Schon vor Jahren hat Nic ihren Heimatort verlassen – und das aus gutem Grund. Ein einziger Anruf ihres dementen Vaters wirft sie jedoch völlig aus der Bahn. Sie vermietet ihre Wohnung für ein halbes Jahr und macht sich auf den Weg nach Hause. Dabei ist nur ein kleiner Grund, dass sie ihr Elternhaus soweit in Schuss bringen muss, dass es verkauft werden kann. Viel wichtiger ist ihr, was ihr schwer dementer Vater gesagt hat: „Ich habe es gesehen, das Mädchen“. Damit kann nur ihre Freundin Corinne gemeint sein, die kurz vor Ende der Schulzeit verschwand und nie wieder auftauchte. Der Täter wurde nie gefasst, aber beinahe Nics gesamter Freundeskreis stand unter Verdacht. Jetzt ist wieder ein Mächen verschwunden, war es der gleiche Täter und wird er diesmal gefasst? Weiterlesen
regina-lindemann
Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 12: Und tschüss!
Greg ist wirklich geschlagen mit seinen Eltern. Dieses Jahr wollen sie Weihnachten in der Sonne verbringen. Ausgerechnet in einer Ferienanlage auf der Koralleninsel, in der sie schon ihre Flitterwochen verbracht haben. Was aber noch viel Schlimmer ist: Niemand macht sich Gedanken darüber, man die Geschenke dorthin bekommt, denn die Reise ist bereits das Geschenk. Schon der Flug gestaltet sich für den eher ortsgebundenen Greg als Herausforderung und die Ferienanlage ist auch nicht mehr das, was sie vor vielen Jahren war. Aber Greg wäre nicht Greg, wenn er nicht das Beste daraus machen würde.
Bei Gregs Tagebüchern handelt es sich um Comic-Romane. Der zwölfte Band ist gewohnt witzig und ironisch Weiterlesen
Isabell May: The Chosen One 02: Der Aufstand
Skadi hat in „The Chosen One 01: Die Ausersehene“ erfahren, dass sie magische Kräfte hat, hat die alten Magier am Grund des Meeres gefunden und sich entschieden, gegen die Herrscherin Maella zu kämpfen. Der zweite Band, der nur als eBook erschienen ist, ist erheblich actionreicher als der erste und es werden einige der Fragen geklärt, die mich im ersten Band noch völlig verwirrt haben. Skadi trifft alte Freunde und Feinde wieder und muss sich in ihrer Liebe zwischen zwei Männern entscheiden. Dabei ist wichtig, dass sie es sich erkämpft hat, sich entscheiden zu dürfen und nicht mehr die Ausersehene ist, die zum Besamungszweck die Männer ertragen muss. Sie findet neue Verbündete und die Magier entscheiden sich letztlich doch für eine Seite. Die beiden Bände zusammen sind ein gelungener Roman, müssen jedoch zusammen gelesen werden, da sie aufeinander aufbauen.
Volker Kutscher: Moabit
Moabit erzählt Charlies Geschichte und ist eine gelungene Ergänzung zu der Gereon Rath Serie des gleichen Autors. Lotte Ritter ist die Tochter eines Beamten des Gefängnisses Moabit. Ihr Vater ist ehrlich, gerade heraus und möchte aus seiner Tochter mehr machen, als er ist, denn er erkennt ihre Auffassungsgabe. Die Geschichte wird in drei Kapiteln aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, eines Gefängnisisassen, des Vaters und zum Schluß Lotte, der wir beim Erwachsenwerden und bei ihrer Verwandlung zu Charlie quasi zusehen können. Es wird klar, wie es ihr gelungen ist, als Frau in den Polizeidienst zu kommen und es wir auch klar, warum sie das überhaupt wollte.
Zusammen mit den wirklich tollen Illustrationen hat das Buch nur 80 Seiten, aber die sind wirklich gelungen. Weiterlesen
Karl Olsberg: Boy in a White Room, gelesen von Björn Beermann
Manuel wacht in einem weißen Raum auf. Er weiß noch nichts, nicht einmal, dass er Manuel heißt. Seine einzige Gefährtin ist die computergenerierte Alice – und er hat das Internet. Stück für Stück versucht er herauszufinden, was geschehen ist. Seine Mutter und er wurden überfallen. Er wurde verletzt. Er liegt im Koma, deswegen gab sein Vater ihm die Möglichkeit, in dieser virtuellen Welt zu überleben. Er hat dort alles, was er braucht, inklusive einer ganz eigenen Welt, die auf dem Herrn der Ringe basiert. Dort könnte er bleiben und werden, was immer er möchte. Nur in die Realität kann er nicht zurück. Will Manuel das? Und wer ist das geheimnisvolle Mädchen, dass er in Lifestreams entdeckt, dass ihn zu kennen scheint und an das er sich zu erinnern glaubt. Weiterlesen
Jonathan Stroud: Lockwood & Co. 05: Das Grauenvolle Grab, gelesen von Anna Thalbach
Ich muss ja zugeben, ich hatte ein bisschen Angst vor dem letzten Band der Lockwood-Reihe. Dass er manchmal kein Mitleid mit seinen Protagonisten hat, hat Jonathan Stroud ja bereits bewiesen und die ersten vier Bän
de waren voll von Andeutungen über Anthony Lockwoods Schicksal, aber es waren eben nur Andeutungen, die interpretiert werden konnten oder auch einfach nur gemeine Lügen waren.
Lockwood & Co macht sich – nahtlos an den vierten Band anschließend – auf den Weg zum Grab der berühmtesten aller Geisterjägerinnen, Marissa Fitess. Denn der nur zu Lucy sprechende Schädel im Glas hat behauptet, sie könne gar nicht in diesem Grab liegen, denn sie wäre ihre eigene Enkelin Penelope. Weiterlesen
Ildyko von Kürthy: Hilde
Vor nunmehr einem Jahr ist Hilde bei den von Kürthys eingezogen. Ein kleiner weißer Mini-Golden-Doodle mit karamellfarbenen Schlappohren aus Castrop-Rauxel. Vor vielen Jahren als Kind hatte Ildykó von Kürthy schon einmal einen Hund, Impi, der nur ungefähr ein Jahr alt werden durfte, ehe er überfahren wurde. Seitdem ist sie da, die Sehnsucht nach dem Hund. Und mit beinahe fünfzig Jahren erfüllt sie sich diesen Wunsch. Impi und Hilde könnten kaum unterschiedlicher sein. Strotzte der eine vor Selbstbewusstsein, fürchtet sich die andere vor fast allem. In der modernen Stadtwelt hat sie aber auch so manches Mal allen Grund dafür. Von mobbenden Welpengruppen über im Park flanierende Hundehasser bis hin zu untermotivierten Hundetrainern muss sie durch alles durch. Weiterlesen
Lars Simon: Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen
Nachdem Lennart Malmkvist in „Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ den Zauberladen von Buri Bolmen und auch den (nur bei Gewitter) sprechenden Mops Bölthorn geerbt hat, hat sich sein Leben grundlegend verändert. Nicht nur, dass die Zauberei in sein Leben eingezogen ist, nein, durch eine unheimliche Frauenallergie scheint auch die Liebe ausgezogen zu sein. Lennart macht sich auf die Suche nach Geheimnissen und wird ausgerechnet beim verwirrten Leiter des Naturhistorischen Museums fündig. Dessen Frau ist verschwunden und ein unsichtbarer Gast verwüstet in regelmäßigen Abständen seine Küche. Aber was hat das alles mit dem ehemals mächtigen Zauberer Krähenbein zu tun, der schon ganz nah ist und der auf keinen Fall alle Pergamente finden darf, um seine alte Macht wiederzuerlangen? Und was hat Lennarts Mutter mit dem Leierkastenmann zu schaffen? Weiterlesen
Leїla Slimani: Dann schlaf auch du, gelesen von Constanze Becker
Es ist schon unheimlich. Myriam, zweifache Mutter und studierte Rechtsanwältin aus Paris, und ihr Mann Paul haben sich wirklich Mühe bei der Auswahl des Kindermädchens gegeben. Nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren fällt die Wahl auf Louise und in den ersten Wochen glaubt Myriam das große Los gezogen zu haben. Louise liebt nicht nur die Kinder – und die Kinder sie, sondern sie ist auch zeitlich problemlos flexibel und macht viel im Haushalt und sie kocht, sogar für Besuch. Trotzdem fängt das Hörbuch damit an, dass die Kinder tot sind. Umgebracht von der Nanny.
Leila Slimanis Roman geht der Frage nach dem Warum nach. Hat es Anzeichen gegeben, hätte man es ahnen können und immer wieder die Frage nach Louises Zustand. Louise zeigt in Rückblenden, was hinter dem Bild der propreren Nanny steckt. Weiterlesen
Carrie Mac: 100 schlimme Dinge, die mir bestimmt passieren
Maeve ist 16 und macht sich Sorgen. Ständig. Und genauso ständig bekommt sie von ihrer Umwelt zu hören: Hör auf damit!. Würde sie gerne, aber es geht einfach nicht. Sie leidet an einer Angststörung, die sie nur gerade so eben im Griff hat. Wenn man mich fragt, ist das die schlimmste Variante von allen. Man funktioniert noch für die Umwelt, wirkt vielleicht ein bißchen freaky, aber innerlich ist man die ganze Zeit angespannt. In Erwartungshaltung. Natürlich nützt das nichts, es kommt nie das, was man erwartet. Man hat nur schon unglaublich viel Kraft für das Sorgen machen verschwendet und die fehlt dann in den echten Katastrophen.
Diesen Sommer soll Maeve bei ihrem Vater und seiner neuen Familie verbringen, weil ihre Mutter für 6 Monate in Haiti Gutes tun will. Weiterlesen