Helge Thielking: Das gute Kind

kindVor 18 Jahren verschwanden Femke Sundermanns beste Freundin und deren Baby spurlos. Die Polizei fasste den mutmaßlichen Doppelmörder, aber die Leichen blieben verschwunden. Femke wurde Kriminalkommissarin, hat gerade durch ein schreckliches Unglück ihr Kind verloren, da steht eine 18-Jährige vor ihrer Tür in Bremen, die behauptet, das verschwundene Baby von damals zu sein.
Helge Thielking erzählt das in seinem Krimi „Das gute Kind“ mit Hochspannung, entwickelt klug Erzählstränge, die überraschen und am Schluss mit Thrilleratmosphäre psychologisch sehr klug zusammengefügt sind. – Ein tolles Buch, das so sehr fesselt, dass man es nicht aus der Hand legen möchte und das am Ende alle überrascht.

Helge Thielking: Das gute Kind.
Bastei Lübbe, August 2015.
320 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Marc Ritter & CUS: Transalp

alpEine alte Handschrift des Nibelungenlieds wird aus der Münchner Staatsbibliothek gestohlen. Der Dieb platziert am Tatort einen deutlichen Fingerabdruck, so dass der kurz vor der Rente stehende Hauptkommissar Anselm Plank sofort Bescheid weiß: Sein Widersacher, Kunsträuber Benno Spindler, fordert ihn erneut heraus. Gemeinsam mit seiner designierten Nachfolgerin, der attraktiven Stephanie Gärtner, macht er sich auf die Suche nach Spindler. Die Verfolgungsjagd führt ihn auf einem abenteuerlichen Trip quer über die Alpen, denn Spindler legt Spuren aus – vertrackte Rätsel, in denen es um Leben und Tod geht.
Marc Ritter lässt Benno Spindler immer wieder neue Rätsel aufstellen, bei denen die Ermittler beinahe den Anschluss verlieren. Weiterlesen

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Sven Hüsken: Papa

papaDer Klappentext klingt vielversprechend: „Fürsorglicher Ehemann, liebevoller Vater, psychopathischer Killer!“

Vor zwei Jahren wurde Thomas Ried zum Entsetzen seiner ahnungslosen Frau wegen mehrfachen Mordes verhaftet. Jetzt ist er aus der Psychiatrie entkommen. Wenig später taucht eine erste Leiche auf, kunstvoll drapiert, so wie seine Opfer zuvor. Doch diesmal spielt der Serienkiller ein perfides Spiel mit der Polizei und seiner Familie: Bei jeder Leiche finden sich mysteriöse Hinweise. Als Rieds Tochter Lillian verschwindet, bleibt am Tatort ein Polaroidfoto zurück. Darauf zu sehen: ein Schaf und ein Wolf. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Der ehrliche Dieb

diebKein anderer Autor ist mit 90 Jahren so ein Vielschreiber wie Andrea Camilleri. Jetzt sind neun neue Montalbano-Krimis des italienischen Bestseller-Autors erschienen: acht Kurzkrimis und ein Roman.
Ein Herz für kleine Sünder hat der sizilianische Kommissar in den acht Fällen von „Der ehrliche Dieb“. Es geht um Brandstiftung in einem Hotel, um einen Mord auf einem Fischkutter, um eine verschreckte Bardame auf der Flucht, einen Banküberfall, eine junge Frau, die einen Autounfall hatte und natürlich auch um die italienische Mafia. Immer mit dabei sind Montalbanos Verlobte Livia und sein Assistent Fazio. Weiterlesen

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Anne Holt & Even Holt: Infarkt

holtSara Zuckerman, die Heldin aus dem ersten Roman des Autorenduos Holt ist inzwischen mehr oder weniger fest verbändelt mit dem Trainer des Premier League Teams Notting Hill. Der Fußballklub gehört Najib Aysha, einem millionenschweren Londoner Geschäftsmann. Ihr Freund schleppt sie zu einem Fußballspiel, das sie bis zu dem Moment langweilt, an dem einer der Spieler plötzlich umkippt. Sara ist Kardiologin und rettet dem Spieler das Leben. Aber wie kann das sein, ein Sportler, jung, durchtrainiert, gesund, erleidet einen plötzlichen Herzstillstand. Man könnte das unter Schicksal abbuchen, wenn es nicht ausgerechnet bei Spielern und ehemaligen Spielern dieses Klubs gehäuft auftreten würde. Saras alter Kollege Ole Farmen arbeitet als Arzt in der vereinseigenen Klinik und wird misstrauisch, als er sich alte Berichte ansieht. Weiterlesen

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Stephen King: Finderlohn

kingMr. Mercedes ist gefasst – naja, sagen wir mal „ruhiggestellt“, denn der dämmert nach Hollys Schlag mit der Schraubensocke in einem Krankenhaus vor sich hin. Aber sein Tun hat Spuren hinterlassen. Zum Beispiel in der Familie von Pete Saubers. Dessen Vater war eines der Opfer, die der Mercedes in Band 1 umgemäht hat. Er hat überlebt, aber jetzt war er nicht nur arbeitslos, sondern auch noch schwer verletzt. Jegliche Finanzierungsplanung der Familie geht endgültig den Bach runter und die ständigen Streitereien ums Geld scheinen in einer Scheidung zu münden. Da findet Pete einen Koffer, der nicht nur sehr viel Geld in Scheinen enthält, sondern auch sehr viele vollgeschriebene Notizbücher. Weiterlesen

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Jax Miller: Freedom’s Child

freeEin junger Polizist stirbt. Seine Ehefrau steht unter Mordverdacht und muss im Laufe der Ermittlungen ihre Kinder zur Adoption frei geben. Weil es nach jahrelangen Ermittlungen noch immer keine konkreten Beweise für ihre Schuld gibt, wird sie freigesprochen. Doch die Familie des Ermordeten schwört Rache und will ihren Tod. Aus diesem Grund darf „Freedom“ ihr nacktes Überleben in ein Zeugenschutzprogramm retten.
Wenn frau alles im Leben verloren hat, bleibt nicht mehr viel. Weiterlesen

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Alfred Bodenheimer: Das Ende vom Lied

endeEinen etwas anderen Krimi hat Alfred Bodenheimer mit dem Roman „Das Ende vom Lied“ geschrieben: Rabbi Klein, schon Held von Bodenheimers erstem Roman „Kain“, kannte Carmen, die Frau, die im Hauptbahnhof Zürich von einem ICE überrollt wird. War es Mord, ein Unfall oder Suizid?
Der Rabbi gerät ins Visier von Kommissarin Bänziger. Und dann ist da noch der Vater der wohlhabenden Julia, der Liebesbriefe an eine Tote geschrieben hat. Zunächst passt wenig zusammen, aber Bodenheimer erzählt unaufgeregt, ohne das sonst übliche Blutrünstige und Düstere, aber trotzdem spannend.
Ebenso wichtig wie die Aufklärung des Falls sind die Schilderungen des jüdischen Alltagslebens in der Gemeinde. Wer sich dafür interessiert, bekommt ein doppelt spannendes Buch, echte Krimifreunde wird es jedoch weniger fesseln.

Alfred Bodenheimer: Das Ende vom Lied.
Nagel & Kimche, März 2015.
208 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Ingrid Noll: Der Mittagstisch

nollDie Frauen in den Krimis von Ingrid Noll morden leise und perfide. Und die Polizei kommt ihnen nie auf die Schliche. In ihrem neuen Roman „Der Mittagstisch“ gibt es nur zwei Tote; da hat Ingrid Noll früher schon ein Vielfaches ins Jenseits befördern lassen. Fast rechnet man mit einem dritten Opfer, aber dieser Mann überlebt.
Es ist eine illustre Runde, die sich da täglich am Mittagstisch von Nelly versammelt: Handwerker, Lehrerinnen und ein alter Kapitän, dazu die Kinder. Die Mittdreißigerin bessert mit der Privat-Kantine ihr Budget auf. Da taucht plötzlich der Vater der Kinder aus Amerika wieder auf. Turbulent ist das Leben der allein erziehenden Mutter, aber Nelly meistert es wie eine Superfrau. Weiterlesen

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Charlotte Link: Die Betrogene

link„Der Beobachter“ hätte der neue Krimi von Charlotte Link auch heißen können. Aber so hieß schon ihr letzter Bestseller. Wer „Die Betrogene“ im neuen Thriller der Bestseller-Autorin wirklich ist, entblättert sich erst ganz am Schluss.
Dieses Buch ist (mal wieder bei Link) ein Meisterwerk: über 640 Seiten hoch spannend, psychologisch sehr genau ausgeleuchtet und klug und stringent erzählt.
Eigentlich erzählt Charlotte Link in dem Roman drei, zumindest zwei Geschichten: die von der Scotland-Yard-Polizistin Kate Linville, die auf eigene Faust nach dem Mörder ihres Vaters, auch einem ehemaligen Inspektor sucht, und die von einer kleinen Familie, die mit ihrem Adoptivsohn Urlaub in der Abgeschiedenheit in den Hochmooren von Yorkshire macht. Weiterlesen

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