Jan Weiler: Das Pubertier

dasVon Geburt an kennen die Leser von Jan Weiler Töchterchen Carla. Jetzt ist sie 13 und ein „Pubertier“. Für ihren Vater, wie für viele andere Eltern, eine Herausforderung. In 22 humorvollen Geschichten, seines neuen Bestsellers versucht der 47-Jährige herauszufinden, wie Töchter in der Pubertät ticken. Und scheitert, wie wohl die meisten Eltern.
Mütter und Väter von Teenagern werden alles wiedererkennen und über die genauen, treffenden und witzigen Beobachtungen von Jan Weiler mehr schmunzeln als über die Illustrationen von Till Hafenbrak. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Diana Menschig: So finster, so kalt

diaMärchenadaptionen haben Hochkonjunktur. Diana Menschig hat sich der Geschichte um Hänsel und Gretel angenommen, aber sie hat sie nicht einfach in die moderne Zeit verlegt, sondern komplett neu gedeutet. Erzählt wird die Geschichte von Merle Hänssler, die als erfolgreiche Anwältin eigentlich mit beiden Beinen im Leben steht. Trotzdem zweifelt die doch so rational denkende Juristin mehr und mehr an ihrem Verstand, als sie nach dem Tod ihrer Großmutter deren einsam im Wald gelegenes Häuschen besucht. Sie findet die Aufzeichnungen eines gewissen Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts gelebt hat und die Geschichte mit der Hexe und seiner Schwester so ganz anders in Erinnerung hatte. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Cécile Harel: Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren

warten„… Manche Leute leisten außerordentliche Dinge oder grübeln über ihre Bestimmung, ich dagegen kann nur über meine Vergangenheit nachdenken. Als Kind habe ich geweint, weil mir meine Mutter fehlte, dabei war sie da, und als Erwachsene weine ich über ihren Tod.“ (Seite 237)
Marie, eine Frau in den besten Jahren, verliebt sich auf einer Party in einen Fremden, von dem sie sofort eines weiß: Der ist es. Bei ihm findet sie endlich ihren Heimathafen und die schon lange vermisste Geborgenheit. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Yves Grevet: Méto: Das Haus, gelesen von Rainer Strecker

meto2Méto ist ein Junge. Er bezeichnet sich selbst als „Roten“ und das ist zunächst alles, was wir von ihm und seiner Umgebung erfahren. Im Augenblick des Hörbuchbeginns be-kommt er einen anderen, jüngeren Jungen als Schützling zugeteilt. Méto macht sich Sorgen, dass der andere Junge, Krassus, gegen die Regeln verstoßen könnte, denn er würde dafür verantwortlich sein und bestraft werden. Die Regeln, um deren Einhaltung er sich sorgt, wirken bizarr und grausam. Es muss gezählt werden, bevor man mit dem Essen beginnt und zwischen jedem Bissen ebenfalls. Es werden keine Fragen gestellt. Es gibt keinerlei persönliche Besitztümer. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Yves Grevet: Méto: Die Insel, gelesen von Rainer Strecker

meto1Die Méto-Trilogie ist wieder eine von denen, bei denen man alle Teile kennen muss. Also eine kurze Vorwarnung: Der zweite Teil wird ohne den ersten nicht funktionieren, denn er schließt sich nahtlos an den ersten Teil an. Begriffe werden nicht neu erklärt und es gibt wirklich eine Menge Dinge, die der Erklärung bedürften, wenn man sie nicht bereits aus dem ersten Band kennen würde. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

C. S. Forester: Gnadenlose Gier (1930)

gnadeEs hätte alles gut laufen können, ein kleines Geschäft nebenbei und wenn es richtig gut läuft, vielleicht ein weiteres. Doch sie fliegen bei dem Abteilungsleiter in der Werbeagentur auf. Die drei Angestellten Morries, Oldroyd und Reddy müssen nur noch auf die Rückkehr des Chefs warten. Dann hätten sie ihre Kündigung, kein Geld mehr, dafür Kälte und Hunger bei der Jobsuche, denn die 20er Jahre in London sind nicht gerade ein Arbeitnehmerparadies. Morries beschließt unter dem Gesichtspunkt der Existenzsicherung den Abteilungsleiter mit Oldroyds Revolver zu erschießen und sich von dem jungen Reddy auf seinem Motorrad zu dem Tatort hin und weg fahren zu lassen. Der Mord wird ein voller Erfolg: Die Polizei ist ratlos. Die Jobs sind nicht nur sicher, sondern Morries bekommt auch noch die Stelle seines Opfers. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Daniel Glattauer: Die Wunderübung

Glattauer_final_rz.inddJoana und Valentin, ein Ehepaar um die vierzig, das Leben ist ihnen irgendwann zwischen die Liebe gekommen, aber zum Aufgaben sind sie noch lange nicht bereit. Deswegen wenden sie sich an einen Paartherapeuten. Beide nehmen die Sache auch ernst, allerdings erwarten sie viel zu viel von diesem Berater. Sie kommen in der Erwartung, der Berater würde etwas – was auch immer „machen“ – und sie würden sich anschließend besser verstehen. Das kann natürlich nicht funktionieren und das macht der Berater ihnen sehr schnell klar. Sie müssen an sich selbst arbeiten. Aber alle Übungen des Beraters scheitern an beider Unfähigkeit sich aufeinander einzulassen. Es ist nicht so, dass sie unwillig wären, sie können es einfach nicht, so fest sie es auch versuchen. Bis der Berater die „Wunderübung“ ersinnt und wirklich etwas „macht“, was die Beziehung der beiden verändern wird. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Sally Green: Half Bad 01: Das Dunkle in mir

halfIn Nathans Welt gibt es Hexen und Hexer unter den Menschen und sogar er selbst ist einer. Doch als Kind einer Weißen Hexe und eines Schwarzen Hexers wird er in den Büchern des Rates als Halbcode geführt, ein gefährliches Wesen, das unberechenbar scheint. Denn schwarze Hexen werden gejagt, verfolgt und eingesperrt. Und Nathans Vater ist ausgerechnet kein geringerer als der gefürchtete Marcus Edge, der im Land Angst und Schrecken verbreitet und auf dessen Konto der Tod zahlreicher weißer Hexen geht. Je mehr Nathan heranwächst, desto mehr gerät er ins Visier des Rates. Schließlich kommt es zum Eklat und der Junge wird in einen Käfig tief im Wald gesperrt. Seine Situation scheint aussichtslos … Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Dieter Hildebrandt: Letzte Zugabe

die„Ich bin, was meinen Nachruhm betrifft, nach dem Wegsein dann vermutlich erneuerbare Energie. Also gasförmig schwebend und wiederverwendungsfähig.“ Das hat Kabarettist und Schriftsteller Dieter Hildebrandt kurz vor seinem Tod am 20. November 2013 geschrieben.
Der scharfzüngige Beobachter fehlt uns. Gerade ist das Buch erschienen, in dem er in dem Jahr, als er starb gearbeitet hat. Fertig geworden ist es nicht ganz. Dieter Hanitzsch hat die „Letzte Zugabe“ mit Karikaturen ergänzt, Bühnengefährte Roger Willemsen mit einem Nachwort.
Gedankensplitter sind die Texte aus dem Nachlass – Erinnerungen an sein Vorbild Erich Kästner, an seine Internet-Plattform „Stoersender“, für die Hildebrandt bis zum Schluss schrieb, bissige Satire über die FDP, Karl-Theodor zu Guttenberg, Christian Wulff, die Abhörskandale und Flughafen-Blamage in Berlin. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Emma Healey: Elisabeth wird vermisst

maudMaud ist um die 80 Jahre alt und lebt noch in ihrer alten Wohnung allein. Regelmäßig schauen ihre Tochter Helen und eine Pflegekraft bei ihr nach dem Rechten. Mit kleinen Zettelbotschaften versucht sie, ihr Gedächtnis auf Trab zu halten. Doch das klappt auch nicht immer so gut. Manchmal findet sie sich irgendwo wieder und weiß gar nicht, wie sie dorthin gekommen ist, ein anderes Mal fällt ihr gar nicht mehr ein, was sie in der letzten Minute noch gedacht hat. Aber eins ist für Maud sicher: Ihre Freundin Elisabeth, etwa im gleichen Alter, wird vermisst! Und das kümmert keinen etwas! Obwohl Maud sicher seit Wochen nicht mehr mit ihr telefoniert oder sie gesehen hat, interessiert die Polizei sich nicht im Geringsten für den Fall. Maud beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: