Amelie Fried: Ich bin hier bloß die Mutter

Ich habe schon viele Bücher von Amelie Fried gelesen und war jedes Mal sehr angetan. Und auch dieses hier hat mich nicht enttäuscht.

Erzählt wird die Geschichte von Carla, der Mutter von Paula, Tim und Willi. Und Frau von Daniel. Und „Bildermalerin“. Und Kuchenbäckerin, Wäschesortiererin, Vorleserin, Streitschlichterin, und so weiter und so weiter. Kurzum, Amelie Fried erzählt die Geschichte von (fast) allen Müttern dieser Welt. Sie erzählt das in kurzen, aber herrlich präzisen Sätzen, in denen wir alle uns wiederfinden. Wie Carla versucht, ihre Berufstätigkeit und die Familie unter einen Hut zu bekommen, was ihr durch ihren ausgeprägten Perfektionismus sehr erschwert wird, wie es ihrem Mann immer wieder gelingt, sich aus allem herauszuhalten, wie ihre Kinder ihr den letzten Nerv rauben und dabei zum Fressen niedlich sind, das ist das wahre Leben. Weiterlesen

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Marion Billet: Hörst du „Der Karneval der Tiere“?

Dieses Mal dreht sich in der Reihe „Hörst du“ alles um Camille Saint-Saens „Der Karneval der Tiere“. Das Buch ist für Kinder von ein bis drei Jahren empfohlen und dementsprechend ist es auch gestaltet. Klare Formen und Farben sprechen das Auge und die Fantasie an, ohne die Kleinen zu überfordern. Da schreitet der Löwe schön und stolz daher, bunte Vögel zwitschern im Baum und Quallen gleiten sanft durchs Wasser.

Die musikalischen Auszüge sind lang genug, um einen ersten Eindruck zu kriegen und die Kinder spielerisch an klassische Musik heranzuführen. Mit Glück machen sie auch Lust auf mehr. Weiterlesen

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Jens Schumacher: Aufstand der Zwerge: Die Erdbebenmaschine

##Beat Menueslis Eltern sind gefeierte Stars. Sein Vater spielt in einer der Europäischen Basketball-Ligen, seine Mutter doubelt am Set Stars in Action-Filmen. Um so rätselhafter ist und bleibt es, dass ihr Sohnemann, eben unser Beat, eines Tages einfach aufhört in die Höhe zu schießen. Zwar wächst er noch, aber nur in die Breite. In der Schule nehmen ihn die Rüpel aufs Korn, Zwerg und Hobbit sind noch das Netteste, was er zu hören bekommt. Die Ärzte rätseln, murmeln etwas von hormoneller Störung und wissen auch nicht recht weiter. Da ist es gut, dass Beat bei den Dachsen eine Heimat gefunden hat. Moment, nein, nicht die vierbeinigen Tiere sind gemeint, sondern eine Schweizer Pfadfinder-Abteilung, der sich der Junge angeschlossen, und in der er Freunde gefunden hat.

Jetzt steht ein Campingausflug an, und Beat stößt inmitten der unberührten Bergwelt auf zwei gar merkwürdige Altersgenossen. Inmitten der nächtlichen Natur wartet ein Girl, das sich wie in einem Manga angezogen hat und ein Möchtegern-Rapper auf ihn – und eröffnen ihm eine unglaubliche Geschichte. Er sei nur adoptiert, er sei ein Zwerg und das Reich unter dem Schweizer Gebirgsmassiv benötige seine Hilfe! Die spinnen doch hochgradig, denkt Beat zunächst, doch dann fährt er über einen Druckluftlift ins Erdinnere, begegnet an der Decke hängenden Erdferkeln, Aufzieh-Helikoptern und einem mehr als fiesen Zwergenkönig, der nicht weniger, als die Vernichtung aller Menschen plant … Weiterlesen

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Jeff Kinney: Ruperts Tagebuch – Zu nett für diese Welt!: Jetzt rede ich!

Rupert ist bekannt als der „beste“ Freund von Greg, dem tagebuchschreibenden selbsternannten Superhirn aus den „Greg’s“ Tagebüchern. Rupert kommt dabei ja nicht immer gut weg und jetzt möchte er halt seine Sicht der Dinge schildern. Das kommt bei Greg gar nicht gut an, Tagebuchschreiben ist schließlich „sein“ Ding (es war in Wirklichkeit die Idee seiner Mutter, wenn ich mich recht entsinne. Da Rupert, wie schon im Titel angekündigt, viel zu gut für diese Welt ist, lässt er sich recht schnell überreden, dann doch über Greg zu schreiben. Sozusagen schon mal den Biografieentwurf für die spätere Berühmtheit.

Mit der Sichtweise von Rupert gelingt es Jeff Kinney, Greg’s Tagebüchern doch noch mal eine neue Seite abzugewinnen. Weiterlesen

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Guy Jones: Der Eisblumengarten

Die 12-jährige Jess leidet an der Mondscheinkrankheit, einer Erbkrankheit, bei der ihre Haut im Sonnenlicht sofort zu brennen beginnt und es zu starken Rötungen kommt. Jess muss deshalb vor allem im Dunkeln leben und kann nur mit einer aufwendigen Verkleidung tagsüber an die frische Luft. Hänseleien sind dabei vorprogrammiert und Jess hasst nichts mehr als die Krankheit und die dazugehörige Verkleidung. Dann schleicht sie sich eines Nachts nach draußen und entdeckt mitten im Sommer einen verzauberten Garten aus Eis. In ihm lernt sie den etwa gleichaltrigen Owen kennen. Er lebt schon immer im Eisblumengarten und weiß gar nichts von der Menschenwelt. Die beiden freunden sich an und plötzlich verschwindet auch Jess‘ Krankheit. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie nicht beides haben kann: Gesundheit und Owen im Eisblumengarten.

Guy Jones hat mit „Der Eisblumengarten“ ein zauberhaftes Märchen für Kinder ab etwa 10 Jahren geschrieben. Es geht um Freundschaft und Familie, um den Umgang mit Schicksalsschlägen. Weiterlesen

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So klingt Händel: Klassik für Kinder

Was soll ich sagen?!? Mein Sohn (fast drei) liebt dieses Buch. Seit es bei uns eingetroffen ist, erklingt fast täglich die händelsche Musik in unseren vier Wänden – und im Auto, wo das Buch auch auf gar keinen Fall fehlen darf.

Im Gegensatz zu anderen Soundbüchern, die wir schon besitzen, ist dieses auch für kleine Kinder wirklich einfach zu bedienen. Die ausgewählten Musikbeispiele ( z.B. aus der „Wassermusik“ oder „Sarabande“) sind lang genug, um einen kleinen Eindruck in Händels schöpferisches Werk zu erhalten. Und die Seiten sind so liebevoll illustriert, dass es auch ohne die Musik Spaß macht, in dem Buch zu schmökern. Besonders gefällt mir die Idee, dass die Kinder auf jeder Seite spielerisch einbezogen und zum Mitmachen animiert werden. Weiterlesen

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Marijke Louisa Fuchs: Die Abenteuer von Naginoso und Schnuff

Marijke Louisa Fuchs ist eine junge Autorin, die mit ‚Naginoso und Schnuff‘ nun ihr Erstlingswerk veröffentlicht hat. Das Buch ist für Kinder im Alter von 5 – 8 Jahren geschrieben und eignet sich neben dem Vorlesen durchaus auch für erste Leseerfahrungen und -übungen. Wirklich selbst lesen und verstehen werden es vermutlich aber erst Kinder ab der zweiten Schulklasse. Die Geschichte ist zwar bebildert, besteht aber doch zum größten Teil aus Text. ‚Naginoso und Schnuff‘ ist kein Bilderbuch, obwohl es eine Reihe hübscher Zeichnungen der (tierischen) Protagonisten enthält.

Naginoso und Schnuff sind Katzen. Genauer gesagt eine Maine-Coon-Katze und ein Scottish-Fold-Kater. Das erfährt man direkt zu Beginn der Geschichte, denn da stellen die beiden sich dem Leser bzw. der Leserin persönlich vor und erzählen ein wenig von sich. Das ist sehr schön gemacht, da die beiden Katzen so quasi direkt mit dem lesenden Kind sprechen und so es in die folgende Geschichte mitnehmen. Weiterlesen

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Dave Eggers: Die Mitternachtstür

Als seine Familie mit ihm in das kleine verschlafene Städtchen Carousel zieht, ist der 12-jährige Gran alles andere als begeistert. Er muss seine Freunde und Hobbys hinter sich lassen und in dem seltsamen Ort von Neuem beginnen. Niemand scheint ihn wahrzunehmen, kein Lehrer oder Mitschüler Notiz von ihm zu nehmen. Nur die etwas seltsame Catalina schenkt ihm zumindest ein bisschen Beachtung. Aber auch sie tut seltsame Dinge und verschwindet wie weggezaubert. Als es dann noch zu Erdbeben und Rissen mitten im Ort kommt, weiß Gran gar nicht mehr, was er glauben soll. Hat das kleine Städtchen Carousel ein düsteres Geheimnis?

Mit „Die Mitternachtstür“ legt Dave Eggers seinen ersten Kinderroman vor. Die Geschichte eignet sich etwa für Kinder ab 10 Jahren. Sie ist sehr geheimnisvoll und abenteuerlich, aber die Herleitungen und Erklärungen sind nur bedingt zufriedenstellend. Es kommt einem so vor, als ginge es um ganz viel, am Ende aber fällt alles in sich zusammen wie ein Luftballon, aus dem man die Luft gelassen hat. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 13: Eiskalt erwischt!

Greg ist ja außer einem Faulpelz auch noch eine Frostbeule. Deswegen kommt es ihm ganz gelegen, dass es noch warm ist, obwohl der Winter längst begonnen haben müsste, Klimawandel hin oder her. Nur dass seine Schule mit der Situation gar nicht umgehen kann und alle Heizungen so hoch eingestellt sind, dass man sich vorkommt wie in einer Sauna ist unangenehm.  Aber dann kommt der Winter doch noch mit aller Kraft und anstatt gemütlich vor dem Fernseher zu liegen, scheucht Gregs erziehungskorrekte Mutter ihn raus zum Spielen. Im Laufe des Buches lernen wir beinahe die gesamte Nachbarschaft kennen, was ziemlich lustig ist. Da gibt es Anfang und Ende von Gregs steiler Straße und natürlich ist man sich nicht gewogen. Da werden Forts gebaut und Schneebälle mit taktischer Feinheit weiterentwickelt und alles ist ein Riesenspaß, schließlich hat die ganze Stadt schulfrei. Weiterlesen

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Ulrich Hub: Das letzte Schaf

Als eines Nachts ein helles Licht über ihrer Weide strahlt, werden die Schafe wach und ihre Hirten sind verschwunden. In hellem Aufruhr finden die Schafe heraus, dass irgendwo in der Nähe ein Kind geboren worden sei, das einmal die ganze Welt verändern wird. Ob ihre Hirten das Kind begrüßen gegangen sind? Die Schafe beschließen, sich ebenfalls auf den Weg zu machen.

Ulrich Hub, unter anderem bekannt durch sein Kinderbuch „Füchse lügen nicht“, hat eine neue Geschichte für Kinder verfasst. Er begleitet eine kleine Schafherde mit einigen sympathischen Charakteren durch die Weihnachtsnacht. Das Büchlein kann aber auch problemlos außerhalb der Weihnachtszeit gelesen werden, da es viele andere Aspekte einbringt. Weiterlesen

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