Petra Hammesfahr: Der gläserne Himmel

„Der gläserne Himmel“ ist kein wirklicher neuer Roman, sondern das Recycling eines Frühwerks der Autorin. Allerdings wurde der Roman komplett überarbeitet und ich glaube, das merkt man positiv. Das Buch handelt von Chris, der sich als Lehrer in einem Dorf in der Eifel einstellen läßt, das er noch aus seiner Kindheit kennt. Dort verliebt er sich in die geheimnisvolle Sina, heiratet sie auch, wird aber nicht wirklich glücklich. Die Ehe steht zu sehr unter dem Stern der Geheimnisse.

Hier wurde ganz tief in die Kiste aller bekannten Klischees und Vorgänger gegriffen. Weiterlesen

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Ian Rankin: REBUS: Alle Inspector-Rebus-Stories

Seit fast drei Jahrzehnten (1987 ist er zum ersten Mal in „Verborgene Muster“ aufgetreten) macht Detective  Inspector John Rebus Edinburgh unsicher, nicht ohne dabei Freunden und Vorgesetzten auf die Nerven zu gehen – von seinen Feinden ganz zu schweigen. Jetzt ist bei Goldmann ein Band mit 31 Kurzgeschichten (davon zehn neuen Rebus Stories) erschienen. Sie begleiten ihn auf den verschiedenen Stationen seines Lebens, von seinem allerersten Fall bis zu seiner – wie wir ja mittlerweile wissen – glücklicherweise nur vorläufigen Pensionierung.

Der Sammelband ist ein unbedingtes Muss für jeden Rebus-Fan! Aber auch Neulingen ist dieser Band als Einstieg wärmstens empfohlen, lernt man den ebenso genialen wie streitlustigen, whisky- und musikliebenden Detective Inspector in all seinen Facetten kennen. Weiterlesen

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Clare Donohue: Kein Sterbensort

Jane Benett ist Kommissarin in London. Eigentlich steht sie lieber in der zweiten Reihe, aber ihr Vorgesetzter Lockyer ist noch vom letzten Fall angeschlagen und irgendwie nicht er selbst. So muss Jane sich selbstständig mit dem Fall um das verschwundene Mädchen befassen. Theoretisch ist sie dazu sehr gut in der Lage, aber die Verantwortung zu haben macht ihr zu schaffen. Dazu kommt, das beinahe zeitgleich auch noch ein ehemaliger Kollege verschwunden ist. Die beiden Fälle scheinen zusammenzuhängen, denn der Tatverdächtige in ihrem Fall war auch der Tatverdächtige bei seinem letzten Fall, jedoch konnte er nie überführt werden. Dann taucht die erste Leiche auf und der Verdacht erhärtet sich, dass es sich bei den Morden um grauenhaft schiefgegangene psychiatrische Experimente handelt. Aber wer ist darin noch verwickelt und vor allem: Wer ist noch verschwunden? Weiterlesen

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Thomas Finn: Dark Wood

Reality-TV-Shows erobern immer mehr die Fernsehbildschirme. Ein neues Format erlangt immer mehr Aufmerksamkeit: Firmen in finanziellen Notlagen schicken ihre Mitarbeiter-Teams auf eine Abenteuerreise gegen andere Firmengruppen und der Gewinner erhält eine Geldspritze, die dem Unternehmen wieder auf die Beine hilft. Genau das richtige für die kleine Hamburger Werbeagentur.
Dagmar, Bernd, Lars, Gunnar, Katja und Sören werden auf einen Trip nach Trollheim in Norwegen geschickt und denken sich nichts Böses. Ein netter Outdoor-Urlaub und wenn alles gut läuft, haben sie danach weiterhin einen Job. Doch den Machern der Sendung schwebt Anderes vor und Trollheim ist nicht gerade ein geeignetes Touristenziel. Etwas Uraltes schlummert in den verlassenen Wäldern Norwegens … Weiterlesen

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Volker Kutscher: Lunapark

Es gibt ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass der Roman ziemlich gut ist. Ich konnte ungefähr zehn Seiten davon nicht ertragen. Das ist mir schon lange – eigentlich noch nie passiert. Aber die Szene in der Dr. M. Gereon Rath den Ernst der Lage erklärt und dabei ein unschuldiges Wesen tötet, ist mir unter die Haut gegangen. Es kündigte sich schon so drei bis vier Seiten vorher an, dass diese Szene einfach zu idyllisch war, dass das nicht gut ausgehen würde und doch kam es dann völlig unvorbereitet. So schreibt man Spannung. In den Jahren der Vorbereitung zu Holocaust, während Menschen verschwinden und politische Morde an der Tagesordnung sind, gelingt dem Autor noch so ein Turn (den ich ihm bis zum Ende jedes seiner Bücher übel nehmen werde), trotzdem: WOW. Weiterlesen

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Simon Beckett: Totenfang

totenfangLange ließ der neueste Fall des forensischen Anthropologen auf sich warten, aber jetzt meldet sich Dr. David Hunter endlich zurück. Sein mittlerweile fünfter Fall führt ihn in die Backwaters, ein unwirtliches Mündungsgebiet in Essex. Dort wird seit über einem Monat der 31jährige Leo Villiers, der Sohn einer der einflussreichsten Familien der Gegend, vermisst. Als an einer Flussmündung eine stark verweste Leiche gefunden wird, geht man zunächst davon aus, dass es sich um den verschwundenen Spross handelt. Doch Hunter kommen Zweifel an der Identität des Toten. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser – und der gehört ganz sicher zu einem anderen Mann. Weiterlesen

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J. Jefferson Farjeon: Geheimnis in Weiß

weissEin Krimi in bester Retro-Manier: Diese unentdeckte Literatur-Perle beschwört den Charme vergangener Agatha Christie-Abenteuer herauf. Im Jahr 1937 verfasst, bietet der Roman reinstes Kriminalvergnügen der guten alten Schule. Keine DNA-Profile, keine Serienmörder, keine blut- und actionlastige Showeffekte heischen hier um Aufmerksamkeit.
Stattdessen agieren fein gezeichnete Charaktere mit subtilem Humor vor einer Kulisse, die dem Archetyp des Gruselromans entsprungen ist. Genauer: Ein abgelegenes Haus in England, das kurz vor Weihnachten durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wird. Weiterlesen

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Mark Sennen: Der Frauensammler

sennenMehrere junge Frauen verschwinden; ihre Leichen tauchen nach 14 Tagen auf, und offenbar waren die vergewaltigten und gequälten Mädchen eingefroren.

Es ist ein perverses Spiel, das der „Frauenmörder“ von Mark Sennen spielt und welches Polizistin Charlotte Savage im britischen Dartmoor zwei Wochen lang in Atem hält.

Mark Sennen enttarnt den Mörder in seinem erster Thriller ziemlich früh, dadurch ist das Buch nicht hochspannend, aber das Psychogramm eines Mörders.

Am Schluss hält die die Suche der Polizei nach dem Mädchen Alice die Leser bei der Stange, und Polizistin Charlotte Savage trifft im Showdown mit dem Mörder eine ungewöhnliche Entscheidung, die sie eigentliche ihren Job kosten müsste. Weiterlesen

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Bejamin Cors: Küstenstrich

kuesteDer erste Fall von Personenschützer Nicolas Guerlain, „Strandgut“, war für den Glauser-Preis nominiert. Im neuen Krimi „Küstenstrich“ schickt der Fernsehjournalist Benjamin Cors seinen Personenschützer in die Normandie. Und als Guerlein dort einen Adeligen beschützen soll, dem Mord angedroht wird, macht Guerlain einen Fehler nach dem anderen.

Zunächst stolpert er über eine Leiche an einer Brücke, Weiterlesen

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Yrsa Sigurdardóttir: DNA

dnaYrsa Sigurdardóttir (Jahrgang 1963) ist Ingenieurin und Schriftstellerin. Sie lebt bei Reykjavik in Island. Zunächst schrieb sie in den 1990er Jahren Kinderbücher, 2006 erschien ihr erster Krimi in Deutschland unter dem Titel „Das letzte Ritual“.

Mit „DNA“  aus dem btb Verlag startet die Autorin nun eine Serie mit Kommissar Huldar von der Kriminalpolizei Reykjavik und der Psychologin Freya.

Der Prolog des Buches, datiert auf das Jahr 1987, führt ein in eine typische Situation der Kindeswohlgefährdung in der Jugendhilfe. Drei kleine Geschwisterkinder, zwei Jungen und ein Mädchen wurden in Obhut genommen und warten darauf, bei Pflegeeltern untergebracht zu werden. Die familiären Umstände, unter denen es zu einer Gefährdung der Kinder gekommen ist, werden nur angedeutet, müssen aber schwerwiegend sein. Die Experten streiten eine Weile darüber, ob eine Trennung der Geschwister ratsam ist und beschließen, dass das das Beste für die Kleinen ist. Weiterlesen

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