Pierre Geithner, Leiter des Fachbereichs Musik am Pariser Konservatorium, glaubt, seinen Ohren nicht zu trauen, als er auf dem Gare du Nord einen jungen Mann Klavierspielen hört. Technisch nicht perfekt, aber mitreißend, mit fliegenden Fingern und ohne Noten. Pierre ist begeistert, doch der junge Mann – Mathieu Malinski – blockt seine Kontaktaufnahme ab.
Mathieu, dessen Familie aus Polen stammt, lebt in einer Pariser Vorstadt und bringt alles mit, was man ganz klischeehaft erwarten kann: finanzielle Schwierigkeiten und einen (klein-) kriminellen Hintergrund. Doch er kümmert sich auch liebevoll um seinen kleinen Bruder, während seine Mutter im Krankenhaus Nachtschichten schiebt, um sich und die Kinder über Wasser zu halten, und hat einen Job als Gabelstaplerfahrer. Was Mathieu aus der Masse heraushebt, ist dieses ganz besondere musikalische Talent, das ein früherer Nachbar gefördert hat, das er aber so gut er kann geheim hält.
Als ein Einbruch mit seinen Kumpeln schiefgeht und Mathieu von der Polizei geschnappt wird, erinnert er sich an die Visitenkarte, die ihm Pierre zugesteckt hat und tatsächlich haut ihn dessen Anwalt raus und verschafft ihm statt eines Gefängnisaufenthaltes ein halbes Jahr Sozialstunden im Konservatorium. Pierre ist von Mathieus Potenzial überzeugt und organisiert für ihn Klavierunterricht bei der besten Lehrerin der Hochschule, um ihn auf einen renommierten Klavierwettbewerb vorzubereiten. Aber der junge Mann bleibt zunächst störrisch. Erst als er die Cello-Studentin Anna kennenlernt, rafft er sich auf, seine Chance zu ergreifen. Weiterlesen









