Alice hatte es bisher nicht leicht im Leben. In der Schule wird sie gehänselt von ihren Mitschülern, die sie nur noch abfällig Queen Bazilla nennen, weil sie so oft krank ist. Freunde hat sie gar keine. Da scheint es echter Lichtblick, als Niko neu in der Klasse auftaucht. Er gibt nichts auf die Schikanen der Mitschüler und beteiligt sich nicht an ihrem Mobbing. Im Gegenteil: Niko steht für Alice ein und interessiert sich für sie. Bald entwickelt sich zwischen den beiden Jugendlichen mehr. Doch Alice kann Niko nicht die ganze Wahrheit sagen. Niemals wird sie darüber sprechen können, was bei ihr zu Hause los ist, wie der Großvater die kleine Familie tyrannisiert …
Julya Rabinowichs Geschichte ist kurz, aber knackig. Sie entwirft rund um ihre Protagonistin Alice, die die Geschichte ausschließlich erzählt, ein Familienkonstrukt zum Weglaufen. Der Großvater, der nebenan wohnt, beherrscht das ganze Familientreiben und ängstigt Alice über allen Maßen. Sie ist zudem eine kränkliche Person und in der Schule wenig beliebt. Da auch ihre Eltern sich nicht für Alice interessieren, hat sie niemanden, mit dem sie sprechen kann. Niko ist wie ein Lichtblick, auch wenn es Alice anfangs schwerfällt, sich ihm zu öffnen. Weiterlesen








