Die Liebesgeschichte von Romeo und Julia kennt sicher jeder. Vielleicht nicht im Detail, aber doch in groben Zügen. Gelesen aus eigenem Interesse, als LeDie Liebesgeschichte von Romeo und Julia kennt sicher jeder. Vielleicht nicht im Detail, aber doch in groben Zügen. Gelesen aus eigenem Interesse, als Lektüre im Englischunterricht oder mal im Theater gesehen. „Romeo und Julia“ zählt immerhin zu den bekanntesten Stücken von William Shakespeare. Diese weltberühmte, 500 Jahre alte Liebesgeschichte um zwei junge Leute, die sich unsterblich ineinander verlieben und deren Familien aufs Heftigste verfeindet sind, ist jetzt neu aufgelegt worden – als wirklich gut gemachte, eindrückliche Graphic Novel. In sehr eindrücklichen, realistischen, teilweise auch düsteren Bildern wird die tragische Geschichte ihrer zum Scheitern verurteilten Liebe auf moderne Art nacherzählt und sehr anschaulich dargestellt.
Aber nicht nur die Liebesgeschichte als solche wird hier aufgegriffen, auch der Dichter, Autor, Schauspieler und Mensch William Shakespeare bekommt Raum und wird den Lesern zunächst vorgestellt. Ein kurzer Abriss seines Lebens und seiner Werke, seiner Sprache, dann ein kurzer Text zu seinem erfolgreichsten und beliebtesten Stück, eben Romeo und Julia, das als die erste romantische Tragödie gilt, die auf einer englischen Bühne aufgeführt wurde. Auf neunzig Seiten wird die Tragödie in Bildern erzählt, im Anschluss eingeordnet, die Facetten des Stücks einzeln dargestellt: die verfeindeten Familien, das Schicksalhafte, das den jungen Liebenden keinen Raum zur freien Entfaltung ihrer Romanze lässt, genauso wie die Wortspiele, die Shakespeare gerne benutzte und die für jeden der vielen Übersetzer seiner Werke immer wieder eine Herausforderung waren.
Die Graphic Novel ist eine hervorragende Möglichkeit, jungen Lesern das Werk nahezubringen; gerade die Darstellung in Bildern erleichtert den Einstieg in dieses klassische Werk, egal ob privat oder als Schullektüre.
Steve Barlow, Steve Skidmore, Wendy Tan Shiau Wei: Romeo und Julia
Loewe Verlag, Januar 2026
112 Seiten, Hardcover, 15,00 Euro
Diese Rezension wurde verfasst von Sabine Ertz.
