Seit vielen Jahren verbringt die britische Familie Codrington den Sommer auf der griechischen Insel Hydra. Jimmie verdient sein Geld vor allem mit Kunst und ein paar anderen Geschäften, bei denen er sich ungern in die Karten schauen lässt. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Phaine pflegt er Kontakt zu den alten Bohemiens, die die Insel bevölkern und lässt keine der elitären Gesellschaften aus. Die wohlhabenden Ausländer bleiben bis auf wenige Ausnahmen unter sich.
„Das Alleinsein war etwas, das ihnen nichts bedeutete“, denkt sich Naomi, Jimmies Tochter aus erster Ehe, die überraschend in diesem heißen Sommer mit ins Ferienhaus einzieht. Mit ihrer Stiefmutter kann sie überhaupt nichts anfangen. Und auch die Beziehung zum Vater kriselt.
Naomi, die als Anwältin in London arbeitete, wurde ihr Job gekündigt. Was sich genau zugetragen hat, bleibt im Dunkeln. Sie lässt sich treiben, geht frühmorgens schwimmen, kifft ab und an und genießt die griechische Küche. Die Insel kennt sie wie ihre Westentasche. Schon als Kind hat sie alle verborgenen Winkel erkundet. Als sie die Amerikanerin Sam kennenlernt, die mit ihrer Familie Urlaub macht, nimmt sie diese in den Schlepptau und streift an der Küste und im Landesinneren umher. Weiterlesen








