Texas ist für zwei Dinge berühmt – zum Einen für seinen Reichtum an Öl, zum Anderen für seine Hitze. Midnight ist ein kleines, gottverlassenes Kaff irgendwo in den Weiten der selbst im Herbst gnadenlos vom Himmel brennenden Sonne. Zwei Straßen kreuzen sich hier, das Örtchen besitzt an dieser Stelle sogar eine über der Kreuzung schaukelnden Ampel, ansonsten gibt es eine Tankstelle nebst angeschlossenen Minimarkt, einen Diner, eine Galerie in die sich kaum einmal Jemand verirrt, eine Pfandleihe und ein Nagelstudio. Dazu bietet eine weise Frau spiritistische Unterweisungen an und handelt mit esoterischen Schnickschnack.
In diese Mega-Metropole zieht Manfred Bernardo – Anfang 20 und bereits ein renommierter Hellseher, der seine Dienste im Internet anbietet. Er ist auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit – und, mal ehrlich, ruhiger und abgeschiedener als Midnight geht gar nicht. Die übrigen Einwohner des Kaffs wachen gar eifersüchtig über ihre Muße, haben sie doch allesamt etwas zu verbergen. Weiterlesen


Einst war er der mächtigste Magier des Reiches. Als einer der Wenigen hatte er nicht nur alle sieben Stränge der Magie gemeistert, er unterstützte den Regenten und war im Volk beliebt und geehrt. Immer hatte er ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte auch des einfachen Volks. Als er seine große Liebe fand, schien die Welt perfekt. Allein, der unbändige Wissensdurst, der ihn umtrieb, schien nicht zu stillen. In längst verloren geglaubten, verbotenen Büchern fand er Hinweise auf eine einst bekannte, dunkle Magie – die Suche nach dem Wort, das diese Magie erschließt, trieb ihn in den Ruin. Zwar gelangte er ans Ziel, doch der Preis, den er dafür berappen musste, war viel zu hoch. Das Leben seiner Liebsten und ihres ungeborenen Kindes, die Verbannung und Ächtung aus dem Zirkel der Magier, sie brachen den Mann, der einst das Reich schützte.




