Die klassischen Abenteuergeschichten sind selten geworden. Henry de Monfreid, geboren 1879, hat seine Eigenen verfasst. Er erlebte vor dem Ersten Weltkrieg im Roten Meer so manches Abenteuer beim Perlentauchen und Waffenschmuggeln und hielt diese zunächst in vielen Briefen fest. Später, auf Drängen des Schriftstellers Joseph Kessel, entstand der erste Band seiner Abenteuer unter dem Titel „Die Geheimnisse des Roten Meeres“.
Dieser besteht inhaltlich aus drei Teilen. Im ersten Abschnitt beschreibt er anschaulich, wie einer aus gutem Hause ausbricht, um völlig vogelfrei sein Glück mit den Perlen zu versuchen und dabei Zeuge so mancher Verbrechen wird. Weiterlesen
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Roman Graf: Niedergang
Immer mehr wird Extremsport zu einem Lebensstil hoch stilisiert. Der Nervenkitzel, ein vom Sport durchtrainierter Körper und dazu die teure Spezialkleidung nebst Ausrüstung vervollständigen ein Bild von dem freien, erfolgreichen Menschen, der an den seltsamsten Orten die seltsamsten Herausforderungen sucht. In dem Roman „Niedergang“ von Roman Graf üben sich der Schweizer André und die Ostdeutsche Friederike, die sich Louise nennt, im Klettern. Freeclimbing als Freizeitbeschäftigung, gut geschützt in Hallen, soll sie auf eine ganz bestimmte Bergtour vorbereiten. Mit dem antrainierten Schwierigkeitsgrad 6 bis 7 müsse die Tour zu schaffen sein, denkt André und beginnt ganz nach Schweizer Art präzise zu planen. Weiterlesen
Rachel Ward: Drowning – Tödliches Element
Es gibt extreme Situationen, die in einem Leben alles verändern können. Meist zum Guten. Bei dem fünfzehnjährigen Carl ist es anders. Sein Leben wird schlimmer und schlimmer und schlimmer.
Carl lernt den Tod kennen, als er mit seinem älteren Bruder Rob und Neisha, dessen Ex-Freundin, in einem See schwimmt. Rob ertrinkt unter mysteriösen Umständen. Neisha hat bei ihrer Rettung panische Angst, während sich Carl an nichts mehr erinnern kann. Er kann auch nicht trauern und leidet unter Schuldgefühlen. War möglicherweise er für Robs Tod verantwortlich? Weiterlesen
Nicholas Lake: Nummer 3
Amy ist eines dieser „armen“ reichen Mädchen. Nachdem ihre psychisch erkrankte Mutter den Freitod gewählt hat, kommt sie mit dem Leben nicht mehr klar. Auch ihr Vater, ein erfolgreicher Investmentbanker, hat Probleme. Als er seinen Job verliert, beschließen er und seine neue Partnerin, Amy mit auf eine lange Reise zu nehmen. Auf der neuen Luxusyacht findet die Familie einen heilsamen Lebensrhythmus. Doch kurz nach der Durchquerung des Suezkanals wird die Yacht von somalischen Piraten geentert und alle an Bord in Geiselhaft genommen. Während die Verhandlungen Formen annehmen, verliebt sich Amy in Farouz, den jungen Dolmetscher der Piraten. Die ganze Situation droht zu eskalieren, je näher sich die beiden kommen. Weiterlesen
Anna Stothard: Pink Hotel
Sie ist siebzehn Jahre alt, von der Schule geflogen und verletzt sich gerne. Während sie in dem heruntergekommenen Café ihres Vaters als Aushilfe arbeitet, ist sie auf dem besten Weg, ihr Leben zu verlieren. Nur weil ihr Vater vergisst, eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu löschen, erfährt sie von dem Unfalltod ihrer Mutter. Kurzerhand stiehlt sie die Kreditkarte ihrer Stiefmutter und fliegt von London nach Los Angeles, wo die Beerdigung stattfindet. Sie kommt zu spät und erlebt im Hotel ihrer Mutter eine riesige Abschiedsparty. Weil bei ihrem Erscheinen keiner mehr nüchtern ist, kann sie sich in Lilys Wohnung umsehen. Unter dem Bett findet sie einen roten Koffer mit Liebesbriefen, Fotos und Papieren. Aus einer Laune heraus packt sie noch ein paar Kleider ein und nimmt ihn mit. Weiterlesen
Gabriel Roth: Gleichung mit einer Unbekannten
Erik ist ein junger Mann, ein Nerd, der durch den Verkauf seines Computerprogrammes sehr reich geworden ist. Weder der Reichtum noch die einhergehende Leere sind in seinem Leben geplant.
Was macht man mit einem Leben ohne konkrete Aufgaben und Pflichten? Wie geht man mit Mitmenschen um, die in Erik nur den Geldautomaten auf zwei Beinen, nicht aber den Menschen sehen?
Die neuen Freiheiten könnten ein Paradies sein, wenn dort echte Gefühle zwischen Mann und Frau die Regel wären. Doch im realen Leben benötigt Erik jede Menge Kreativität … Weiterlesen
Alexia Casale: Die Nacht gehört dem Drachen
Evie ist vierzehn, Vollwaise, seit ein paar Jahren adoptiert und von ihrer Kindheit sowohl seelisch als auch körperlich gezeichnet. Unter diesen Vorzeichen scheint das weitere Leben vorbestimmt zu sein wie eine Einbahnstraße. Doch Evie hat das Glück, von einem älteren Ehepaar adoptiert zu werden, das sie lieben kann, wie sie ist. Die Ich-Erzählerin des Romans ist für die neuen Eltern Amy und Paul eine zweite Chance für ein ausgefülltes Familienleben, das durch den frühen Tod ihres Sohnes beendet schien. Wie in jedem anderen Familienleben hat jeder von ihnen ein eigenes Maß an Last und Freuden zu tragen. Evie zum Beispiel fällt es schwer, sich ihren neuen Freundinnen anzuvertrauen. Hinzu kommt ihre persönliche Fehde mit einem reichen Nachbarjungen, der gern Schwächere schikaniert und Evie bei einer Auseinandersetzung in Lebensgefahr bringt. Weiterlesen
Reinhold Messner: Pol: Hjalmar Johansens Hundejahre
„… Wie die Eroberer von Süd- und Nordpol, deren Namen heute noch leuchten, ihren jeweils zweiten Mann gebrochen haben, lasse ich einen dieser „Helden“ nun selbst erzählen. Hjalmar Johansen. …“
Abenteuer, Ruhm, und ein sozialer Aufstieg waren der Motor für den Norweger Hjalmar Johansen, geboren 1867 in Skien, das ewige Eis zu bereisen. 1893 erhielt er den letzten Platz im Expeditionsteam von Fridtjof Nansen. Als Heizer begann seine Arbeit, und an Nansens Seite durfte er als Einziger aus der Mannschaft zum Nordpol. Dies verdankte er seinem Geschick mit den Hunden, der scheinbar unerschöpflichen Leidensfähigkeit und seiner körperlichen Fitness als Skifahrer und Turner. Weiterlesen