Kelly Barnhill: Das Mächen, das den Mond trank, gelesen von Simon Jäger

Jedes Jahr kommt in die an Trauer und Verzweiflung nicht arme Protektoratsstadt noch weitereTrauer hinzu. Jedes Jahr zur gleichen Zeit müssen sie das jeweils jüngste Kind im umliegenden Sumpf zurücklassen und die Hexe holt es sich, um dafür die Stadt ein weiteres Jahr zu verschonen. Die Hexe dagegen wundert sich über die seltsamen Stadtbewohner, die einmal im Jahr ein Kind aussetzen. Was müssen das nur für herzlose Menschen sein. Sie holt das Kind, damit es im Sumpf nicht umkommt, tränkt es mit Sternenlicht und bringt es bei kinderlosen Paaren in der nächsten, glücklicheren Stadt unter. Was für ein grausamer Kreislauf.

Und was für ein bezauberndes Hörbuch. Liebevoll vorgetragen von Simon Jäger ist es ein Märchen, eine Geschichte über Mut und Veränderung, aber auch über den Lauf der Zeit. Denn eines Tages geht etwas schief. Weiterlesen

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Jessica Townsend: Nevermoor 01: Fluch und Wunder

Willkommen in Jackelfax, der Hauptstadt von Great Wolfrace. Hier lässt es sich gut leben, hier herrscht Zucht und Ordnung – dafür sorgt schon Kanzler Crow, der auch zu Hause ein strenges Regiment führt. Natürlich hat es der Kanzler auch nicht leicht – seine erste Ehefrau verstarb, ihre gemeinsame Tochter ist dazu verflucht, nicht nur Unheil um alle um sie herum zu bringen, sondern sie wird in der Abendzeit, an ihrem bevorstehenden elften Geburtstag sterben.

Vorhang auf für Morrigan Crow. Sie weiß, dass ihr Vater sie nur für seine Karriere benutzt, ihre Stiefmutter sie hasst und selbst ihre Großmutter, ihr gegenüber distanziert bleibt. Dass sie keine Freunde hat, dass sie das väterliche Anwesen Crow Manor nicht verlassen darf, um nur ja niemanden mit ihren Fluch heimzusuchen, macht ihr Dasein einsam und elend. Als Fluch-Kind wird ihr für alles, was den Menschen Schlechtes widerfährt die Schuld in die Schuhe geschoben. Ein trauriges Leben, ein einsames und düsteres Dasein noch dazu, das unsere Morrigan da führt. Trotzdem bekommt sie als einziges Kind ihres Jahrgangs nicht ein, nicht zwei sondern gleich vier Angebote für eine Lehrstelle. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 12: Und tschüss!

Greg ist wirklich geschlagen mit seinen Eltern. Dieses Jahr wollen sie Weihnachten in der Sonne verbringen. Ausgerechnet in einer Ferienanlage auf der Koralleninsel, in der sie schon ihre Flitterwochen verbracht haben. Was aber noch viel Schlimmer ist: Niemand macht sich Gedanken darüber, man die Geschenke dorthin bekommt, denn die Reise ist bereits das Geschenk. Schon der Flug gestaltet sich für den eher ortsgebundenen Greg als Herausforderung und die Ferienanlage ist auch nicht mehr das, was sie vor vielen Jahren war. Aber Greg wäre nicht Greg, wenn er nicht das Beste daraus machen würde.

Bei Gregs Tagebüchern handelt es sich um Comic-Romane. Der zwölfte Band ist gewohnt witzig und ironisch Weiterlesen

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Philip Kerr: Friedrich der Große Detektiv

Selten habe ich ein Buch gelesen, dass eine so deutliche Erinnerung und Hochachtung spüren lässt. Auf der einen Seite für Erich Kästner, auf der anderen Seite aber auch an die Jugendbücher über den Nationalsozialismus aus den 70ern. An die Bücher von Hans-Peter Richter (Damals war es Friedrich) und Judith Kerr (Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, ich glaube die Namensgleichheit ist Zufall). Der Stil des Buches erinnert ganz stark an Hans-Peter Richter, aber auch an Erich Kästner.

Friedrich lebt im Jahre 1933 in Berlin, sein Vater ist Journalist und mit Erich Kästner befreundet. Sein Bruder Rolf wird sehr früh ein überzeugter Anhänger der Nationalsozialisten und Friedrich hört immer wieder den Streit zwischen Vater und Sohn. Zum Beispiel vor der Bücherverbrennung, bei der auch Friedrich Lieblingsbuch „Emil und die Detektive“ verbrannt wird, inklusive der persönlichen Widmung des Autors. Weiterlesen

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Sara Pennypacker: Mein Freund Pax

Es herrscht Krieg und Peters Vater muss als Soldat an die Front. Peter soll deswegen zu seinem Großvater in ein weit entferntes Dörfchen ziehen. Doch zu dem alten Mann kann er seinen besten Freund Pax nicht mitnehmen. Pax ist nicht etwa ein Schulkamerad, sondern ein zahmer Fuchs, den Peter vor Jahren vor dem sicheren Tod gerettet hat. Sein Vater zwingt ihn schließlich, Pax vor seinem Umzug in einem Waldstück auszusetzen. Auch in der neuen Umgebung kann Peter den Fuchs nicht vergessen. Er beschließt, auszureißen und die weite Strecke zu Fuß zurückzulegen, um wieder mit Pax vereint zu sein.

Sara Pennypacker hat bereits mit „Der Sommer der Eulenfalter“ ein einfühlsames Jugendbuch geschrieben, das sich ebenfalls einem ungewöhnlichen Thema zuwandte. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Gregs Tagebuch 11: Alles Käse!

Im neuesten Comic-Buch-Abenteuer findet Jeff Kinney wieder zu den Ursprüngen der Greg Reihe zurück und mir hat das gut gefallen. War es im ersten Band ein Tagebuch, mit dem Gregs Mom ihn zu einem besseren Menschen machen wollte, so ist es in Band 11 ein Hobby, dass sie von ihm verlangt. Dabei hat Greg gerade erst – nicht ganz freiwillig – Lektüre gefunden , die ihn zu einem regelmäßigen Leser machen könnte: Die Schlotterbein-Romane von Reiner Grusel. Aber seine Mom möchte, dass er etwas „kreatives“ macht und außerdem steht gerade Halloween vor der Tür. Was bietet sich also besser an, als einen Horrorfilm zu drehen. Da Gregs Ego es zwar durchaus zulassen würde, Regie und Rollen gleichzeitig zu übernehmen, er aber einsehen muss, dass er unmöglich gleichzeitig vor und hinter der Kamera sein kann, muss sein bester Freund Rupert als Hauptdarsteller herhalten. Das ist – wie fast alles, was mit Rupert zu tun hat – nicht nur eine gute Idee. Weiterlesen

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Vicky Bo: Gute Nacht, Hase!

hase„Gute Nacht, Hase!“ ist ein liebevoll gestaltetes Papp-Bilderbuch, das kleinen Lesern zwischen einem und drei Jahren das Zubettgehen erleichtern soll. Die Kinder schlüpfen dabei in die Rolle der Haseneltern und werden aufgefordert, den kuscheligen Freund bettfein zu machen. Dafür müssen sie ihn zum Beispiel in der Wanne baden, seine Zähne und Ohren putzen und ihm sein Fläschchen geben. Und das alles ohne technische Unterstützung, sondern auf wundervoll kindgerechte, fantasievolle Art. Die zurückhaltende Gestaltung in pastelligem blau und grün schafft dafür die richtige Atmosphäre. Das macht Spaß und so nebenbei werden hoffentlich auch die kleinen „Haseneltern“ müde und tun es ihrem Schützling nach. Äußerst gelungen! Weiterlesen

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Emma Thompson: Peter Hase: Ein neues Abenteuer

haseBereits 1902 hat Beatrix Potter ihr Bilderbuch „Die Geschichte von Peter Hase“ herausgebracht. Mit „Peter Hase: Ein neues Abenteuer“ hat sich nun Emma Thompson an eine Fortsetzung des beliebten Klassikers gewagt. Der kleine Hase, dem es zu Hause zu langweilig ist, begibt sich darin auf eine Reise, die in Mr. McGregors Garten beginnt, um bei den schottischen Hochland-Spielen zu enden.
Auf liebevolle, kindgerechte Art erzählt die Autorin von der Abenteuerlust, die einen an manch unbekannten Ort verschlagen kann. Vor allem aber erzählt sie eine Geschichte über Freundschaft und vor allem Ehrlichkeit. Die Aquarellzeichnungen von Eleanor Taylor sind stark an das Original angelehnt. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Greg’s Tagebuch 10: So ein Mist!

tagGregs Mutter war ja schon alle Bände hindurch leicht anarchistisch angehaucht. Jetzt hat sie für die Stadt ein elektronikfreies Wochenende durchgesetzt. Aber damit nicht genug der Katastrophen: Gregs Opa musste vorübergehend bei ihnen einziehen und nicht nur, dass sich Greg jetzt ein Zimmer mit seinem kleinen Bruder teilen muss, das Verhältnis von Gregs Vater und Opa ist auch alles andere als ungetrübt und wer muß drunter leiden? Greg. Das eigentliche Drama beginnt jedoch mit dem Aufräumen des Stadtparkes und findet seinen Höhepunkt am Tag danach, als ein verlorener Zahnpastatubenverschluss mit einer dicken Beule im väterlichen Auto endet. Weiterlesen

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Sarah Pennypacker: Der Sommer der Eulenfalter

sommerDie 11-jährige Stella verbringt den Sommer bei ihrer Großtante Louise in einem Küstenstädtchen in Amerika. Eigentlich findet sie es dort ganz nett, auch wenn sie lieber bei Mama wäre. Aber die macht so eine Art Selbstfindungstrip durch die Staaten und kann Stella gerade nicht gebrauchen. Deswegen muss Stella den Sommer mit der nervigen Pflegetochter ihrer Großtante verbringen. Angel und sie könnten kaum unterschiedlicher sein und geraten oft wegen Kleinigkeiten aneinander. Doch dann liegt Louise plötzlich mausetot in ihrem Fernsehsessel und die Probleme fangen erst so richtig an. Stella und Angel beschließen, es keinem zu sagen und einfach weiterzumachen. Das allerdings ist gar nicht so einfach, denn plötzlich möchte ständig jemand was von Louise. Weiterlesen

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