Knuuuuuut. Tja, das war sein Markenzeichen wie es aus zigtausend Kehlen in den Neunzigern der Hitzfeld – Ära im Dortmunder Westfalenstadion schallte, wenn Knut Reinhardt an der Außenlinie zum Sprint ansetzte, sogar den Ball technisch versiert vor sich hertrieb und im richtigen Moment entweder eine Flanke in den Strafraum zirkelte oder nach kurzem Doppelpass mit Andy Möller, eine Klebe ansetzte, für die man in der Regel einen Waffenschein brauchte, bzw. einen verdutzten Torhüter schlecht aussehen ließ. Nun gut das ist vorbei. Aber Knut hat auch ein Leben vor dem Profifußball und ein Leben danach. Wir befassen uns am besten mit dem Leben danach. Was Knut vorher aus seinem Leben als heranwachsender, fußballbegeisterter Junge zu erzählen hat, gehört in die Kategorie „fast normal“. Selbst ich hätte aus der Zeit viel zu sagen, träumte ich doch auch von einem Leben als Torwartprofi. Da gibt es jede Menge Ups and Downs zu verarbeiten, Siege und Niederlagen, Fettnäpfchen, geplatzte Träume, Verletzungen innen wie außen. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 12: Und tschüss!
Greg ist wirklich geschlagen mit seinen Eltern. Dieses Jahr wollen sie Weihnachten in der Sonne verbringen. Ausgerechnet in einer Ferienanlage auf der Koralleninsel, in der sie schon ihre Flitterwochen verbracht haben. Was aber noch viel Schlimmer ist: Niemand macht sich Gedanken darüber, man die Geschenke dorthin bekommt, denn die Reise ist bereits das Geschenk. Schon der Flug gestaltet sich für den eher ortsgebundenen Greg als Herausforderung und die Ferienanlage ist auch nicht mehr das, was sie vor vielen Jahren war. Aber Greg wäre nicht Greg, wenn er nicht das Beste daraus machen würde.
Bei Gregs Tagebüchern handelt es sich um Comic-Romane. Der zwölfte Band ist gewohnt witzig und ironisch Weiterlesen
Michael Robotham: Die Rivalin
Der australische Journalist und Schriftsteller Michael Robotham (Jahrgang 1960) ist mit seiner Psychothriller-Serie um den Psychologen Joseph O’Loughlin und den Polizisten Vincent Ruiz weltberühmt geworden. Die ersten beiden Bücher dieser Reihe „Adrenalin“ (2004) und „Amnesie“ (2005) wurden bereits verfilmt. Nach „Um Leben und Tod“ aus dem Jahre 2015, für den Robotham den Gold Dagger Award erhielt, ist „Die Rivalin“ der zweite Thriller ohne die beiden berühmten Hauptdarsteller. Der Wilhelm Goldmann Verlag veröffentlichte „Die Rivalin“ im Dezember 2017 in einer Übersetzung von Kristian Lutze.
Die beiden Frauen, Agatha Fyfle und Meghan Shaugnessy, leben in London, sind Ende dreißig Jahre alt und schwanger. Doch damit enden bereits die Gemeinsamkeiten. Agatha arbeitet in einem Supermarkt, ist ledig und stammt aus einfachen Verhältnissen. Weiterlesen
Robert Jackson Bennett: Die Stadt der toten Klingen
Bei diesem Band handelt es sich um die Fortsetzung zu „Die Stadt der tausend Treppen“.
Einst, vor gar nicht allzu langer Zeit war sie das Zünglein an der Waage, als es galt, die alten Götter des unterworfenen Großkontinents endgültig zu vernichten. Die Rede ist von Turyin Mulagesh. Als Sechzehnjährige stahl sie sich von zu Hause weg, trat in die Armee ein und machte Karriere. Dass sie dabei in legendären Gelben Marsch auch Kinder und Frauen umzubringen gezwungen war, prägt sie und ihre Einstellung bis heute. Jetzt ist sie als General pensioniert, hat sich an die Küste in eine baufällige Ruine von einem Haus zurückgezogen und pflegt ihre Skrupel und ihr Selbstmitleid.
Der Ruf der Premierministerin von Saypur kommt dabei gleichzeitig lästig wie gelegen. Ausgerechnet sie, die immer stur gerade heraus agierte, soll als Agentin das Verschwinden einer Spionin in Voortyashtan aufklären. An Ort und Stelle angekommen stößt sie auf alte Bekannte – einen altgedienten General, die Tochter von Sigurd und schließlich auf Sigurd selbst. Schon bald wird deutlich, dass der Ausbau der Stadt mit einem Hafen nicht nur dem Kontinent und dessen Bewohnern Reichtümer in die Kasse spülen wird, sondern auch, dass das nur in der Stadt aufgefundene sonderbare Metall, dessen Leitfähigkeit unerreicht ist, eine technische Revolution anstoßen könnte. Weiterlesen
Phaedra Patrick: Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand
Seit Arthur Pepper mit 69 Jahren Witwer geworden ist, hat er sich vor der Außenwelt verkrochen. Er versucht nach denselben Abläufen weiterzuleben, wie er sie viele Jahre mit seiner verstorbenen Frau Myriam gepflegt hat. So oft es ihm gelingt, geht er seiner Nachbarin Bernadette, die ihm gern etwas zu essen vorbeibringt und es nur gut mit ihm meint, aus dem Weg.
Als er Kleidungsstücke von Myriam für eine Kleiderspende aussortiert, findet er in einem ihrer Stiefel ein goldenes Bettelarmband mit verschiedenen Anhängern. Arthur ist verwirrt. Er kennt das Armband nicht und fragt sich, ob Myriam Geheimnisse vor ihm hatte. Mit einer Uhrmacherlupe versucht er, Details wie eingravierte Buchstaben und Zahlen auf den Anhängern zu entziffern. Er beginnt zu recherchieren und stößt auf die abstrusesten Verbindungen Myriams aus der Zeit vor ihrer Ehe. Er kann nicht anders, er muss sich nun diesem Teil der Vergangenheit seiner Frau stellen, die nach Paris, Indien und London führt und auch einen dunklen Punkt in ihrem Leben offenbart, um selbst wieder Ruhe finden zu können. Weiterlesen
Isabell May: The Chosen One 02: Der Aufstand
Skadi hat in „The Chosen One 01: Die Ausersehene“ erfahren, dass sie magische Kräfte hat, hat die alten Magier am Grund des Meeres gefunden und sich entschieden, gegen die Herrscherin Maella zu kämpfen. Der zweite Band, der nur als eBook erschienen ist, ist erheblich actionreicher als der erste und es werden einige der Fragen geklärt, die mich im ersten Band noch völlig verwirrt haben. Skadi trifft alte Freunde und Feinde wieder und muss sich in ihrer Liebe zwischen zwei Männern entscheiden. Dabei ist wichtig, dass sie es sich erkämpft hat, sich entscheiden zu dürfen und nicht mehr die Ausersehene ist, die zum Besamungszweck die Männer ertragen muss. Sie findet neue Verbündete und die Magier entscheiden sich letztlich doch für eine Seite. Die beiden Bände zusammen sind ein gelungener Roman, müssen jedoch zusammen gelesen werden, da sie aufeinander aufbauen.
Thea Dorn: Die Unglückseligen
Lassen Sie sich durch den Buchtitel nicht täuschen: In diesem Roman gibt es jede Menge zum Lachen, Staunen, Wundern. Thea Dorn ist ein teuflisch gutes und rundum wahnwitziges Meisterwerk gelungen: Die Humangenetikerin Johanna sucht einen Weg zur Unsterblichkeit. Sie trifft den 1776 geborenen Physiker Johann Ritter. Allerdings leidet der verschrobene Einsiedler unter dem „Joch“ seiner Unsterblichkeit. Diese kuriose Ausgangssituation sorgt für geniale Dialoge und überraschende Wendungen. Der Clou: Ein allwissender Erzähler kommentiert das Geschehen in mittelalterlichem Jargon. Ist es ist der Beelzebub höchstselbst? Er nutzt die Gunst der Stunde, um ein paar Vorurteile aus der Welt zu schaffen …
Die ehrgeizige und vernunftbegabte Molekularbiologin Johanna plant die Menschheit von ihrem größten Übel zu befreien: der Sterblichkeit. Was ihr mit Zebrafischen und Mäusen bereits im Ansatz gelungen ist, steht plötzlich in Menschengestalt vor ihr an einer Supermarktkasse: Johann Ritter, ehemaliger Physiker, vor 250 Jahren geboren. Weiterlesen
Dorothy Baker: Ich mag mich irren, aber ich finde dich fabelhaft (1938)
Die Geschichte von Rick Martin ist eine besondere. Sie erzählt von einem großen Talent, das per Zufall als Jugendlicher den Jazz kennen und lieben lernt. Nach dem frühen Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters war Ricks Leben ziemlich karg. Schon als Neugeborener wird er von seinen älteren Geschwistern groß gezogen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal volljährig waren. Viel allein gelassen, lernt er erst spät gesellschaftliche Konventionen kennen. Aus diesem Grund wird der schwarze Schlagzeuger Smoke sein erster und bester Freund. Von ihm lernt er die Rhythmen des Jazz. Smokes Freunde in der Jazz-Szene werden im Laufe der Jahre auch seine Freunde. Für Rick gibt es nur noch die Musik, die Liebe seines Lebens.
Die Amerikanerin Dorothy Baker lebte von 1907 bis 1968. Nach ihrem Studium in Los Angeles heiratete sie den Dichter Howard Baker. Weiterlesen
Loel Zwecker: Vom Anfang bis heute: Eine kleine Geschichte der Welt
Loel Zwecker schafft in seinem neusten Sachbuch „Vom Anfang bis heute: Eine kleine Geschichte der Welt“ einen Schnelldurchlauf durch die Weltgeschichte. Man lernt alle wichtigen Herrschervölker der letzten Jahrtausende kennen, erfährt am Rande einige wichtige Fakten über die Evolution und zahlreiche Erfindungen, für die dann im späteren Verlauf der Mensch zuständig war oder welche er gar durch Zufall entdeckte. Wissen Sie bereits, wer das Parfüm erfunden hat? Nein? Loel Zwecker kann da weiterhelfen …
Dabei ist der Schreibstil nicht lehrbuchhaft und langweilig, sondern im Gegenteil spritzig, teils witzig und auf jeden Fall lebendig. In diesem Buch kann man sehr schnell historisches Wissen ansammeln. Weiterlesen
Mirko Bonné: Lichter als der Tag
Dies ist eine Geschichte von vier Kindern, die zusammen ihre Teenager – und Jugendzeit meist in einem verwilderten Garten verbringen und, bei aller Freundschaft, den falschen Weg einschlagen, bzw. alle die Abzweigung verpassen oder nie wirklich nach den Möglichkeiten, die das Leben sonst so bietet, gesucht haben. Hört sich kompliziert an, ist es auch und in den Auswirkungen katastrophal. Als sich die vier, Raimund und Moritz auf der einen – und Inger und Floriane auf der anderen Seite, als Erwachsene für die jeweils falsche Partnerschaft entscheiden, bleibt nur noch eine kurze Strecke und alle Freundschaft ist auf Ewigkeiten zerrüttet.
Schlimme Versuche alles im Geheimen wieder gut zu machen, enden depressiv. Das eine ungleiche Paar, Raimund und Floriane, bekommen sogar noch zwei Kinder zusammen, die, jedes auf seine Art, der Entzweiung der Eltern trotzen. Schlichtweg verrückt ist die Schwangerschaft von Inger, Weiterlesen