Ich liebe den melancholischen Stil von Fredrik Backman schon seit seinem ersten Buch. Hier ist er wieder in Höchstform, dazu kommt die nüchterne Stimme von Heikko Deutschmann, der dem Leser die Geschichte der Stadt Björnstad am Ende der Welt intensiv ins Ohr flüstert. Björnstad ist nur in einer Sache einigermaßen erfolgreich: im Eishockey. Die Mannschaft ist auf dem besten Weg, einen großen Sieg heimzubringen und das könnte viel bedeuten für die kleine Stadt im Nirgendwo. Ein neues Leistungszentrum für das ganze Land läge in greifbarer Näche, das würde Arbeitsplätze bedeuten, Ruhm und einfach Leben. Aber der Preis dafür könnte hoch sein.
Fredrik Backman bringt uns die einzelnen Charaktere sehr nahe, sie alle haben ein Schicksal, das mit dem Eishockey verbunden ist. Für die meisten bedeutet Eishockey Leben, Flucht, eine Hoffnung auf ein besseres Leben. Weiterlesen






So ganz neu ist das Thema ja nicht. Bereits in „Yin“ entwarf Akif Pirincci eine von Männern entvölkerte Welt, alles Maskuline dahingerafft von einer Grippe und nur eine Gesellschaft von Frauen blieb übrig. Wenig verwunderlich allerdings, dass die Kings einen völlig anderen Ansatz wählt. Sobald eine Frau in einen natürlichen Schlaf fällt, fängt ein Kokon an zu wachsen bis er sie völlig einspinnt. Theoretisch kann man die Frau dann zwar noch wecken, es ist aber wenig ratsam. Durchbissene Kehlen, erschlagene Wecker, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Ist es eine Krankheit, werden die Frauen irgendwann einfach wieder aufwachen?
