Die Zutaten zu „Babettes Gastmahl“ sind so einfach wie edel: Da wären zunächst zwei Schwestern, Martine und Philippa, benannt nach Martin Luther und Philipp Melanchthon, Töchter eines Probstes, welcher in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine freikirchliche Gemeinschaft gegründet hatte. Beide sind inzwischen in der Mitte des Lebens angekommen, aber noch immer anmutig und graziös, jedoch fern aller modischen Verführungen. Dazu eine stetig alternde Gemeinschaft aus Brüdern und Schwestern, welche auch nach dem Tode des Probstes etliche Jahre zuvor ihrer Kirche und deren Regeln treu geblieben sind. Eine weitere und ganz entscheidende Zutat ist Babette, die französische Haushälterin der beiden Damen, eine Kommunardin. Sie musste vor 14 Jahren aus Paris fliehen und fand auf Empfehlung des Sängers Achille Papin, der einst im Hause des Probstes zu Gast war, dort Unterschlupf. Seitdem führt sie mit viel Geschick Haushalt und Küche. Und nicht zu vergessen General Löwenhjelm, welcher in seiner Jugend einige Wochen im Dorf der Schwestern verbracht hatte.
All das würzen wir mit ein bisschen abenteuerlicher Romantik in Gestalt des abgelegenen kleinen Dorfes Berlevaag im rauen Norden Norwegens am Ufer eines Fjordes, mit zwei Teelöffeln freundlich abgewiesener Liebe und einem Quäntchen Pariser Oper. Abgeschmeckt mit einem unerwarteten Gewinn und einer Prise Café Anglais, erhalten wir ein wohlschmeckendes Menu, das keine Wünsche offenlässt. Weiterlesen




Der Kater auf dem Cover blickt mich mit strengen, wissenden Augen an. Maurice ist ein besonderer Vertreter seiner Art, er kann sprechen und lesen, genauso wie die Ratten in seiner Umgebung, die er aus eben diesem Grund jetzt nicht mehr frisst. Seitdem er aus unerklärlichen Gründen intelligent geworden ist, hat er auch erkannt, dass Geld der Schlüssel zu einem guten Leben sein kann. Als er eines Tages auf einen dumm aussehenden Jungen mit Flöte trifft, hat er die Geschäftsidee seines Lebens: Gemeinsam mit den Ratten und dem Jungen zieht er von Stadt zu Stadt. Die Ratten inszenieren eine Rattenplage, der Junge mit der Flöte gibt den Rattenfänger, der Lohn wird geteilt.


