Das Deutsche Reich im Sommer 1914: Der Krieg liegt in der Luft und man bekommt ihn überall zu spüren. Sei es zwischen den halbstarken Jungs, die mit Gewehren üben und vom Schützengraben träumen, oder in den Parolen, die zwischen allen Menschen die Runde machen: Jeder Brit‘ ein Tritt. Jeder Russ‘ ein Schuss. Jeder Stoß ein Franzos‘. Auch die 16-jährige Mila und ihr Freund Fritz bekommen dies immer wieder zu spüren. Ihr Vater war Franzose, ist zwar seit mehr als zwölf Jahren tot, sorgt aber immer noch dafür, dass sie und ihre Mutter aufgrund ihres französischen Namens schief angesehen werden. Als Fritz‘ Klasse zu einem Wochenendausflug an den Müggelsee aufbricht, folgt Mila ihnen guter Dinge und lernt in Sheena auf dem Weg sogar noch eine Freundin kennen! Weiterlesen
Jugendliteratur
April Henry: Never Forget: Das Mädchen, das sich nicht erinnern durfte
Ein Mädchen kommt ein Hütte wieder zu sich. In Sekundenschnelle weiß sie nur eins: Sie ist in Gefahr. Lebensgefahr. Sonst fällt ihr nichts ein, nicht ihr Name, ihr Alter, warum sie überhaupt hier ist. Sie kann ihre Feinde überwältigen und mit deren Wagen fliehen. Einige Kilometer weiter strandet sie in einer Polizeistation. Der Mann dort erzählt ihr, dass sie aus einer psychiatrischen Klinik geflohen sei und ein Arzt in Kürze bei ihr wäre. Das Mädchen ist verwirrt und es kommt zu Kurzschlussreaktionen … Weiterlesen
Friedrich Ani: Die unterirdische Sonne
„Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren“, so die Ankündigung des Verlages zu Friedrich Anis Jugendbuch. Empfohlen ist es Jugendlichen ab 16 Jahren – und harter Stoff. Weiterlesen
Emmy Laybourne: Monument 14
Der 16-jährige Dean und sein drei Jahre jüngerer Bruder Alex sind gerade auf dem Weg zur Schule, als eine Katastrophe losbricht. Es kommt zu Erdbeben, massiven Hagelschauern, Flutwellen und anderen Wetterphänomenen. Wie durch ein Wunder überleben die Geschwister und landen mit einer bunt zusammengewürfelten Menge Jugendlicher und Kinder im Einkaufszentrum von Monument. Hier lässt es sich gut leben, stellen die Kids bald fest. Das Einkaufszentrum ist hermetisch abgeriegelt, so dass die verschmutzte Luft nicht mehr nach innen gelangen kann, und es gibt massenhaft Essen, Trinken, Spielsachen und wichtige Medikamente. Doch die Ungewissheit wächst. Die Kids wollen wissen, was draußen los ist und ob es ihren Eltern gut geht. Weiterlesen
Martha Brockenbrough: Echt mieses Timing
Weil Jerome in seinem Erdenleben viel Mist gebaut hat, kommt er nach seinem Tod nicht in den Himmel. Aber er hat eine zweite Chance, um den Weg in die Hölle zu vermeiden. Als Schutzengel der eben geborenen Heidi darf er wieder auf die Erde. 16 Jahre lang beschützt er sie vor allem Übel, dann passiert das Unglück: Gerade als Jerome mal nicht aufpasst, bricht Heidi auf einem zugefrorenen See ein. Panisch zieht er ihre Seele aus dem Körper – mehr kann er nicht mehr tun. Doch statt in den Himmel aufzusteigen, geistert Heidi neben ihm umher. Was ist da schief gegangen? Und vor allem: Was werden seine Vorgesetzten sagen, wenn sie von dem Schlamassel erfahren? Weiterlesen
Sophia Cronberg: Sturmnacht
Nach dem Tod ihrer Mutter muss die 16-jährige Dora ihr geliebtes London für die im Süden des Landes liegende Isle of Wight aufgeben. Dort soll sie bei ihrem Onkel leben, den sie nicht kennt. Vor allem nicht kennt, weil ihre eigene Mutter bereits Jahre vor Doras Geburt der Familie aus unbekannten Gründen den Rücken zugekehrt hat. Dora hasst die Insel und ihre Bewohner vom ersten Moment an, doch Nachbarsjunge Eric ist ein Lichtblick im Dunkel ihres neuen Wohnortes. Sein Vater jedoch verbietet jeden Kontakt zwischen den Teenagern und scheint auf Doras Mutter nicht gut zu sprechen. Gemeinsam forschen die beiden Jugendlichen in der Vergangenheit und decken neben der Tatsache, dass ihre Eltern in ihrem Alter selbst ein Paar waren, noch andere dunkle Familiengeheimnisse auf. Weiterlesen
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Lukas Faust ist nicht gerade das, was man gemeinhin einen Erfolgsmenschen nennt – oder auch nur ehrgeizig. Als Straßenillusionist hält er sich gerade eben über Wasser – und das nicht immer nur auf die faire Art und Weise. Jetzt ist er in Staufen ausgerechnet im Faustzimmer gelandet, dem Zimmer, von dem aus der Goethe-Faust in die Hölle gefahren ist – angeblich. In just diesem Zimmer trifft er auf einen schwarzen Pudel namens „Mephistopheles“, der sich ihm als Teufel offenbart und ihn, naja, um Hilfe bittet, soweit man beim Teufel von „bitten“ reden kann. Denn in der Hölle tobt eine Revolution und der Teufel selbst ist irgendwie ausgesperrt. Weiterlesen
Gary Ghislain: Wie ich Johnny Depps Alien-Braut abschleppte
Der vierzehnjährige David lebt in der französischen Upper-Class, wo er als Scheidungskind mit einem überarbeiteten Vater (Kinderpsychologe) und einer hysterischen Mutter (Anwältin) einiges gewohnt ist.
Vor allem aber ist David Comic-Fan. Am liebsten mag er Spider-Man, Die Fantastischen Vier und X-Men. Sie alle gehören zu seinen Freunden, dazu gesellen sich auch einige attraktive Amazonen. Richtig spannend wird es, als Zelda auf der Bildfläche seiner Fantasie erscheint: Zelda ist die sechzehnjährige Patientin von Davids Vater. Sie ist „vom Himmel gefallen“, stammt vom Planeten Vahalal und ist auf der Suche nach Johnny Depp. Da Männer auf ihrem Planeten verboten sind, musste sie die lange Reise zur Erde in Kauf nehmen, um ihren Traummann zu finden. Weiterlesen
Nancy Grossman: Draußen wartet die Welt
Die 16-jährige Eliza hat weder ein Handy noch einen Fernseher! Sie wächst als Tochter der Amish auf und lernt all die Dinge, die für normale Jugendliche zum Leben gehören, gar nicht erst kennen. Traditionell wird den Jugendlichen allerdings eine Zeit nach ihrem 16- Geburtstag zugestanden, in der sie die moderne Welt kennenlernen dürfen, um dann eine bewusste Entscheidung für oder gegen das Amish-Leben treffen zu können. So gelingt es Eliza, ihre Familie zu überzeugen, dass sie bei einer Chicagoer Familie über den Sommer als Kindermädchen arbeiten darf. Moderne Kleidung, Partys, Videospiele und Kinobesuche – was das Leben alles für sie bereit hält! Dann trifft sie auf den gleichaltrigen Josh und ihr Leben verändert sich noch extremer … Weiterlesen
Suzanne Young: Du. Wirst. Vergessen
In einer nicht allzu fernen Zukunft grassiert eine Selbstmordepidemie unter Jugendlichen. Scheinbar aus heiterem Himmel bringt sich eine Vielzahl von Ihnen um, bis das Programm aufgelegt wird. Niemand weiß so wirklich, was dahintersteckt, aber für die Eltern von Teenagern scheint es eine unglaubliche Erleichterung zu bedeuten. Sobald sie ihr Kind als „gefärdet“ melden, wird es abgeholt und kommt nach einigen Wochen zurück. Ohne Erinnerung, ohne Emotionen, ohne Selbstmordgefahr. Für die Teenager – gerade für die nicht-betroffenen – bedeutet das Programm jedoch keinerlei Erleichterung. Im Gegenteil. In der Zeit hochschießender Hormone, der Zeit des unmittelbaren Wechsels zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt sehen sie sich gezwungen, jede Emotion zu unterdrücken, um ja nicht im Programm zu landen. Weiterlesen