Scott Hutchins: Eine vorläufige Theorie der Liebe

eineMit künstlicher Intelliganz befasst sich Scott Hutchins‘ Roman „Eine vorläufige Theorie der Liebe“. Ein Mann namens Neill arbeitet in einer kleinen Firma, die versucht, einen Computer zu bauen, den unabhängige Juroren nicht von einem Menschen unterscheiden können. Der Computer wird mit einem 5000 Seiten dicken Tagebuch gefüttert, das Neills Vater vor seinem Selbstmord verfasst hat.

Den Wissenschaftlern gelingt es, den Computer immer menschenähnlicher zu machen, und so kreist der Roman um Fragen wie: Kann ein Computer denken? Kann er Gefühle wie Jähzorn oder gar Liebe entwickeln? Weiterlesen

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Helen Fielding: Bridget Jones. Verrückt nach ihm

bridBridget Jones ist wieder da. Und Bestseller-Autorin Helen Fielding lässt sie wieder Tagebuch schreiben. In ihrem dritten Roman über die chaotische Drehbuchautorin, „Verrückt nach ihm“, smst sich die über 50-Jährige durchs Leben. Ehemann Mark ist seit vier Jahren tot, die beiden Kinder erzieht sie alleine.
Bridget stellt sich immer noch die selben Fragen wie vor 20 Jahren in „Schokolade zum Frühstück“: Was esse ich, wie viele Kalorien hat das, was wiege ich und wie komme ich an einen Mann ran? Zwischen Dating-Portalen und Diätprotokollen und mit Gewichtsschwankungen von 18 Kilos rauf und runter begleitet Helen Fielding ihre Heldin anderthalb Jahre lang. Weiterlesen

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Elisabeth Elo: Die Frau, die nie fror

eloWenn es um die Erziehung seiner einzigen Tochter Pirio geht, kennt Milosa Kasparov, ein ehemaliger Zuhälter, keine Kompromisse. Wenn ihre Freunde verletzt sind, erinnert sich Pirio stets an seine Lehren.
„Keine Macht der Welt könnte eine Krankenschwester aus mir machen. Ich bin eine Kasparov. Wenn ich als Kind mal einen Kratzer oder eine Prellung hatte – einmal sogar einen gebrochenen Arm -, wies Milosa gern darauf hin, dass Sympathie im Wörterbuch direkt zwischen Scheiße und Syphilis steht.“ (S. 247) Weiterlesen

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Kate Atkinson: Die Unvollendete

unvWas wäre, wenn man Dinge im Leben immer wieder ungeschehen machen könnte, einfach einen Fehler oder ein schlimmes Ereignis rückgängig machen könnte? Ursula, die Heldin aus Kate Atkinsons Roman „Die Unvollendete“, lebt in einer solchen Zeitschleife, beginnt ihr Leben immer wieder von vorn. Los geht das schon bei ihrer Geburt am 11. Februar 1910. Sie kommt tot zur Welt, die Nabelschnur hat sich um ihren Hals gewickelt. Immer wieder geht es für Ursula zurück auf Anfang; sie überlebt Unfälle und zwei Weltkriege. Beim Lesen kommt man sich vor wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ aber die Variationen von Episoden in Ursulas Leben sind spannend zu lesen, und man beginnt nachzudenken, was wäre wenn, man so viele Chancen hätte, sein Leben zu ändern. – Ein ungewöhnliches Buch in einer ungewöhnlichen Form.

Kate Atkinson: Die Unvollendete.
Droemer, September 2013.
592 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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J. Courtney Sullivan: Die Verlobungen

silViel besser, als es das etwas kitschige Cover erwarten lässt, ist der Gesellschaftsroman „Die Verlobungen“ von Julie Courtney Sullivan.

Die 1982 geborene amerikanische Autorin, die Anfang 2013 mit ihrem Erstling „Sommer in Maine“ auch in Deutschland bekannt geworden ist, beweist, dass sie mit gleicher Glaubwürdigkeit über fünf vollkommen unterschiedliche Milieus schreiben kann. Eine akribische Recherche macht‘s möglich. Weiterlesen

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Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde

anaEin Drogenhändler erschießt seinen betrügerischen Dealer. Kurz darauf stirbt dieser an Herzversagen. Der Lauscher an der Tür, ein Pornodarsteller, nutzt die Gunst der Sekunde und klaut den Toten ihre Drogen. Diese sollen der Grundstein für ein besseres Leben mit der neuen Freundin sein. Nun wird er von zwei brutalen Killern gejagt, die überall ihre blutigen Spuren hinterlassen.
Währenddessen wartet die Freundin auf ein Lebenszeichen und arbeitet als Straßenkämpferin die Schulden ihrer Familie ab. Gerade wird sie von einem Drogenboss zu einem mittäglichen Showkampf gezwungen. Weiterlesen

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Ralf Heimann: Die tote Kuh kommt morgen rein

kuhWer schon einmal in der Lokalredaktion einer Zeitung gearbeitet hat, wird viel Spaß an Ralf Heimanns Roman „Die tote Kuh kommt morgen rein“ haben. Der 1977 geborene Redakteur der Münsterschen Zeitung beschreibt mit viel Humor und Fachkenntnis, wie es bei der Zeitung auf dem Dorf so zugeht. Da gibt’s den Taubenzuchtverein, der seine Meldung immer an gleicher Stelle veröffentlicht sehen will – und das auch durchsetzt –, das Foto mit dem sternhagelvollen Schützenkönig, die unvermeidlichen Straßenumfragen zum Wetter oder den freien Mitarbeiter, der schon seit 30 Jahren nicht gut schreibt. Über allem droht die ständige Themenflaute, die die Redaktion oft mit weniger spannenden Vorschlägen zu stopfen sucht. Weiterlesen

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Dolores Hackenkag & Maren Schaffner : Hunde und ihre Zweibeiner

hundAus der Sicht von Hunden sind Menschen manchmal sonderbar. Sie verstecken Ostern Eier, machen Silvestern Lärm und gucken komische Dinge im Fernsehen.
15 Geschichten über „Hunde und ihre Zweibeiner“ erzählt Dolores Hackenkag aus Sicht der Hunde Bollo und Flitzi; Maren Schaffner hat sie sehr witzig und schön mit Zeichnungen illustriert.
Zur Hundeausstellung melden die Zweibeiner des vierbeinigen Gespanns Flitzi an, sie kaufen beiden Hunden Mäntelchen für Regenspaziergänge und sie bereiten sich mit den Hunde auf den „Wurf eines jungen“, die Geburt ihres Babys vor. – Ein schönes Geschenk für Hundehalter. Das Buch gibt es auch für Katzen- und Pferdefreunde.

Dolores Hackenkag & Maren Schaffner : Hunde und ihre Zweibeiner.
Steffen Verlag, Januar 2014.
63 Seiten, Gebundene Ausgabe, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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John von Düffel: Wassererzählungen

wasserInsgesamt zwölf Geschichten finden sich in John von Düffels Wassererzählungen. Wie der Titel verrät und wie man es auch von John von Düffel bereits kennt, spielt sich alles im und um das Wasser ab. – Einmal mehr verdeutlicht der Autor, dass das Wasser sein ureigenes Thema und literarisches Leitmotiv ist.

In der Erzählung „Ostsee“ beobachtet ein Schwimmer, der täglich bei jedem Wetter im Meer schwimmt, einen alten Mann, der am Strand etwas zu suchen scheint.
In „Das Spiel ohne auf die Erde zu kommen“, geht es um eine junge Frau und deren letztendliche Gewissheit, dass ihr ungeborenes Kind nicht leben wird.
„Der schwarze Pool“ erzählt vom Befinden eines Vaters, dessen Tochter ihn auf sportlicher und später beruflicher Ebene eingeholt und überrundet hat. Weiterlesen

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Lisa O’Donnell: Bienensterben

bie„Heute habe ich Geburtstag. Heute werde ich Fünfzehn. Heute habe ich meine Eltern im Garten begraben.“
An ihrem fünfzehnten Geburtstag vergräbt Marnie gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Nelly ihre toten Eltern im Garten. Mutter Izzy findet sie im Schuppen erhängt, Stiefvater Gene liegt tot im Bett. Die Tode werden im Verlauf des Romans nicht aufgeklärt.
Marnie weiß, dass niemand erfahren darf, dass sie und ihre Schwester nun als Waisen alleine dastehen. Sie hat Angst vor dem Jugendamt, das sie und Nelly trennen und aus ihrer gewohnten Umgebung reißen würde. Ihr Entschluss steht schnell fest: Von nun an müssen sie alleine klar kommen, Marnie verdient ihr Geld als Gelegenheitsdealerin. Weiterlesen

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