Als erste weibliche Teambesitzerin einer Profi-Baseballmannschaft darf Reese Remington sich keine Fehler erlauben. Die Öffentlichkeit – vor allem ihre männliche Konkurrenz – beäugt sie ohnehin schon kritisch. Auch Cheftrainer Emmett Montgomery ist nicht begeistert von der Neubesetzung. Er hat das Team jahrelang auf seine Weise geführt. Doch auf langen Busfahrten, in Hotelbars und im Schein des Flutlichts weichen die anfänglichen Machtkämpfe der beiden bald tiefen, vielsagenden Blicken. Es knistert heftig – und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel als eine perfekte Saison.
Das Buch zu lesen hat sich angefühlt wie nach Hause zu kommen. Als Spin-off der beliebten Windy City-Reihe – das man völlig unabhängig von den anderen Bänden lesen kann – hat mich auch diese Geschichte von der ersten Seite an komplett umgehauen. Die Reihe hat für mich nie ihren unverwechselbaren Charme verloren.
Ich liebe den Schreibstil von Liz Tomforde einfach. Er zieht mich jedes Mal sofort in den Bann, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Obwohl ich sonst selten von Workplace Romances begeistert bin, hat die Autorin hier wieder einmal bewiesen, dass sie ihr Handwerk perfekt beherrscht. Für mich zählt sie zu den absolut besten Sports-Romance-Autorinnen überhaupt. Sie schafft die perfekte Balance: Der Sport nimmt einen wichtigen Platz ein, aber die Liebe und die tiefen Gefühle kommen niemals zu kurz. Das Setting ist so detailreich und perfekt ausgearbeitet, dass man beim Lesen das Gefühl hat, selbst direkt vor Ort zu sein.
Reese und Emmett sind unglaublich starke, greifbare Persönlichkeiten. Beide haben ihre Ecken, Kanten und Schwächen. Genau das macht sie so unperfekt und dadurch absolut authentisch. Ihre gemeinsame Leidenschaft für den Sport verbindet sie von Anfang an. Als Paar haben mir die beiden fantastisch gefallen. Die schlagfertigen Dialoge und humorvollen Schlagabtausche waren für ihre gemeinsame Entwicklung genauso wichtig und schön zu verfolgen wie die tiefen, romantischen Momente.
Besonders Emmetts Entwicklung hat mich begeistert. Man spürt extrem, wie er an Reife gewinnt. Er denkt nicht mehr nur an sich selbst, sondern stellt sein Team, seine Familie und die Menschen, die ihm wichtig sind, bedingungslos in den Vordergrund. Bei diesem Wandel ist es kein Wunder, dass Reese sich in ihn verliebt. Reese selbst ist eine bewundernswert ehrgeizige Frau. Sie muss sich in der männerdominierten Welt des Profi-Baseballs behaupten, lässt sich aber zu keinem Zeitpunkt einschüchtern und kämpft stolz für ihre Anerkennung.
Fazit: Dieses Buch ist ein rundum perfekter, emotionaler, hoffnungsvoller und romantischer Abschluss für die Windy City-Reihe. Auch wenn es vielleicht nicht mein absoluter Lieblingsband der gesamten Reihe geworden ist, war es wieder einmal ein wunderschönes und unvergessliches Leseerlebnis. Ich werde die Charaktere dieser Reihe schmerzlich vermissen! Eine ganz klare Leseempfehlung!
Liz Tomforde: In her own league
Aus dem Englischen übersetzt von Maike Hallmann.
Blanvalet, April 2026.
544 Seiten, Paperback, 16,00 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.
