Dan Gemeinhart: Ein weiter Weg

Amerika, 1890: Joseph ist 13 Jahre alt und schon Vollwaise. Im letzten Jahr starben seine Mutter und seine Schwester an Typhus, erst kürzlich sein Vater bei einem Unfall. Er kommt bei einem verschrobenen alten Mann mit seinem Pferd Sarah unter. Doch als der Mann Sarah an einen Pferdehändler verkauft, sieht Joseph rot. Er schnappt sich nachts das Geld, welches der Mann durch den Verkauf erhielt und läuft davon. Nichts anderes hat er im Sinn als seine geliebte Sarah zurückzukaufen. Denn dieses Pferd ist für ihn seine einzige Heimat und durch nichts möchte er von dem treuen Tier getrennt sein.

Dan Gemeinhart ist mit „Ein weiter Weg“ ein ganz besonderer, kurzer Roman gelungen. Er beschreibt Josephs Weg über viele Meilen, um den Pferdehändler und sein Pferd zu finden. Weiterlesen

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Alina Bronsky: Und du kommst auch drin vor

Ich bin ich. Und einzigartig! Oder?

Es ist nicht einfach, vierzehn zu sein, wenn sich die Eltern gerade getrennt haben und die Mutter nur noch in Diäten denkt, wenn die Schule nervt und sich das schmutzige Geschirr unter dem Bett stapelt. Und dann noch dieses Buch! Niemand aus der Klasse hört bei der Lesung in der Bibliothek zu, nur Kim wird aus ihrer Lethargie gerissen. Kein Wunder, denn das Buch handelt … von Kim! Von ihrer Familie, ihrem Leben, ihren Gedanken. Zugegeben, ein paar Namen und unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest – ist eindeutig Kim.

Sie besorgt sich das Buch; zu lesen ist eine ganz neue Erfahrung für Kim. Es ist mühsam, ihre beste Freundin Petrowna davon zu überzeugen, dass es darin tatsächlich um sie geht. Hat nicht der Vater des Mädchens im Buch plötzlich eine dunkelhäutige Freundin, mit der er ein Baby erwartet – genau wie Kims Vater? Petrowna ist skeptisch, aber als im Buch Jonathan stirbt, der im echten Leben kein anderer sein kann als Jasper, ist klar: Jaspers Tod muss verhindert werden. Weiterlesen

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Tom Limes: Tick Tack Fuck. #echthartezeiten

„Ich hatte eigentlich schon ein völlig anderes Buch begonnen (allerdings auch reales Jugendbuch), als es mich auf dem Konzert von Heisskalt total riss. Ich wartete da inmitten vieler junger Leute zwischen Vorgruppe und Hauptact, als mir zwei junge Mädchen auf die Schulter tippten und fragten: ‚Sorry, können wir vor dich? Wir können sonst nicht richtig sehen.‘ Daraufhin sagte ich: ‚Klar, könnt ihr. Aber macht euch keine Sorgen, in wenigen Minuten wird hier nichts mehr sein, wie es gerade ist.‘ Sie schauten mich dankbar an und begriffen meine Worte, als wir wenige Sekunden nach Konzertbeginn mitten in einem pogenden Moshpit versanken. Da krallten sie sich an mir fest und ihre Stimmung wechselte von Überraschung über Irritation hin zu Begeisterung Weiterlesen

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Meredith Russo: Als ich Amanda wurde

Die 17-jährige Amanda zieht aus ihrem Heimatort weg, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Denn zu viele Menschen dort wissen, dass Amanda nicht immer so hieß. Geboren wurde sie als Andrew Hardy. Doch den hat sie lange hinter sich gelassen. Denn Andrew spürte schon als kleines Kind, dass er ein Mädchen ist. Die geschlechtsangleichenden Operationen hat Amanda endlich hinter sich und durch die Hormoneinnahmen ist sie auch sonst ein Mädchen. Im Wohnort ihres Vaters will Amanda neu anfangen und alles klappt erstmal total gut. Sie findet schnell neue Freunde und dann taucht sogar ein Junge auf: Grant. Amanda verliebt sich Hals über Kopf. Doch was passiert, wenn irgendjemand hier die Wahrheit herausfindet?

Meredith Russo behandelt in ihrem Roman ein Thema, das sehr selten in Jugendbüchern angesprochen wird. Transgender scheint bei deutschen Autoren immer noch ein Tabuthema, internationale Autoren wagen sich langsam heran. Weiterlesen

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Patricia Schröder: Fanatisch

Das Leben der 17-jährigen Nara verläuft in geordneten Bahnen. Sie ist ganz gut in der Schule, verbringt viel Zeit mit ihrer Freundin Charlotte und ihrem besten Kumpel Jamie und hat sich in Tobias aus ihrer Jahrgangsstufe verguckt. Doch dann bringt ein kleiner Zettel mit nur wenigen Worten darauf alles ins Wanken. „Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen.“ Diesen Zettel findet Nara bei sich und misst ihm erst keine allzu große Bedeutung zu. Ein Scherz, was sonst? Doch als der Hund der Familie verschwindet und wenig später mit aufgeschlitzter Kehle gefunden wird, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Nara wird erpresst und gefangen genommen und muss in einem dunklen Zimmer gefesselt ausharren. Weiterlesen

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Jen White: Als wir fast mutig waren

Die 12-jährige Liberty musste schon immer Verantwortung übernehmen. Doch seit ihre Mutter bei einem Autounfall verstarb und der eher von der Bildfläche verschwundene Vater die Erziehung von ihr und ihrer 8-jährigen Schwester Billie übernehmen musste, hat dies noch zugenommen. Der Vater zeigt kein Interesse an den Mädchen, besorgt nicht mal etwas zum Frühstück und verbringt die meiste Zeit mit seinen Kameras und macht Tierfotos. Dabei könnte das eigentlich eine Gemeinsamkeit zwischen ihm und seiner Tochter sein. Denn Liberty interessiert sich sehr für Tiere, seit sie vor Jahren von ihrer Mutter erfahren hat, dass ihr Vater die Welt bereist, um diese zu fotografieren. An den Vater allerdings ist kein Rankommen und dann setzt er die Mädchen an einem heißen Tag auch noch einfach an einer Tankstelle aus! Liberty und Billie sind auf sich allein gestellt und Liberty muss erneut beweisen, dass sie viel reifer ist als ihr Alter vermuten lässt. Weiterlesen

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Isabell May: The Chosen One 02: Der Aufstand

Skadi hat in „The Chosen One 01: Die Ausersehene“ erfahren, dass sie magische Kräfte hat, hat die alten Magier am Grund des Meeres gefunden und sich entschieden, gegen die Herrscherin Maella zu kämpfen. Der zweite Band, der nur als eBook erschienen ist, ist erheblich actionreicher als der erste und es werden einige der Fragen geklärt, die mich im ersten Band noch völlig verwirrt haben. Skadi trifft alte Freunde und Feinde wieder und muss sich in ihrer Liebe zwischen zwei Männern entscheiden. Dabei ist wichtig, dass sie es sich erkämpft hat, sich entscheiden zu dürfen und nicht mehr die Ausersehene ist, die zum Besamungszweck die Männer ertragen muss. Sie findet neue Verbündete und die Magier entscheiden sich letztlich doch für eine Seite. Die beiden Bände zusammen sind ein gelungener Roman, müssen jedoch zusammen gelesen werden, da sie aufeinander aufbauen.

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Philip Pullman: His Dark Materials 0: Über den wilden Fluss

Der 11-jährige Malcolm lebt mit seinem Dæmon Asta und seinen Eltern in Oxford. Sie betreiben dort eine Gaststätte, in der er bereits häufig mithilft. Unterstützend tätig ist der Junge auch im Kloster auf der anderen Seite des Flusses. Deshalb entgeht es ihm nicht, als dort ein etwa 6 Monate altes Baby namens Lyra auftaucht. Er ist sofort hochinteressiert und versucht, alles über Lyras Geschichte herauszufinden. Schnell weiß er, dass Lyra die Tochter des hochgeachteten Lords Asriel und einer Frau namens Marisa Coulter ist. Doch Lyra befindet sich in großer Gefahr, verschiedene mächtige Menschen trachten nach ihrem Leben, denn eine Prophezeiung sagt Großes für das Kind voraus. Malcolm setzt alles daran, sie zu beschützen – auch wenn das heißt, sich mit der ihm unsympathischen Alice zusammenzutun.

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Armand Baltazar: Timeless 01: Retter der verlorenen Zeit

Die Jugend, sie liest nicht mehr – so zumindest hört man es aus berufenem Munde. VIPs werden in Schulklassen entsandt, um Werbung für das Lesen zu machen, Vorlesen ist en vogue. Was aber könnte die Jugendlichen wieder einmal selbst zum so gar nicht mehr hippen Medium Buch – gleich ob in seiner Printausgabe oder elektronisch – greifen lassen? Nun, Saurier, das ist doch ein Thema, das immer geht. Oder Piraten, die die Meere unsicher machen. Wie wäre es mit genialen Erfinder, Dampfrobotern oder gar, McFly sei Dank, einem schwebenden Skateboard? Also gleich vier Bücher, die es zu schreiben, zu vermarkten und an die Zielgruppe zu bringen gilt?

Nicht so bei Armand Baltazar, einem Mann, der für Pixar gearbeitet, der sich Animationsfilme hat einfallen lassen. Nach Zuruf seines Sohnes hatte dieser die Idee, diese vier Elemente in einem Buch zusammenzuführen. Weiterlesen

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Mark Lowery: Wie ein springender Delfin

Der dreizehnjährige Martin unternimmt mit seinem kleinen Bruder Charlie eine Zugreise an die Küste, wo die beiden zusammen mit den Eltern den letzten Urlaub verbracht haben. Geschickt und kindgerecht aufbereitet baut der Autor in die abenteuerlich und witzig geschilderte Handlung die Verarbeitung von Trauer um einen geliebten Menschen ein, was aber erst am Ende klar wird. Nur einen Tag will Martin mit Charlie verreisen, und weil die Eltern das niemals erlauben würden, muss alles heimlich geschehen. Er möchte dem kleinen Bruder nochmals den Delfin zeigen, der in den Sommerferien in St. Bernards immer im Hafenbecken aufgetaucht ist und von dem Charlie so fasziniert war.

Charlie ist kein Kind wie die anderen. Seit seiner Geburt leidet er an einer Herzschwäche und Asthma, doch er ist ein fröhlicher Junge. Martin hat früh gelernt, sich um ihn zu kümmern. Weiterlesen

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