Cassandra Clare: Chain of Gold: Die Letzten Stunden 1

Elegante Londoner Abendgesellschaften, politische Debatten und anderer Schattenjäger um sich herum – das alles ist Cordelia Carstairs nicht gewöhnt. Bisher lebte sie eher zurückgezogen mit ihrer Familie, doch nun, wo ihr Vater als Angeklagter vor Gericht steht, ist es ihre größte Aufgabe, den guten Ruf ihrer Familie wieder herzustellen.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts tauchen nur wenige Dämonen in London auf. Persönliche Probleme beschäftigen die Schattenjäger mehr als der Kampf gegen das Böse – zumindest James Herondale hat mehr als genug davon. Als Kind einer Hexe und eines Schattenjägers verfügen sowohl er als auch seine Schwester über Fähigkeiten, die sie vor der Welt geheim halten müssen, um nicht Spott oder sogar Hass auf sich zu ziehen. Außerdem ist er unglücklich an seine Kindheitsliebe Grace gebunden, die eine Beziehung mit ihm abweist. Als Grace plötzlich in London auftaucht und es kurz darauf zu einem unerwarteten wie verheerenden Dämonenangriff kommt, beginnen James und Cordelia zu begreifen, dass die Abwesenheit der Dämonen nur die Ruhe vor dem Sturm gewesen sein könnte. Die Dämonen scheinen unbesiegbar, verletzte Schattenjäger erliegen einer unbekannten Krankheit – die Situation entwickelt sich so dramatisch, dass London unter Quarantäne gestellt wird, um die Ausbreitung der Dämonen zu verhindern.

Persönliche Probleme müssen hinten angestellt werden, doch das ist gar nicht so leicht. Cordelia kämpft innerlich gegen die Liebe zu ihrem Kindheitsfreund James, dieser muss mit ansehen, wie Grace sich mit einem anderen verlobt. Die beiden müssen erfahren, dass das Leben als Held mit großen Opfern verbunden ist. Weiterlesen

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Agatha Christie: Das fehlende Glied in der Kette: Poirots erster Fall (1920)

Eigentlich sollte Hastings sich auf dem Anwesen seines alten Freundes John Cavendish von seinem Einsatz im Krieg ausruhen. Doch kaum angekommen überschlagen sich die Ereignisse: Die wohlhabende Witwe Emily Ingleothrop, Stiefmutter von Hastings Freund John und dessen Bruder, stirbt in ihrem Bett an unerklärlichen Krämpfen. Als herauskommt, dass sie vergiftet wurde, scheint die Sache sofort klar: Der Täter muss der neue und sehr viel jüngere Ehemann sein. Der Ansicht sind zumindest alle Bewohner des Hauses. Doch wie bald herauskommt haben sie selbst ebenfalls alle ein Motiv für den Mord und Scotland Yard glaubt kurz darauf, den wahren Mörder erkannt zu haben.

Hercule Poirot, der zur rechten Zeit am rechten Ort war, hat seine ganz eigenen Theorien zu dem Fall. Ihm fehlt jedoch ein wichtiger Hinweis, das fehlende Glied in der Kette, ohne das auch er Schwierigkeiten hat, hinter die mysteriösen Zusammenhänge des Mordes zu kommen. Für ihn deutet alles darauf hin, dass Mrs. Inglethorp nicht an diesem Tag hatte sterben sollen.

Ein unerklärliches Rätsel stellt vor allem das Gift dar. Zwar starb Mrs. Inglethorp nachweislich daran und ihr Kaffee hätte mit Leichtigkeit vergiftet werden können, doch unerklärlicherweise stirbt sie sehr viel später, als Gift im Kaffe es bewirkt haben könnte. Die Frage ist also nicht allein, wer Mrs. Inglethorp tötete, sondern auch, wie sie starb. Weiterlesen

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Mark-Uwe Kling: Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat

Oma und Opa sind wieder zum Aufpassen bei Luisa, Max und Tiffany. Wer hier auf wen aufpasst, ist den Kindern besser klar als ihren Großeltern. Denn diese können ganz schön schusselig sein. Bei ihrem letzten Besuch hat Oma bereits das Internet kaputt gemacht, jetzt ist Opa an der Reihe: Als er einen Tee kochen will, stellt er den Wasserkocher auf den Herd. Dort fängt das Plastik an zu schmelzen und natürlich stinkt die ganze Wohnung.

Die Familie muss den ganzen Tag im Garten verbringen, was aber eigentlich ganz lustig wird. Am Ende zelten sie sogar und das ist wie ein Ausflug zu Hause.

Opa ist das Ganze furchtbar unangenehm, vor allem als dann auch noch Mama und Papa nach Hause kommen. Doch wie sich herausstellt, ist dieser Wasserkocher nicht der erste gewesen, den die Familie hatte und jeder der Vorgänger hat eine ganz eigene Geschichte. Vor allem aber, hat jeder schon mal etwas Dummes gemacht, alle aus der Familie, Opa ist also nicht der einzige. Weiterlesen

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Ray Bradbury: Fahrenheit 451 (1953)

In diesem Zukunftsroman ist Lesen eine Straftat. Der Besitz von Büchern ist verboten, Wissen und Allgemeinbildung sind unerwünscht. Die breite Masse der Menschen wird von den Medien gesteuert, ist einfältig und willenlos. Doch das wird als Segen gedeutet, denn die emotionslose Masse, hat keinen Grund mehr, unglücklich zu sein: Wer nichts weiß, kann sich keine Meinung bilden und wer keine Meinung hat, der streitet sich nicht.

In dieser Welt lebt der Feuermann Guy Montag. In seinem Beruf hat er die Aufgabe, Bücher zu verbrennen. Nachbarn und Verwandte zeigen immer wieder Menschen an, die gegen das Gesetzt Bücher bewahrt haben und als Bewahrer des Friedens, vernichten die Feuermänner diese.

Montag denkt nicht sonderlich viel über seine Arbeit nach, bis er ein Mädchen trifft, die die Welt mit anderen Augen sieht und ihn dazu bringt, eigene Gedanken zu formen. Ihr plötzlicher Tod, sowie ein traumatischer Einsatz, bei dem nicht nur Bücher, sondern auch ihre Besitzerin verbrannt werden, werfen Montag komplett aus seinem eingefahrenen Leben.

Er versucht, sich gegen das kranke System zu wenden, muss aber feststellen, dass kein vertrauter Mensch ihm zu folgen bereit ist. Als herauskommt, dass er selbst im Besitz einiger Bücher ist, findet er sich auf der Flucht vor bekannten Gesichtern wieder. Weiterlesen

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T. Jonglez, P. Zoffoli & I. Galifi: Verborgenes Venedig

Venedig ist eine Touristenstadt. Eine Stadt sie jedes Jahr mehr Besucher hat, als die meisten anderen Urlaubsziele, eine Stadt, die jeder kennt, von der jeder gehört hat und die viele einmal in ihrem Leben gesehen haben wollen. Doch wenn man durch die Gassen Venedigs läuft, kann man oft von Touristenströmen mitgerissen werden und in der Hektik viele sehenswerte Details übersehen. Man neigt dazu, enge Kreise um die angepriesenen Hauptattraktionen zu ziehen und den geheimen Zauber zu übersehen, die diese Stadt verbirgt.

Dem wirkt der Reiseführer „Verborgenes Venedig“ entgegen. Er führt Leser wie Reisenden zu versteckten Sehenswürdigkeiten, weist auf kleine Details hin und erklärt scheinbar uninteressante Dinge, an denen man ahnungslos vorübergegangen wäre. Historisches Wissen prägt diesen Reiseführer ebenso wie Originalität. Die beschriebenen Orte finden sich garantiert in keinem anderen Buch, auch Einheimische wissen wohl nicht von allen Details und deren Geschichte.

Die Orte sind nach Stadtteilen sortiert und in einzelnen Karten genau verzeichnet. Zu jedem der Plätze gibt es viel Hintergrundwissen, außerdem werden Dinge wie Öffnungszeiten und Ansprechpartner aufgeführt, genauso wie hilfreiche Anmerkungen, wie zum Beispiel die beste Zeit für einen Besuch.

Was bedeuten die Linien auf dem Markusplatz? Was ist die Himmelsarznei und wer hatte die Lizenz, sie zu verkaufen? Kerben im Boden und geheime Gärten – sie bevölkern die Seiten dieses ganz besonderen Reiseführers. Weiterlesen

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Giorgio Vasari: Lebensläufe der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten

25 Biografien befinden sich in diesem Buch. Von Cimabue über Giotto und da Vinci zu Michelangelo beschreibt Georgio Vasari das Leben aller namenhaften Künstler der italienischen Renaissance. Dabei wird zum einen deren Hauptwerk beleuchtet, welches in chronologischer Reihenfolge steht, zum anderen wird lebhaft beschrieben, wie die jeweiligen Künstler zu ihrer Berufung fanden, wo sie in die Lehre gingen und wie ihr Privatleben aussah. All diese Informationen werden von Vasari im Kürzesten zusammengefasst, jede Biografie umfasst nur wenige Seiten. So ist es jedem möglich, die wichtigsten Informationen in kurzer Zeit zu erfassen und einen Schnelldurchlauf in künstlerischer Bildung durchzumachen.

Obwohl der Text schon alt ist – Vasari selbst war ein italienischer Künstler des 16. Jahrhunderts – lässt er sich für den heutigen Leser gut verstehen und einfach nachvollziehen. Italienische Zitate und Anspielungen auf nicht beschriebene Kunstwerke sind mit Fußnoten versehen und können im hinteren Teil des Buches nachgeschlagen werden, sollte Unverständnis auftreten.

Der kleine Teil schriftstellerische Fantasie, die in die Biografien eingebaut wird, nimmt dem Ganzen den Charakter einer trockenen wissenschaftlichen Arbeit und macht das Buch durch verschiedene Anekdoten zu einem echten Lese- wie Lernvergnügen. Ob Giotto wirklich von seinem Meister entdeckt wurde, als er ein Schaf auf einen Stein zeichnete, kann heute nicht mehr geklärt werden. Fakt ist aber, dass es den Leser unterhält und diese Sammlung an Biografien durch derart faszinierende Details einzigartig wird. Weiterlesen

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Tuul & Bruno Morandi: Katzen: Samtpfoten aus aller Welt

Tuul und Bruno Morandi reisen seit Jahren um die ganze Welt. Als Reisefotografen haben sie ein ganz bestimmtes Motiv immer wieder aufgenommen: die Katze. Als begeisterte Katzenliebhaber sammelten sie im Laufe der Zeit viele einzigartige, besondere und eindrucksvolle Bilder der Samtpfoten. Um ihnen den Ehrenplatz zu geben, den sie verdienen, wurde dieses Buch erstellt.

Diese Mischung aus Fotobuch, Poesiealbum und Reiseführer ist wahrscheinlich das gelungenste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Die Fotos zeigen niedliche, spannende und künstlerische Momentaufnahmen, gleichzeitig bekommt man einen tiefen Einblick in die Straßen der ganzen Welt, in enge Gassen von Marokko, Mauern mit Meerblick in Griechenland und Katzentempel in Japan. Nicht nur die Katzen aus aller Welt sind das Motiv, auch die Menschen, die sie begleiten werden oft mit ihnen dargestellt. Das Buch ist zauberhaft, die farbprächtigen Bilder aus Alltagssituationen nehmen den Leser mit auf eine Reise um die Welt.

Neben den Fotos beinhaltet das Buch passende Gedichtauszüge und lyrische Zitate, die die Bilder unterstützen und ihre Wirkung mit Worten hervorheben. Auch viele Informationen über die Katze selbst werden auf einigen Seiten zusammengefasst, der Leser bekommt einen Einblick, wie die Tiere sich in aller Welt verbreiteten. Weiterlesen

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Kiera Cass: Promised

Hollis lebt mit ihren Eltern am Hof des Königs, sie trägt die schönsten Kleider, isst das feinste Essen, verkehrt in der besten Gesellschaft und genießt ihr Leben voller Klatsch, Tratsch und Geld. Doch das ist es nicht, was sie besonders macht. Seit längerer Zeit hat auch noch der König ein Auge auf sie geworfen. Was anfangs als harmloser Flirt abgetan wurde, wird immer mehr zur Realität: Hollis und der König kommen sich näher, sie ist die einzige, die ihn seit dem Tod seiner Eltern zum Lachen bringt, er ist ihr Traummann. Immerhin ist er König und mehr kann sie sich nicht für ihr Leben wünschen. Oder?

Als eine Familie aus einem Nachbarland nach ihrer Flucht Schutz im Palast sucht, begegnet Hollis zum ersten Mal Silas, dem Fremden, der ihre Weltordnung durcheinanderwirft. Auf einmal fragt sie sich, ob sie mehr will, als Reichtum, ob der König sie jemals wirklich lieben wird. All der Glanz und die Aufgaben, die mit dem bevorstehenden Heiratsantrag auf ihr lasten, drohen zu viel für sie zu werden. Auch wenn sie all diese Gefühle hinter einem Lächeln versteckt, fragt sie sich: Kann sie eine glorreiche Zukunft für einen Fremden auf´s Spiel setzten? Und was ist es, was den König antreibt? Wer ist er wirklich – ein gütiger Herrscher oder ein gefühlskalter Regent? Weiterlesen

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Karen M. McManus: One Of Us Is Next

Ein Jahr ist es her, dass Simon Kelleher Selbstmord beging, um seinen Tod vier seiner Mitschüler anzuhängen. Diese Vier gehen inzwischen ihrem Leben nach – ohne High School Intrigen. Doch die Bayview High hat das Drama und Simon noch lange nicht vergessen. Zunächst sind es nur harmlose Nachahmer, die versuchen, Aufmerksamkeit zu bekommen, indem sie neue Gossip-Apps ins Leben rufen, doch diese Versuche scheitern. Erst ein anonymer Spielleiter schafft es, alle auf sich aufmerksam zu machen und das mit seinem ganz eigenen Stil, Geheimnisse aufzudecken: Ein schulweites Wahrheit oder Pflicht Spiel. Wer eine Nachricht bekommt, muss sich entscheiden: Nimmt er eine gefährliche Wette an? Sind seine Geheimnisse es wert, sich öffentlich lächerlich zu machen? Sind sie es wert, sich in Lebensgefahr zu begeben? Wer nicht antwortet hat keine Wahl – der anonyme Spielleiter macht seine tiefsten Geheimnisse öffentlich.

Als Maeve die Nachricht bekommt, ignoriert sie sie. Mit ihrer älteren Schwester Bronwyn hat sie bereits erlebt, was Intrigen und anonyme Scheiber auslösen können, wenn man sich auf sie einlässt. Doch was sie nicht weiß: Das Geheimnis, dass der anonyme Schreiber über sei veröffentlichen wird, verletzt nicht nur sie, sondern auch ihren besten Freund…

Doch derartige Probleme rücken in den Hintergrund, als ein Schüler stirbt. Bei der illegalen Abkürzung über ein Baugeländer stürzt er durch das Dach eines unfertigen Gebäudes. Die Freunde, die bei dem Unfall dabei waren, schweigen sich darüber aus und erst später wird klar: Auch der Verstorbene wurde zu Wahrheit oder Pflicht aufgefordert. Weiterlesen

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Cornelia Funke-Special

Keine andere deutsche Autorin ist so erfolgreich wie sie. Niemand sonst begeistert Kinder wie Erwachsene in aller Welt derart mit starken Helden, zwielichtigen Gestalten, authentischen Bösewichten und der Magie der Bücher. Doch wie wurde Cornelia Funke zu der Frau, die inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt berühmt ist?

Nach dem Abitur zog die Autorin nach Hamburg. Dort arbeitete sie als Erzieherin und nebenbei als Buchillustratorin. Das Schreiben war nicht ihre erste Wahl, sie begnügte sich mit dem Illustrieren fremder Texte – bis sie eines Tages anfing, die Geschichten, denen sie Bilder gab, nicht mehr zu mögen. Der Weg zu Büchern, die sie in den Händen der Menschen sehen wollte, stellte einen Umschwung in ihrem Leben dar: Sie begann selbst zu schreiben.

Was langsam anlief und erst 2002 mit „Herr der Diebe“ zum internationalen Erfolg führte, wuchs mit der Zeit zu einem Gesamtwerk, das heute aus den Bücherregalen von Kindern aus aller Welt nicht mehr wegzudenken ist. „Die wilden Hühner“, „Drachenreiter“, „Hände weg von Mississippi“, „Das Labyrinth des Fauns“, „Tintenherz“ und „Reckless“ sind nur einige Beispiele einer langen Liste.

Heute lebt Cornelia Funke in Los Angeles und denkt gar nicht daran, mit dem Schreiben aufzuhören. Wir können uns auch in Zukunft noch auf viele Werke freuen, die unserem Alltag ein wenig Magie schenken und uns in unbekannte Welten führen. Ihre wohl bekannteste Welt soll im Folgenden vorgestellt werden: Weiterlesen

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