Mit seinem Debüt „Im Sommer fing das Leben an“ gelang Fußball-Weltmeister Christoph Kramer ein überraschend starker, autofiktionaler Erfolg. Nun legt er mit „Wolkenberührpunkt“ seinen zweiten Roman vor. Doch wo der Vorgänger durch ehrliche Nähe überzeugte, verliert sich das neue Werk leider in erzählerischen Schwächen.
Inhalt & die Figur des Roman
Der Roman verknüpft die Lebenswege zweier ungleicher Männer: Auf der einen Seite steht der privilegierte Ex-Profi „Chris“, der sich nach dem Karriereende dem Schreiben zuwendet. Auf der anderen Seite steht Roman, ein melancholischer junger Mann, der vom Schicksal schwer getroffen wurde. Seit einem traumatischen Ereignis in der Silvesternacht 2000 besitzt er kein echtes Zuhause mehr und wird von existenziellen Zweifeln geplagt.
Roman bildet den emotionalen Gegenpol zum glücklichen Autoren-Ich. Seine einzige Zuflucht ist der titelgebende „Wolkenberührpunkt“ – ein alter Telefonmast, auf den er mit seinem besten Freund Stevie klettert, um den eigenen Träumen nah zu sein. Zugleich verliebt er sich in ein Nachbars-Mädchen namens Mira.
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