Tommy ist gerade einmal acht Jahre alt, als der Vater sich selbst, Tommys Mutter, den wenig älteren Bruder und seine kleine Schwester erschießt. Nach der Tragödie zieht Tommy für kurze Zeit zu seinem Onkel Malcolm im gleichen Ort. Doch dort kann er nicht bleiben und er verlässt das verschlafene schottische Dörfchen schon bald. Zwanzig Jahre später kehrt Tom, der seinen niedlichen Kosenamen längst abgelegt hat, an den Ort des Geschehens zurück und zieht ein paar Tage zu seinem Onkel ins Haus. Für beide kommen Erinnerungen hoch und es stellen sich die alten Fragen: Hätte man das Unglück verhindern können? Gab es irgendwelche Anzeichen, auf die man hätte achten müssen?
Der Roman wird überwiegend aus zwei Perspektiven erzählt. Die des erwachsenen Toms und seines Onkels Malcolm. Das Unglück liegt zu diesem Zeitpunkt gut zwanzig Jahre in der Vergangenheit. Man spürt aber an den Reaktionen aller Haupt- und Nebenfiguren, dass es noch nicht komplett verarbeitet und vielleicht niemals vergessen sein wird. Die Bewohner des kleinen Ortes reagieren irritiert, als sie Tom wiedersehen und er spürt ihre Ablehnung teilweise deutlich. Rebecca Wait trifft dabei immer genau den richtigen Ton und wirft ihre Fragen sehr behutsam auf. Weiterlesen








