Der Autor Mia Couto ist der Sohn portugiesischer Einwanderer in Mosambik. Nach seiner Karriere als Journalist und Chefredakteur zählt er heute zu den bemerkenswerten Schriftstellern im portugiesischsprachigen Afrika. Seit 1983 veröffentlicht er Prosa und Lyrik und erhielt einige Literaturpreise. Sein Werk Asche und Sand ist der Folgeband zu seinem Roman Imani, der die Entwurzelung eines Mädchens von ihrer Sprache und Tradition zeigt. Schon als Kind lernt sie bei den Missionaren verschiedene Sprachen sowie das Lesen und Schreiben auf Portugiesisch. Imani erwirbt Fertigkeiten, die sie zu einer Gelehrten machen könnten, wenn nicht der geringe Rang als Mädchen in ihrem Volk wäre. Ein nach unten gerichteter Blick und bedingungsloser Gehorsam passen nicht zu einer Fünfzehnjährigen, die zwischen den Stammesführern und portugiesischen Befehlshabern dolmetschen soll. 1895 herrscht in Mosambik ein scheinbar ewiger Krieg, in dem nun auch Portugal als Kolonialmacht mitmischt und gegen die siegreiche Armee des Königs von Gaza kämpft.
Der fulminante Roman Asche und Sand, übersetzt von Karin von Schweder-Schreiner, beschreibt den geschichtsträchtigen Wendepunkt von Mosambik. Die wichtigen Ereignisse erlebt Imani direkt als Zeugin von Gewalt oder Dolmetscherin. Andere Ereignisse werden ihr in Briefen berichtet. Auf diese Weise wird sie das Bindeglied einer breit angelegten Geschichte der Zerstörung, in der alle Beteiligten verlieren. Doch die Erkenntnis kommt zu spät. Weiterlesen




Das Berliner Wahrzeichen hat sein Fell durch Beton- und Konstruktionsschlachten verloren. In den letzten zwei Dekaden gab es unzählige Berichte über den Flughafen Berlin-Brandenburg. Sie prangerten Inkompetenz, Schludrian und Vetternwirtschaft an. Im Zentrum des Interesses blieb der „ProblemBER“, der lange Zeit alles war, nur kein Flughafen.


