33 Tage lang war Jan Phillip Reemtsma in den Händen seiner Entführer. Seine Geschichte hat er in dem kleinen Band „Im Keller“ bereits erzählt. Zur Zeit seiner Entführung hatte Jan Phillip Reemtsma einen dreizehnjährigen Sohn: Johann. Dieser hat jetzt seine Geschichte der 33 Tage in einem Roman verarbeitet. Es begann an einem Morgen, als seine Mutter in sein Zimmer kam mit den Worten: „Jan Phillip ist entführt worden.“ Von da ab beginnen 33 Tage, die im Nachblick surrealistisch erscheinen. Die Wohnung wird verkabelt, Polizisten ziehen in das Haus mit Mutter und Sohn und werden beinahe zu Freunden.
Johann Scheerer erzählt von dem, was er empfunden hat. Von der Langeweile des Wartens, die durch nichts betäubt werden kann. Von der Angst und der Verzweiflung, die mit jeder gescheiterten Lösegeldübergabe wuchs. Von Fehlern wie eine falsch aufgebaute Kopie des Familienwagens, die ihn einfach nur wütend machten. Kontakte zu Schule oder Freunden waren in der Zeit kaum möglich, und wenn sie möglich waren, erwiesen sie sich als schwierig. Weiterlesen


Vier Männer, alle um 1900 geboren, alle mit einem Bezug zu Lemberg, stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Philippe Sands verwebt ihre Lebensgeschichten, ihre Ideen, ihre Erfolge und ihre Niederlagen zu einer ebenso informativen wie bewegenden Geschichte.


In der Freiheit der Straße sah der in der Seele schwer verletzte Richard seinen einzigen, zunächst provisorischen Fluchtweg. Dies wird um so verständlicher, wenn statt einer echten Hilfe nur der Drill für ein funktionsorientiertes Leben auf ihn niederprasselte.
