Antoine Laurain: Das Glück im Sternbild Zebra

Roman auf zwei Zeitebenen um die Liebe, um Träume und den Glauben an sich selbst

Der französische Autor bleibt sich auch im neuen Roman treu. Die warmherzige und berührende Geschichte, die so fernab vom Mainstream ist, lädt zum Träumen ein, weckt den Glauben an Märchen und an Glück.

Der Immobilienmakler Xavier, der sich noch nicht so recht an sein Leben als geschiedener Mann gewöhnt hat, kommt eines Tages zu einem alten Teleskop. Er behält es, auch um damit seinen Sohn, der ihn regelmäßig besucht, zu unterhalten.

Weiterlesen →

Richard Swan: Im Netz des Dämons: Die Chroniken von Sova 02

Helena hat ihre Jugend als elende Kanalratte aus den Straßen Muldas hinter sich gelassen. Junker Konrad Vonvalt, gefürchtetes Mitglied des unbestechlichen Ordens der Richter nahm sie zunächst als Schreiberin, dann als Elevin, vielleicht also zukünftige Richterin zu sich.

Der Richterorden, der bislang alleine das Wissen um die Magie hütete, wurde verraten. Dieser Erkenntnis kann sich Junker Vonvalt nicht länger verschließen. Nach Sova, der Hauptstadt des Reiches zurückgekehrt, setzt der Kaiser, der Vonvalt vertraut wie niemandem sonst, diesen auf die Rebellen an. Er muss seine Richterkollegen anklagen und verhaften – selbst sein Mentor verschwindet im kaiserlichen Verlies, wo er auf die Folter und den Strick wartet.

Weiterlesen →

Lana Harper: Payback´s A Witch

Seit fünf Jahren war Emmy Harlow nicht mehr in ihrer Heimatstadt Thristle Grove. In ihrer Wahlheimat Chicago fühlt sie sich wohl und vermisst nichts aus ihrem alten Leben. Bis sie über die Stadtgrenze fährt und auf einmal die Magie wieder spürt: Die Magie der Stadt und ihre eigene. Denn nur im Schutz des kleines Ortes können die dort lebenden Hexen ihre Macht entfalten – verlassen sie ihn, geben sie auch ihre Kräfte auf. Ein Opfer, dass Emmy bereit war zu zahlen. Doch nun, wo sie zurückkehrt, um als Richterin über das magische Tournier zwischen den Gründerfamilien zu entscheiden, ist sie sich plötzlich nicht mehr so sicher.

Weiterlesen →

Joar Berge: Kühe kuscheln

Joar Berge ist Ende dreißig als er erkennt, dass es in seinem Leben Zeit wird für eine tiefgreifende Veränderung. Er arbeitet als IT-Manager in Antibes, hat wilde Jahre hinter sich und merkt, dass ihm etwas Wesentliches fehlt. Aufgewachsen mit dreizehn Geschwistern im Odenwald, hatte er schon als Kind eine besonders tiefe Beziehung zu Tieren und ganz besonders zu seiner „Kuhfreundin“ Rexi. Vier Jahre lang waren sie unzertrennlich, bis Rexi aus Rentabilitätsgründen geschlachtet wurde.

Weiterlesen →

Gwendolyn Brooks: Maud Martha

„Maud Martha“ ist der einzige Roman von Gwendolyn Brooks (1917 – 2000), die vor allem als Lyrikerin bekannt war.

Maud Martha erfährt schon als kleines siebenjähriges Mädchen, wie es sich anfühlt, wenn Menschen nach ihrem Aussehen beurteilt werden. Ihre Haut hat die Farbe von dunklem Kakao, ganz ohne Milch, und ihre Haare sind unbezähmbar. Sie weiß, dass sie in den Augen der anderen nicht hübsch ist und beschließt doch, jemand ganz besonderes zu sein, ein einzigartiges Maud-Martha-Kunstwerk. Sie weiß, dass sie dem alltäglichen Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft nicht entkommen kann, aber sie wird ihm nicht erlauben, ihr Leben zu bestimmen.

Weiterlesen →

Tess Gunty: Der Kaninchenstall

Die 30-jährige US-Amerikanerin Tess Gunty ist die Gewinnerin des National Book Award for Fiction 2022. Der mit 10.000 US-Dollar dotierte Preis wird seit 1950 jährlich vergeben. Mit ihrem Roman „The Rabbit Hutch“ wurde Guntys Debüt ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Los Angeles. Am 6. Juli 2023 veröffentlichte der Verlag Kiepenheuer & Witsch Tess Guntys Roman unter dem deutschen Titel „Der Kaninchenstall“. Sophie Zeitz übersetzte ihn aus dem Englischen.

Tiffany Watkins lebt in Vacca Vale, Indiana, in einem Apartmenthaus mit dem Namen La Lapinière Affordable Housing Complex. Vacca Vale ist eine Stadt im Rust Belt der Vereinigten Staaten von Amerika. Früher wurden hier Zorn-Autos hergestellt.

Weiterlesen →

Tove Alsterdal: Nebelblau: Band 03

Die Polizistin Eira Sjödin hat sich in ihre Heimat, nach Ådalen, versetzen lassen, um in der Nähe ihrer dementen Mutter zu wohnen. Darüber hinaus wurde sie zum Innendienst verdonnert, damit sie ihre Schwangerschaft so ruhig wie möglich verbringt. Das neue Arbeitsleben im elterlichen Haus fühlt sich für sie wie ein Abstellgleis an. Als sie noch eine Jugendliche war, wollte Eira wie alle anderen weit weg von der Einöde des dörflichen Alltags. Nicht jeder hat es geschafft. Und wer nach Jahren freiwillig zurückkommt, der weckt bei den Dorfbewohnern Neugier. Wie hat sich Eira verändert? Passt die Polizistin noch in die Gemeinschaft?

Weiterlesen →

Helene Flood: Die Affäre

Ein slow burning Feuerwerk: raffiniert & unheimlich

„Dieses Gefühl, wenn man beschlossen hat, etwas Verbotenes zu tun, ist schön. Schwerelos und schwebend, jetzt kann alles passieren.“ (S. 39)

Helene Floods zweiter Roman „Die Affäre“ ist ein zum Nachdenken anregender, charakterbasierter Thriller. Die Autorin hat mein Gehirn erneut zum Explodieren gebracht. Die Ich-Perspektive und die distanzierte Erzählweise sorgen für anfängliche Irritation, bis plötzlich alles zusammenpasst.

Weiterlesen →

Sibylle Baillon: Wie Spuren am See – Die Erbin

Erster Eindruck

Obwohl ich Kriminalromane lieber lese und schreibe als Liebesromane, hat mich Sibylle Baillons „Wie Spuren am See – Die Erbin“ vom ersten Kapitel an magisch angezogen. Ein sympathisch blumiger Schreibstil offenbart die Gefühle der Protagonistin Isabella, in der sich Leserin und Leser sofort wiederfinden können. So beflügeln ihre Gedanken und die Dialoge die Fantasie, die unweigerlich der Handlung vorauseilt. Gelegentliche Widersprüche zwischen einer aus Gewohnheit vorbestimmten Absicht und der spontan entgegengesetzt getroffenen Entscheidung verführen durch sanfte Ironie zum Schmunzeln.

Weiterlesen →

Nicola Förg: Dunkle Schluchten. Ein Alpen-Krimi.

Kommissarin Irmi Mangold und ihr Kollege und Lebensgefährte Fridtjof Hase verbringen ihren Urlaub am Lago Maggiore. Dort entdecken sie zufällig in einer malerischen Schlucht einen Toten. Es handelt sich um den Restaurator Hannes Vogl aus Oberammergau, der in der Villa eines gewissen Hubertus von Ebersheim arbeitet. Irmi und Fridtjof fühlen sich für den „Verunglückten“ zuständig.

Vogl weist eine Kopfverletzung auf, die von einem Sturz von einer Brücke herrührt, er hat aber auch innere Blutungen, eiternde Gänge und Fisteln ohne einen Entzündungsherd im Körper. Des Rätsels Lösung: Er hat Glasfasern geschluckt, die durch seinen Körper gewandert sind und diese verheerenden Verletzungen angerichtet haben. Auch seine Freundin Antonia, eine Buchbinderin, war in besagter Villa am Lago Maggiore tätig, auch sie stirbt an Glasfasern. Was ist da los? Handelt es sich um Mord? Um grobe Fahrlässigkeit? Weiterlesen →