Guy Jones: Der Eisblumengarten

Die 12-jährige Jess leidet an der Mondscheinkrankheit, einer Erbkrankheit, bei der ihre Haut im Sonnenlicht sofort zu brennen beginnt und es zu starken Rötungen kommt. Jess muss deshalb vor allem im Dunkeln leben und kann nur mit einer aufwendigen Verkleidung tagsüber an die frische Luft. Hänseleien sind dabei vorprogrammiert und Jess hasst nichts mehr als die Krankheit und die dazugehörige Verkleidung. Dann schleicht sie sich eines Nachts nach draußen und entdeckt mitten im Sommer einen verzauberten Garten aus Eis. In ihm lernt sie den etwa gleichaltrigen Owen kennen. Er lebt schon immer im Eisblumengarten und weiß gar nichts von der Menschenwelt. Die beiden freunden sich an und plötzlich verschwindet auch Jess‘ Krankheit. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie nicht beides haben kann: Gesundheit und Owen im Eisblumengarten.

Guy Jones hat mit „Der Eisblumengarten“ ein zauberhaftes Märchen für Kinder ab etwa 10 Jahren geschrieben. Es geht um Freundschaft und Familie, um den Umgang mit Schicksalsschlägen. Weiterlesen

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So klingt Händel: Klassik für Kinder

Was soll ich sagen?!? Mein Sohn (fast drei) liebt dieses Buch. Seit es bei uns eingetroffen ist, erklingt fast täglich die händelsche Musik in unseren vier Wänden – und im Auto, wo das Buch auch auf gar keinen Fall fehlen darf.

Im Gegensatz zu anderen Soundbüchern, die wir schon besitzen, ist dieses auch für kleine Kinder wirklich einfach zu bedienen. Die ausgewählten Musikbeispiele ( z.B. aus der „Wassermusik“ oder „Sarabande“) sind lang genug, um einen kleinen Eindruck in Händels schöpferisches Werk zu erhalten. Und die Seiten sind so liebevoll illustriert, dass es auch ohne die Musik Spaß macht, in dem Buch zu schmökern. Besonders gefällt mir die Idee, dass die Kinder auf jeder Seite spielerisch einbezogen und zum Mitmachen animiert werden. Weiterlesen

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Marijke Louisa Fuchs: Die Abenteuer von Naginoso und Schnuff

Marijke Louisa Fuchs ist eine junge Autorin, die mit ‚Naginoso und Schnuff‘ nun ihr Erstlingswerk veröffentlicht hat. Das Buch ist für Kinder im Alter von 5 – 8 Jahren geschrieben und eignet sich neben dem Vorlesen durchaus auch für erste Leseerfahrungen und -übungen. Wirklich selbst lesen und verstehen werden es vermutlich aber erst Kinder ab der zweiten Schulklasse. Die Geschichte ist zwar bebildert, besteht aber doch zum größten Teil aus Text. ‚Naginoso und Schnuff‘ ist kein Bilderbuch, obwohl es eine Reihe hübscher Zeichnungen der (tierischen) Protagonisten enthält.

Naginoso und Schnuff sind Katzen. Genauer gesagt eine Maine-Coon-Katze und ein Scottish-Fold-Kater. Das erfährt man direkt zu Beginn der Geschichte, denn da stellen die beiden sich dem Leser bzw. der Leserin persönlich vor und erzählen ein wenig von sich. Das ist sehr schön gemacht, da die beiden Katzen so quasi direkt mit dem lesenden Kind sprechen und so es in die folgende Geschichte mitnehmen. Weiterlesen

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Dave Eggers: Die Mitternachtstür

Als seine Familie mit ihm in das kleine verschlafene Städtchen Carousel zieht, ist der 12-jährige Gran alles andere als begeistert. Er muss seine Freunde und Hobbys hinter sich lassen und in dem seltsamen Ort von Neuem beginnen. Niemand scheint ihn wahrzunehmen, kein Lehrer oder Mitschüler Notiz von ihm zu nehmen. Nur die etwas seltsame Catalina schenkt ihm zumindest ein bisschen Beachtung. Aber auch sie tut seltsame Dinge und verschwindet wie weggezaubert. Als es dann noch zu Erdbeben und Rissen mitten im Ort kommt, weiß Gran gar nicht mehr, was er glauben soll. Hat das kleine Städtchen Carousel ein düsteres Geheimnis?

Mit „Die Mitternachtstür“ legt Dave Eggers seinen ersten Kinderroman vor. Die Geschichte eignet sich etwa für Kinder ab 10 Jahren. Sie ist sehr geheimnisvoll und abenteuerlich, aber die Herleitungen und Erklärungen sind nur bedingt zufriedenstellend. Es kommt einem so vor, als ginge es um ganz viel, am Ende aber fällt alles in sich zusammen wie ein Luftballon, aus dem man die Luft gelassen hat. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 13: Eiskalt erwischt!

Greg ist ja außer einem Faulpelz auch noch eine Frostbeule. Deswegen kommt es ihm ganz gelegen, dass es noch warm ist, obwohl der Winter längst begonnen haben müsste, Klimawandel hin oder her. Nur dass seine Schule mit der Situation gar nicht umgehen kann und alle Heizungen so hoch eingestellt sind, dass man sich vorkommt wie in einer Sauna ist unangenehm.  Aber dann kommt der Winter doch noch mit aller Kraft und anstatt gemütlich vor dem Fernseher zu liegen, scheucht Gregs erziehungskorrekte Mutter ihn raus zum Spielen. Im Laufe des Buches lernen wir beinahe die gesamte Nachbarschaft kennen, was ziemlich lustig ist. Da gibt es Anfang und Ende von Gregs steiler Straße und natürlich ist man sich nicht gewogen. Da werden Forts gebaut und Schneebälle mit taktischer Feinheit weiterentwickelt und alles ist ein Riesenspaß, schließlich hat die ganze Stadt schulfrei. Weiterlesen

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Ulrich Hub: Das letzte Schaf

Als eines Nachts ein helles Licht über ihrer Weide strahlt, werden die Schafe wach und ihre Hirten sind verschwunden. In hellem Aufruhr finden die Schafe heraus, dass irgendwo in der Nähe ein Kind geboren worden sei, das einmal die ganze Welt verändern wird. Ob ihre Hirten das Kind begrüßen gegangen sind? Die Schafe beschließen, sich ebenfalls auf den Weg zu machen.

Ulrich Hub, unter anderem bekannt durch sein Kinderbuch „Füchse lügen nicht“, hat eine neue Geschichte für Kinder verfasst. Er begleitet eine kleine Schafherde mit einigen sympathischen Charakteren durch die Weihnachtsnacht. Das Büchlein kann aber auch problemlos außerhalb der Weihnachtszeit gelesen werden, da es viele andere Aspekte einbringt. Weiterlesen

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Ingrid O. Volden: Unendlich mal unendlich mal mehr

Petra ist zwölf Jahre alt und lebt mit ihrer alleinerziehenden schwedischen Mutter in Norwegen. Dort geht sie in die siebte Klasse und hat zwei beste Freunde, den stotternden Chris, der immer mal wieder etwas absichtlich kaputt macht, und Melika, ein Flüchtlingsmädchen, das sehnsüchtig darauf wartet, dass auch ihr Bruder es bis nach Norwegen schafft. Doch auch Petra selbst hat genügend Probleme: Sie hasst ungerade Zahlen, muss deshalb beim Frühstück immer zwei, vier oder sechs Brote essen, tritt nicht auf Gullideckel und die Zahl Pi macht ihr ganz besonders Angst in ihrer Endlosigkeit. Als Petra sich im Klassenraum übergeben muss, wird der psychologische Dienst der Schule auf sie aufmerksam.

Ingrid O. Volden ist ein herrliches kleines Buch über Freundschaften gelungen. Petra ist nicht gerade die beliebteste Schülerin der Klasse, hat aber zwei Freunde, auf die sie sich verlassen kann. Chris rettete sie einst vor dem Ertrinken in einem eiskalten See – seitdem geht Petra nicht mehr ins Wasser. Weiterlesen

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Kelly Barnhill: Das Mächen, das den Mond trank, gelesen von Simon Jäger

Jedes Jahr kommt in die an Trauer und Verzweiflung nicht arme Protektoratsstadt noch weitereTrauer hinzu. Jedes Jahr zur gleichen Zeit müssen sie das jeweils jüngste Kind im umliegenden Sumpf zurücklassen und die Hexe holt es sich, um dafür die Stadt ein weiteres Jahr zu verschonen. Die Hexe dagegen wundert sich über die seltsamen Stadtbewohner, die einmal im Jahr ein Kind aussetzen. Was müssen das nur für herzlose Menschen sein. Sie holt das Kind, damit es im Sumpf nicht umkommt, tränkt es mit Sternenlicht und bringt es bei kinderlosen Paaren in der nächsten, glücklicheren Stadt unter. Was für ein grausamer Kreislauf.

Und was für ein bezauberndes Hörbuch. Liebevoll vorgetragen von Simon Jäger ist es ein Märchen, eine Geschichte über Mut und Veränderung, aber auch über den Lauf der Zeit. Denn eines Tages geht etwas schief. Weiterlesen

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Jessica Townsend: Nevermoor 01: Fluch und Wunder

Willkommen in Jackelfax, der Hauptstadt von Great Wolfrace. Hier lässt es sich gut leben, hier herrscht Zucht und Ordnung – dafür sorgt schon Kanzler Crow, der auch zu Hause ein strenges Regiment führt. Natürlich hat es der Kanzler auch nicht leicht – seine erste Ehefrau verstarb, ihre gemeinsame Tochter ist dazu verflucht, nicht nur Unheil um alle um sie herum zu bringen, sondern sie wird in der Abendzeit, an ihrem bevorstehenden elften Geburtstag sterben.

Vorhang auf für Morrigan Crow. Sie weiß, dass ihr Vater sie nur für seine Karriere benutzt, ihre Stiefmutter sie hasst und selbst ihre Großmutter, ihr gegenüber distanziert bleibt. Dass sie keine Freunde hat, dass sie das väterliche Anwesen Crow Manor nicht verlassen darf, um nur ja niemanden mit ihren Fluch heimzusuchen, macht ihr Dasein einsam und elend. Als Fluch-Kind wird ihr für alles, was den Menschen Schlechtes widerfährt die Schuld in die Schuhe geschoben. Ein trauriges Leben, ein einsames und düsteres Dasein noch dazu, das unsere Morrigan da führt. Trotzdem bekommt sie als einziges Kind ihres Jahrgangs nicht ein, nicht zwei sondern gleich vier Angebote für eine Lehrstelle. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 12: Und tschüss!

Greg ist wirklich geschlagen mit seinen Eltern. Dieses Jahr wollen sie Weihnachten in der Sonne verbringen. Ausgerechnet in einer Ferienanlage auf der Koralleninsel, in der sie schon ihre Flitterwochen verbracht haben. Was aber noch viel Schlimmer ist: Niemand macht sich Gedanken darüber, man die Geschenke dorthin bekommt, denn die Reise ist bereits das Geschenk. Schon der Flug gestaltet sich für den eher ortsgebundenen Greg als Herausforderung und die Ferienanlage ist auch nicht mehr das, was sie vor vielen Jahren war. Aber Greg wäre nicht Greg, wenn er nicht das Beste daraus machen würde.

Bei Gregs Tagebüchern handelt es sich um Comic-Romane. Der zwölfte Band ist gewohnt witzig und ironisch Weiterlesen

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