Linus Geschke: Das Camp

Spannend, packend, neugierig machend auf die Fortsetzung, dank eines – wie schon im ersten Teil – offenen Endes. Tolle, starke Charaktere mit Ecken, Kanten und einem weichen Kern.

Im zweiten Teil der „Donkerbloem-Trilogie“, „Das Camp“, steht die Hamburger Kriminalkommissarin Frieda Stahnke im Mittelpunkt, die schon im ersten Teil, „Der Trailer“, eine wichtige Rolle gespielt hat. Die schrecklichen Ereignisse, die sie damals nach Camp Donkerbloem geführt hatten, wo sie auch den eigensinnigen Kölner Barbesitzer Wout, der nach wie vor gerne auch mal ein paar „kleine Geschäfte“ nebenher macht, seine Untermieterin Kathinka, IT-lerin, die nach wie vor versucht, den Mord an ihrer Schwester Julia endlich aufzuklären, und Tayfun, den ehemaligen Boxer und Wouts guten Freund, kennengelernt hat, sind zwar Vergangenheit, aber vergessen hat sie keiner der vier.

Frieda hat ernsthafte Probleme. Sie fühlt sich verfolgt und verleumdet. Ganz offensichtlich versucht ein mächtiger Gegner, sie auszuschalten, weil sie dunkle Machenschaften aufzudecken versucht, in die wahrscheinlich auch eine höhergestellte Persönlichkeit aus der eigenen Behörde verstrickt ist. Noch kann sie es nicht beweisen, aber ihr Bauchgefühl sagt Frieda, dass sie dicht dran ist. Als sie dann auch noch verdächtigt wird, in den Mord an einem flüchtigen Bekannten verstrickt zu sein, wird es richtig eng. Eine bislang als völlig unabhängige Mordserie in Ostdeutschland, also eigentlich recht weit von Hamburg entfernt, wird plötzlich mit Frieda in Verbindung gebracht. Völlig absurd! Aber das wissen nur sie und diejenigen, die ihr das anhängen wollen. Frieda braucht Hilfe. Tayfun, der harte Kerl mit dem weichen Kern, steht zu ihr. Wout, sein Freund, gerät deswegen mit Tayfun in Streit, aber der lässt sich nicht davon abbringen, Frieda zu helfen. Inzwischen hat Wout den Campingplatz in den Ardennen gekauft, Tayfun ist der Verwalter dort und fühlt sich wohl und angekommen in seinem neuen Leben. Bis Frieda sein Angebot annimmt und im Camp Donkerbloem ankommt. Ihre Verfolger sind ihr dicht auf den Fersen und versuchen, sie umzubringen. Tayfun will sie schützen.

Zwei zunächst völlig unabhängig erscheinende Handlungsstränge werden auf spannende Weise zusammengeführt. Immer wieder neue Enthüllungen bauen den Spannungsbogen stetig auf, die Gefahr für alle Beteiligten scheint greifbar.

Toll geschrieben, spannend von der ersten Seite an, die Fortsetzung ist unabdingbar.

Linus Geschke: Das Camp
Piper, Januar 2026
416 Seiten, Paperback, 17,00 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Sabine Ertz.

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