Dietrich Grönemeyer: Demenz

Jeder will möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen – gäbe es da nicht die Demenz.

Dietrich Grönemeyer ist Professor der Medizin und hat u. a. das Buch „Der kleine Medicus“ – mittlerweile als Kinderbuch-Serie neu im Tessloff-Verlag aufgelegt – geschrieben. Sein neuestes Buch „Demenz – Gezielt vorbeugen, ganzheitlich verstehen, liebevoll begleiten“ versteht sich als Einladung für einen neuen Blick auf diese Erkrankung.

Grönemeyer schreibt dazu: „Wir leben nicht in der gleichen „Wahrheit“. Und das ist gar nicht schlimm. [Denn] jeder Mensch lebt in seiner eigenen Schneekugel. […] Die Schneekugeln der Gesunden ähneln sich untereinander, die der Demenzkranken sind ganz anders …“ (S. 27)

Klug und warmherzig aus eigener Erfahrung geschrieben, hilft das Buch einem, die Demenz besser zu verstehen und auch die Angst vor einer Erkrankung etwas zu nehmen. Die Sprache ist dabei verständlich und klar, es wird einfach erklärt, mit wenig „Fachlatein“. Persönliche Erlebnisse des Autors verleihen dem Buch eine zusätzliche emotionale Tiefe.

Die 14 Risikofaktoren für Demenz, die man selbst beeinflussen kann, um das Risiko einer Erkrankung zu verringern, sind besonders interessant. Tröstlich fand ich, was Erkrankte noch alles tun können, um möglichst lang selbstbestimmt zu leben.

Fazit: Insgesamt ist „Demenz – Gezielt vorbeugen, ganzheitlich verstehen, liebevoll begleiten“ ein umfassender, aber dennoch kompakter Ratgeber mit großer emotionaler Tiefe zu allem Wichtigen für alle Betroffenen, deren Angehörige und Interessierte.

Eine absolute Leseempfehlung!

Dietrich Grönemeyer: Demenz.
Penguin, September 2025.
272 Seiten, Hardcover, 22,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Kati Szangolies.

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