Dieses Buch steckt voller Missgeschicke und Überraschungen, denn Fehler gehören ebenso zum Leben wie Erfolge. Vor allem muss sich niemand über Missgeschicke ärgern oder schämen.
Hier erfahren kleine und große LeserInnen von vielen Fehlern, aus denen sogar geniale Erfindungen resultierten. Manche dieser Fehler, die einst gemacht wurden, können heute sogar Leben retten, wie das Medikament Penicillin, um das es unter anderem geht. Weiter lesen wir, wie durch Fehler in der Küche unter anderem Kartoffelchips entstanden oder wie der elfjährige Frank das Eis am Stiel erfand. Es geht aber auch um musikalische Missgeschicke, um Fehler in der Kunst, um wertvolle und teure Fehler. Wir erfahren von Ideen, die schiefgingen, wie dem ersten Flugversuch. Weiter, wie aus einem missglückten Experiment das erste Streichholz entstand, oder wie der Klettverschluss und wie Klebezettel erfunden wurden. Die Liste der unglaublichen Erfindungen ist lang. Die Erläuterungen dazu lassen staunen und lesen sich humorvoll.
Alle Geschichten sind mit gelungenen Bebilderungen ergänzt, die direkt ins Geschehen hineinziehen. So ist die Neugierde auf die nächste Doppelseite mit den vollformatigen Illustrationen einer neuen Erfindung garantiert. Hier muss man einfach dranbleiben.
Rätsel und Suchbilder erhöhen die Spannung.
Am Ende weiß man, dass Fehler nichts Schlimmes sind und manchmal sogar der Auslöser für ein großartiges Ereignis sein können.
Ein pfiffiges, unterhaltsames Buch, das voller Überraschungen steckt. Vor allem nimmt es den jungen Lesern die Angst vor Fehlern und animiert dazu, neugierig und mutig zu sein.
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 7 – 10 Jahre.
Natalie Labarre: Penicillin und andere unglaubliche Missgeschicke,
von denen du (wahrscheinlich) noch nie gehört
hast.
Illustration: Gosia Herba.
Übersetzung aus dem Englischen: Cyra Pfennings.
Insel, August 2026.
45 Seiten, gebundene Ausgabe, 18,00 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Annegret Glock.
