J. R. Ward: Black Dagger Legacy 04: Schwur des Kriegers

Ein Serienkiller geht um in der Heimat der Black Dagger. In einem der angesagtesten Clubs der Stadt, in der Menschen sich als Vampire verkleiden und die Nächte durchfeiern, wurden in den letzten knapp zwei Jahren drei junge Frauen grausam ermordet aufgefunden. An durch ihren Kopf getriebenen Fleischerhaken aufgehängt, hat der Täter sie im Keller des Clubs ausbluten lassen. Dass zwei der Ermordeten Vampire waren, macht die Suche nach dem Täter zu einer Aufgabe für die Black Dagger.

Butch, damals noch als Mensch, galt als einer der erfolgreichsten Ermittler des Staates. Seine Aufklärungsquote von über 90 % blieb unerreicht, ja legendär. Nun nimmt er, unterstützt und begleitet vom jungen Boone, dessen despotischer Vater als Verräter starb, die Suche nach dem oder den Tätern auf. Alles weist darauf hin, dass der Täter ein Vampir sein muss. mehr noch, es gibt Indizien, dass er zu dem schlagenden Arm der Bruderschaft gehören könnte … Weiterlesen

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Rick Riordan: Magnus Chase 04: Geschichten aus den Neun Welten

Mit Magnus Chase hat sich Bestseller-Autor Rick Riordan der alt-nordischen Götterwelt angenommen. Zwar erreichten die Bücher um die Wanen lange nicht die Auflagen der Abenteuer ihrer griechisch-römischen Verwandten (immerhin aber liefen sie wohl besser, als die Ägyptischen Göttertitel), doch hielt dies den Verfasser nicht davon ab, Kurzgeschichten um die aus den drei Romanen kannten Figuren zu schreiben.

Locker verbunden durch einen, durch alle neun Welten joggenden THOR (er will unbedingt in einer seine geliebten TV Serien einen Cameo-Auftritt ergattern) erwarten uns insgesamt neun Stories – man beachte den beabsichtigten Zufall zu den neun Welten der Saga – die uns einmal mehr in die absonderlichen Welten der Götter, der Toten und der Walküren entführen.

Allerdings merkt man den Kurzgeschichten an, dass Riordan eher die Romanlänge bevorzugt. Weiterlesen

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Andreas Izquierdo: Schatten der Welt

Ein Schmöker, wie er im Buche steht. Ich habe den Roman binnen weniger Stunden verschlungen. Und hoffe jetzt sehr, dass der Autor schon an einer Fortsetzung schreibt. Denn die Geschichte schreit förmlich danach.

Andreas Izquierdo, Jahrgang 1968, hat bereits mehrere Romane veröffentlicht, darunter auch preisgekrönte. Seine letzten Bücher waren „Romeo und Romy“, eine herzerwärmende Geschichte, die ich sehr gemocht habe, und „Fräulein Hedy träumt vom Fliegen“.

Die Handlung von „Schatten der Welt“ setzt ein im Jahr 1910, dem Jahr, als der Halleysche Komet der Erde so bedrohlich nahe kam. Der Ich-Erzähler ist zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt, Carl Friedländer, einziger Sohn des jüdischen Schneiders in Thorn, eine Stadt in Westpreußen, an der Weichsel. Sein bester Freund ist Artur Burwitz, Sohn des cholerischen und geschäftsuntüchtigen Wagners.

Die beiden Jungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Artur ist muskulös, groß und breitschultrig, hat vor nichts und niemandem Angst und den Kopf voller Dummheiten. Carl ist ein sensibler, schüchterner und eher ängstlicher Junge, zurückhaltend und strebsam in der Schule.

Beider Familien sind arm und die Kinder müssen jeweils zu Hause mitarbeiten, d.h. auch Carl lernt die Schneiderei. Er tut das seinem Vater zuliebe, denn im Grunde weiß er, dass er diesen Beruf in Wahrheit gar nicht ergreifen will. Weiterlesen

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Tom Chatfield: Hier ist Gomorrha

Der Hacker Azi Bello dachte immer, er sei im Internet ein Geist. Unzählige Streiche und Hacks gehen auf sein Konto. Im Laufe der letzten Jahre baute er sich eine virtuelle Person. Jim war im realen Leben geboren und früh gestorben. Inzwischen ist Jim eine Kunstfigur, ein Aktivist in der rechtsradikalen Szene. Über ihn will Azi eine gefährliche Gruppierung unterwandern.

„… Jim existiert. Die Welt sucht und findet ihn. Waffen, Drogen – er hat, was das Herz begehrt.“ (S. 32) Auszug aus: Tom Chatfield. „Hier ist Gomorrha.“ iBooks.

Die Kontakte zu den neuen Freunden mit rechter Gesinnung sprechen für einen gelingenden Hack in naher Zukunft. Mitten in seinen Aktivitäten bittet ihn Munira, ebenfalls eine Hackerin, um Hilfe. Sie sei auf der Flucht und müsse ihn unbedingt treffen. Kurz darauf wird er von einem dubiosen Geheimdienst genötigt, das Vertrauen der Hackerin zu gewinnen. Nur über Munira könne man wichtige Daten über den IS und seine Hintermänner erhalten. Normalerweise würde Azi nie zusagen. Doch wenn der Geheimdienst Druck auf ihn ausübt, dann ist nichts mehr normal. Weiterlesen

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Andreas Schäfer: Das Gartenzimmer

1908 in Berlin: Das Ehepaar Rosen möchte in einer neuen Villenkolonie in Dahlem ein Landhaus bauen und sucht dafür einen jungen Architekten. Das trifft sich gut, denn Max Taubert, ein junger Schreiner und Architekt, brennt darauf, sein erstes Haus zu entwerfen. Schon als Kind hatte er sich mit Gebäuden und Perspektiven beschäftigt. Später wird er weltweit bekannt werden. Die Rosens haben kaum eine Vorstellung davon, wie das Haus aussehen soll. Max ist begeistert: Er kann seine Ideen umsetzen und das macht er so gut, dass die Villa berühmt wird. Doch anfangs ist er immer wieder verunsichert. Werden die Auftraggeber mit seinem Werk zufrieden sein?

Der Autor Andreas Schäfer begleitet das Haus, seine Bewohnerinnen und Bewohner durch seine wechselvolle Geschichte. Die Leserinnen und Leser lernen Elsa und Adam Rosen kennen. Erfahren von einem Schicksalsschlag, der sie getroffen hat, und wie sie sich mit Max Taubert und seiner Familie anfreunden. Aber Max ist kein einfacher Charakter. Er ist zerrissen zwischen seinen Ansprüchen und der Wirklichkeit. Aufträge bleiben aus, der erste Weltkrieg wirft ihn aus der Bahn.

In den 1990er-Jahren entdecken Hannah und Frieder Lekebusch die leerstehende, heruntergekommene Villa und stecken viel Geld in die Renovierung. Bald erstrahlt das unter Denkmalschutz stehende Haus in altem Glanz. Besonders Hannah setzt alles daran, das Haus ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Sie organisiert Empfänge und Führungen und sorgt dafür, dass über die Villa berichtet wird. Ihrem Mann Frieder und ihrem Sohn Luis wird das nach und nach zu viel. Auch, weil das Haus bei aller baulichen Finesse und trotz der lichtdurchfluteten Räume eine ganz eigene, manchmal bedrohlich wirkende Atmosphäre verbreitet. Weiterlesen

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Bernhard Schlink: Abschiedsfarben

Bernhard Schlink hat in seinem Erzählband Abschiedsfarben neun Geschichten versammelt. In unterschiedlichsten Handlungen leuchtet er die Facetten des Abschiednehmens aus – von Trauer und Melancholie bis hin zu Chancen und Glück. Entsprechend der jeweiligen emotionalen Verflechtungen seiner Personen werden deren Abschiede jedes Mal anders erlebt und empfunden.

So lesen wir in Picknick mit Anna von der Verbindung eines älteren Protagonisten zu einem heranwachsenden Mädchen, das er durch die Jahre begleitet, später enttäuscht wird und erst erlöst wird, als er den frühen gewaltsamen Tod des Mädchens rächt.

In Geschwistermusik geht es um Erinnerungen eines Mannes an die Jugendfreundschaft zu einem Mädchen und deren Bruder. Die Schicksale aller erfahren nach einem späteren zufälligen Wiedertreffen eine völlig andere Gewichtung.

Das Amulett ist eine Geschichte über die Beziehung zweier Frauen zu einem Mann, der nicht mehr lange zu leben hat. Weiterlesen

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Richard Russo: Sh*tshow: Erzählung

Nachdem in diesem Jahr mit „Jenseits der Erwartungen“ bereits ein großer Roman des amerikanischen Schriftstellers Richard Russo erschienen ist, lässt der Dumont-Verlag nun noch ein schmales Bändchen unter dem Titel „Sh*tshow“ aus seiner Feder folgen. Der Text darin ist kein Roman, sondern eher eine Erzählung.

​Darin geht‘s um drei Paare, deren Leben sich nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten verändert. Gegenseitiges Misstrauen kommt auf (haben wirklich alle Freunde für Hillary gestimmt?), und die Ehe von David und Ellie scheint zu zerbrechen, nachdem Ellie im Whirpool menschliche Fäkalien gefunden hat. Nach weiteren Funden dieser Art wird sie fast paranoid und weigert sich, weiterhin im gemeinsamen Haus zu leben.

Richard Russo, der bekannt ist für seine groß angelegten psychologisch aufs Genaueste nachgespürten Gesellschaftsepen, geht hier vergleichsweise sparsam zu Werke. Seine Figuren charakterisiert er nur kurz, weil ihm diesmal die Aussage, die hinter dieser Parabel steckt, wichtiger ist als die Psychologie: Ein von Fäkalien beschmutztes Haus ist wie ein Land, in dem jemand wie Donald Trump Präsident werden kann. In beidem möchten und können nicht alle unbeschwert weiterleben. Weiterlesen

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Sara Sligar: Alles, was zu ihr gehört

Der amerikanischen Autorin Sara Sligar gelingt ein faszinierendes Debüt mit diesem Roman um eine zerrissene, zerstörte Künstlerin und eine von ihr geradezu besessene Archivarin.

Zwei Frauen stehen im Mittelpunkt dieses Buchs, dessen Handlung auf zwei Zeitebenen abläuft. Kate Aitken, eine junge Journalistin, verlässt nach demütigenden und beschämenden Vorkommnissen New York, um in Kalifornien einen neuen Job anzutreten. Es ist Sommer 2017 und Kate findet Unterschlupf bei ihrer Tante Louise und dem Onkel Frank. Und sie findet einen neuen Job als Archivarin bei Theo Brand. Hier soll sie die Hinterlassenschaft seiner Mutter, der berühmten Fotografin Miranda Brand, ordnen und katalogisieren. Diese starb im Jahr 1993, ob es wirklich Selbstmord war, blieb bis zur Gegenwart ungeklärt. Nachdem auch ihr Mann Jake, Theos Vater, nun verstorben ist, soll ihr Nachlass versteigert werden. Dafür soll Kate alles vorbereiten.

Beim Durchforsten der chaotischen Hinterlassenschaften von Miranda – Briefe, Rechnungen, Fotos, Rezepte, Presseartikel – dringt Kate immer tiefer in Mirandas Leben ein und, obwohl sie ihr schlechtes Gewissen quält, schreckt sie auch vor Indiskretionen nicht zurück. Als Kate schließlich Mirandas Tagebuch findet und zu lesen beginnt, wird ihr Drang, Nachforschungen über die Ursache des Todes von Miranda anzustellen, nahezu obsessiv. War es wirklich Selbstmord? Und wenn nicht, war es Mord und wer war der Mörder? Möglicherweise Theo, der Kate immer mehr verwirrt und auch anzieht? Weiterlesen

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Mary E. Garner: Das Buch der gelöschten Wörter 01: Der erste Federstrich

Hope Turner lebt in London und träumt sich nur zu gern in die Welt von Jane Austen. Hier kann sie schlechte Gedanken und Ereignisse hinter sich lassen und einfach allen Sorgen entkommen. Nur mit einem Buch vor der Nase kann ein Tag für Hope gut werden. In Jane Austens Geschichten gibt es Romatik, die große Liebe und Abenteuer für Frauen … all das, was es in Hopes Leben nicht gibt. Doch dann trifft sie in einem alten Buchladen auf einen mysteriösen Fremden und wird zudem von einem Mann namens Rufus übers Internet gestalkt. Plötzlich nimmt Hopes langweiliges Leben eine rasante Wende und sie erfährt, dass man über den Buchladen eine Welt betreten kann, in der die Romanfiguren, die sie so sehr liebt, ein Eigenleben führen. Weiterlesen

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Jason Starr: Seitensprung

Jack Harper ist unglücklich. Er lebt in einer lieblosen Ehe, hat seit vier Jahren keinen Sex mehr mit Ehefrau Maria gehabt. Seine Karriere als Musiker ist gescheitert, mit seinem verhassten Job als Immobilienmakler kann er sich kaum über Wasser halten. Gemeinsam mit Sohn Jonah wohnt die Familie in einer viel zu kleinen Wohnung in New York, geplagt von ständigen Geldsorgen. Zudem knabbert Jack an seiner Vergangenheit, besucht mehrmals wöchentlich die Anonymen Alkoholiker. Sein Selbstwertgefühl ist am Boden, da taucht ausgerechnet sein alter Mitbewohner Rob auf. Der großspurige Angeber hat in Los Angeles Karriere gemacht und sucht eine Stadtwohnung für „diskrete Seitensprünge“, wenn er in der Ostküstenmetropole ist. Zuerst angewidert, erfährt Jack von der Seite „Discret Hookups“ in der sich unglücklich Verheiratete zu Seitensprüngen, online und real, verabreden. Laut Rob hätten diese seine Ehe gerettet. In einem schwachen Moment besucht Jack das Onlineportal und lernt dort die Userin „Fugitive Red“ kennen. Sofort scheint zwischen den beiden eine magische Verbindung zu entstehen. Sexuell schaukelt sich der virtuelle Flirt schnell in ungeahnte Höhen, inklusive detaillierter SM-Fantasien, die Fugitive Red anregt. Jack steigt darauf ein und verabredet sich mit Sofie, so ihr richtiger Name, in ihrem Zweitwohnsitz in einem New Yorker Nobelviertel. Im letzten Moment plagen ihn Gewissensbisse. Er geht zu dem vereinbarten Treffpunkt, um ihr abzusagen. Doch er findet nur ihre Leiche vor. Stranguliert im Bett mit einer roten Krawatte, was wie ein „autoerotischer Unfall“ aussieht, ein aus den Fugen geratenes Sexspiel. Ein Sexspiel, das Jack per Chat angekündigt hat und ihn zu einem Hauptverdächtigen macht. Weiterlesen

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