Welchen Preis der ambitionierte Autor für seinen zweiten Krimi „Nimmerwiedersehen“ erhalten wird ist natürlich noch offen. Den Jaques-Berndorf-Preis 2014 für sein Krimi-Debüt „Schandpfahl“ kann ihm keiner mehr nehmen. Nun legt der zweiundvierzigjährige promovierte Religionslehrer, der mit seiner Familie in Wuppertal wohnt, den zweiten Fall für seinen Protagonisten Kommissar Jan Grimdorf vor. Klassentreffen haben ihre eigene Dramaturgie. Die illustre Gesellschaft, die sich auf einem Reiterhof versammelt, verbindet die gemeinsam bestandene Reifeprüfung vor zwanzig Jahren. Natürlich werden Erinnerungen ausgetauscht. Dabei taucht die alte Frage auf, die sie damals in Aufruhr versetzte: War es ein Unfall oder etwa doch Mord? Einer von ihnen glaubt an Mord. Cornelius Beck will den Mörder seines besten Schulfreundes Chris nicht ungestraft davon kommen lassen. Doch dieses Unterfangen kostet ihn selbst das Leben. Weiterlesen
Krimi & Thriller
Frl. Krise & Frau Freitag: Hurra, Hurra, die Schule brennt
Sie brennt wirklich. Ausgerechnet in Frau Freitags Kunstraum. Hoffentlich hat sie da mal nicht eine Kippe vergessen…
Da taucht auch noch eine Leiche auf, eine junge Reinigungskraft ist bei dem Brand ums Leben gekommen und das ruft die beiden Lehrerinnen-Ermittlerinnen auf den Plan. Der Reihe nach wird mancher Kollege verdächtigt oder auch die Besitzerin des neuen Cafés. Oder ob nicht doch Frau Freitag ihre Zigarette …
Dabei hat man doch gerade alle Hände voll zu tun. Der Unterricht muss weitergehen. Aber nicht in den alten Räumlichkeiten, kann ja nicht, ist ja klar. Eine Grundschule und ein Gymnasium bieten Asyl. Weiterlesen
Elizabeth Heathcote: In der Tiefe
Seit gut zwei Jahren ist Carmen mit Tom verheiratet. Aus seiner früheren Ehe hat er drei Kinder, zu denen sie ein gutes Verhältnis hat. Doch in der Zeit zwischen dieser Ehe und ihrer eigenen Beziehung hatte Tom noch eine weitere Beziehung, die zur Beendigung seiner ersten Ehe führte. Er lernte Zena kennen und lieben und verließ für die 10 Jahre jüngere Frau seine Familie. Die Verbindung endete jedoch tragisch. Zena ertrank im Meer und wurde erst zwei Tage später gefunden. Als Carmen von dem Gerücht hört, dass Tom direkt etwas mit Zenas Tod zu tun haben soll, bekommt sie Zweifel an ihrem Ehemann und beginnt zu recherchieren.
Elizabeth Heathcote stellt das Leben ihrer Protagonistin gründlich auf den Kopf. Es wird bis in seine Grundfesten erschüttert. Denn Carmen muss alles, woran sie bisher geglaubt hatte, in Frage stellen. Kann sie Tom vertrauen? Weiterlesen
Graeme Macrae Burnet: Sein blutiges Projekt: Der Fall Roderick Macrae
Culduie, ein winziger Ort in den Highlands, liegt malerisch in der Nähe des Meeres. 1869 ist das Leben der verarmten Bauern hart und überschaubar. Zum Entsetzen der Bewohner soll Lachlan Mackenzie, einer der größten Streithammel, der neue Constable werden, um die unbeliebte Arbeit des Erfüllungsgehilfen für den Gutsverwalter zu übernehmen. Natürlich nutzt er die ihm verliehene Macht für seine Rachefeldzüge. Keiner ist vor ihm sicher. Geldstrafen, Sonderarbeiten und Gewalt verändern das dörfliche Miteinander.
Der ärmste Bauer ist Roderick Macraes Vater und gleichzeitig der einzige, der passiven Widerstand leistet. Innerhalb weniger Monate verändert sich das Leben des sechszehnjährigen Roderick gravierend. Weiterlesen
Lisa Gardner: Die Überlebende
Flora ist eine junge Frau und eine Überlebende zugleich. Nachdem sie 472 Tage in der Gewalt eines sadistischen Entführers war, gibt es die junge, unbeschwerte Flora nicht mehr. Ob der Rest von ihr für ein Weiterleben reicht, muss sie noch herausfinden.
»… Ich hasse ihn. Ich vermisse ihn. … Selbst zum bitteren Ende hin warnte er mich …, dass ich nie von ihm frei sein würde. Er riet mir zum Selbstmord.« (S. 466)
Traumatisiert und voller Schuldgefühle sucht sie einen Ausweg in diversen Selbstverteidigungskursen. Nie mehr will sie ein Opfer sein. Seit fünf Jahren lebt Flora in Boston. Auch hier verschwinden junge Frauen scheinbar spurlos. Eine von ihnen will sie unbedingt finden. Weiterlesen
Su Turhan: Kommissar Pascha 01: Ein Fall für Zeki Demirbilek
An dem Münchner Eisbach wird ein toter Mann gefunden, in dessen Rücken mit Reißzwecken ein Schriftzug gesteckt wurde. Schnell wird klar, dass der Mann kein Deutscher war. Zeki Demirbilek, Münchner mit türkischen Wurzeln, leitet erst seit Kurzem das Sonderdezernat für Fälle mit Migranten, kurz Dezernat Migra. Eigentlich hat er noch nicht einmal Mitarbeiter, aber wohl schon einen ersten Mordfall! Während sein Team langsam an Stärke gewinnt, tauchen weitere Leichen auf, die alle in einem Zusammenhang zu stehen scheinen. Wie ist die junge Gül, Erbin eines Dönerimperiums, damit in Verbindung zu bringen?
Bei dem vorliegenden Band handelt es sich um einen bereits 2013 erschienenen Fall von Kommissar Demirbilek, der anlässlich des Erscheinungsdatums des nunmehr fünften Bandes neu aufgelegt wurde. Weiterlesen
Michael Robotham: Der Schlafmacher
Der australische Schriftsteller Michael Robotham, geboren 1960, hat mit „Der Schlafmacher“ den zehnten Band seiner Psychothriller mit den Hauptfiguren Joseph (Joe) O’Loughlin (forensischer Psychologe) und Vincent Ruiz (Ex-Detective) geschrieben. Das Original ist unter dem Titel „Close your eyes“ 2015 erschienen. Nun liegt die Taschenbuchausgabe in einer Übersetzung von Kristian Lutze bei Goldmann vor. Professor O’Loughlin bekommt es dieses Mal mit einem Doppelmord zu tun. Mutter Elizabeth und Tochter Harper Crowe werden in ihrem Haus, der Windy Hill Farm, in Clevedon, einer englischen Küstenstadt, tot aufgefunden. Detective Chief Superintendent Veronica (Ronnie) Cray bittet den Psychologen um Unterstützung bei der Bearbeitung des Falls.
Joe O’Loughlin lebt nach wie vor getrennt von seiner Frau Juliane, nachdem er sie nach Erhalt seiner Parkinson-Diagnose mit einer anderen Frau betrogen hatte. Ihre ältere Tochter Charlie ist auf dem Weg an die Universität, die jüngere Tochter Emma ist zehn Jahre alt. Joe liebt Juliane immer noch und ist erfreut, dass sie ihn bittet, den Sommer über bei ihr und den Kindern zu wohnen. Weiterlesen
Andreas Föhr: Schwarzwasser
Als Kommissar Clemens Wallner, Chef der Kripo Miesbach, die Nachricht erhält, man habe die Leiche eines alten Mannes gefunden, bleibt ihm beinahe das Herz stehen: Sein 86-jähriger Großvater Manfred ist seit Stunden verschwunden.
Am Tatort angekommen stellt er erleichtert fest, dass Manfred wohlauf ist – er und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner haben den Toten, einen Klaus Wartberg, entdeckt. Mit ihnen im Haus befindet sich eine junge Frau – mit der Tatwaffe in der Hand. Der Fall scheint klar. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der Ermordete gar nicht tot sein dürfte. Ihn hat es nämlich nie gegeben. Seine Papiere sind gut gemachte Fälschungen. Wer also war der Tote wirklich? Was verbindet ihn mit der jungen Frau? Und warum musste er eine andere Identität annehmen? Weiterlesen
Leonie Swann: Gray
Gray ist ein vorlauter Vogel: ein Graupapagei, der den Schnabel nicht halten kann, aber mit seinem neuen Besitzer, Dr. Augustus Huff, nicht nur Erdnüsse, sondern eine g
anz harte Nuss knackt. Sieben Jahre nach ihrem zweiten Schafkrimi „Garou“ und zwölf Jahre nach dem Bestseller-Erstling mit den blökenden Ermittlern, „Glennkill“, greift die Münchner Autorin Leonie Swann das Motiv eines tierisches Ermittlers wieder auf. Und „Gray“ hat das Zeug, ein Kommissar für eine lange Serie zu werden.
Beim Studenten Elliot hatte der Vogel ein beschauliches Leben und – wie sich später herausstellt – an einigen Tagen auch einen Tiersitter. Nicht nur bei dem hat er allerlei Wörter und Sprüche aufgeschnappt, die später für Augustus Huff hilfreich sind. Weiterlesen
Kristina Ohlsson: Schwesterherz
An einem verregneten Tag – wie es in dem Thriller eigentlich überhaupt fast immer regnet – kommt ein verzweifelter Mann in das Büro von Martin Benner und bittet den Anwalt, einen Fall zu übernehmen. Den seiner Schwester, der fünffachen Serienmörderin Sara Texas. Obwohl sich diese selbst getötet hat, soll Benner posthum ihre Unschuld beweisen. Er sträubt sich zunächst dagegen zu ermitteln, wird aber zunehmend mehr und mehr in den Fall verwickelt.
„Schwesterherz“ bildet den Auftakt des Zweiteilers um den Anwalt Martin Benner, der jedoch eher wie ein Privatdetektiv operiert. Und da sind wir schon bei dem ersten Aspekt, der mich an dem Buch gestört hat. Ich bin mit der Hauptfigur einfach nicht warm geworden: Martin Benner ist ein unsympathischer, arroganter, selbstverliebter Schnösel. Weiterlesen