Shizuku Namie: Daily Kanon

„Daily Kanon“ ist ein One Shot Manga aus dem Hause Egmont. Wir begleiten Sumikazu, den ältesten Sohn einer wohlhabenden Familie und seinen Diener Kanon. Gemeinsam aufgewachsen, sind sie wie Pech und Schwefel und kennen einander in- und auswendig.

Als Sumikazu beschließt sein Elternhaus zu verlassen und auszuziehen, nimmt er Kanon mit und lebt mit ihm in einer kleinen Wohnung. Sogar das Bett müssen sie sich teilen. Kanon ist dies unangenehm, will er doch seinem Herrn dienen. Sumikazu hingegen empfindet etwas für den Jüngeren und genießt die Situation.

Das Zusammenleben der beiden gestaltet sich harmonisch, auch wenn es Sumikazu langsam schwerfällt, sich zu beherrschen, will er doch mit seinem Liebesgeständnis warten, bis auch Kanon volljährig ist. Als dann auch noch eine alte Bekannte auftaucht und den jungen Diener von seinem Herrn forttreiben will, scheint das harmonische Miteinander ins Schwanken zu geraten und scheinbar unerwiderte Gefühle sprudeln an die Oberfläche… Weiterlesen

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Wallace J. Nichols: Blue Mind: Wie Wasser uns glücklicher macht

Lieben Sie auch Spaziergänge am Strand, bei denen Ihnen der Wind um die Nase weht und Ihr Blick über die Wellen schweift? Oder entspannen Sie sich gerne bei einer heißen Dusche oder in der Badewanne? Geht Ihnen das Herz auf, wenn Sie an einem gluckernden, sprudelnden Gebirgsbach entlangwandern? Das ist kein Wunder, denn Wasser hat ganz besondere Auswirkungen auf unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele.

Dass das so ist, spüren die meisten Menschen ganz unwillkürlich. Doch Wallace J. Nichols zeigt in seinem Buch „Blue Mind“, dass das nicht nur „so ein Gefühl“ ist, sondern dass es handfeste wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die erklären, was dabei in uns vorgeht.

Wir alle beginnen unser Leben (im Mutterleib) im Wasser und evolutionsbiologisch gibt es Gründe, warum es uns ans Wasser zieht. Wallace J. Nichols berichtet von den Ergebnissen neurowissenschaftlicher Studien, die sich mit dem Einfluss von Wasser auf die Emotionen befassen, von der Wahrnehmung des Wassers mit allen Sinnen und seiner verbindenden Kraft. Dass Wasser nicht nur für positive Stimmung sorgen, Kreativität fördern und heilen kann, sondern auch einen Einfluss auf Immobilienpreise hat (besonders, wenn es um Wohnungen mit Meerblick geht), sind nur einige Aspekte dieses Buches. Weiterlesen

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Lara Anders: Weihnachtsfest bei der Eule

Dieses Jahr wurde die kleine Eule ausgewählt, sich eine Überraschung für das Weihnachtsfest zu überlegen. Zunächst will ihr aber gar nichts einfallen. Bis sie die Idee hat, alle Tiere des Waldes einzuladen, um mit der Eulenfamilie zu feiern. Sofort macht sie sich an die Arbeit und schreibt allen ihren Freunden einen Brief. Aber was für eine Enttäuschung:  Niemand scheint Zeit zu haben. Der Hirsch zum Beispiel hat Schnupfen, Fuchs und Hase haben sich so zerstritten, dass der eine nicht kommen mag, wenn der andere kommt. Und das Eichhörnchen kann seine Nüsse nicht mehr finden und möchte nicht mit leeren Händen zur Feier erscheinen.

Am Weihnachtsabend gibt es jedoch eine große Überraschung für die kleine Eule – und das Weihnachtsfest wird so schön wie nie zuvor. Weiterlesen

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Carolin Wahl: Zwei Leben in einer Nacht

Carolin Wahls Jugendroman beginnt mit einer Warnung. Es sollten nur diejenigen das Buch lesen, die mit den Themen Depression, Trauer, Tod, Suizid und Ängsten umgehen können. In ihrer Danksagung schreibt die Autorin, sie habe vor Jahren Berichte über die sogenannte Blue Whale Challenge in Russland gelesen, durch die viele Jugendliche den Tod fanden. Und weil dieses Thema sie nicht mehr los ließ, schrieb sie die einnehmende Geschichte zweier Fünfzehnjähriger, die sich in der Nacht zu Freitag, dem 13., auf einem Bahnhof treffen.

Sam und Caspar sind sich völlig fremd, doch sie haben ein paar Gemeinsamkeiten, die alles aufwiegen. Sie wollen beide in wenigen Stunden sterben und vorher noch einige Aufgaben erfüllen, die ihnen der geheimnisvolle Ghost über den Hashtag #zweilebenineinernacht zuschicken wird. Nach jeder erledigten Aufgabe schicken sie ihm einen Beweis, um kurz darauf ein neues Ziel mit Zeitangabe zu erfahren. Sam und Caspar lernen sich in dieser extremen Nacht sehr gut kennen. Sie haben nichts mehr zu verlieren, und leisten sich deshalb Ehrlichkeit. Doch was ist Ehrlichkeit wert, wenn einer etwas Wesentliches verschweigt, das alles in Frage stellt? Weiterlesen

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Malin Lindroth: Ungebunden

Malin Lindroth ist über 50 und lebt alleine. Unfreiwillig. Zweierbeziehung, Ehe, Kinder Familie,… hat sich für sie nicht ergeben.

Schon als Kind ist sie nicht so süß, so gefällig, so zugänglich wie andere Mädchen. Als Jugendliche steht sie mit Pickel und strohigem Haar abseits. Sie glaubt dennoch fest daran, dass auf dieser Welt ein passender Partner für jeden existiert. Jemanden, den man bedingungslos liebt, der dieses Gefühl erwidert und für den man geboren ist.

Bei einem Schüleraustausch sagt eine Frau, für deren Bösartigkeit es kein passendes Wort gibt, zu ihr: „But don´t you worry, honey! Nobody will want to date you!“ (S.26.)

Diesen Satz wird Malin Lindroth ihr ganzes Leben lang nicht mehr vergessen.

Zwischen neunzehn und dreiundzwanzig ist sie verlobt, hat Schwiegereltern in spe und einen Schrank voller Küchengeräte. „Alles Zeichen dafür, dass ich zum Kreis der Begehrenswerten gehöre.“ (S. 26) Sie kann sich aber nicht vorstellen, mit diesem Mann das Leben zu verbringen und löst die Verbindung. Fest davon überzeugt, nach diesem einen werden noch viele kommen, startet sie so richtig ins Leben.

Sie lernt auch viele Männer kennen. Sie verliebt sich. Aber keiner will eine feste Beziehung mit ihr eingehen. Weiterlesen

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Susan Sontag: Wie wir jetzt leben: Erzählungen

Die Autorin und Kritikerin Susan Sontag (1933-2004) lebte und arbeitete in New York City. Sie war als intellektuelle und kritische Stimme in den USA und darüber hinaus bekannt. Vor allem ihre Essays über Fotografie sind viel beachtet. Am 21. September 2020 veröffentlichte der Carl Hanser Verlag Susan Sontags Erzählungen erstmals auf Deutsch unter dem Titel „Wie wir jetzt leben“ in einer Übersetzung von Kathrin Razum. Die Originalerzählungen erschienen zwischen 1984 und 1992.

In dem schmalen Buch finden sich fünf Erzählungen, von denen die erste  und titelgebende „Wie wir jetzt leben“ und die letzte „Wallfahrt“ die herausragenden sind.

In „Wie wir jetzt leben“ schreibt Susan Sontag über einen Freund, der an Aids erkrankt ist. Sie nennt die Krankheit nicht bei ihrem Namen, doch jeder weiß was gemeint ist. Sie lässt die Freundinnen und Freunde des Mannes sprechen. Er selbst bleibt ohne Namen. In einem atemlosen Schwall von Meinungen, Kommentaren und Beschreibungen, in den Sontag kaum einen Punkt setzt, reden die Freunde über ihren nun kranken Freund: „Erst hat er nur abgenommen, sich nur etwas angeschlagen gefühlt, sagte Max zu Ellen, und Greg zufolge war er nicht zum Arzt gegangen, weil er es schaffte, mehr oder weniger im gleichen Rhythmus weiterzuarbeiten, allerdings hörte er, wie Tanya anmerkte, mit dem Rauchen auf, was nahelegt, dass er Angst hatte, aber auch, dass er, mehr als ihm bewusst war, gesund sein wollte, oder jedenfalls gesünder, vielleicht wollte er auch nur wieder ein paar Kilo zunehmen, sagte Orson, denn, fuhr Tanya fort…“ (S. 9). Weiterlesen

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Hans Traxler: Die grünen Stiefel

„Als Johann eines Morgens erwacht, steht sein Zimmer unter Wasser.“ (Seite 5) So beginnt das neue Kinderbuch von Hans Traxler und damit auch das Abenteuer, das der kleine Johann dort mit den Auswirkungen des Klimawandels erlebt.

Johann wundert sich natürlich darüber, woher das viele Wasser auf einmal kommt. Also zieht er sich seine grünen Gummistiefel an und geht aus dem Haus, um zu schauen, was dort vor sich geht. Und das ist einiges. Die Wiesen sind überschwemmt und im Wasser treiben Eisschollen. Er trifft auf Eskimos, die wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen haben und auf in der Hitze schwitzende Eisbären. Was ist nur geschehen und wer hat das alles verursacht? Weiterlesen

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E.M. Lindsey: Irons & Works 01: Unsere Liebe auf deiner Haut

Derek hatte keine schöne Kindheit. Er und sein Zwillingsbruder Sage wurden misshandelt, was den jungen Tätowierer noch heute verfolgt. Zwischen Albträumen und Panikattacken muss er sich auch noch mit seinem todkranken Vater herumschlagen. Für eine Beziehung fehlt Zeit und Vertrauen. Als der gehörlose Basil ihn jedoch nach einer Panikattacke beruhigt, geht er ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Auch Basil kann diese Begegnungen nicht mehr vergessen, hat der geheimnisvolle Fremde doch etwas in ihm geweckt, an das er längst nicht mehr glaubte. Doch der Florist hat sich geschworen nie wieder etwas mit einem Hörenden anzufangen.

Die Zufälle häufen sich und die beiden kommen sich näher. Doch hat diese Beziehung wirklich eine Zukunft? Weiterlesen

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Rotraut Schöberl (Hrsg.): Mord auf leisen Pfoten. Kriminell gute Katzengeschichten

Haben Sie eine Katze? Die Frage führt natürlich in die Irre, müsste es nicht heißen: Hat eine Katze Sie? Statistisch nachgewiesen ist: Katzen sind die beliebtesten Haustiere, noch vor dem Hund. Entsprechend viele Katzenbücher bevölkern die Bücherregale dieser Welt. Das, so erzählt die Herausgeberin in ihrer Einleitung, war ihr bewusst. Allerdings gäbe es noch eine Lücke: eine Katzenkrimi-Anthologie.

Gedacht, gesagt, getan – mit „Mord auf leisen Pfoten“ aus dem Residenz Verlag liegt eine solche nun vor. Kriminell gute Katzengeschichte sind hier versammelt. Gut bekannte Autoren wie Agatha Christie und Edgar Allan Poe bis hin zu zeitgenössischen Autoren haben hier ihre Katzenaffinität in Kurzgeschichten und Erzählungen fließen lassen.

Übrigens deutlich mehr Autorinnen als Autoren. Meine These: Katzen können besser mit Frauen. Männer sind für Katzen eine Art Sklave, der für Essen sorgt und Türen öffnet. Jedenfalls ist es so bei mir zu Hause.

Gestartet wird die Anthologie klassisch gut mit den Geschichten „Madame Phlois Sünde“ von Lilian Jackson Brown, „Entdeckung im Tunnel“ von Rita Mae Brown & Sneaky Pie Brown, Agatha Christies „Der seltsame Fall des Sir Arthur Carmichael“ und Patricia Highsmiths „Mings fetteste Beute“.

Livia Klingls „Katzenmord“ bestätigt die weiter oben geäußerte These zum Verhältnis von Katze zu Frauchen und Männchen. Das Leben von Katzen-Protagonistin und Frauchen war perfekt und glücklich bis Manfred seinen uneleganten Gang in Frauchens Leben setzte. Leicht und sprachlich ausgereift erzählt Klingl, warum Manfred dies hätte besser sein lassen sollen. Weiterlesen

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Jacky Durand: Die Rezepte meines Vaters

Dieser Roman handelt von einer ganz besonderen Vater-Sohn-Beziehung und beginnt mit dem zu Ende gehenden Leben des Vaters:  Als Henri im Sterben liegt, verbringt Julien die letzten Tage seines Vaters an dessen Sterbebett. Hier lässt er das Leben des Vaters, das auch sein Leben maßgeblich geprägt hat, Revue passieren.

Nachdem Henri mit seinem Freund Lucien aus Algerien zurückgekehrt war, eröffneten die beiden ein kleines Bistro. Henri kochte und Lucien war „Mädchen für alles“. Die Gäste kamen teilweise aus entfernten Gegenden um Monsieur Henris Kochkunst zu genießen. Dabei war Henri ein Koch der alten Garde, der nur wenige Gerichte anbot. Die Zutaten und Mengen mischte und wog er nach Gefühl ab und fand dabei immer genau das richtige Maß. Wenn Julian seinen Vater in der Küche unterstützte, musste er sich alle Verrichtungen mit Augen und Ohren aneignen, denn der Vater behielt all die Tricks und Kniffe seiner Kochkunst für sich. Henri vergötterte Juliens intellektuelle Mutter. Jeden Tag kochte er für sie und Julien etwas Besonderes, nie servierte er ihnen das Tagesessen. Die Mutter hatte den Vater stets bedrängt, seine unvergleichlichen Rezepte aufzuschreiben. Schließlich durfte sie sich Notizen machen, die Monsieur Henri ihr diktierte. Nachdem Julien von einem Ferienaufenthalt ohne die Eltern nach Hause zurückkehrte, war das Glück zerbrochen. Weiterlesen

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