Amerika, 1890: Joseph ist 13 Jahre alt und schon Vollwaise. Im letzten Jahr starben seine Mutter und seine Schwester an Typhus, erst kürzlich sein Vater bei einem Unfall. Er kommt bei einem verschrobenen alten Mann mit seinem Pferd Sarah unter. Doch als der Mann Sarah an einen Pferdehändler verkauft, sieht Joseph rot. Er schnappt sich nachts das Geld, welches der Mann durch den Verkauf erhielt und läuft davon. Nichts anderes hat er im Sinn als seine geliebte Sarah zurückzukaufen. Denn dieses Pferd ist für ihn seine einzige Heimat und durch nichts möchte er von dem treuen Tier getrennt sein.
Dan Gemeinhart ist mit „Ein weiter Weg“ ein ganz besonderer, kurzer Roman gelungen. Er beschreibt Josephs Weg über viele Meilen, um den Pferdehändler und sein Pferd zu finden. Weiterlesen


Die 17-jährige Amanda zieht aus ihrem Heimatort weg, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Denn zu viele Menschen dort wissen, dass Amanda nicht immer so hieß. Geboren wurde sie als Andrew Hardy. Doch den hat sie lange hinter sich gelassen. Denn Andrew spürte schon als kleines Kind, dass er ein Mädchen ist. Die geschlechtsangleichenden Operationen hat Amanda endlich hinter sich und durch die Hormoneinnahmen ist sie auch sonst ein Mädchen. Im Wohnort ihres Vaters will Amanda neu anfangen und alles klappt erstmal total gut. Sie findet schnell neue Freunde und dann taucht sogar ein Junge auf: Grant. Amanda verliebt sich Hals über Kopf. Doch was passiert, wenn irgendjemand hier die Wahrheit herausfindet?
Das Leben der 17-jährigen Nara verläuft in geordneten Bahnen. Sie ist ganz gut in der Schule, verbringt viel Zeit mit ihrer Freundin Charlotte und ihrem besten Kumpel Jamie und hat sich in Tobias aus ihrer Jahrgangsstufe verguckt. Doch dann bringt ein kleiner Zettel mit nur wenigen Worten darauf alles ins Wanken. „Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen.“ Diesen Zettel findet Nara bei sich und misst ihm erst keine allzu große Bedeutung zu. Ein Scherz, was sonst? Doch als der Hund der Familie verschwindet und wenig später mit aufgeschlitzter Kehle gefunden wird, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Nara wird erpresst und gefangen genommen und muss in einem dunklen Zimmer gefesselt ausharren.
Die 12-jährige Liberty musste schon immer Verantwortung übernehmen. Doch seit ihre Mutter bei einem Autounfall verstarb und der eher von der Bildfläche verschwundene Vater die Erziehung von ihr und ihrer 8-jährigen Schwester Billie übernehmen musste, hat dies noch zugenommen. Der Vater zeigt kein Interesse an den Mädchen, besorgt nicht mal etwas zum Frühstück und verbringt die meiste Zeit mit seinen Kameras und macht Tierfotos. Dabei könnte das eigentlich eine Gemeinsamkeit zwischen ihm und seiner Tochter sein. Denn Liberty interessiert sich sehr für Tiere, seit sie vor Jahren von ihrer Mutter erfahren hat, dass ihr Vater die Welt bereist, um diese zu fotografieren. An den Vater allerdings ist kein Rankommen und dann setzt er die Mädchen an einem heißen Tag auch noch einfach an einer Tankstelle aus! Liberty und Billie sind auf sich allein gestellt und Liberty muss erneut beweisen, dass sie viel reifer ist als ihr Alter vermuten lässt. 

Die Jugend, sie liest nicht mehr – so zumindest hört man es aus berufenem Munde. VIPs werden in Schulklassen entsandt, um Werbung für das Lesen zu machen, Vorlesen ist en vogue. Was aber könnte die Jugendlichen wieder einmal selbst zum so gar nicht mehr hippen Medium Buch – gleich ob in seiner Printausgabe oder elektronisch – greifen lassen? Nun, Saurier, das ist doch ein Thema, das immer geht. Oder Piraten, die die Meere unsicher machen. Wie wäre es mit genialen Erfinder, Dampfrobotern oder gar, McFly sei Dank, einem schwebenden Skateboard? Also gleich vier Bücher, die es zu schreiben, zu vermarkten und an die Zielgruppe zu bringen gilt?