Bei diesem Roman darf man sich von Untertitel und Klappentext nicht in die Irre führen lassen. Denn Molly, das titelgebende Zimmermädchen erm
ittelt mitnichten. Sondern sie wird in einem Mordfall als Täterin verdächtigt und muss, zum Glück mit Hilfe von einigen guten Freunden, ihre Unschuld beweisen. Dabei ist es am wenigsten sie selbst, die ermittelt.
Denn Molly ist Autistin, ohne es selbst zu wissen. Was sie weiß, ist, dass sie anders ist als andere. In Rückblicken lernt man viel über sie, die bei ihrer – wie es scheint ebenfalls autistischen – Großmutter aufwuchs. So beispielsweise wie sehr sie in der Schule gemobbt wurde, wie die Kollegen im eleganten Regency Hotel sie ablehnen und ihr die schwersten Arbeiten zuschustern.
Die Geschichte wird dabei von Molly selbst in Ich-Form erzählt. Das ist durchaus bewundernswert, muss sich die Autorin, deren Debütroman dies ist, doch stark in ihre Protagonistin hineinversetzen. Die Sprache, die Auffassung von ihrer Umwelt, das (fehlende) Verständnis für die anderen Menschen, all das erfahren wir aus der begrenzten Sicht von Molly.
Sie findet eines Tages die Leiche des reichen Hotelstammgasts Mr. Black in seinem Schlafzimmer. Aufgrund der Hinterlist anderer Beteiligter gerät Molly in Verdacht, die Mörderin und darüber hinaus in Drogengeschäfte verstrickt zu sein. Wegen ihrer Naivität und ihrer Gutgläubigkeit verwickelt sie sich immer mehr in die Fälle. Da ihre Großmutter, deren Lebensweisheiten Molly stets parat hat, vor einer Weile verstorben ist, steht Molly ganz allein in der Welt. Doch Hilfe naht. Weiterlesen




Ted ist ein eigenartiger Mann. Geistig ein wenig zurückgeblieben galt er vor Jahren als Verdächtiger im Mordfall eines kleinen Mädchens. Ted hat ein sehr schlechtes Namensgedächtnis. Er beurteilt Menschen auf zwei Arten – danach, wie sie Tiere behandeln und danach, was sie gerne essen. Falls ihr Lieblingsessen irgendeine Art von Salat ist, sind sie definitiv schlechte Menschen! Ted hat eine Katze – Olivia – und eine Tochter – Lauren – die ab und an zu Besuch kommt. Dann fährt Ted auf seinem rosafarbenen Fahrrad durchs Haus, und ruft die Namen von Hauptstädten. Lauren klingelt wenn er die richtige Antwort weiss. Habe ich Olivia schon vorgestellt – Teds Katze? Ein Biest von einer selbstherrlichen Katze, manches Mal aber auch Teds einzige Trösterin und Freundin.


