Russland, Estland, Kaliningrad, Transnistrien, Ukraine, Ungarn, Polen, Deutschland, Schweiz und Großbritannien – diese Aufzählung (mit Ausnahme der letzten Drei) zeigt, dass Rory MacLean den Titel und Inhalt seines Buches auf spezielle Art verstanden wissen möchte. Unsere Reise beginnt unter Moskau.
„Unter der Erde gibt es keinen Horizont … Die Erde verschlingt sie (die Menschen), pfercht sie zusammen, macht sie namenslos …“ So startet der Autor seinen Reisebericht der besonderen Art. Die Fahrt durch halb Europa beginnt also unter Moskau. Was für origineller sprachlicher und inhaltlicher Meisterstart!
Es klingt wie ein Stereotyp, ist aber keines: Nach diesem Beginn ist die Vorfreude auf das Buch grenzenlos, sodass ich die Zahnarztschwester böse anzwinkere, weil sie mich zum Termin aus dem Wartezimmer und damit aus der Lektüre reißt.
Es ist nicht die erste Reise, die der Autor in diese Regionen unternimmt. Vor dreißig Jahren, als ein neues Zeitalter dominierte, in jenen euphorischen Tagen war der Autor bereits einmal von Berlin nach Moskau gereist und hatte dabei die vergessene Hälfte Europas besucht. Ostdeutschland, Polen, Ungarn, Rumänien, Russland. Nun kehrt der Autor in diese Länder zurück, um zu erfahren, was falsch gelaufen war! Er tut dies in umgekehrter Reihenfolge, von Moskau nach Berlin bis London. Weiterlesen








