Maeve ist 16 und macht sich Sorgen. Ständig. Und genauso ständig bekommt sie von ihrer Umwelt zu hören: Hör auf damit!. Würde sie gerne, aber es geht einfach nicht. Sie leidet an einer Angststörung, die sie nur gerade so eben im Griff hat. Wenn man mich fragt, ist das die schlimmste Variante von allen. Man funktioniert noch für die Umwelt, wirkt vielleicht ein bißchen freaky, aber innerlich ist man die ganze Zeit angespannt. In Erwartungshaltung. Natürlich nützt das nichts, es kommt nie das, was man erwartet. Man hat nur schon unglaublich viel Kraft für das Sorgen machen verschwendet und die fehlt dann in den echten Katastrophen.
Diesen Sommer soll Maeve bei ihrem Vater und seiner neuen Familie verbringen, weil ihre Mutter für 6 Monate in Haiti Gutes tun will. Weiterlesen







Das ist wieder mal ein Buch, bei dem ich zweigeteilt bin. Ich habe es nicht ungern gelesen, fand das Thema auch enorm wichtig, aber die Ich-steh-im-Nebel-über-den-Dingen-Protagonisten war schon sehr nervend, zumindest am Anfang. Am Anfang lernen wir sie nämlich nur als in der Ecke stehend und Zafer beobachtendes seltsames Wesen kennen. Ich dachte erst, ich wäre in einem Fantasy-Roman. Aber es handelt sich tatsächlich um einen waschechten Wirtschafts-/Polit-/Internet-Thriller.