Alexandra Moody: Rival Darling

Als die 17-jährige Violet vom Kapitän des Eishockey-Teams betrogen wird, schwört sie sich, nie wieder einen Sportler zu daten. Um zu beweisen, dass sie über ihn hinweg ist, muss sie sich etwas Drastisches einfallen lassen. Durch Zufall lernt sie den berüchtigten Kapitän der Ransom Devils und gleichzeitig größten Rivalen ihres Ex-Freunds kennen und fragt ihn, ob er ihren Fake-Freund spielt. Über Reed Darling – einschüchternd, geheimnisvoll und verdammt gutaussehend – kursieren wilde Gerüchte. Doch können die wirklich wahr sein? Schnell bemerkt Violet, dass Reed ganz anders ist. Während sie versucht, die strikten Regeln ihrer Fake-Beziehung einzuhalten, hat Reed offenbar andere Pläne …

Der Roman verbindet die beliebten Tropes Fake-Dating und Hockey – eine Kombination, die mein Interesse sofort geweckt hat, da ich beides liebe. Leider konnte mich die Geschichte insgesamt nicht vollständig überzeugen, da sie stellenweise doch recht oberflächlich bleibt. Für eine leichte Lektüre zwischendurch eignet sich das Buch durchaus, zumal es sich sehr unkompliziert lesen lässt und wenig Mitdenken erfordert. Überraschungen sollte man jedoch nicht erwarten: Die Handlung ist vorhersehbar, und bereits früh zeichnet sich ab, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Dennoch habe ich das Buch gern gelesen, da ich gezielt nach etwas Lockerem gesucht habe, um abzuschalten.

Die Handlung beginnt langsam. Dadurch hat man genügend Zeit, um die Charaktere gut kennenzulernen. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von Reed und Violet, wodurch beide Charaktere differenzierter dargestellt werden und ihre Gedanken und Beweggründe nachvollziehbar sind.

Kritisch anzumerken ist, dass einige Aspekte der Geschichte nur unzureichend ausgearbeitet werden. So bleibt beispielsweise unklar, weshalb die Darlington-Brüder einen derart schlechten Ruf genießen. Auch die Herkunft der kursierenden Gerüchte wird nicht weiter beleuchtet, obwohl dies durchaus Potenzial für zusätzliche Tiefe geboten hätte.

Darüber hinaus bedient sich der Roman einiger gängiger Klischees, auf die ich gut hätte verzichten können. In Teilen wirkt die Handlung zudem wenig realistisch. Eine durchgehend fesselnde Spannung konnte bei mir daher nicht entstehen. Stattdessen hinterlässt die Geschichte eher einen insgesamt süßen, aber wenig nachhaltigen Eindruck.

Alexandra Moody: Rival Darling.
Aus dem Englischen Übersetzt von Stephanie Pannen.
One Verlag, 17. Dezember 2025.
449 Seiten, Paperback, 16,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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