Ulrike Werner: Der liebestolle Beagle und die 45 Nachthemden

„Sbeaie sind unsere letzte Hoffnung“. Diesen Satz hört Ulrike Werner oft. Und dann wird die Berliner Tierärztin und Verhaltenstherapeutin zu Hunden gerufen, mit denen ihre Halter gar nicht mehr klar kommen.
45 solche Geschichten erzählt sie im Buch „Der liebestolle Beagle“. – Vom Yorkshire Terrier mit Kontrollzwang, vom weißen Schäferhund, der mit dem Stadtleben nicht klar kommt, von Doggen, die sich zerfleischen, vom Hütehund, der Kinder beißt und vom Mischling, der dement ist. Meist therapiert Ulrike Werner dann die Besitzer – in manchen Fällen ist alles hoffnungslos. Viele Tipps bekommen die Leser, können aus den Fehlern der anderen Hundehalter lernen oder staunend den Kopf schütteln, was passieren kann im Zusammenleben mit Hunden.

Ulrike Werner: Der liebestolle Beagle und die 45 Nachthemden.
mvg Verlag, Februar 2014.
224 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Rick Yancey: Die fünfte Welle, gelesen von Merete Brettschneider u.a.

rick„Es wird kein Erwachen geben!“ Dabei kommt Cassie sich seit Monaten vor wie in einem Albtraum. Das kann nicht sein, das kann nicht ihr Leben sein, aber das ist es. Heute lebt Cassie im Wald. Sie glaubt, dass sie der letzte noch lebende Mensch auf der Erde ist, nachdem vier Angriffswellen eines außerirdischen Schiffes über die Welt hinweggegangen sind. Vorher hatte sie ein ganz normales Leben mit Familie und Teenagerproblemen und Fernseher und MP3-Player – jetzt hat sie nur noch ein Leben. Aber ganz so leicht ist die Menschheit denn doch nicht auszurotten. Auf einem ihrer Streifzüge begegnet Cassie einem menschlichen Soldaten, der jedoch nicht lange genug überlebt, um ihr Auskünfte zu geben. Cassies Vorräte gehen zu Ende und der Soldat gibt ihr Hoffnung, dass dort draußen vielleicht doch noch mehr ist, als sie glaubt. Weiterlesen

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Claudia Brendler: Dösende Möwen

moweClara Tümmler hat es fast geschafft. Statt den Bäckerssohn zu heiraten und die elterliche Metzgerei in ein Weck-und-Wurst-Imperium zu verwandeln – oder sollte man sagen: »Weck und Worscht«, wie in ihrer Rheinhessischen Heimat üblich – studiert sie im fünften Semester an der Schauspielschule. Nicht nur das, sie hat eine heiße Affäre mit Dr. Adrian Steinhöfer, ihrem Dozenten, einem Vokalfetischisten, der sich von ihr ‚Lümmelchen‘ nennen und anzügliche ‚I’s und ‚Ö’s vorsäuseln lässt.
Und jetzt will er sie sogar ans Wiener Burgtheater zum Vorsprechen vermitteln! Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Der Tanz einer Möwe

tanzAndrea Camilleris sizilianischer Kommissar Montalbano hat inzwischen schon fast so viele Fälle gelöst wie sein venezianischer Kollege Brunetti von Donna Leon: 15 in Romanen und vier in Kurzgeschichten.

In seinem 19. Fall lässt der italienische Bestseller-Autor den Commissario die Wahrheit am Horizont entdecken: „Der Tanz der Möwe“ ist einer der spannendsten Krimis der Reihe.
Das Bild, mit dem der Roman beginnt, lässt den schrulligen Ermittler und die Leser nicht mehr los: Montalbano beobachtet auf seiner Terrasse den Todestanz einer Möwe. Das Tier bäumt sich noch einmal auf, dreht sich um sich selbst, bevor es zusammensackt und stirbt. Weiterlesen

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Emmy Laybourne: Monument 14

monDer 16-jährige Dean und sein drei Jahre jüngerer Bruder Alex sind gerade auf dem Weg zur Schule, als eine Katastrophe losbricht. Es kommt zu Erdbeben, massiven Hagelschauern, Flutwellen und anderen Wetterphänomenen. Wie durch ein Wunder überleben die Geschwister und landen mit einer bunt zusammengewürfelten Menge Jugendlicher und Kinder im Einkaufszentrum von Monument. Hier lässt es sich gut leben, stellen die Kids bald fest. Das Einkaufszentrum ist hermetisch abgeriegelt, so dass die verschmutzte Luft nicht mehr nach innen gelangen kann, und es gibt massenhaft Essen, Trinken, Spielsachen und wichtige Medikamente. Doch die Ungewissheit wächst. Die Kids wollen wissen, was draußen los ist und ob es ihren Eltern gut geht. Weiterlesen

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David Gilbert: Was aus uns wird

davidSöhne von berühmten Vätern haben‘s oft schwer, ihren eignen Platz im Leben zu finden und sich zu emanzipieren. Genau das ist eines der Themen in David Gilberts höchst lesenswertem 640-Seiten-Wälzer „Was aus uns wird“.

Das Buch beleuchtet auf glaubhafte und unterhaltsame Weise die männlichen Mitglieder der Familie Dyer. Da ist zunächst der große Schriftsteller A.N. Dyer, der vor Jahrzehnten unter dem Titel „Ampersand“ einen äußerst erfolgreichen Roman geschrieben hat, von dessen Ruhm er immer noch zehrt, obwohl er selbst mittlerweile ein Wrack ist. Weiterlesen

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Martha Brockenbrough: Echt mieses Timing

marthaWeil Jerome in seinem Erdenleben viel Mist gebaut hat, kommt er nach seinem Tod nicht in den Himmel. Aber er hat eine zweite Chance, um den Weg in die Hölle zu vermeiden. Als Schutzengel der eben geborenen Heidi darf er wieder auf die Erde. 16 Jahre lang beschützt er sie vor allem Übel, dann passiert das Unglück: Gerade als Jerome mal nicht aufpasst, bricht Heidi auf einem zugefrorenen See ein. Panisch zieht er ihre Seele aus dem Körper – mehr kann er nicht mehr tun. Doch statt in den Himmel aufzusteigen, geistert Heidi neben ihm umher. Was ist da schief gegangen? Und vor allem: Was werden seine Vorgesetzten sagen, wenn sie von dem Schlamassel erfahren? Weiterlesen

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Szczepan Twardoch: Morphin

morEinen düsteren und faszinierenden Lesesog mit den Zutaten Drogenkonsum, sexuelle Begierde, Gewalt, aber auch so etwas wie Liebe entwickelt der 590-Seiten-Wälzer „Morphin“ des polnischen Schriftstellers Szczepan Twardoch.

Der Roman, der im polnischen Original 2012 mit dem renommierten Polityka-Passport-Preis ausgezeichnet worden ist, spielt im Oktober 1939 in Warschau. Die Stadt ist nach der polnischen Kapitulation eine Stadt im Besatzungszustand. Einer ihrer Bewohner ist der wankelmütige und morphinsüchtige Ulanen-Leutnant Konstanty Willemann. Er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen der Prostituierten Salomé und seiner Familie mit Frau Helena und einem kleinen Sohn. Auch für einige andere Frauen interessiert er sich. Außerdem ist Konstanty väterlicherseits Deutscher und spricht die Sprache des Besatzers perfekt. Das macht ihn interessant für eine Widerstandsgruppe, in deren Auftrag er in der Uniform seines Vaters eine Reise in ein vom Krieg bislang unbehelligtes Budapest unternimmt.

Diese Budapest-Episode bietet einen interessanten Kontrast zu den Kapiteln davor und danach, die im düsteren, teils zerstörten und besetzten Warschau spielen. Die negativen Charaktereigenschaften Konstantys scheinen wie weggeblasen. Er verliebt sich in seine Reisebegleiterin Dzidzia und erlebt ein paar Tage voller Glück. Das legt die Deutung nahe, dass Twardoch seinen Helden nicht allein verantwortlich für sein Handeln sieht. Auch die äußeren Umstände sind es, die die Menschen zu dem machen, was sie sind.

Der 1979 geborene Auto bedient sich einer sehr rauen, direkten Sprache und schreckt auch vor Gossenausdrücken nicht zurück. Das passt zur dunklen Gesamtatmosphäre des Buches und zum Thema. Twardoch bedient sich außerdem einer nicht näher beschriebenen allwissender Figur, die eine Art Begleiter, ein Engel oder ein Schatten Konstantys ist und sich immer mal wieder in Ich-Form einschaltet. Das und die Eigenart, dass Twardoch immer wieder unvermittelt Ereignisse aus der Vergangenheit der Figuren in den Erzählfluss einbaut, machen die Lektüre nicht unbedingt zu einem leichtgängigen Lesevergnügen – man sich schon ein wenig konzentrieren. Ein Aufwand, der sich insgesamt aber unbedingt lohnt.

Szczepan Twardoch: Morphin.
Rowohlt Berlin, März 2014.
590 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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Katherine Hannigan: Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

dellDie 11-jährige Delly baut ziemlich viel Mist. In der Schule vergisst sie ihre Hausaufgaben, rauft mit anderen Kindern und lässt auch zu Hause keinen Streit mit ihren Geschwistern aus. Letztendlich steht sie vor einem Ultimatum: besseres Benehmen oder Schulwechsel. Delly setzt alles daran, anderen mehr zu gefallen, sie zählt, um ihren Ärger verrauchen zu lassen und gibt sich alle Mühe. Doch erst die Ankunft einer neuen Mitschülerin ändert die Situation. Ferris ist verschlossen und still, sie spricht kein Wort und anfassen darf man sie auch nicht. Das weckt Dellys Ehrgeiz, aber selbst die aufgeweckte Schülerin kann nicht zu Ferris durchdringen. Weiterlesen

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Adriana Popescu: Lieblingsgefühle

layAls Layla von ihrer Weltreise zurückkehrt, warten in Stuttgart viele neue Lieblingsmomente auf sie: die erste eigene Foto-Vernissage, das erste Treffen mit ihrem neuen Galeristen und vor allem das lang ersehnte Wiedersehen mit Tristan. Alles scheint endlich perfekt. Doch während Layla sich über ihren plötzlichen Erfolg freut und eine neue Welt voll großer Chancen entdeckt, bemerkt sie nicht, dass sie alles, was ihr einmal wichtig war, verlieren könnte …

Auch in diesem zweiten Band schenkt uns Adriana Popescu wieder viele schöne Lieblingsmomente mit Layla und lässt uns an „ihrem“ Stuttgart teilhaben. Weiterlesen

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