Jan Beck: Dorn: Zimmer 203: Ruf der Toten

Simon Dorn wird über das Internet von einer mysteriösen Klientin kontaktiert. Was als Hilferuf beginnt, entpuppt sich bald als Teil eines perfiden Spiels. Als sie den Kontakt abrupt abbricht, bittet Dorn Lea Wagner, bei der Klientin nach dem Rechten zu sehen. Doch die Frau ist tot – verdurstet, und das bereits seit mehreren Wochen. Neben der Leiche steht ein Computer, auf dem eine KI läuft, die im Namen der Toten mit Dorn kommuniziert hat. Dorn erkennt Parallelen zu einem ungelösten Fall, in dem ein Täter seine Opfer in seiner Anwesenheit verdursten ließ. Lange Zeit war der Mörder untergetaucht. Ist er nun zurück?

Auch im zweiten Band der Reihe bietet die Geschichte wieder Spannung auf hohem Niveau sowie ein gleichmäßiges Erzähltempo. Das Buch kann zwar unabhängig gelesen werden, dennoch empfehle ich, den ersten Band vorab zu lesen, um die Ermittler besser kennenzulernen.

Dieses Buch hat mich bereits auf der ersten Seite gefesselt, und es fiel mir schwer, es aus der Hand zu legen. Selbst wenn ich es zur Seite legte, kreisten meine Gedanken ständig um die Geschichte.

Der Lesefluss bleibt konstant, die Spannung ist durchgehend präsent und steigert sich sogar von Seite zu Seite. So entwickelt sich das Buch rasch zu einem echten Pageturner, der einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

Wer den ersten Band kennt, weiß, dass Simon Dorn ein interessanter Protagonist mit einigen persönlichen Problemen ist. Gerade dadurch wirkt er jedoch herrlich authentisch und glaubwürdig. Ebenso sympathisch ist Lea: Sie lässt sich nicht so schnell etwas sagen und ist eine starke Persönlichkeit.

Die Geschichte ist insgesamt glaubhaft, und der Schreibstil des Autors passt perfekt zur Handlung.

Auch die leicht düstere Stimmung des Buches überzeugt, und die Schauplätze sind bildhaft und atmosphärisch dargestellt.

Jan Beck: Dorn: Zimmer 203: Ruf der Toten
Penguin Verlag, Januar 2026.
481 Seiten, Paperback, 16,00 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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