Till Raether: Blutapfel

tillDer erste Fall, den Till Raether seinen Kommissar Adam Danowski im Roman „Treibland“ im vergangenen Jahr lösen ließ, war ein Höllentrip. Nun ist der zweite Krimi des ehemaligen stellvertretenden „Brigitte“-Chefredakteurs erschienen. Und in „Blutapfel“ lässt es Danowski zunächst ruhiger angehen. Aber der hypersensible Ermittler wird jäh aus seinem Meditation-Seminar gerissen, als im Hamburger Elbtunnel ein Autofahrer erschossen wird. Die Spur führt Danowski in die Hainapfel-Siedlung, eine Neubausiedlung am Hamburger Stadtrand. Privates vermischt sich mit Dienstlichem, aber der Kommissar kommt nicht so recht weiter in dem Fall. Raether hält trotzdem über 480 Seiten die Spannung – wenn gleich dieses Buch nicht so atemlos erzählt ist wie der erste Fall.
Am Schluss nimmt der Krimi Fahrt auf; da zieht Raether die Leser in düstere Gänge am Rande des Elbtunnels. Ein spannendes Sommerbuch.

Till Raether: Blutapfel.
rororo, Mai 2015.
480 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Angélique Mundt: Denn es wird kein Morgen geben

morgenTessa Ravens ist Psychotherapeutin mit eigener Praxis und engagiert sich beim KIT, dem Kriseninterventionsteam. Als sie zu einem Fall hinzugezogen wird, sieht zunächst alles nach einem tragischen Vermisstenfall aus: Martin König, treusorgender Familienvater und Feuerwehrmann, ist verschwunden. Tessa soll sich um die geschockte Ehefrau und die fünfjährige Tochter kümmern. Der Fall ist jedoch weit komplexer als er anfangs aussah und die Details, die von den Ermittlern zutage gefördert werden, entsetzen Tessa – und lassen sie an einen weit zurückliegenden Fall zurückdenken, bei dem sie nicht helfen konnte. Dass der ermittelnde Kommissar Torben Koster den Fall leitet, trägt auch nicht zu Tessas seelischem Gleichgewicht bei – seit ihrer kurzen Affäre hat sie nichts mehr von ihm gehört. Jetzt müssen sie zusammenarbeiten. Wie soll das funktionieren? Weiterlesen

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Antonia Fennek: Schwarzweiß

weißRegina Bogners Alltag im Maßregelvollzug der Hamburger Psychiatrie ist oftmals hart, aber sie macht ihren Job mit Präzision und Leidenschaft. Doch der neuste Gefangene, der Mörder Niklas Rösch, bringt sie aus dem Tritt. Er scheint Details aus Reginas Vergangenheit zu kennen, die sie selbst bereits tief verdrängt hatte und die vor allem niemand in Hamburg kennt. Wie kann Rösch davon wissen und was beabsichtigt der Frauenmörder? Als Rösch fliegen kann, ist nicht nur Regina in Gefahr, sondern auch ihre beste Freundin und ihre Tochter. Eine der drei zahlt schnell mit ihrem Leben … Weiterlesen

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Iris Grädler: Meer des Schweigens

irisAn der Küste St. Magors werden ein verstümmelter Hund und eine männliche Leiche angespült. Detective Inspector Collins muss ermitteln. Für ihn und sein Team ist der Fall eine große Herausforderung, das Küstenstädtchen ist eigentlich ein friedlicher Ort.

Der Tote, stellt sich heraus, war ein schottischer Millionär, über den die Polizei beinahe nichts herausfinden kann. Bald entsteht der Verdacht, dass ein anderer Todesfall mit dem Mord an ihm in Verbindung stehen könnte: Anthony Polodny, Sohn polnischer Einwanderer, ist eines scheinbar natürlichen Todes gestorben. Weiterlesen

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Liza Marklund: Jagd

jagdAnnika Bengtzon ist erwachsen geworden. Länst ist ihre Arbeit als Journalistin beim „Abendblatt“ zur Routine geworden. Sie weiß, wie sie Bilder und Videos anlegen muss, sie hat den Text schon am Tatort fast fertig im Kopf. Aber das ist ein ganz besonderer Tatort. Der Abgeordnete Ingmar Lerberg wurde gefoltert, ehe er starb, seine Frau ist verschwunden und ausgerechnet das „Abendblatt“ hat vor nicht allzu langer Zeit seine Karriere als Politiker zur exzessive Berichterstattung jäh unterbrochen. Während alle Welt den Täter an dem Politiker sucht, lässt Annika dessen verschwundene Frau einfach keine Ruhe. Weiterlesen

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Heinrich Peuckmann: Gefährliches Glitzern

gefahrEin Mann gräbt auf einem Feld und findet alte Münzen. Der Landwirt kommt hinzu und wird erschlagen. Spannend ist der Einstieg des Kamener Autors Heinrich Peuckmann in seinen neuen Krimi „Gefährliches Glitzern“. Und dieser Fall für den pensionierten Kommissar Völkel bleibt auch bis zum Schluss spannend. Es gibt einen weiteren Mord, und Völkel selbst gerät in Gefahr. Eigentlich wollte der Pensionär ja mit Morden nichts mehr zu tun aber ein Museumsdirektor weckt die Ermittlertriebe.
Viel Dortmund-Kolorit hat der Roman; die Zeche Zollern rückt Peuckmann ins Blickfeld und lässt den Kommissar auch wieder über den Westenhellweg schlendern. Und Anita, von der Völkel getrennt ist, kommt der Kommissar am Möhnesee auch wieder näher. Spannend und lesenswert.

Heinrich Peuckmann: Gefährliches Glitzern.
Lychatz Verlag, Februar 2015.
240 Seiten, Taschenbuch,9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Kathrin Lange: Gotteslüge

gottFaris Iskander, Berliner Polizist mit muslimischem Hintergrund wird persönlich zu einem drohenden Selbstmordattentat gerufen. Er kennt den Attentäter (flüchtig) und dieser gibt ihm noch eine Botschaft mit auf den Weg, ehe er sich in die Luft sprengt: „Er zwingt mich das zu tun. Nächstes Mal wirst du auf den Auslöser drücken.“ Schuld zu sein am Tod anderer ist Farins größte Angst. Aber was könnte ihn dazu bringen, selbst zu Mörder zu werden? Womit könnte man ihn erpressen, dass er bereit ist, alles zu verraten, an das er glaubt? Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Das Spiel des Poeten

andreDen 90. Geburtstag des italienischen Bestseller-Autors Andrea Camilleri am 6. September feiert der Lübbe-Verlag mit drei neuen Montalbano-Krimis. Der erste, „Das Spiel des Poeten“, ist zugleich der düsterte Fall für den sizilianischen Kommissar. Und einer, der ihn am Schluss fast umbringt.
Es ist Camilleris 16. Krimi mit Kommissar Montalbano; sieben weitere, die noch nicht ins Deutsche übersetzt sind, hat der sizilianische Autor schon geschrieben. Darauf dürfen sich die Leser freuen, denn Camilleri ist in diesem Krimi in Bestform, schafft eine unheimliche Atmosphäre und Thriller-Spannung. Weiterlesen

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Arne Dahl: Hass

hassAuf Gier, Zorn und Neid folgt nun der Hass – Arne Dahls großes Finale seiner vierbändigen Reihe um die streng geheime Opcop-Gruppe. Diese wird – zumeist in zweier Paarungen – in die Welt entsandt: Eine neue Droge taucht in Madrid auf, in Shanghai gehen seine Ermittler einer Cyber-Spionage auf ein Biotech-Labor auf den Grund und in Kalabrien nehmen sie es mit niemand geringerem als der ´Ndragheta auf. Denn neben den aktuellen Ermittlungen taucht noch eine Video-Botschaft auf: So stellt sich, zwei Jahre nach deren vermeintlichen Tod, heraus, dass Fabio Tebaldi und Lavinia Potorac gefangen gehalten werden. Die Lage scheint völlig unüberschaubar. Steckt hinter allem ein persönlicher Rachefeldzug auf die Opcop-Gruppe? Weiterlesen

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Hannah O’Brien: Irisches Verhängnis

irischNach einigen Jahren in Dänemark kehrt die Polizistin Grace O’Malley nach Irland zurück und übernimmt in ihrem Heimatort Galway die Leitung der Mordkommission. Sehr zum Ärger eines Kollegen, der ein Auge auf diesen Posten geworfen hatte. Doch Graces Onkel Jim hat hier das Sagen und die O’Malleys sind der mächtigste Clan.
Kaum ist sie angekommen, wird die Studentin Annie tot aufgefunden. Im Lauf der Ermittlungen geraten ausgerechnet drei prominente Männer ins Visier. Weitere Morde folgen und erste Stimmen werden laut, die an Graces Fähigkeiten zweifeln. Weiterlesen

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