Sirpa Kähkönen: Komm, Mama

Komm, Mama“ zählt zur Kategorie der autofiktionalen Romane, die auf dem Buchmarkt mittlerweile immer häufiger zu finden sind.

Sirpa Kähkönen beschreibt darin nicht so sehr ihre eigene Geschichte, dafür die ihrer Familie und damit ihrer Herkunft. Vor allem geht es aber um eine schmerzliche Beziehung zu ihrer Mutter. 

In ihrem Heimatland Finnland gilt sie als Bestsellerautorin und wurde 2023 für diesen Roman mit dem Finlandia-Preis ausgezeichnet.

Zum Inhalt:

Der Tod ihrer Mutter liegt bereits ein Jahr zurück und Sirpa nimmt des Nachts in ihren Gedanken Abschied von ihr, indem sie sich mit vielen zurückgebliebenen Gegenständen auseinandersetzt. Dabei geht es unter anderem um eine  Strickjacke, eine Rute, oder  Filzstiefel. Zu allen Objekten existiert eine besondere Geschichte. Sirpa befasst sich mit jedem einzelnen dieser Teile und verknüpft damit Erinnerungen. Diese Erinnerungen setzen sich teilweise aus früheren Erzählungen ihrer Familie zusammen. Dazu baut die Autorin eine weitere Figur ein: „Tuonis Tochter“, eine Figur aus der Unterwelt der finnischen Mythologie, deren Kopftuch aus Polarlicht besteht.

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#DerApotheker: Von Aspirin bis Zink: Die Wahrheit über unsere Arzneimittel: Was nicht im Beipackzettel steht

#DerApotheker hat Pharmazie studiert und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als approbierter Apotheker. „Von Aspirin bis Zink“ ist sein viertes Buch. Darin gibt er einen umfassenden Überblick über wichtiges pharmazeutisches Wissen für Laien. Nicht immer ist alles im Beipackzettel nachzulesen. Manches erwähnt vielleicht auch der verordnende Arzt nicht.

Wir erfahren, warum es wichtig ist, Medikamente richtig einzunehmen, oder von den Wechsel- und Nebenwirkungen gängiger Arzneimittel. Oft ist es eben nicht damit getan, nur Tabletten zu schlucken und auf Besserung zu warten.

Weiter lesen wir in gut verständlicher Form viel Interessantes über verschiedene Medikamente und ihre jeweiligen Wirkstoffe. Ob es sinnvoll ist, seinem Körper zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen und auf welche teuren Mittel man getrost besser verzichten kann.

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Natascha Wodin: Die späten Tage

Manchmal stößt man auf Bücher, bei denen man sich am Ende der Lektüre fragt, warum man nicht schon längst auf diesen Autor/diese Autorin aufmerksam geworden ist. Natascha Wodin gehört für mich zu genau diesen SchriftstellerInnen. Angetan von der dreißigseitigen Leseprobe musste ich dieses Buch unbedingt so schnell wie möglich in den Händen halten und zu Ende lesen, was bis zur letzten Seite angehalten hat.

Natascha Wodin ist Jahrgang 1945 und wurde als Tochter sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth geboren. 1983 erschien ihr erster Roman „Die gläserne Stadt“, auf den zahlreiche weitere Veröffentlichungen samt Auszeichnungen wie dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Preis der Leipziger Buchmesse und viele weitere Preise folgten.

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Elisa Hoven: Das Ende der Wahrheit?

Fake News sind in aller Munde und täglich laufen wir Gefahr, auf eine Falschinformation hereinzufallen. Aus verschiedensten Medien werden wir mit KI-gestützten Manipulationen und irreführenden Aussagen überflutet, die aus unterschiedlichen Informationsquellen stammen. Lügen können oft kaum mehr erkannt werden. Sich widersprechende Meinungen entstehen.

So leben wir alle mittlerweile in einer Ära der Unwahrheit. Wem können wir noch vertrauen?

Die Autorin Elisa Hoven ist Professorin für Strafrecht und Direktorin des Instituts für Medienrecht an der Universität Leipzig sowie Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof. Wer, wenn nicht jemand wie sie, könnte über die Thematik Wahrheit oder Falschinformation besser aufklären?

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Katja Früh: Vielleicht ist die Liebe so

Dieser Roman ist ganz schön makaber, geht es doch um einen assistierten Suizid. Dennoch liest sich die Geschichte locker-flockig. Eine ernste Thematik mit einer solchen Leichtigkeit umzusetzen, das muss man erst einmal hinbekommen! Der Drehbuchautorin und Regisseurin Katja Früh ist dies wunderbar gelungen. Umso erstaunlicher, dass es sich hierbei um ihren Debütroman handelt.

Zum Inhalt:

Die Protagonistin Anja steckt voller Schuldgefühle, was auf der problematischen Beziehung zu ihrer Mutter beruht. Die beiden standen sich nie besonders nah. Doch nun stellt die Mutter ihre Tochter vor eine vollendete Tatsache: Ihr Todestag steht unumstößlich fest. Sie hat bereits alle notwendigen Vorkehrungen von der Gästeliste über den Leichenschmaus bis zum Grabstein getroffen. Anja soll anwesend sein, was nicht zu viel verlangt sei, denn letztlich müsse Anja sogar froh sein, dass sie die Mutter einmal nicht zu pflegen brauche. Anja würde diese Rolle sowieso nicht übernehmen wollen, und  wenn, dann höchst widerwillig, unterstellt sie der Tochter.

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Donald Windham: Verlorene Freunde

Donald Windham erinnert sich in diesem Buch detailreich an die tragischen Entwicklungen seiner Freundschaften zu Truman Capote und Tennessee Williams.

Mit Tennessee Williams war Donald Windham mehr als 30 Jahre befreundet. 1945 produzierten die beiden gemeinsam ein Stück am Broadway. Die Bekanntschaft mit Truman Capote machte Windham 1948 in Venedig. 

Der Buchtitel „Verlorene Freunde“ könnte nicht besser gewählt sein. Beide Schriftsteller, Truman Capote wie auch Tennessee Williams, waren am Ende ihrer jeweiligen Karrieren nicht nur in sich selbst gefangen und verloren, auch die Verbindung zu Donald Windham veränderte sich.

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Eva Baltasar: Mammut

Dieser kleine Roman zeigt den mutigen Versuch einer jungen Frau auf, ihr konventionelles Leben hinter sich zu lassen und auszusteigen.

Die Protagonistin und Ich-Erzählerin ist unzufrieden mit sich, mit ihrer Tätigkeit als Mitarbeiterin ihrer Universität. Täglich sammelt sie Daten über Demografie und Langlebigkeit und befragt hierzu Senioren in geriatrischen Einrichtungen. Von Mal zu Mal hadert sie mehr mit ihrem Job und den vielen Oberflächlichkeiten um sie herum. Sie will tiefer eintauchen ins Leben, sucht das Ursprüngliche. So teilt sie ihre Intimitäten unverblümt mit uns Lesern. Sie will ihr Leben anders planen. Priorität hat, schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen. Dafür und nur dafür braucht sie einen Mann, denn sie fühlt sich nur von Frauen angezogen. Das Kind soll dann ganz allein ihr gehören.

Natürlich kommt es anders.

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Auður Ava Ólafsdóttir: Eden

Die 1958 geborene Autorin Auður Ava Ólafsdóttir lebt in Reykjavík.

Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet und in 25 Sprachen übersetzt. 2019 wurde ihr für den Roman Miss Island in Frankreich der Prix Médicis étranger für den besten ausländischen Roman des Jahres verliehen.

Zum Inhalt:

Die Sprachwissenschaftlerin Alba arbeitet als Dozentin an der Uni in Reykjavík. Sie ist Expertin für aussterbende Sprachen. Um an verschiedenen Konferenzen teilnehmen zu können, ist sie als Vielfliegerin unterwegs. Als sie ihren unsteten Beruf und ihren CO2-Fußabdruck hinterfragt, fasst sie ziemlich schnell den Entschluss, ihr Leben zu ändern.

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Anna Maschik: Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

Dieses Buch handelt von einem ungewöhnlichen Familienepos. Ungewöhnlich, weil die Autorin die Handlung auf wenige Seiten konzentriert und verdichtet. Es ist ein Konzentrat, das aufzeigt, wie gewisse Eigenheiten und Ausprägungen mancher Charaktere über Generationen hinweg in einer Familie erhalten bleiben und sich in denen, die nachkommen, offenbaren.

Die Geschichte beginnt mit der Zeit des Ersten Weltkrieges. Die Autorin schildert das harte bäuerliche Leben auf einem Hof in Norddeutschland. Hier lebt Almas Urgroßmutter Henrike, die im Alter von dreizehn Jahren ihre Mutter verliert. Von nun an kümmert sich Henrike um den Haushalt und die jüngeren Brüder. Henrike schlachtet Tiere, bepflanzt den Garten. Als sie eines Morgens bemerkt, dass das Gemüse in den Beeten eine milchig-weiße Farbe angenommen hat, weiß sie, dass der Vater im Krieg gefallen ist.

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Susana Monsó: Das Schweigen der Schimpansen: Wie Tiere den Tod verstehen

Können Tiere den Tod verstehen, wenn schon wir Menschen den Tod nicht verstehen?
Im Grunde wollen Menschen den Tod weder akzeptieren noch ans Sterben denken. „Wir sehen den eigenen Tod als bloßes entferntes Ereignis in einer noch unbestimmten Zukunft“ (eBook S. 8).
Die Autorin und Philosophin Susana Monsó liefert uns in diesem Buch triftige Argumente zum besseren Verständnis vom Tod.
Hierzu greift sie viele Beispiele vom Trauerverhalten unterschiedlichster Tiere auf. Darin beschreibt sie, welche Reaktionen Tiere in Bezug auf verstorbene Artgenossen aufzeigen und was ihr Verhalten über ihren jeweiligen Geisteszustand aussagt. Die zahlreichen Studien handeln von Affen und Menschenaffen, von Elefanten, Walen, Pferden, Krähen oder Insekten.

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