Gerwin van der Werf hat die Handlung dieses Buches in die isländische Landschaft eingebettet und damit für seinen in sich gefangenen Protagonisten Tiddo die perfekte dramatische Kulisse geschaffen. Bereits die ersten beiden Sätze, in denen vom kahlgeschorenen, schwarzen Land und von toten Steinen zu lesen ist, assoziieren unheilvolle Bilder und lassen erahnen, welchen Verlauf die Geschichte, die sich im zweiten Teil wie ein Krimi liest, nehmen könnte.
Tiddo hat viele Hoffnungen in diesen Islandurlaub gelegt: Seine Ehe mit Isa ist im Laufe der letzten Jahre brüchig geworden und auch zu seinem dreizehnjährigen Sohn findet er nicht mehr den richtigen Zugang. Der Urlaub soll alles wieder ins Lot bringen. Entsprechend der Gliederung in Teil 1 „Die Ringstraße“, in der die Wohnmobilreise noch ganz moderat verläuft, manövriert Tiddo den Urlaub in Teil 2 „Das Hochland“ immer weiter ins Desaster.
Die Reise beginnt dann auch recht erfolgversprechend. Doch mit dem Anhalter Svein, den die Familie auf Isas Drängen hin auf dem Weg zu den Gletschern ins Wohnmobil einsteigen lässt, verändert sich die Situation zunehmend. Svein gelingt es, jeden aus der Familie um seinen Finger zu wickeln. Er scheint dieselbe Mystik zu verströmen, die über der gesamten Insel liegt. Weiterlesen





„Gebrauchsanweisung: Manche Geschichten sind wie Steine, die man aus dem Fluss fischt. Rund und glatt und schwer in der Hand.“ Diese Anleitung stellt die Autorin ihren gesammelten Erzählungen voran.

