Was nützt ein interessanter, vielleicht sogar etwas spannender Plot, wenn der Schreibstil einfach nur schlimm ist? Dann macht die Lektüre eines Romans schl
icht keine Freude.
So im vorliegenden Buch, dessen Handlung sich in den Nachkriegsjahren zuträgt. Es geht um eine junge Frau, die unerwartet zur Miss Würzburg – in dieser Stadt spielt der Roman – gewählt wird. Wie immer in solchen Fällen ergibt sich für die Betreffende daraus einiges an Möglichkeiten. Sie wird zu Modenschauen eingeladen, muss für Werbung zur Verfügung stehen und vieles mehr. Dies bedeutet Reisen, Trennung von der Familie, andererseits aber auch ein nicht zu verachtendes Einkommen.
Dies alles trägt sich zu für die junge Luisa, die mit ihrer Mutter im zerstörten Würzburg lebt. Kurz nach dem Krieg heiratet sie ihre Tanzstundenliebe Hannes, eine Tochter wird bald darauf geboren. Hannes, mehr oder weniger erfolgreicher Theaterschauspieler, kommt nicht gut klar mit dem Erfolg seiner Frau. Hinzu kommt eine Erkrankung des Kleinkindes, was Luisa das Reisen zusätzlich schwer werden lässt. Es kommt, wie es kommen muss. Hannes sucht anderweitig Ablenkung und Bestätigung, auch Luise denkt oft an einen anderen Mann, den sie vor Jahren traf. Weiterlesen
Michael Hartung, Besitzer einer schlecht laufenden Videothek, wird durch einen Journalisten mit einem (fiktiven) Vorfall konfrontiert, an dem er in den 80er-Jahren beteiligt gewesen war. Damals soll er eine Weiche so gestellt haben, dass ein Zug mit 127 Menschen am Bahnhof Friedrichstraße unbehelligt von Ost- nach West-Berlin fuhr.






