Dann muss man in die Niederungen der menschlichen Obszönitäten hinab. Denn da rangiert der Menschenhandel und damit verbunden die Prostitution. Und dort kann man auch ohne Bankerausbildung viel Geld mit dem Leid unschuldiger entführter und missbrauchter Mädchen verdienen.

Die Staatsmacht, allen voran die Polizei steht dem Treiben der Clans in aller Regel hilflos gegenüber. Wenn sie einmal einen der Schuldigen verhaften, sind findige und hoch bezahlte Anwälte schnell zur Stelle, um den Angeklagten vor den natürlich immer ungerechtfertigten Anschuldigungen zu schützen und eine Verurteilung zu vermeiden. In Irland kommen die geschundenen Mädchen und Frauen in aller Regel aus Sierra Leone, Nigeria oder Somalia. Man nimmt ihnen die Pässe ab, macht sie vom Heroin abhängig und zwingt sie zur Prostitution. Doch auf den Straßen von Cork ist ein Rachenengel unterwegs. Eine junge, zauberhaft aussehende Frau ganz in schwarz stellt denjenigen nach, die der Staatsmacht immer wieder entgehen. Sie ist Ankläger, Jury und Richter zugleich – und sie ist die Rächerin derer, die sich selbst nicht helfen können. Weiterlesen

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Nicholas Eames: Könige der Finsternis

Sie galten einstmals als die Heldentruppe schlechthin. Wo immer und wann immer scheinbar unüberwindbare Bestien, Nekromanten, Zyklopen oder Zentauren auftauchten, rief man sie, und sie obsiegten. Immer und gegen alle Wahrscheinlichkeiten! Doch das ist lange, sehr sehr lange her. Jetzt sind sie alte Männer, haben sich zurückgezogen, wollen von dem ehemaligen Ruhm nichts mehr wissen. Clay Cooper, besser bekannt unter dem Namen die Langsame Hand, hat geheiratet, eine neunjährige Tochter und verdient seinen Sold als einer der Wache einer kleinen Ortschaft.

Als eines Tages sein alter Kumpel und Kampfesbruder Gabriel vorbeischaut, ahnt er schon, dass dies nichts Gutes bedeutet. Gabriels Tochter ist in der belagerten Stadt Castia verschollen. Gabriel will die alte, müde Truppe wieder zusammenbringen, um seine Tochter zu befreien oder zumindest würdevoll zu beerdigen. Ein Ansinnen, das der alternde Recke nicht von sich weisen kann, so gerne er dies auch täte. So schultern sie ein weiteres, ein letztes Mal Schild und Schwert, machen sich auf des Schusters Rappen auf den mehr als mühevollen und gefährlichen Weg durch den Herzwyld ins Unbekannte – die Queste hat sie wieder. Weiterlesen

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J. R. Ward: Black Dagger 31: Die Diebin

Die Jungfrau der Schrift, die Göttin der Black Dagger und der Vampire ist nicht mehr. Das bekommt insbesondere ihr Sohn, der Black Dagger Vishous zu spüren. So sehr er seine Mutter auch abgelehnt, ja zeitweise gehasst hat, jetzt ist da, wo er sie bislang immer als letztlich doch beruhigende Präsenz gespürt hat nichts mehr. Selbst ein riesenhafter Kämpfer braucht Hilfe, doch seine Shellan, ein von den Toten zurückgekehrter Geist geht ganz in ihrer Arbeit als Ärztin für die Vampire auf. Statt Gespräche, statt Rückhalt bemerkt Vishous eine ständig breiter werdende Kluft – eine Trennung scheint unausweichlich.

Eine der Patienten der Ärztin ist der Vampir und Drogenhändler Assail. Seitdem er einen Kokainentzug begonnen hat, liegt er im Koma. Seine beiden Cousins ahnen, dass nur ein Mensch ihm helfen kann, die Alternative wäre, ihn einzuschläfern. Als sie jedoch in Miami bei der Einbrecherin Sola Morte vorstellig werden, weigert sich diese nach New York zu kommen.

Throe, ehrgeiziger Vampir aus der alten Welt ist einen dunklen Pakt eingegangen. Ein uraltes Buch weist ihm den Weg – mittels dunkler Rituale schafft er Schattenwesen, mit denen er die Black Dagger auslöschen, und sich selbst zum König thronen will … Weiterlesen

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Veronica Roth: Rat der Neun 02: Gegen das Schicksal

Nachdem ich hier bei Schreiblust-Leselust im April 2017 schon das erste Buch der Geschichte um Cyra und Akos rezensieren konnte, freue ich mich, das nun auch mit dem zweiten und abschließenden Band tun zu können. Wer sich noch an meine damalige Rezension zu „Gezeichnet“ erinnert, wird verstehen, dass ich mich darauf gefreut habe, nun endlich die Fortsetzung lesen zu können. Aber eins nach dem anderen. Worum geht es bei ‚Rat der Neun‘ eigentlich?

Die durch ihre auch verfilmte Bestseller-Trilogie ‚Die Bestimmung‘ bekannt gewordene Autorin Veronica Roth stellt mit dem ‚Rat der Neun‘ erneut ihr schriftstellerisches Können und ihre Kreativität unter Beweis. Für ihren Science-Fiction/Fantasy-Zweiteiler hat sie ein eigenes Universum erdacht, in dem neun Planeten eine Sonne umkreisen. Der Rat der Neun ist eine Art Zentralregierung dieser Planeten, die jedoch alle durchaus eigene Interessen verfolgen und unterschiedlicher nicht sein könnten. So wird etwa der Planet Thuve von eisiger Kälte beherrscht, während auf dem Planeten Ogra tiefste Dunkelheit herrscht.

In diesem Universum leben die beiden Protagonisten Cyra Noavek und Akos Kereseth. Während Cyra die Tochter des Herrschers der eher aggressiven und kriegerischen Shotet ist, ist Akos der Sohn einer angesehenen Familie des friedlichen Planeten Thuve. Weiterlesen

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Jeaniene Frost: Nigh Prince 04: Der Fluch des Verlangens

Vlad Tepesch, auch genannt Vlad der Pfähler, weit besser aber bekannt unter dem Namen Dracula hat nach Jahrhunderten seine Erfüllung gefunden. Nicht etwa, wie man annehmen könnte, in Ausübung von Macht, sondern in der wahren und hingebungsvollen Liebe zu einer Frau. Leila erdet ihn, zähmt den so unberechenbaren Despoten und verschafft ihm das, auf das er so lange verzichten musste – Glück.

Doch nur zu bald ist es mit Nämlichem vorbei.Die mannigfaltigen Gegner des mächtigen Feuervampirs ahnen, dass Vlad eine Achillesferse hat – über seine große, einzige Liebe können sie ihn unter Druck setzen.

Nekromanten bemächtigen sich Vlads Stiefsohn und binden diesen mittels eines dunklen Hexer-Rituals an Leila. Welche Verletzungen auch immer dem Einen zugefügt werden, welche Schmerzen es zu erleiden gilt, der Andere spürt diese gleichzeitig. Die Nekromanten drohen damit ihren Gefangenen zu töten und damit auch Leila zu ermorden, wenn Vlad nicht tut, was sie verlangen. Weiterlesen

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Matthias Oden: Junktown

In der Nacht zu gestern starben eine Brutmutter und ihre achthundert Kinder, sie wurden ermordet. Es gibt einen flüchtigen Hauptverdächtigen, und insofern sieht alles sehr klar aus. Routine. Aber, irgendetwas an dem Fall stimmt nicht, die Einzelteile passen nicht zusammen.

Inspektor Solomon Cain, Witwer einer Goldenen Schützin und Held der Konsumrevolution hat sich schon vor Jahren innerlich vom System abgewandt. Zwar kauft er weiterhin Müll und verteilt diesen in seinem Vorgarten, setzt sich Heroin-Schüsse und konsumiert jede Menge Drogen, doch innerlich ist er weit von der Zeit entfernt, als er noch weißgewandeter Agent des Rauschsicherheitshauptamts war.

Ist er schon ein Revoluzzer, der zum Recyceln geschickt werden müsste?

Er selbst weiß es nicht, doch was er weiß ist, dass der Mordfall stinkt. Dass ihn ein hochrangiger Lektor des Rauschsicherheitshauptamts unter Druck setzt, dass er wohin auch immer er sein Augenmerk richtet auf Widerstand und Grenzen trifft weckt seinen Instinkt – er gehört zwar zum alten Eisen, doch jetzt ist sein Ehrgeiz geweckt, er will das Verbrechen aufklären, egal wer darin verwickelt ist, oder was es ihn kosten kann … Weiterlesen

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