Rebecca Green: Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet

Weißt du eigentlich, wie man sich mit Gespenstern anfreundet? Weißt du, was sie essen, was sie gerne machen und wie du dich um sie kümmern musst? Nein? Dann ist das genau das richtige Buch für dich.

Hier kann man beobachten, wie ein  Mädchen ein Gespenst als Freund für das Leben gewinnt, wie sie zusammen Blätter sammeln und Schwebespagetti mit Matschklößchen kochen. Das Gespenst begleitet das Mädchen durch ihr ganzes Leben. Sie wird älter, gründet eine Familie und kommt schließlich am Ende ihres Lebens an, doch auch danach wird ihr Gespenst sie immer begleiten. Als sie schließlich so alt ist, dass sie nicht mehr lesen kann, kümmert sich ihr Gespenst um sie, es liest ihr vor und bringt sie zum Lachen.

Dieses Buch ist unglaublich niedlich und kreativ gestaltet. Es eignet sich gut zum aktiven Vorlesen, allerdings muss klar sein, dass die Hauptfigur am Ende stirbt. Das ist nicht tragisch aufgebaut, sondern spielt vielmehr auf ein Leben nach dem Tod an und darauf, dass eine Seele unendlich ist. Die Geschichte soll zeigen, dass man wirklich wahre Freunde niemals verliert, da das Mädchen und das Gespenst auch nach ihrem Tod zusammenbleiben. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Marc-Uwe Kling: Das NEINhorn

Im Schatten einer riesigen Lilie kommt im Herzwald ein kleines Einhorn zur Welt. Alle Einhörner sind begeistert – bis das Kleine anfängt zu sprechen. Egal, worum es geht, seine Antwort ist „Nein“. Es will nicht gemütlich auf Wolken liegen oder gezuckerten Glücksklee essen, Spaß haben, Sport machen oder zur Schule gehen. Seine Familie ist am Verzweifeln. Bald nennen sie es nur noch Neinhorn statt Einhorn.

Das Neinhorn hingegen ist seinerseits unglaublich genervt von der Art seiner Verwandten, immer glücklich zu sein, Kekse zu essen und in Reimen zu sprechen. Irgendwann beschließt es, seine Familie zu verlassen und macht sich auf nach Nirgends.

Auf dem Weg trifft es einen Waschbären, der schlecht hört und manchmal auch einfach nicht zuhören will, einen Hund, dem alles egal ist und eine launische Prinzessin, die allen widerspricht.

Schnell werden die vier Freunde und können nun zusammen ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Bockig sein. Denn selbst das macht mit Freunden mehr Spaß. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Rosita Magnus: Der Riese Unta

Der Riese Unta ist einsam. Er sitzt schon so lange am Untersberg, dass er selbst zu Stein geworden ist und sich nicht bewegen kann. Immer wieder sieht er die Kinder unten im Tal spielen und wünscht sich, er könnte dabei sein, doch das ist unmöglich. Ein kleiner Junge, der Franz, gefällt ihm besonders gut. Eines Tages bittet er die Feen, Franz zu ihm nach oben zu bringen – und diese erfüllen ihm seinen Wunsch.

Endlich hat der Riese Unta einen Freund, mit dem er alles teilen kann: seine Geschichten, Geheimnisse und alle Märchen der Berge. Franz ist begeistert, erkundet die tiefen Höhlen des Untersbergs zusammen mit Berggeistern und Zwergen und bemerkt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Doch natürlich kann Franz nicht für immer bei dem Riesen bleiben. Er muss nach Hause, damit sich seine Mutter keine Sorgen macht. Als er schließlich geht, ist Unta untröstlich. Wird Franz etwas einfallen, um den Riesen aus seiner Einsamkeit zu holen? Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Amelie Fried: Ich bin hier bloß die Mutter

Ich habe schon viele Bücher von Amelie Fried gelesen und war jedes Mal sehr angetan. Und auch dieses hier hat mich nicht enttäuscht.

Erzählt wird die Geschichte von Carla, der Mutter von Paula, Tim und Willi. Und Frau von Daniel. Und „Bildermalerin“. Und Kuchenbäckerin, Wäschesortiererin, Vorleserin, Streitschlichterin, und so weiter und so weiter. Kurzum, Amelie Fried erzählt die Geschichte von (fast) allen Müttern dieser Welt. Sie erzählt das in kurzen, aber herrlich präzisen Sätzen, in denen wir alle uns wiederfinden. Wie Carla versucht, ihre Berufstätigkeit und die Familie unter einen Hut zu bekommen, was ihr durch ihren ausgeprägten Perfektionismus sehr erschwert wird, wie es ihrem Mann immer wieder gelingt, sich aus allem herauszuhalten, wie ihre Kinder ihr den letzten Nerv rauben und dabei zum Fressen niedlich sind, das ist das wahre Leben. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Marion Billet: Hörst du „Der Karneval der Tiere“?

Dieses Mal dreht sich in der Reihe „Hörst du“ alles um Camille Saint-Saens „Der Karneval der Tiere“. Das Buch ist für Kinder von ein bis drei Jahren empfohlen und dementsprechend ist es auch gestaltet. Klare Formen und Farben sprechen das Auge und die Fantasie an, ohne die Kleinen zu überfordern. Da schreitet der Löwe schön und stolz daher, bunte Vögel zwitschern im Baum und Quallen gleiten sanft durchs Wasser.

Die musikalischen Auszüge sind lang genug, um einen ersten Eindruck zu kriegen und die Kinder spielerisch an klassische Musik heranzuführen. Mit Glück machen sie auch Lust auf mehr. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jens Schumacher: Aufstand der Zwerge: Die Erdbebenmaschine

##Beat Menueslis Eltern sind gefeierte Stars. Sein Vater spielt in einer der Europäischen Basketball-Ligen, seine Mutter doubelt am Set Stars in Action-Filmen. Um so rätselhafter ist und bleibt es, dass ihr Sohnemann, eben unser Beat, eines Tages einfach aufhört in die Höhe zu schießen. Zwar wächst er noch, aber nur in die Breite. In der Schule nehmen ihn die Rüpel aufs Korn, Zwerg und Hobbit sind noch das Netteste, was er zu hören bekommt. Die Ärzte rätseln, murmeln etwas von hormoneller Störung und wissen auch nicht recht weiter. Da ist es gut, dass Beat bei den Dachsen eine Heimat gefunden hat. Moment, nein, nicht die vierbeinigen Tiere sind gemeint, sondern eine Schweizer Pfadfinder-Abteilung, der sich der Junge angeschlossen, und in der er Freunde gefunden hat.

Jetzt steht ein Campingausflug an, und Beat stößt inmitten der unberührten Bergwelt auf zwei gar merkwürdige Altersgenossen. Inmitten der nächtlichen Natur wartet ein Girl, das sich wie in einem Manga angezogen hat und ein Möchtegern-Rapper auf ihn – und eröffnen ihm eine unglaubliche Geschichte. Er sei nur adoptiert, er sei ein Zwerg und das Reich unter dem Schweizer Gebirgsmassiv benötige seine Hilfe! Die spinnen doch hochgradig, denkt Beat zunächst, doch dann fährt er über einen Druckluftlift ins Erdinnere, begegnet an der Decke hängenden Erdferkeln, Aufzieh-Helikoptern und einem mehr als fiesen Zwergenkönig, der nicht weniger, als die Vernichtung aller Menschen plant … Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (1960)

Fast jeder hat schon einmal von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer gehört. Wer nur die Verfilmungen kennt – von denen ich die der Augsburger Puppenkiste am meisten schätze – hat aber etwas verpasst.

Und so fängt die Geschichte an: Auf Lummerland, einer winzigen, beschaulichen Insel im großen Ozean, leben genau vier Menschen und die Lokomotive Emma. Da sind Lukas der Lokomotivführer, der so großartige Dinge kann wie Loopings spucken und Eisenstangen zu Schleifen binden; König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte, der zwischen den beiden Gipfeln der Insel in seinem Schloss thront und regiert; Frau Waas, die den Kaufladen führt und die Einwohner mit allen wichtigen Dingen – zum Beispiel mit ihrem selbstgemachten Erdbeereis – versorgt und Herr Ärmel, der am liebsten spazieren geht und sonst vor allem Untertan ist.

An einem schönen Tag legt das Postschiff vor der Insel an und der Briefträger bringt – etwas ratlos – ein Paket für eine „Frau Malzaan oder so ähnlich“. Natürlich ist allen gleich klar, dass es auf Lummerland keine Frau Malzaan gibt. Die Zahl der Einwohner ist ja ziemlich überschaubar. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Michael Ende. Die unendliche Geschichte (1979)

Als Bastian vor der Schule ein Buch mitgehen lässt, weiß er noch nicht, dass die Lektüre sein Leben für immer verändern wird. Er taucht ein in die Unendliche Geschichte und lernt dort Atréju kennen, der gemeinsam mit dem Glücksdrachen Fuchur das Leben der Kindlichen Kaiserin retten muss. Seitdem sie krank ist, verschwindet Phantásien zusehends und hat schwarze Löcher aus Nichts. Das muss gestoppt werden, die fantasievolle, grenzenlose Welt darf nicht für immer im Vergessen landen. Bastian erkennt fast zu spät, dass er selbst der Schlüssel zur Rettung ist.

Michael Endes Werk ist ein wahrer Klassiker und wurde seit seinem Erscheinen von vielen Generationen gelesen. Im Vordergrund steht nicht nur die Handlung. Sie nimmt aber viel Raum ein und ist immer wieder abwechslungsreich und bunt gestaltet. Erst gibt es zwei Handlungsstränge, einen in Phantásien, einen in der Welt der Menschen, die sich zur Mitte des Buches dann miteinander verknüpfen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jeff Kinney: Ruperts Tagebuch – Zu nett für diese Welt!: Jetzt rede ich!

Rupert ist bekannt als der „beste“ Freund von Greg, dem tagebuchschreibenden selbsternannten Superhirn aus den „Greg’s“ Tagebüchern. Rupert kommt dabei ja nicht immer gut weg und jetzt möchte er halt seine Sicht der Dinge schildern. Das kommt bei Greg gar nicht gut an, Tagebuchschreiben ist schließlich „sein“ Ding (es war in Wirklichkeit die Idee seiner Mutter, wenn ich mich recht entsinne. Da Rupert, wie schon im Titel angekündigt, viel zu gut für diese Welt ist, lässt er sich recht schnell überreden, dann doch über Greg zu schreiben. Sozusagen schon mal den Biografieentwurf für die spätere Berühmtheit.

Mit der Sichtweise von Rupert gelingt es Jeff Kinney, Greg’s Tagebüchern doch noch mal eine neue Seite abzugewinnen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Guy Jones: Der Eisblumengarten

Die 12-jährige Jess leidet an der Mondscheinkrankheit, einer Erbkrankheit, bei der ihre Haut im Sonnenlicht sofort zu brennen beginnt und es zu starken Rötungen kommt. Jess muss deshalb vor allem im Dunkeln leben und kann nur mit einer aufwendigen Verkleidung tagsüber an die frische Luft. Hänseleien sind dabei vorprogrammiert und Jess hasst nichts mehr als die Krankheit und die dazugehörige Verkleidung. Dann schleicht sie sich eines Nachts nach draußen und entdeckt mitten im Sommer einen verzauberten Garten aus Eis. In ihm lernt sie den etwa gleichaltrigen Owen kennen. Er lebt schon immer im Eisblumengarten und weiß gar nichts von der Menschenwelt. Die beiden freunden sich an und plötzlich verschwindet auch Jess‘ Krankheit. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie nicht beides haben kann: Gesundheit und Owen im Eisblumengarten.

Guy Jones hat mit „Der Eisblumengarten“ ein zauberhaftes Märchen für Kinder ab etwa 10 Jahren geschrieben. Es geht um Freundschaft und Familie, um den Umgang mit Schicksalsschlägen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: