Daniel Napp: Anpfiff für Dr. Brumm

Ob die Fußball EM 2021 ausgetragen wird, oder nicht, Dr. Brumm führt die kleinen Leser schon mal zum Aufwärmen auf den Platz. Bauer Hackenpiep hat ihn und seine Freunde zu einem Fußball-Match herausgefordert. Zunächst läuft es für die von Hackenpiep so despektierlich genannte „Gurkentruppe“ gar nicht gut und schon bald steht es 0:3 für die Otter-Jugend-Nationalmannschaft. Wenn da nicht der schlaue Goldfisch Pottwal wäre, der Dr. Brumm und sein Team in der Halbzeitpause mit den drei geheimen Goldfischregeln des Fußballs bekannt machen würde. Plötzlich wendet sich das Blatt…

Wer Dr. Brumm mag, der wird sich auch über dieses Buch freuen. Gewohnt turbulent, ein wenig verrückt und mit einer guten Prise Selbstironie geht der große Bär mit seinen Freunden ans Werk. Durch die Dynamik der Bilder (manche Seiten haben beinahe Comic-Charakter) ist auch der Leser schnell gefesselt. Daumen drücken und mitfiebern! Weiterlesen

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Tania Goryushina & Andrej Kurkow: Warum keiner den Igel streichelt

Der kleine Igel macht einen gemütlichen Spaziergang die Dorfstraße entlang. Die Sonne scheint, überall blühen Blumen und in den Gärten kann er die Menschen und Tiere sehen. Auf einmal fällt ihm etwas auf: Egal ob Hund, Katze oder Pferd, sie alle werden von den Menschen gestreichelt und sehen dabei glücklich und zufrieden aus.

Der kleine Igel ist eifersüchtig. Er wird nie von irgendjemandem gestreichelt! Zunächst beneidet er die anderen Tiere nur, doch schließlich wird er richtig traurig. Bedeutet, dass niemand ihn streichelt vielleicht, dass niemand ihn liebhat? Zum Glück weiß die kleine Maus Bescheid und kann dem Igel erklären, was es mit dem Streicheln auf sich hat. Der Igel und die Maus werden Freunde und auch, wenn keiner von beiden gestreichelt wird, sind sie nun nicht mehr einsam. Und der kleine Igel ist auch nicht mehr traurig, denn er weiß nun, dass seine Sorgen und seine Traurigkeit gar nicht nötig waren. Weiterlesen

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Ged Adamson: Komm knuddeln

Oskar ist ein kleiner Vogel. Aber er ist nicht so wie die anderen. Er hat lange, unglaublich lange Flügel. Und so sehr er auch versucht, mit ihnen zu fliegen, es will einfach nicht klappen. Doch eines Tages trifft Oskar einen Orang-Utan, dem es noch schlechter geht als ihm: „Ich bin so traurig, ich weiß gar nicht genau warum!“ Oskar umarmt und tröstet ihn. Vielleicht sind seine Flügel ja doch für etwas gut. Denn es bleibt nicht bei dem Orang-Utan, bald wollen alle Tiere von Oskar geknuddelt werden. Da erkennt der kleine Vogel, dass seine langen Flügel ein großes Geschenk sind.

Es macht Spaß, durch das Buch zu blättern. Zum Teil gehen die wunderschön leichten Illustrationen über eine Doppelseite, dann wieder sind es viele verschiedene kleine. Und manchmal muss man das Buch auch drehen. Auch hier fällt also schon mal etwas aus dem Rahmen. Weiterlesen

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Lena Sjöberg: Die Nacht leuchtet

Dieses aussagekräftig illustrierte Sachbuch für Kinder zeigt, dass die Nacht nicht nur finster und mitunter sogar ein wenig unheimlich ist. Schon die Nachtleuchtfarbe auf dem Cover lässt erahnen, dass die Seiten so manches leuchtende Wunder bereit halten.

Im Inhalt geht um Nachttiere wie Katze, Wildschwein, Reh oder Eule, deren Augen leuchten, wenn sie von einem Lichtstrahl getroffen werden. Man erfährt davon, was auf dem Boden und zwischen den Blättern leuchten kann, staunt über leuchtende Steine, Leuchtmoos oder leuchtende Pilze. Weiter geht es in die Tiefen des Meeres, wo verschiedenste Pflanzen, Fischarten und Weichtiere neonfarben leuchten können. So macht man unter anderem Bekanntschaft mit einem Leuchtfisch, einem Tiefseevampir oder einer Seekatze. Oder man staunt über eine Alarmqualle, deren Unterseite wie das Blaulicht auf einem Polizeiauto aufleuchtet, sobald sie bedroht wird.

Wie die leuchtenden Farben zustande kommen, durch welche Prozesse sie in Gang gesetzt werden, wird dabei jeweils aufschlussreich und  anschaulich erklärt. Weiterlesen

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Louis Slobodkin: Versteckt, versteckt, nicht entdeckt

Susanne sucht ein gutes Versteck. Ihre Brüder haben eine Spinne gefangen, die sie ihr zeigen wollen, aber Susanne mag keine Spinnen und versucht, sich vor ihnen im Garten zu verstecken. Sie fährt mit ihrem Fahrrad herum und probiert einen Ort nach dem anderen aus. Aber kein Versteck scheint das richtige zu sein. Schließlich fragt sie ihre Großmutter nach einem Ort, wo keiner sie finden kann und diese nennt ihr einen. Doch von dort kann die Nachbarin sie sehen, es ist also doch kein gutes Versteck. Also fragt Susanne die Nachbarin, wo sie sich verstecken könnte, doch auch in dem Versteck der Nachbarin wird sie schnell gefunden.

Susanne fragt alle Leute, die sie finden, ob sie ihr ein besseres Versteck nennen können: den Gärtner und schließlich den Briefträger, doch sie wird jedes Mal aufs Neue gefunden. Irgendwann ist sie ziemlich enttäuscht und hört auf, nach einem Ort zu suchen, an dem niemand sie finden kann. Und ganz ohne es zu wollen, entdeckt sie so das beste aller Verstecke. Weiterlesen

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Carsten Müller u.a.: Von wegen Bienchen & Blümchen. Aufklärung, Gefühle und Körperwissen für Kinder

Aufklärung. Früher oder später trifft dieses Thema jedes Elternteil. Und dem ein oder anderen ist es vielleicht unangenehm, darüber zu sprechen und  ihm / ihr fehlen die richtigen Worte. Wie gut, dass es Hilfe gibt: „Von wegen Bienchen & Blümchen“ behandelt in altersgerechter Sprache Themen wie Emotionen, Scham, Doktorspiele und damit verbundene Körpergrenzen, die Entstehung eines Babys, Liebe oder die Pubertät. Auch den unterschiedlichen Familienmodellen ist eine Doppelseite gewidmet.

Ob man das Buch von vorne bis hinten durchliest, oder immer mal wieder eine Doppelseite anschaut, auf den farbenfrohen Seiten gibt es viel zu entdecken. So können schon die Fünfjährigen einfach durch das Buch blättern und entdecken sicher das ein oder andere Detail, über das sich ins Gespräch kommen lässt.

Die älteren LeserInnen – die schon eine gewisse Scham entwickelt haben (auch das wird ja im Buch thematisiert) – finden sich ebenfalls gut allein im Buch zurecht und können die vom erfahrenen Sexualtherapeuten und -pädagogen Carsten Müller anschaulich  aufbereiteten Texte für sich alleine lesen. Weiterlesen

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Reiner Zimnik: Der Bär auf dem Motorrad

Der dicke, braune Bär, um den sich in dieser Geschichte alles dreht, lebt hinter einem Käfig vom Zirkus Rumplrad. Er ist ein gutmütiger Bär, der die Ruhe am Tag genießt. Jeden Abend hat er seinen großen Auftritt im Zirkus. Dann nämlich fährt er vor dem staunenden Publikum auf einem Motorrad dreizehnmal im Kreis herum. Der Bär freut sich, dass die Zuschauer begeistert sind von ihm und genießt seine Rolle. Schließlich ist er der einzige Bär Europas, der dieses Kunststück vorführen kann. Nachdem eines Tages ein kleiner Junge aus dem Publikum laut ruft, dass der Bär dumm sei, weil der doch nur im Kreis herumfahren könne, ärgert sich der Bär so sehr, dass er nach seinem nächsten Auftritt einfach mit dem Motorrad aus dem Zirkuszelt hinausfährt. Kreuz und quer fährt er durch die Stadt. Die Menschen draußen staunen und sind begeistert. Andere versammeln sich in den Häusern an ihren Fenstern und schauen hinaus, denn alle wollen den Motorrad fahrenden Bären in ihren Straßen sehen. Währenddessen rennen alle Zirkusleute samt dem Publikum dem Bär auf dem Motorrad hinterher. Unbeirrt fährt der Bär einfach immer weiter, so lange, bis der Tank leer ist. Jetzt ist er zufrieden. Weiterlesen

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Timon Meyer & Julian Meyer: Pauls Garten

Der Maulwurf Paul ist ein fleißiger Gärtner. Er steckt all seine Energie in seinen prächtigen Garten, arbeitet dort von früh bis spät und pflegt sein Obst und sein Gemüse – das größte, saftigste und leckerste der ganzen Nachbarschaft. Seine kleine Nachbarin, das Schweinchen Erna, schaut ihm begeistert zu, bis Paul sich entschließt, sie sein Wissen zu lehren. Er zeigt ihr alles, was sie im Garten wissen muss und bringt ihr bei, sich um die Pflanzen zu kümmern. Von da an arbeiten die beiden jeden Tag zusammen in Pauls Garten.

Erna kann es kaum erwarten, dass die Mühe sich auszahlt: Sie will endlich etwas von den leckeren Dingen probieren, doch Paul ermahnt sie, bis zum großen Tag der Ernte zu warten. Als es endlich so weit ist, kommt Paul voller Eifer in aller Frühe in seinen Garten – und muss feststellen, dass all sein Gemüse verschwunden ist und alle Obstbäume kahl sind. Was ist nur passiert? Sind seine Radieschen Dieben zum Opfer gefallen? Als Paule dann herausfindet, was mit seiner Ernte passiert ist, erwartet ihn eine große Überraschung … Weiterlesen

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Finn-Ole Heinrich & Dita Zipfel: Schlafen wie die Rüben

2020 haben die Autoren Finn-Ole Heinrich und Dita Zipfel den deutschen Jugendbuchpreis erhalten.

In diesem Bilderbuch geht es Drunter und Drüber vorm Einschlafen.

Jeder Abend bringt einhundertdrei kleine Details in der Rübenhöhle, in der Familie Rübe „wegschluumt“. Hier wird gehüpft, der Esel Olga muss geschüttelt, der Himmel gestriegelt und die Betten verdaut werden. Oder stimmt hier etwa etwas nicht? – Das Durcheinander in den Reimen wird durch die passenden witzigen Bilder pointiert. Weiterlesen

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Anna Dewdney: Lama Lama lernt teilen

Lama Lama lernt teilen ist der fünfte Band der Lama Lama-Serie. Sämtliche Titel dieser Reihe standen auf der New York Times-Bestenliste und wurden millionenfach verkauft.

Wie in den anderen Bänden geht es auch in diesem Buch um eine gängige und gleichzeitig ganz wichtige Thematik im Kleinkindalter – hier, wie der Titel schon besagt, um das Teilen von Spielsachen mit anderen Kindern:

Die neuen Nachbarn kommen zu Besuch und mit dabei ist Nelly Gnu. Während die Mütter zusammensitzen, nimmt Nelly Gnu die Spielsachen von Lama Lama unter Beschlag. Als sie sich dann auch noch das Kuscheltier von Lama Lama nimmt, ist es aus mit dem Frieden. Im Streit reißt der Arm von Kuscheltier Wuschel ab. Zum Glück kann die Mutter helfen und den Arm wieder annähen. Danach wird alles wieder gut. Lama Lama und Nelly Gnu finden nach langsamen Annäherungen zum gemeinsamen Spiel. Weiterlesen

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